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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.12.2024

Ein sehr emotional bewegender historischer Roman zur Zeit der militärischen Diktatur in Chile.

Die Amato-Schwestern: Die Fäden des Schicksals
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Das Buch handelt von der Familie Amato und ihren Erlebnissen zur Zeit der diktatorischen Machtübernahme des Militärs in Chile um 1970.

Zu Beginn hatte ich ein wenig meine Schwierigkeiten, den Zugang ...

Das Buch handelt von der Familie Amato und ihren Erlebnissen zur Zeit der diktatorischen Machtübernahme des Militärs in Chile um 1970.

Zu Beginn hatte ich ein wenig meine Schwierigkeiten, den Zugang zum Buch zu finden, da mir der Erzählstil, der als Einstieg im Zeitraffer einzelne Lebenspunkte der Protagonisten aufführt, nicht wirklich zugesagt hat. Umso schöner war es, als dieser Erzählstil nach den ersten Kapiteln prompt wechselte und man nun umso mehr in die Geschehnisse eintauchen konnte.

Das Buch hat eine sehr spannende Handlung, es viel mir schwer, das Buch zur Seite zu legen und noch anderen Alltagsdingen nachzugehen. Zumal das Buch, auch wenn ich das Weglegen geschafft habe, immer noch im Kopf rumspuckt und die Gedanken kreisen lässt. Denn das Buch selbst lässt Bilder im Kopf entstehen, die ich nicht so schnell wieder vergessen werde.

Dabei ist es emotional sehr bewegend. Oft habe ich kurz innehalten müssen, damit ich das geschriebene verarbeiten kann. Dabei wirkt es aber alles andere als überspitzt und unnötig aufgebauscht. Es erzählt lediglich. Das fand ich besonders schön.

Charaktere
Die Protagnisten der Amato-Familie sind auch überwiegend sehr liebenswürdig. Ihre Emotionen sind spürbar, ihre Entscheidungen nachvollziehbar.

Sprache
Die Handlung wird aus der allwissenden Erzählperspektive geschildert, welche die Perspektive zwischen den Protagonisten wechselt. Der Schreibstil ist eher nüchtern und insgesamt sehr angenehm zu lesen.

Gesamteindruck
Abschließend lässt sich festhalten, dass „Die Fäden des Schicksals“ ein äußerst lesenswertes Buch ist, das zum Nachdenken anregt, eine Vielzahl von Emotionen weckt und zugleich ein tiefes Verständnis für die historischen Gegebenheiten während der Militärdiktatur in Chile vermittelt.

Das Buch kann ich definitiv weiterempfehlen.

Auch kann ich mir vorstellen, dass ich es ein zweites Mal lesen werde.

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Ein wundervolles Buch, optisch klasse gestaltet, inhaltlich strukturiert aufgebaut, mit vielen praktischen Übungen - klare Weiterempfehlung!

Der Resilienzfaktor
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Inhaltlich startet das Buch mit einem Check-In, welches der Einleitung dienst, jedoch bereits mit verschiedenen Beispielen, Selbstreflexionen und praktischen Übungen bestückt ist. Danach gibt es insgesamt ...

Inhaltlich startet das Buch mit einem Check-In, welches der Einleitung dienst, jedoch bereits mit verschiedenen Beispielen, Selbstreflexionen und praktischen Übungen bestückt ist. Danach gibt es insgesamt 7 Bausteine (bzw. 7 Kapitel), mit deren Hilfe Resilienz aufgebaut bzw. gestärkt werden kann: Akzeptanz, Optimismus, Eigenverantwortung, Selbstwirksamkeit, Lösungsorientierung, Netzwerkorientierung und Zukunftsorientierung. Mit einem Check-Out wird das Buch abgeschlossen.

