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Veröffentlicht am 11.10.2024

Weibersommer

Weibersommer
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Lisa-Marie, Marie-Luise und Anne-Marie, oder einfach Anne, Lou und Lisa Marie sind 3 Cousinen. Weil ihr Onkel überraschend stirbt und ihre Mütter gerade zur Kur müssen, übernehmen sie den Hof des Onkels ...

Lisa-Marie, Marie-Luise und Anne-Marie, oder einfach Anne, Lou und Lisa Marie sind 3 Cousinen. Weil ihr Onkel überraschend stirbt und ihre Mütter gerade zur Kur müssen, übernehmen sie den Hof des Onkels im Allgäu inklusive der Tiere zur vorübergehenden Betreuung. Die 3 Frauen sind mehr als gegensätzlich und führen völlig unterschiedliche Leben. Obwohl sie sich mit guten Vorsätzen in das Abenteuer stürzen, kommt es natürlich zu den erwarteten Problemen und Gegensätzen. Dazu noch ein junger Mann als Hilfe auf dem Hof, verdächtige Briefe werden gefunden, ein Familiengeheimnis enthüllt, Liebeskummer getröstet usw.
Ich habe das Buch an einem Abend durchgelesen und mich dabei nicht gelangweilt. Es ist nett geschrieben, allerdings war für mich vieles nicht wirklich logisch. Die wenigen Tiere auf dem Hof benötigen für mich nicht die Anwesenheit von 3 Frauen + einer helfenden Nonne und eines jungen Mannes, selbst wenn man nicht so viel Ahnung von Landwirtschaft hat. Ansonsten war alles andere wie erwartet. Das Buch schreit förmlich nach einer Verfilmung. Leider wird es wohl im Stil der üblichen Vorabend-Soaps erfolgen. Anfangs große Theatralik, Dramatik und riesige Probleme, die sich aber sehr schnell in Wohlgefallen auflösen und praktisch sofort geklärt werden. Schon kurz nach dem Auftauchen dieser Probleme weiß man als Leser die Lösung. Ich habe das ein wenig bedauert, denn hier wäre sehr viel mehr Potential drin gewesen.
Ein besonderes Lob allerdings für die zauberhafte Kapitel- und vor allem Umschlaggestaltung.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Der Tod bin ich

Der Tod bin ich
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Das Buch unterteilt sich in 3 große Abschnitte. In der Gegenwart wird im beschaulichen Bayern ein ehemaliger Verwalter eines leicht heruntergekommenen Schlosses ermordet. Sein Nachfolger - ein junger Mann, ...

Das Buch unterteilt sich in 3 große Abschnitte. In der Gegenwart wird im beschaulichen Bayern ein ehemaliger Verwalter eines leicht heruntergekommenen Schlosses ermordet. Sein Nachfolger - ein junger Mann, weniger an Arbeit und mehr an seiner Drogen"plantage" interessiert - wird sein Erbe, ohne dafür eine Erklärung zu finden. Dann wird auch noch in Österreich seine Tante ermordet und seine Mutter verschwindet ...
Der 2. Abschnitt geht in die Vergangenheit in die 1950er und 1960er Jahre mitten im kalten Krieg und spielt sowohl im Wissenschafts- wie im Agentenmilieu. Im letzten Abschnitt wird dann wieder in der Gegenwart alles zu einem Ende zusammengeführt.
Ich muss sagen, dass mich das Buch nicht wirklich gefesselt und überzeugt hat. Zum einen durch die gewöhnungsbedürftige Verwendung der "wörtlichen Rede", zum anderen durch die teilweise sehr ausufernden und für mich manchmal sehr zähen Beschreibungen von nebensächlichen Details. Weiterhin für mich schwer zu lesen - zum einem, weil mir das Interesse, zum anderen, weil mir die Kenntnisse fehlten - die oft auch sehr langen Erklärungen physikalischer und musikalischer Zusammenhänge, die sich mir nicht wirklich erschlossen haben. Ich gebe aber zu, dass es hier sicherlich nur an mir gelegen hat.
Trotz dieser "Mängel" konnte ich aber der Grundgeschichte problemlos folgen und auf den Seiten, in denen die Handlung fortgeführt wurde, war das Buch auch gut und flüssig zu lesen und unterhaltsam. Insgesamt fehlte es mir aber für einen Thriller eindeutig an Spannung - auch wenn die Auflösung am Ende dann so nicht vorhersehbar war.
Weiterempfehlen würde ich das Buch aber nur jemanden, von dem ich wüsste, dass er ein ausgeprägtes Interesse an Physik hat.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Dann klappt's auch mit dem Doktor

Dann klappt's auch mit dem Doktor
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Der Einband in rosarot mit gleichfarbigen Herzchen und Bärchen zeigt genau, was einem in dem Buch erwartet. Eine rosarote Schnulze. Dieses Mal im Ärztemilieu spielend. Kinderärztin Anna und ihr Freundeskreis, ...

