Profilbild von raschke64

raschke64

Lesejury Star
offline

raschke64 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit raschke64 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2024

Bullen und Schweine

Bullen und Schweine
0

Kommissar Wolf aus München fährt in die Provinz Niederbayern, um dort bei der Lösung eines Mordfalls zu helfen. Dabei werden anfangs alle Klischees bedient, die man so im Kopf hat zwischen Großstadt und ...

Kommissar Wolf aus München fährt in die Provinz Niederbayern, um dort bei der Lösung eines Mordfalls zu helfen. Dabei werden anfangs alle Klischees bedient, die man so im Kopf hat zwischen Großstadt und Land. Aber es stellt sich schnell heraus, dass der Kommissar selbst aus der Gegend stammt und sich vor 20 Jahren in die Stadt flüchtete. Der Mordfall interessiert ihn nur, weil die Ehefrau des Ermordeten seine frühere Freundin war. Das Buch beginnt mit dem Auffinden ihres Mannes in einem Sarg für Schweine und einem ganz witzigen Dialog. Leider bleibt dieser Dialog über weite Strecken das einzig Witzige. Die Klischees sind total überhöht und anfangs dachte ich, dass es wohl eher eine Krimi-Komödie wird. Aber leider nicht – je weiter ich las, desto mehr hatte ich das Gefühl, in einem Moor zu waten oder gegen eine Gummiwand zu lesen – zäh, zäh, zäher! Keine der Figuren ist auch nur ansatzweise sympathisch – und die, die das werden könnten, sterben bald. Die Ermittlungen des Kommissars (wenn man das überhaupt so nennen kann) sind irgendwie lustlos und enden in endlosen Saufgelagen diverser alkoholischer Sorten, Selbstbemitleidungen, Psychosen und Phobien. Und das über so viele Seiten hinweg, dass ich mehr und mehr die Lust verlor. Erst im letzten Drittel des Buches gibt es eine Handlung, einen Fortgang der Geschichte und die Möglichkeit, das ganze etwas flüssiger zu lesen. Insgesamt ist das Buch eher eine Enttäuschung und nur mit viel gutem Willen bekommt es von mir 2 Punkte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2024

Eine Frau bei 1000°

Eine Frau bei 1000°
0

Ein Buch aus Island. Die 80-jährige Herbjörg (Spitzname Herr) wohnt in einer Garage, ist schwerkrank und wird gepflegt. Die Zeit vertreibt sie sich mit Rauchen und im Internet Surfen und Chatten. Sie bestellt ...

Ein Buch aus Island. Die 80-jährige Herbjörg (Spitzname Herr) wohnt in einer Garage, ist schwerkrank und wird gepflegt. Die Zeit vertreibt sie sich mit Rauchen und im Internet Surfen und Chatten. Sie bestellt im Krematorium den Termin für ihre Verbrennung und erzählt ansonsten aus ihrem Leben. Das Buch beginnt mit viel schwarzem Humor, sehr schräg und auch witzig. Leider ging der Humor bei mir nach spätestens einen Viertel des Buches verloren. Mich störte nicht nur die vulgäre Ausdrucksweise, sondern auch der ständige Wechsel in den Kapiteln. In einem erzählt die Hauptfigur aus ihrem eigenen Leben in den 60ern mit den Beatles, im nächsten fabuliert sie über die "Tüchtigkeit" der Männer verschiedener Länder, im nächsten erzählt sie aus dem Leben ihrer Großeltern, dann wieder wird über die verschiedenen europäischen Sprachen sinniert, um danach in die Gegenwart zu wechseln oder zum Leben ihrer Mutter. Dabei erinnerte mich die Sprache eher an einen Mann als an eine Frau. Vielleicht lag es daran, dass sowohl der Autor wie der Übersetzer Männer sind? Oder war es so gewollt, denn die Frauenfigur auf dem Cover könnte genau so gut ein Mann sein. Ebenso der Spitzname Herr. Insgesamt habe ich mich etwa ab Seite 100 doch mehr durch das Buch gequält und merkte, dass ich immer mehr in die Versuchung kam, die Seiten quer zu lesen. Das Buch traf nicht meinen Geschmack.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.10.2024

Linksaufsteher

Linksaufsteher
0

Untertitel: Für alle Montagshasser

Oliver, die Hauptperson dieses Buches von Matthias Sachau, hat ein Problem mit dem Montag. Oder besser gesagt: mit seiner mehr als schlechten Laune an jedem Montagmorgen, ...

