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Veröffentlicht am 11.10.2024

Das Landei

Das Landei
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Meine erste Kritik an dem Buch bezieht sich auf das Cover. Mir hat sich wirklich nicht erschlossen, was die Kuh als Frau (oder die Frau als Kuh?) darauf soll und mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Denn ...

Meine erste Kritik an dem Buch bezieht sich auf das Cover. Mir hat sich wirklich nicht erschlossen, was die Kuh als Frau (oder die Frau als Kuh?) darauf soll und mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Denn es geht um Robbie/Robert, einem Mann, der gleich nach Schulabschluss mit seinem Freund das heimische "Kaff", ein kleines Dorf im Irgendwo, fluchtartig verlassen hat - genervt von dem Leben dort und noch mehr von seinen Eltern. Nach einigen Jahren des Herumgammelns in der Stadt gründet er eine Werbeagentur und wird damit sehr erfolgreich und führt ein Leben der "Schönen, Reichen und Wichtigen". Nur eine dauerhafte Beziehung gelingt ihm nicht und als ihn wieder einmal eine Freundin verläßt, gerät er in eine Lebenskrise und beginnt, sein Leben, seine Beziehungen zu Freunden und Eltern, seine Arbeit und sein Glück zu hinterfragen. Und hier die 2. Kritik am Cover. Nach diesem erwartet man nämlich ein lustig-flockiges Sommerbuch ohne Tiefgang, witzig, schnell mal zu lesen und wieder zum Weglegen. Aber genau das ist das Buch eben nicht. Es ist weder lustig noch schnell mal für Nebenbei. Und so verhindert das Cover, das Leute, die sich dafür interessieren, nach dem Buch greifen werden, weil sie dort keinen Tiefgang erwarten. Und umgekehrt werden Leser, die genau das nichtwollen, enttäuscht/gelangweilt/genervt sein. Das hat das Buch aber nicht verdient.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Jacobs Geschichte

Jacob beschließt zu lieben
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Jacobs Geschichte ist eigentlich auch eine Geschichte Europas. Sein Vorfahr kämpfte im 30-jährigen Krieg, dessen Kinder und Enkel kämpften in Lothringen gegen den Hunger und die Armut, wandern ins Banat ...

Jacobs Geschichte ist eigentlich auch eine Geschichte Europas. Sein Vorfahr kämpfte im 30-jährigen Krieg, dessen Kinder und Enkel kämpften in Lothringen gegen den Hunger und die Armut, wandern ins Banat nach Rumänien aus. Dort begann der neue Kampf erst gegen den Hunger und später für mehr Land, für einen sozialen Aufstieg. Dies alles erzählt der Roman in Form einer Familiengeschichte. Der Autor wählt eine teils lakonisch, um nicht zu sagen brutale Sprache, aber auch wirklich blumige und sehr poesievolle Schilderungen. Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt - aber immer sind es die Männer der Familie, die im Mittelpunkt stehen. Obwohl die Frauen - hier oft nur als Randfiguren erwähnt - eigentlich die stärkeren Mitglieder sind. Der Autor verwendet viele Gleichnisse. Erschreckend ist, dass die Verhaltensweisen vom Mittelalter bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts kaum Änderungen unterliegen, aber auch kaum die äußeren Zustände. Die Machthaber wechseln, für die einfachen Leute bleibt das Leben gleich schwer. Dies bringt der Autor sehr drastisch und sehr realistisch herüber, ohne die wenigen guten Augenblicke im Leben zu vergessen. Die Geschichten der Zigeunerin, die glücklichen Momente der ersten Liebe - aber auch die großen Verluste. Ein Roman über das Leben, der eigentlich überall spielen kann. Wer nach dem Klappentext eine klassische Liebesgeschichte erwartet hat, wird enttäuscht werden.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Goldstein

Goldstein
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... ist der 3. Fall von Kommissar Rath. Ich kenne beide Vorgängerbücher nicht, das ist aber zum Verständnis auch nicht wirklich notwenig.

Volker Kutscher hat sich zum Ziel gesetzt, Kriminalromane mit ...

... ist der 3. Fall von Kommissar Rath. Ich kenne beide Vorgängerbücher nicht, das ist aber zum Verständnis auch nicht wirklich notwenig.