Der Einband in rosarot mit gleichfarbigen Herzchen und Bärchen zeigt genau, was einem in dem Buch erwartet. Eine rosarote Schnulze. Dieses Mal im Ärztemilieu spielend. Kinderärztin Anna und ihr Freundeskreis, erstere verzweifelnd an ihrer Mutter und im Dauerkrieg mit ihrer Nachbarin sucht verzweifelt einen Mann. Ihre Freunde/innen sind wahlweise verheiratet, Machos oder Emanzen, so dass auch diese Themen mit abgedeckt werden. Ebenso durch ihre Arbeit der Dauerstress der Ärzte und die übergewichtigen Kinder. Und ihr neuer Kollege Nils macht ihr natürlich auch das Leben schwer. Doch es kommt, wie es in solchen Büchern dann kommen muss … Das Buch ist rosarot nett, aber mehr auch nicht. Es ist nicht schlimm, wenn man einige Seiten quer liest oder ein Kapitel ausläßt. Etwas wirkliches wichtiges verpasst man nicht. Kein Buch zum Merken, keins mit Tiefgang – dafür eins für einen Strandtag oder einen Abend auf dem Sofa. Unterhaltsam, nicht mehr. Wer auf solche Bücher steht, wird allerdings hier gut bedient, denn es läßt sich leicht und flüssig lesen, hat streckenweise Humor und ist nicht langweilig.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Kings of cool

Kings of Cool
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Das Buch springt zwischen der Hippie-Zeit von 1967 bis 2005 hin und her. 2005: 3 Freunde: Ben, Chon und das Mädchen O dealen, geraten mit dem Drogenkartell, den Polizeibehörden usw. in Konflikt. Dabei ...

Das Buch springt zwischen der Hippie-Zeit von 1967 bis 2005 hin und her. 2005: 3 Freunde: Ben, Chon und das Mädchen O dealen, geraten mit dem Drogenkartell, den Polizeibehörden usw. in Konflikt. Dabei stellt sich heraus, dass es aus 1967 weitreichenden Verbindungen gibt. Auch damals wurde gedealt – speziell um das Surferleben zu finanzieren - und damit viel Geld gemacht. Ich muss sagen, dass mich das Buch zwiespältig berührt hat. Es war wunderbar flüssig zu lesen und ich habe es quasi in einem Rutsch durchgelesen. Auf der anderen Seite hat mich der Stil und die viel benutzten Wörter aus der Fäkaliensprache sehr abgestoßen. Außerdem habe ich auch nicht alle Anspielungen verstanden, weil mir die entsprechenden Vorkenntnisse auch aus der Hippie-Zeit einfach fehlen. Gestört hat mich auch, dass zwar die Brutalität des Drogenkrieges benannt wurde, der Drogenhandel selbst aber kam doch sehr harmlos rüber. Es hatte den Anschein, als wären Drogen eine Ware wie Bücher oder Lebensmittel, keine Verurteilung, keine Warnung vor Gefahren, eher eine Normalität, die mich erschreckt hat. Ich würde das Buch auch keinesfalls als klassischen Krimi bezeichnen und ebenfalls nicht als Thriller. Eigentlich kann man es nirgendwo richtig einordnen. Normalerweise hätte ich es mit 2 Punkten beurteilt, aber es gibt auf jeden Fall einen Zusatzpunkt für das Design. Das Buch wirkt regelrecht edel. Inhaltlich traf es meinen Geschmack aber nicht so sehr.

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Veröffentlicht am 11.10.2024

Sülze hilft gegen alles

Sülze hilft gegen alles außer Heimweh
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Moritz aus Köln verliebt sich beim Karneval in eine Münchnerin, zieht nach kurzer Zeit zu ihr und fliegt nach genau 7 Wochen aus der Wohnung, da seine Freundin sein zielloses Rumgammeln nicht mehr ertragen ...

Moritz aus Köln verliebt sich beim Karneval in eine Münchnerin, zieht nach kurzer Zeit zu ihr und fliegt nach genau 7 Wochen aus der Wohnung, da seine Freundin sein zielloses Rumgammeln nicht mehr ertragen will.

Moritz kommt noch am gleichen Tag ein paar Häuser weiter bei dem einsamen Metzger Karl unter. Der will ihn zu seinem Gehilfen ausbilden, aber Moritz gefällt die Arbeit nicht. So verschafft ihm Karl nach und nach Arbeit in den besten touristischen Sachen Münchens: als Türsteher im P1, Kellner auf der Wiesn oder Verkäufer auf dem Viktualienmarkt. Nur Moritz hält es nie lange aus – aus den verschiedensten Gründen. Er sucht sich selbst Arbeit als Rikscha-Fahrer und Touristenführer, lernt München und viele Leute kennen.

Das Buch hat sich sehr gut gelesen und spart nicht mit Seitenhieben auf ewige Studenten, die Szene in München, die Touristen und Einheimische. Dabei ist es aber kein Schenkelklopfer, sondern oft eher leiser Humor mit einigen tieferen Gedankenansätzen. Trotzdem hat das Buch auf mich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen: nettes Cover, nett zu lesen – gute Unterhaltung ohne Anstrengung, aber insgesamt mehr nicht.

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