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Veröffentlicht am 11.10.2024

Später Frost

Später Frost
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Dieses Erstlingsbuch hat mich überzeugt. Die Deutsch-Schwedin Stina Forss wechselt von der Polizei aus Berlin ins ruhige schwedische Växjo (den wahren Grund dazu erfährt man erst ganz am Ende des Buches) ...

Dieses Erstlingsbuch hat mich überzeugt. Die Deutsch-Schwedin Stina Forss wechselt von der Polizei aus Berlin ins ruhige schwedische Växjo (den wahren Grund dazu erfährt man erst ganz am Ende des Buches) und arbeitet dort mit der gerade beförderten Kommissarin Ingrid Nyström zusammen. Der erste Fall ist ausgerechnet ein Mord, und zwar an dem englischen Schmetterlingsforscher Balthasar Frost. Doch bei diesem Mord ist nichts so wie es scheint, weder die Mörder noch das Opfer, wie bei den Ermittlungen immer deutlicher wird.
Und ganz nebenbei erfährt man noch viel aus dem Privatleben der beteiligten Polizisten.
Hier ist den Autoren auf Anhieb ein tolles Buch gelungen. Es ist eines in bester „Wallander-Qualität“. Nicht auf jeder Seite trieft das Blut, stattdessen gehen die Ermittlungen anfangs sehr ruhig vorwärts, um im Laufe des Buches immer mehr an Fahrt aufzunehmen und mit überraschenden Wendungen zu punkten und so eine ganz eigene Spannung zu erzeugen. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Irgendwann werden wir uns alles erzählen

Irgendwann werden wir uns alles erzählen
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Daniela Kriens 1. Buch ist eigenartig - eigenartig berührend, eigenartig spannend, eigenartig nichtssagend, eigenartig viel aussagend. Einfach schwer zu erklären, aber es hat mich auch schwer beeindruckt.

Der ...

Daniela Kriens 1. Buch ist eigenartig - eigenartig berührend, eigenartig spannend, eigenartig nichtssagend, eigenartig viel aussagend. Einfach schwer zu erklären, aber es hat mich auch schwer beeindruckt.

Der Klappentext erzählt von einem ostdeutschen Grenzdorf im Jahr 1990. Das wunderschöne Cover zeigt eine dörfliche Landschaft im Spätsommer/Herbst mit schon leeren Feldern.

Die Geschichte handelt von der anfangs 16-jährigen Maria, die bei ihrem Freund auf dem Hof wohnt, zusammen mit dessen Eltern, Oma und einem "Knecht". In den Umbrüchen der Zeit, in schwierigen eigenen Familienverhältnissen passt sie anfangs so gar nicht auf das Land. Sie schwänzt die Schule, versteht nichts von der Arbeit auf dem Hof und liest gern. Eher zufällig geht sie eine Beziehung zu dem 40-jährigen Henner vom Nachbarhof ein, der allein lebt, eigentlich ein Looser und Säufer ist und doch ... ich gebe zu, dass ich so meine Schwierigkeiten mit dieser Beziehung habe. Was außer Sex verbindet eigentlich diese beiden so gar nicht zueinander passenden Menschen. Und doch, im Laufe des Buches - obwohl sich die Frage immer noch nicht klärt - bringt man mehr und mehr Verständnis dafür auf. Verständnis für die Zeit und die Menschen. Und obwohl eigentlich gar nicht so viel passiert, baut das Buch immer mehr eine Spannung auf. Ich jedenfalls konnte es nicht mehr aus der Hand legen und werde es sicherlich noch mehrmals lesen. Ich kann es nicht erklären und trotzdem - oder gerade deswegen - empfehle ich es zum Lesen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Dampfnudelblues

Dampfnudelblues
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... ist das 2. Buch von Rita Falk über den niederbayerischen Dorfpolizisten Franz. Ich kenne das Vorgängerbuch nicht, aber das muss man auch nicht (auch wenn ich es mir jetzt besorgen werde). Die Hauptfigur ...