Optisch ist das Buch ein wahrer Genuss. Im Buch ist alles sehr übersichtlich dargestellt, die Schrift hat eine angenehme Größe, die Theorie ist in mehrere kürzere Abschnitte untergliedert und zahlreiche Abbildungen unterstreichen die jeweiligen Themen.

Die Autorinnen schaffen in ihrem Buch einen Dialog mit dem Leser. Sprachlich ist alles sehr gut verständlich. Die zusätzlich zum Text vorhandenen Abbildungen, Tabellen und Diagramme verdeutlichen das bereits gelesene.

Das Buch inspiriert durch vielen Stellen des Innehaltens und der Selbstreflexion dazu, seine bisherige Einstellung zu hinterfragen, regt damit zum Nach- und Umdenken an und bietet mit zahlreichen Übungen direkt Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Ich habe schon einige solcher Bücher gelesen und hier begeistert mich vor allem, dass die Übungen alle sehr praktisch sind und meistens, mit gutem Willen, einfach in den Alltag integrierbar. Und wie gesagt, optisch ist es super ansprechend gestaltet, inhaltlich fehlt es an nichts.

Würde ich das Buch weiterempfehlen? JA! Das Buch würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen, für alle, die sich gerne Weiterentwickeln möchten und dabei immer wieder neue Wege und Impulse suchen, die sie auf ihrer Reise voranbringen können.

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Lauf Leben, lauf! – Antje und ihr bewegender Lebensweg

Lauf Leben, lauf!
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Das Buch handelt von Antja, die in der DDR in schwierigen Familienverhältnissen aufwächst. Die Mutter schikaniert sie und hat alles, nur nicht Liebe für sie übrig. Der Vater verlässt die Familie, als Antje ...

Das Buch handelt von Antja, die in der DDR in schwierigen Familienverhältnissen aufwächst. Die Mutter schikaniert sie und hat alles, nur nicht Liebe für sie übrig. Der Vater verlässt die Familie, als Antje noch sehr jung war. Im Buch erzählt Antje ihre Geschichte – was ihr widerfahren ist und wer oder was sie geprägt hat.

Der Einstieg in das Buch ist leicht. Man begibt sich mit Antje auf eine Reise durch ihr Leben, dass bereits im frühen Kindesalter stark von einer lieblosen Mutter geprägt ist. Dabei kreiert die Autorin eine bewegende Geschichte, deren man sich nicht entziehen kann. Einmal mit Lesen begonnen, konnte ich das, doch insgesamt leider sehr dünne Buch, nicht wieder weglegen. Antjes Geschichte berührt und regt zum Nachdenken an.

Ganz nebenbei lernt man noch viel über die damaligen Verhältnisse und Gewohnheiten der DDR. Die Geschichte von Antje wirkt lebensecht und ermöglicht einen Einblick in den damaligen Alltag.

Antje selbst ist eine stark durch ihre Kindheit geprägt Person. Dabei haben die negativen Erfahrungen sie allerdings nicht schwächer, sondern im Erwachsenenalter stärker gemacht. Sie weiß, was sie will und was sie nicht will, besonders in Bezug auf ihren eigenen Nachwuchs.

Die Handlung wird aus der Ich-Perspektive von Antje geschildert. Sprachlich ist das Buch gut zu lesen. Der Schreibstil ist vor allem nüchtern und informativ, statt bildhaft und verspielt gestaltet. Dabei kommt das Talent der Autorin, authentisch zu schreiben, zum Vorschein – nichts wirkt gewollt, gekünstelt oder übertrieben.

Abschließend lässt sich sagen, dass es sich bei dem Buch von Suna Geiger um eine wundervolle, berührende und zum Nachdenken anregende Geschichte des Nicht-dazu-gehörens und von Suche nach Liebe und Akzeptanz handelt.