Untertitel: Für alle Montagshasser

Oliver, die Hauptperson dieses Buches von Matthias Sachau, hat ein Problem mit dem Montag. Oder besser gesagt: mit seiner mehr als schlechten Laune an jedem Montagmorgen, die er an jedem ausläßt, den er dann trifft. Genau hier kann wohl jeder mitfühlen, jeder hat solche Tage schon erlebt (es muss ja kein Montag sein). Ansonsten ist Oliver als Sprecher in der Werbebranche tätig und verdient dort reichlich, Anfänger bei Facebook, seiner alten Männer-WG nachtrauernd, Hobbyschauspieler ... und verliebt, beraten von seinem Freund Anton (7 Jahre) und seinem Freund Tobi (älter, aber auf dem Niveau von Anton). Ich kenne die Vorgängerbücher zu dieser Geschichte nicht (ist auch keine Bedingung, um dieses Buch zu "verstehen"). Ich kenne auch den Umgang in der Werbebranche nicht, ich glaube aber, das sollte wohl eher Bedingung sein, um die "Gespräche" in diesem Buch zu verstehen. Das Buch ist sicher als "schriftliche Comedy" gedacht und die Personen sind mehr als überzeichnet. Es gibt bestimmt viele Leute, die das sehr witzig finden. Ich persönlich fand es für mich einfach nervig und konnte mich recht wenig darüber amüsieren. Vielleicht war für meinen Humar gerade Montag? Positiv allerdings ist, dass ich trotzdem das Buch zügig und vor allem flüssig lesen konnte, zugegeben - manche Seiten quergelesen, da ich mir das exakte Lesen der "überspannten Dialoge gerade im Bereich der Werbung" einfach nicht antun konnte und wollte. Hier war es für meinen Geschmack des Guten einfach zu viel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.05.2024

Nicht meins

Der Nachtläufer
0

In einer norwegischen Kleinstadt werden vor allem ältere Menschen überfallen. Nachts steht plötzlich ein Mensch an ihrem Bett und bedroht sie mit einer Waffe. Bisher bleibt es bei den Drohungen, denn der ...

In einer norwegischen Kleinstadt werden vor allem ältere Menschen überfallen. Nachts steht plötzlich ein Mensch an ihrem Bett und bedroht sie mit einer Waffe. Bisher bleibt es bei den Drohungen, denn der Nachtläufer - wie er genannt wird- unternimmt nichts weiter und erschreckt nur die Menschen. Doch dann wird eine junge Frau getötet...

Das Buch hat mich ziemlich enttäuscht. Ja, es ist eine Art Kriminalfall. Aber es ist komplett spannungslos. Anfangs hatte ich mit dem Täter noch Mitgefühl, doch mir erklärte es sich nicht wirklich, warum er viele seiner Sachen machte. Für mich erschien vieles ziemlich schwer und grundlos. Auch die Ermittlungen und der Ermittler waren für mich eigenartig. Alles wurde immer nur angedeutet oder quasi ausgedacht und ich konnte mich nicht in den Fall hineinversetzen und habe mich über weite Strecken direkt gelangweilt. Von daher möchte ich keine Leseempfehlung aussprechen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2025

Absolut nein

VONG
0

Ein jüngeres Familienmitglied hat mir dieses Buch geborgt und fand es lustig. Ich hatte vorher nie von VONG gehört und dachte mir, es kann ja nicht schaden, sich auch mal in dieser Richtung weiterzubilden. ...

Ein jüngeres Familienmitglied hat mir dieses Buch geborgt und fand es lustig. Ich hatte vorher nie von VONG gehört und dachte mir, es kann ja nicht schaden, sich auch mal in dieser Richtung weiterzubilden. Zum Glück hatte das Buch gerade mal etwas mehr als 100 Seiten und so war ich schnell durch. Gelesen würde ich das nicht nennen, was ich mir da antun musste. Bin ich wirklich zu alt für so was? Ich fand es nicht lustig, nicht mal ansatzweise witzig. Unsere Sprache wird im Alltag schon so stark verhunzt, jetzt werden noch Bücher dazu gedruckt. Zumal ich rein inhaltlich auch nicht überzeugt wurde. Eine Art Begriffsbeschreibung (wenige Begriffe, für mich auch eher wahllos ausgesucht), ein Interview mit dem Autor (langweilig), ein paar gähnend langweilige Sprüche und Wünsche (die ich nie jemanden schicken würde), eine Art Tagebuch des Autors … ich könnte jetzt die Aufzählung noch etwas fortführen, aber ehrlich gesagt, ich will mich mit diesem Quatsch nicht mehr beschäftigen. Es ist echt schade um jeden Euro, der dafür ausgegeben wurde. Absolut ein Ding, das die Welt wirklich nicht braucht. Leider kann ich keine Minuspunkte vergeben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere