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Veröffentlicht am 11.10.2024

Dann klappt's auch mit dem Doktor

Dann klappt's auch mit dem Doktor
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Der Einband in rosarot mit gleichfarbigen Herzchen und Bärchen zeigt genau, was einem in dem Buch erwartet. Eine rosarote Schnulze. Dieses Mal im Ärztemilieu spielend. Kinderärztin Anna und ihr Freundeskreis, ...

Der Einband in rosarot mit gleichfarbigen Herzchen und Bärchen zeigt genau, was einem in dem Buch erwartet. Eine rosarote Schnulze. Dieses Mal im Ärztemilieu spielend. Kinderärztin Anna und ihr Freundeskreis, erstere verzweifelnd an ihrer Mutter und im Dauerkrieg mit ihrer Nachbarin sucht verzweifelt einen Mann. Ihre Freunde/innen sind wahlweise verheiratet, Machos oder Emanzen, so dass auch diese Themen mit abgedeckt werden. Ebenso durch ihre Arbeit der Dauerstress der Ärzte und die übergewichtigen Kinder. Und ihr neuer Kollege Nils macht ihr natürlich auch das Leben schwer. Doch es kommt, wie es in solchen Büchern dann kommen muss … Das Buch ist rosarot nett, aber mehr auch nicht. Es ist nicht schlimm, wenn man einige Seiten quer liest oder ein Kapitel ausläßt. Etwas wirkliches wichtiges verpasst man nicht. Kein Buch zum Merken, keins mit Tiefgang – dafür eins für einen Strandtag oder einen Abend auf dem Sofa. Unterhaltsam, nicht mehr. Wer auf solche Bücher steht, wird allerdings hier gut bedient, denn es läßt sich leicht und flüssig lesen, hat streckenweise Humor und ist nicht langweilig.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Kings of cool

Kings of Cool
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Das Buch springt zwischen der Hippie-Zeit von 1967 bis 2005 hin und her. 2005: 3 Freunde: Ben, Chon und das Mädchen O dealen, geraten mit dem Drogenkartell, den Polizeibehörden usw. in Konflikt. Dabei ...

Das Buch springt zwischen der Hippie-Zeit von 1967 bis 2005 hin und her. 2005: 3 Freunde: Ben, Chon und das Mädchen O dealen, geraten mit dem Drogenkartell, den Polizeibehörden usw. in Konflikt. Dabei stellt sich heraus, dass es aus 1967 weitreichenden Verbindungen gibt. Auch damals wurde gedealt – speziell um das Surferleben zu finanzieren - und damit viel Geld gemacht. Ich muss sagen, dass mich das Buch zwiespältig berührt hat. Es war wunderbar flüssig zu lesen und ich habe es quasi in einem Rutsch durchgelesen. Auf der anderen Seite hat mich der Stil und die viel benutzten Wörter aus der Fäkaliensprache sehr abgestoßen. Außerdem habe ich auch nicht alle Anspielungen verstanden, weil mir die entsprechenden Vorkenntnisse auch aus der Hippie-Zeit einfach fehlen. Gestört hat mich auch, dass zwar die Brutalität des Drogenkrieges benannt wurde, der Drogenhandel selbst aber kam doch sehr harmlos rüber. Es hatte den Anschein, als wären Drogen eine Ware wie Bücher oder Lebensmittel, keine Verurteilung, keine Warnung vor Gefahren, eher eine Normalität, die mich erschreckt hat. Ich würde das Buch auch keinesfalls als klassischen Krimi bezeichnen und ebenfalls nicht als Thriller. Eigentlich kann man es nirgendwo richtig einordnen. Normalerweise hätte ich es mit 2 Punkten beurteilt, aber es gibt auf jeden Fall einen Zusatzpunkt für das Design. Das Buch wirkt regelrecht edel. Inhaltlich traf es meinen Geschmack aber nicht so sehr.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Sülze hilft gegen alles

Sülze hilft gegen alles außer Heimweh
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Moritz aus Köln verliebt sich beim Karneval in eine Münchnerin, zieht nach kurzer Zeit zu ihr und fliegt nach genau 7 Wochen aus der Wohnung, da seine Freundin sein zielloses Rumgammeln nicht mehr ertragen ...

Moritz aus Köln verliebt sich beim Karneval in eine Münchnerin, zieht nach kurzer Zeit zu ihr und fliegt nach genau 7 Wochen aus der Wohnung, da seine Freundin sein zielloses Rumgammeln nicht mehr ertragen will.