Würde ich das Buch weiterempfehlen: Ich würde das Buch definitiv weiterempfehlen, da das Buch bewegt, lehrreich ist und eine wundervolle Lektüre darstellt.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Die geheime Geschichte – mehr als nur eine Geschichte

Die geheime Geschichte
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Die Geschichte handelt von Richard Papen, der rückblickend von seiner Zeit am College berichtet. Dabei ist er sehr speziellen Personen begegnet, die sein Leben verändert haben. Er erzählt mit dem Blick ...

Die Geschichte handelt von Richard Papen, der rückblickend von seiner Zeit am College berichtet. Dabei ist er sehr speziellen Personen begegnet, die sein Leben verändert haben. Er erzählt mit dem Blick in die Vergangenheit an was er sich noch erinnert. Freundschaft, Liebe und Entwicklung spielen eine ebenso große Rolle, wie Verrat, Verachtung und Mord.

Ich glaube, das waren die besten Charakterbeschreibungen, die ich (bis jetzt) gelesen habe. Die Charaktere sind sehr tiefgründig erstellt, alle mit speziellen Eigenheiten. Als Leser habe ich sogar manchmal vergessen, dass es nur eine Geschichte ist und diese Personen nie wirklich existiert haben.

Sprachlich ist das Buch aus der Ich-Erzählperspektive von Richard geschrieben. Der Text liest sich eigentlich weitgehend flüssig. An verschiedenen Stellen sind immer wieder lateinische, griechische oder auch französische Redewendungen oder Wortgruppen eingebaut. Teilweise fehlt hier die Übersetzung, sodass es für in diesen Sprachen ungebildete Personen zu einem gemilderten Leseverständnis kommen kann.

Die Handlung wird erst durch die einzigartigen Charaktere eine besondere. Donna Tartt hat es wirklich verstanden, Charaktere aus dem Boden zu stampfen.

Das Buch würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen, da das Buch einem zeigt, wie wundervoll einzigartig Charaktere doch erstellt werden können.

Auch würde ich es als Buch klassifizieren, dass man auf jeden Fall ein zweites Mal in seinem Leben lesen wird. Auch, wenn es recht lang ist.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Fortsetzung des bewegenden Romans „Nur noch ein einziges Mal“

It starts with us – Nur noch einmal und für immer
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Ich habe erwartet, dass der zweite Teil mindestens genauso gut wird, wie der erste. Das war zum Glück auch der Fall. Denn obwohl das Buch seitens der Autorin erst als Einzelband gedacht war, gab es noch ...

Ich habe erwartet, dass der zweite Teil mindestens genauso gut wird, wie der erste. Das war zum Glück auch der Fall. Denn obwohl das Buch seitens der Autorin erst als Einzelband gedacht war, gab es noch so viel zu erzählen.

Das Buch erzählt die Geschichte von Lily weiter. Mit deutlich mehr Sanftheit und Harmonie als Teil 1 weist es zudem noch ausreichend neue Wendungen auf. Es gibt Lily die verdiente Ruhe nach ihrer Erfahrung mit Ryle. Dennoch holpert der Weg ein bisschen, bis sie tatsächlich dort ankommt, wo sie schon immer sein wollte.

Sprachlich ist das Buch sehr schön und nachvollziehbar gestaltet. Die Charaktere bestehen weiterhin durch ihren Tiefgang und es werden viele Schlüsselmomente im ersten Buch ausgewertet und von einer neuen Perspektive beleuchtet. Denn neben Lily rückt nun im zweiten Teil auch Atlas in den Vordergrund und wir erfahren zahlreiche Hintergrundgeschichten.

Meiner Meinung nach war es ein gelungener Abschluss der mit Teil 1 begonnen Geschichte. Es gibt für Lily das Ende, dass sie nach ihren erduldeten Strapazen verdient und lässt mich als Leser das Buch beruhig und zufrieden weglegen.

Das Buch würde ich auf jeden Fall weiterempfehlen, allerdings nur, wenn man den ersten Teil bereits gelesen hat. Bei diesem Buch macht ein Einstieg mit Teil 2 leider wenig Sinn.

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