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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2025

Unterhaltsam

Die Anatomie einer neuen Zeit
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Durch eine neunmonatige Dürre gelingt der als Hexe verurteilten Verena von Pfäffikon im Jahr 1540 die Flucht vor dem Scheiterhaufen. Denn der umliegende Wald und das Dorf brennen. Nach einer dreiwöchentlichen ...

Durch eine neunmonatige Dürre gelingt der als Hexe verurteilten Verena von Pfäffikon im Jahr 1540 die Flucht vor dem Scheiterhaufen. Denn der umliegende Wald und das Dorf brennen. Nach einer dreiwöchentlichen Flucht über die Alpen gelangt sie nach Padua. Verena hat sich als Mann verkleidet und nennt sich nun Johann. Sie erlebt, wie der bedeutende Chirurg und Anatom Andreas Vesal die Leiche eines gehängten Mannes obduziert. Zur gleichen Zeit liegt vor dem anatomischen Theater ein Student im Sterben. Verena und Vesal eilen zu ihm und erkennen, dass er vergiftet wurde. Doch wer sollte einen Studenten vergiften und weshalb? Verena hat es sich in den Kopf gesetzt, der Sache auf den Grund zu gehen.
Angeknüpft an historische Tatsachen erzählt der Autor eine Geschichte, die sich so hätte ereignen können. Denn Andreas Vesal unterrichtete wirklich in Padua Studenten in Medizin und verlegte 1540 seinen Wohnsitz nach Venedig. Dagegen ist die Figur der Verena fiktiv.
Die Geschichte ist sehr unterhaltsam. Leon Morell hat die Verhältnisse des 16. Jahrhunderts mit dem Glaubenseifer und der Inquisition sehr gut recherchiert und zu Papier gebracht. Dadurch war es mir möglich, schnell in die Handlung eintauchen zu können. Dennoch hätte ich mir gewünscht, dass die Person des Anatoms Vesal detaillierter in Szene gesetzt worden wäre. So blieb mir, als interessierter Leser, nichts anderes übrig, als immer bei Tante Google nachzufragen. Leider kam dann das Ende sehr abrupt und ich hatte das Gefühl, mitten aus der Handlung katapultiert worden zu sein.
Trotzdem hat mir dieses Buch, durch das ein flüssiger Schreibstil führt, abwechslungsreiche Lesestunden bereitet.
3 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Entwickelt sich zu einem eher zähen Kriminalroman

Das Wunder vom Christkindlesmarkt
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Erwartet hatte ich anhand des ansprechenden Covers einen warmherzigen weihnachtlichen historischen Roman. Doch schon nach ein paar Seiten entwickelte sich die Geschichte mehr zu einem Kriminalroman.
Evelyn, ...

Erwartet hatte ich anhand des ansprechenden Covers einen warmherzigen weihnachtlichen historischen Roman. Doch schon nach ein paar Seiten entwickelte sich die Geschichte mehr zu einem Kriminalroman.
Evelyn, eine junge Witwe, deren Mann im ersten Weltkrieg geblieben ist, entdeckt in einem Wintermantel ein leeres Briefcouvert mit der Schrift ihres gefallenen Mannes Gerson. Adressiert ist er an ihre frühere, jedoch inzwischen erblindete Lehrerin, mit der Evelyn befreundet war. Evelyn möchte der Sache auf den Grund gehen und begibt sich auf Spurensuche. Doch es wird gefährlich und auch mysteriös.
Eigentlich ist das ein spannendes Thema. Doch teilweise ist die Story langatmig und zieht sich in die Länge. Erst im letzten Viertel kommt endlich Spannung auf und die Handlung beginnt interessant zu werden.
Mein Fazit:
Da ich mit ganz andere Erwartungen an dieses Buch hatte, konnte mich dieser Roman nicht überzeugen. Denn bis auf ganz wenige Ausnahmen lese ich keine historischen Krimis. Dieses ist natürlich nur meine eigene Meinung. Andere Leser werden wahrscheinlich ihre Freude an diesem Buch haben. Von mir 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.12.2024

Die Suche nach der Wahrheit

Die Äbtissin
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Die Suche nach der Wahrheit

Dieser vierteilige Roman, der sich in 15 Tage gliedert, spielt zur Zeit von Kaiser Friedrich Barbarossa. Die ersten neun Tage schildern die beschwerliche Reise des Tempelritters ...