... ist das 2. Buch von Rita Falk über den niederbayerischen Dorfpolizisten Franz. Ich kenne das Vorgängerbuch nicht, aber das muss man auch nicht (auch wenn ich es mir jetzt besorgen werde). Die Hauptfigur Franz ist eine Mischung aus Macho, Dorftrottel, neugieriger Polizist und gestresstes und verwöhntes Oma-Söhnchen, dabei durchaus sympathisch. Die ersten zwei Seiten brauchte ich, um mich an den direkten, oft lakonischen Schreibstil zu gewöhnen. Danach war es einfach nur noch Vergnügen pur, Franz dabei zu beobachten, wie er sich um die ungeliebte Arbeit und das Babysitten bei der Nichte drückt, die Freundin vergrault und die Oma innig liebt. Irgendwie erinnerte mich die Figur immer an die Polizisten in den alten "Olsen-Bande"-Filmen und der Spaß nahm kein Ende. Die eigentliche Tätersuche wurde dabei immer mehr zur Nebensache. Ich muss sagen, ab jetzt hat Franz einen Fan mehr.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Blutstein

Blutstein
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Mit „Blutstein“ hat Johan Theorin einen Krimi vom wirklich Feinsten vorgelegt. In genauen, zum Teil sehr pragmatischen, zum Teil sehr poetischen Schilderungen des Lebens auf der schwedischen Insel Öland, ...

Mit „Blutstein“ hat Johan Theorin einen Krimi vom wirklich Feinsten vorgelegt. In genauen, zum Teil sehr pragmatischen, zum Teil sehr poetischen Schilderungen des Lebens auf der schwedischen Insel Öland, der Natur, der dort ständig und zeitweise lebenden Menschen gelingt es dem Autor, dem Leser wirklich realistische Bilder vor Augen zu führen. Dabei passiert anfangs gar nicht so wirklich viel. Trotzdem verliert das Buch nicht an Spannung. Im Gegenteil: die verschiedenen Geschichten der einzelnen Figuren sorgen für Spannung, auch die gut eingebauten Rückblenden. So will man nur eins: immer weiterlesen, um endlich zu wissen, wer die Opfer sind, vor allem warum und wie.

Für Leser, die Krimis lieben, in denen nicht auf jeder Seite mehrere Leute brutalst gemeuchelt werden, sondern die sich auf Geschichten und Spannung ohne ständige Tote einlassen, werden bei diesem Buch auf das Beste unterhalten.

Weiterhin erwähnenswert finde ich das sehr schöne und liebevoll gestaltete Buchcover.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Himmelsdiebe

Himmelsdiebe
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"Himmelsdiebe" - angekündigt als ein Liebesroman und das ist er auch, aber eben nicht nur - und genau das macht den Reiz dieses sehr flüssig geschriebenen Buches aus.

Laura, eine junge Engländerin aus ...

"Himmelsdiebe" - angekündigt als ein Liebesroman und das ist er auch, aber eben nicht nur - und genau das macht den Reiz dieses sehr flüssig geschriebenen Buches aus.

Laura, eine junge Engländerin aus sehr gutem Hause, lernt Harry, den viel älteren Maler, der von den Nazis als entarteter Künstler aus Deutschland vertrieben wurde, kennen und beide verlieben sich. Anfangs leben sie im Paris der Künstler und in diesem Teil des Buches erscheinen mir manche Szenen nicht ganz schlüssig und teilweise finde ich auch die Sprache etwas vulgär. Harry ist anfangs sogar ein eher unsymphatischer Typ, der seine Ex-Familie bzw. -Frauen ziemlich rigoros verläßt und verletzt.

Später ändert sich das aber. Harry und Laura leben als Liebenspaar in einem kleinen Dorf in Frankreich - zufrieden nur mit sich und ihrer Malerei, abgeschlossen von jeglicher Außenwelt in einem "Himmelsgebäude" aus Liebe und Glück. Leider tritt die Realität sehr bald wieder ein - die Nazis überfallen Polen und dann Frankreich. Harry wird als unerwünschter Ausländer in einem Lager eingesperrt. Laura später schwer krank. Gerade ab diesem Teil wird das Buch aber immer besser. Romantische Beschreibungen am Anfang, später dann die teilweise brutale Realität. Der Liebesroman wird auch immer mehr zur Beschreibung der gar nicht so weit entfernten Historie. Gerade das erhöht den Reiz beim Lesen sehr.

Mein Fazit: ein sehr lesens- und empfehlenswertes Buch, das mit der reinen Einordnung "nur" als Liebesroman unterbewertet wird.

Und ein besonderes Lob an die Gestaltung des wunderschönen Covers.

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