Moritz kommt noch am gleichen Tag ein paar Häuser weiter bei dem einsamen Metzger Karl unter. Der will ihn zu seinem Gehilfen ausbilden, aber Moritz gefällt die Arbeit nicht. So verschafft ihm Karl nach und nach Arbeit in den besten touristischen Sachen Münchens: als Türsteher im P1, Kellner auf der Wiesn oder Verkäufer auf dem Viktualienmarkt. Nur Moritz hält es nie lange aus – aus den verschiedensten Gründen. Er sucht sich selbst Arbeit als Rikscha-Fahrer und Touristenführer, lernt München und viele Leute kennen.

Das Buch hat sich sehr gut gelesen und spart nicht mit Seitenhieben auf ewige Studenten, die Szene in München, die Touristen und Einheimische. Dabei ist es aber kein Schenkelklopfer, sondern oft eher leiser Humor mit einigen tieferen Gedankenansätzen. Trotzdem hat das Buch auf mich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen: nettes Cover, nett zu lesen – gute Unterhaltung ohne Anstrengung, aber insgesamt mehr nicht.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Das Landei

Das Landei
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Meine erste Kritik an dem Buch bezieht sich auf das Cover. Mir hat sich wirklich nicht erschlossen, was die Kuh als Frau (oder die Frau als Kuh?) darauf soll und mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Denn ...

Meine erste Kritik an dem Buch bezieht sich auf das Cover. Mir hat sich wirklich nicht erschlossen, was die Kuh als Frau (oder die Frau als Kuh?) darauf soll und mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Denn es geht um Robbie/Robert, einem Mann, der gleich nach Schulabschluss mit seinem Freund das heimische "Kaff", ein kleines Dorf im Irgendwo, fluchtartig verlassen hat - genervt von dem Leben dort und noch mehr von seinen Eltern. Nach einigen Jahren des Herumgammelns in der Stadt gründet er eine Werbeagentur und wird damit sehr erfolgreich und führt ein Leben der "Schönen, Reichen und Wichtigen". Nur eine dauerhafte Beziehung gelingt ihm nicht und als ihn wieder einmal eine Freundin verläßt, gerät er in eine Lebenskrise und beginnt, sein Leben, seine Beziehungen zu Freunden und Eltern, seine Arbeit und sein Glück zu hinterfragen. Und hier die 2. Kritik am Cover. Nach diesem erwartet man nämlich ein lustig-flockiges Sommerbuch ohne Tiefgang, witzig, schnell mal zu lesen und wieder zum Weglegen. Aber genau das ist das Buch eben nicht. Es ist weder lustig noch schnell mal für Nebenbei. Und so verhindert das Cover, das Leute, die sich dafür interessieren, nach dem Buch greifen werden, weil sie dort keinen Tiefgang erwarten. Und umgekehrt werden Leser, die genau das nichtwollen, enttäuscht/gelangweilt/genervt sein. Das hat das Buch aber nicht verdient.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Jacobs Geschichte

Jacob beschließt zu lieben
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Jacobs Geschichte ist eigentlich auch eine Geschichte Europas. Sein Vorfahr kämpfte im 30-jährigen Krieg, dessen Kinder und Enkel kämpften in Lothringen gegen den Hunger und die Armut, wandern ins Banat ...

Jacobs Geschichte ist eigentlich auch eine Geschichte Europas. Sein Vorfahr kämpfte im 30-jährigen Krieg, dessen Kinder und Enkel kämpften in Lothringen gegen den Hunger und die Armut, wandern ins Banat nach Rumänien aus. Dort begann der neue Kampf erst gegen den Hunger und später für mehr Land, für einen sozialen Aufstieg. Dies alles erzählt der Roman in Form einer Familiengeschichte. Der Autor wählt eine teils lakonisch, um nicht zu sagen brutale Sprache, aber auch wirklich blumige und sehr poesievolle Schilderungen. Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt - aber immer sind es die Männer der Familie, die im Mittelpunkt stehen. Obwohl die Frauen - hier oft nur als Randfiguren erwähnt - eigentlich die stärkeren Mitglieder sind. Der Autor verwendet viele Gleichnisse. Erschreckend ist, dass die Verhaltensweisen vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts kaum Änderungen unterliegen, aber auch kaum die äußeren Zustände. Die Machthaber wechseln, für die einfachen Leute bleibt das Leben gleich schwer. Dies bringt der Autor sehr drastisch und sehr realistisch herüber, ohne die wenigen guten Augenblicke im Leben zu vergessen. Die Geschichten der Zigeunerin, die glücklichen Momente der ersten Liebe - aber auch die großen Verluste. Ein Roman über das Leben, der eigentlich überall spielen kann. Wer nach dem Klappentext eine klassische Liebesgeschichte erwartet hat, wird enttäuscht werden.

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