Die Suche nach der Wahrheit

Dieser vierteilige Roman, der sich in 15 Tage gliedert, spielt zur Zeit von Kaiser Friedrich Barbarossa. Die ersten neun Tage schildern die beschwerliche Reise des Tempelritters Katt, der die junge Gräfin Isabella in ein Kloster begleiten soll. Dabei plätschert die Handlung in den ersten sieben Tagen auf humorvolle Weise mit Gesprächen vor sich hin. Erst am achten Tag kommt Fahrt in die Handlung, die sich dann bis zum Ende der Geschichte allmählich steigert.
Auch wenn dieses Buch eine fiktive Geschichte beherbergt, so spielt sie doch vor dem realen Hintergrund des Machtkampfes zwischen der katholischen Kirche und dem deutschen Kaiser Barbarossa. Und sie zeigt, dass schon damals nicht alle Menschen von der Kirche überzeugt waren.
Roland Mueller hat die einzelnen Protagonisten bunt gezeichnet und führt mit einem flüssigen Schreibstil durch diese Lektüre.
Mich konnte dieser Band leider nicht so mitreißen, wie ich es erhofft hatte. Trotzdem ist er für historisch interessierte Leser durchaus empfehlenswert. 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Interessanter Einblick in das Leben von Ray und Charles Eames

Die Konturen der Liebe
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Zusammen mit ihrem Designprofessor Charles Eames entwirft die junge Kunststudentin Ray Kaiser für einen Wettbewerb ein neues Stuhlkonzept. Charles und Ray kommen sich näher und beschließen, gemeinsam den ...

Zusammen mit ihrem Designprofessor Charles Eames entwirft die junge Kunststudentin Ray Kaiser für einen Wettbewerb ein neues Stuhlkonzept. Charles und Ray kommen sich näher und beschließen, gemeinsam den neue Produkte zu entwerfen und ziehen gemeinsam nach Los Angeles. Obwohl ihre Werke in steter Zusammenarbeit entstehen, erhält lediglich Charles dafür die Preise und die Anerkennung.
Ray wollte nur für ihre Kunst leben und nicht ihre Freiheit aufgeben, um als Hausfrau und Mutter ein Leben in Langweile und Monotonie zu verbringen. Das war für die Nachkriegszeit sehr ungewöhnlich, denn auch in den USA gehörte die Frau zu jener Zeit an Haus und Herd. Doch Rays Leben war ihre Arbeit, und so gab sie nicht auf darum zu kämpfen, als eigenständige Künstlerin akzeptiert zu werden.
Thérèse Lambert hat diesem Roman historisch sehr detailliert recherchiert und zu Papier gebracht. So treten auch sehr viele bekannte Namen aus der damaligen Künstlerszene in Erscheinung. Nachvollziehbar hat die Autorin die relevanten Charaktere beschrieben und führt mit einem ruhigen Schreibstil durch die abwechslungsreiche Handlung.
Mich hat dieses Buch gut unterhalten und mir einiges Wissenswertes vermittelt. 3 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Leicht zu lesen und recht unterhaltsam

Die Berghebamme – Hoffnung der Frauen
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Max, ihr Freund aus Kindertagen, bittet die junge Maria, wieder in ihr Heimatdorf Brannenburg zurückzukehren, um hier den werdenden Müttern beizustehen. Im Münchner Gebärhaus hat Maria gerade ihre Ausbildung ...

Max, ihr Freund aus Kindertagen, bittet die junge Maria, wieder in ihr Heimatdorf Brannenburg zurückzukehren, um hier den werdenden Müttern beizustehen. Im Münchner Gebärhaus hat Maria gerade ihre Ausbildung zur Hebamme mit Bravour abgeschlossen. Nach einigem Zögern kehrt Maria wieder an den Ort zurück, in dem sie von ihrer ihr unbekannten Mutter ausgesetzt wurde und, als "Bankert" verachtet, aufwuchs. Nun hofft sie, hier als anerkannte Hebamme endlich geachtet zu werden. Doch Alma, die alte Geburtshelferin, weigert sich das Feld zu räumen und macht Maria das Leben zur Hölle.
Dieser erste Teil der Trilogie erzählt von alten und festgefahrenen Traditionen. Neuerungen, wie die absolut wichtigen hygienischen Vorschriften, finden bei den Alteingesessenen keine Beachtung. Auch das mir völlig unverständliche Mitspracherecht der katholischen Kirche wird deutlich beschrieben.
Der Leser begleitet nun Maria von einer Geburt zur nächsten, was mir persönlich mit der Zeit doch zu viel wurde. Denn es ist immer dasselbe, nur die gebärenden Protagonisten wechseln sich ab. Ohne große Spannung, Höhen und Tiefen dröppelt die Handlung vor sich hin.
Trotzdem ist es ein recht unterhaltsames Buch, das sich gut zum Zwischendurchlesen eignet. 3 Sterne.

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