Volker Kutscher hat sich zum Ziel gesetzt, Kriminalromane mit Zeitgeschichte zu verbinden. Leider ist das in meinen Augen nur bedingt gelungen. Mehrere - um nicht zu viele - Handlungsstränge am Anfang des Buches mit gleichzeitig langen Erklärungspassagen wechseln sich ab und verwirren. Nicht etwa, weil sie so spannend sind - sonderm im Gegenteil. Durch die ersten 200 Seiten musste ich mich regelrecht kämpfen und verlor schon fast die Lust, das Buch zu Ende zu lesen. Ab Mitte des Buches beginnen sich die einzelnen Handlungsstränge und auch Kriminalfälle mehr und mehr zu verbinden, das Buch gewinnt an Fahrt, die Spannung wird größer.

Das Ende lässt einiges offen für sicher geplante weitere Bücher. Ich selber werde sie eher nicht lesen, aber wer Zeitgeschichte mit ein wenig Krimi mag, der wird die Bücher sehr mögen.

Ein großes Lob an die Gestaltung des Covers, das finde ich sehr gut gelungen.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Nicht der stärkste Teil

Im Labyrinth der Rache
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Francis Ackermann ist auf dem Weg nach Schottland. Zusammen mit seinem Bruder und Jesse. Sie sollen versuchen, die Tochter eines seiner gefährlichsten Feinde zu beschützen. Denn nur Ackermann, die Tochter ...

Francis Ackermann ist auf dem Weg nach Schottland. Zusammen mit seinem Bruder und Jesse. Sie sollen versuchen, die Tochter eines seiner gefährlichsten Feinde zu beschützen. Denn nur Ackermann, die Tochter und ein Tablet zusammen garantieren, dass alle Straffreiheit von den amerikanischen Behörden bekommen. Auf dem Tablet befindet sich nämlich eine Liste der größten und gefährlichsten Verbrecher der Welt. Daran sind aber nicht nur die Behörden interessiert, sondern die Verbrecher selbst. Und so beginnt eine Aktion, bei der jeder Schritt die größte Gefahr birgt.

Das Buch ist der Beginn einer neuen Reihe, auch wenn mit Francis Ackermann und einigen anderen Personen die vorherigen Reihen fortgeführt werden. Am Anfang musste ich mich erst eine Weile einlesen, denn nicht alles war mir sofort wieder präsent. Ansonsten ist es eigentlich wie üblich, Ackermann kämpft sich mit mehr oder weniger alten und neuen Ideen durch die Handlung. In diesem Fall ist diese nicht abgeschlossen, sondern hat einen ziemlichen fiesen Cliffhanger am Ende. Trotzdem empfand ich das Buch irgendwie nicht als das beste des Autors, zwischenrein hatte es einige Längen und ab und zu habe ich mich tatsächlich etwas gelangweilt. Und daher gibt es von mir nur eine mittelmäßige Bewertung.

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Veröffentlicht am 04.10.2024

Schwierig

Bruch: Durch finstere Zeiten
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Zwei Polizisten werden weit außerhalb ihres Reviers auf einer Landstraße erschossen. Bruch und Schauer sollen ermitteln. Die fast einzige Spur ist ein schwarzer Pick-Up, den Zeugen mehrfach gesehen haben ...

Zwei Polizisten werden weit außerhalb ihres Reviers auf einer Landstraße erschossen. Bruch und Schauer sollen ermitteln. Die fast einzige Spur ist ein schwarzer Pick-Up, den Zeugen mehrfach gesehen haben wollen. Über den Wagen und seinen Halter gelangen sie auf ein riesiges Waldgelände, das komplett vermüllt ist und einem Prepper gehört. Der allerdings hat viele Unterstützer und sich akribisch auf den Weltuntergang vorbereitet. Schnell legt sich der Chef von Bruch und Schauer fest, dass der Prepper der Täter ist. Doch die beiden haben ihre Zweifel…

Das Buch ist das dritte dieser Reihe. Ich empfand es als extrem schwierig. Bruch ist generell eine sehr düstere Person und in diesem Buch wird das noch mehr benutzt. Viele Sachen löst er einfach mit Intuition. Doch das war mir an manchen Stellen zu einfach. Ein Beispiel: das SEK stürmt das Gelände und Bruch ist der Einzige, der eine Sprengfalle vermutet. Das erscheint mir nicht realistisch. Ansonsten habe ich etwa bis zur Hälfte des Buches gebraucht, mich in die Geschichte hineinzufinden und flüssig zu lesen. Danach wurde es besser und auch noch richtig spannend. Trotzdem empfand ich dieses Buch als das bisher schwächste der Reihe.

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