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Veröffentlicht am 26.01.2025

Ein gelungener Abschluss einer tollen Reihe!

Kaya Silberflügel − Zwischen Himmel und Freundschaft
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Nachdem es Kaya und Milan geschafft haben, die zwei weiteren Vogelwandler-Kinder zu finden, wartet schon die nächste schwere Aufgabe auf sie. Gemeinsam mit Fea und Nelio müssen sie sich auf die Suche nach ...

Nachdem es Kaya und Milan geschafft haben, die zwei weiteren Vogelwandler-Kinder zu finden, wartet schon die nächste schwere Aufgabe auf sie. Gemeinsam mit Fea und Nelio müssen sie sich auf die Suche nach mehreren magischen Gegenständen machen. Denn nur so können sie den unrechtmäßigen Herrscher Xaver Steinadler entmachten und verhindern, dass das Höllental zerstört wird. Zum Glück sind die vier Avanosti-Freunde nicht auf sich alleine gestellt, sondern bekommen Unterstützung von den Vögeln und auch Kayas beste Menschenfreundin Merle ist ihnen mal wieder eine große Hilfe. Eine gefährliche Mission beginnt, bei der die Kinder viel Teamgeist und Stärke beweisen müssen. Ob es ihnen wohl gelingen wird, die Avanosti zu retten?

Dies ist der dritte und letzte Band von „Kaya Silberflügel“ und es ist durchaus ratsam, die Vorgänger zu kennen, da die Bücher aufeinander aufbauen.
Nachdem mir die ersten beiden Bände so viel Freude bereitet haben, musste natürlich auch das Finale bei mir Einzug halten. Schon das Cover sieht wieder richtig toll aus und es verspricht auch nicht zu viel!

Die Handlung knüpft ziemlich direkt an den zweiten Teil an und man ist gleich wieder mittendrin im Geschehen. Mit ihrem gewohnt leichten und bildlichen Schreibstil entführt uns Autorin Nelly Möhle einmal mehr in die faszinierende Welt der Vogelwandler und begeistert mit starken Figuren, wunderbaren Freundschaftsmomenten und jeder Menge Spannung und Fantasie. Langweilig wird es auf den 305 Seiten zu keiner Zeit. Es macht auch dieses Mal großen Spaß, Ich-Erzählerin Kaya und ihre Freund*innen zu begleiten und mitzuerleben, wie sie gemeinsam über sich hinauswachsen und ein unschlagbares Team ergeben. Freundschaft, Zusammenhalt, Entschlossenheit und Vertrauen werden hier groß geschrieben, es wird wieder aufregend und emotional und wunderbar fedrig-magisch. Man kann erneut richtig schön mit den Charakteren mitfiebern und fliegt nur so durch die Seiten.
Die wunderhübschen, stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen von Alina Brost runden das Leseerlebnis wieder perfekt ab und da am Ende keine Fragen offenbleiben und alles zufriedenstellend geklärt wird, kann man das Buch mit einem glücklichen Gefühl zuklappen.

Fazit: Mit „Zwischen Himmel und Freundschaft“ präsentiert Nelly Möhle ein gelungenen Abschlussband ihrer Kaya Silberflügel-Trilogie. Ein spannendes und magisches Gestaltwandler-Abenteuer voller Mut und Freundschaft für alle Fantasy- und Vogel-Fans ab 10 Jahren. Ich bin mal wieder nur so durch die Seiten geflogen und habe auch diesen Band mit Begeisterung beendet. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Spannend, witzig, heldenhaft und originell. Ein toller Auftakt!

Akademie Splitterstern 1: Akademie Splitterstern
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Herzlich willkommen an der Akademie Splitterstern, wo jeder angehende Held gerne gesehen ist. An dieser besonderen Schule werden verschiedene Arten von Adepten in ihren jeweiligen Bereichen ausgebildet, ...

Herzlich willkommen an der Akademie Splitterstern, wo jeder angehende Held gerne gesehen ist. An dieser besonderen Schule werden verschiedene Arten von Adepten in ihren jeweiligen Bereichen ausgebildet, von Zauberer über Barbaren bis hin zu Schurken ist alles dabei. Der Tag der Geburt bestimmt, wo man in die Lehre geht, doch nicht jedem scheint das Talent in die Wiege gelegt worden zu sein. Wenn Zauberlehrling Ribisel nervös ist, kann er ausschließlich Frösche erscheinen lassen und es kommt, wie es kommen muss: Als Ribisel eines Tages zusammen mit Barbarin Erika, Wächter Garek und Schurkin Fenja zum Direktor gerufen wird, verzaubert er diesen aus Versehen in eine Kröte. Zum Glück finden sie bei Totenschädel Denny schnell Rat. Dieser weiß nämlich, wie man den Zauber rückgängig machen kann: Die Vier müssen zu einem versteckten Tempel reisen und die Schlangenkrone finden. Bestehen sie die Quest, werden sie nicht nur aufgelevelt und der Direktor zurückgewandelt, Schädel Denny erhält obendrein auch seinen Körper zurück. Eine waghalsige Mission durch die Splitterlande beginnt...

Bei diesem Buch war sehr schnell klar, dass es bei mir einziehen muss. Allein schon das Cover hat mich direkt angefixt und dass es sich bei dem Autor und Illustrator um Falk Holzapfel handelt, tat dann das Übrige. Die äußere Erscheinung verspricht auch nicht zu viel: Falk Holzapfel präsentiert mit „Akademie Splitterstern“ einen gelungenen Auftakt einer actionreichen, magischen und urkomischen Abenteuerreihe. Kunstvoll vereint er Fantasy- und Gaming-Elemente mit einem Schulsetting und kreiert eine Welt, in der es zu keiner Zeit langweilig wird.

Wer schrägen Humor mag und ein Faible für Rollenspiele hat, wird hier ganz auf seine Kosten kommen. Die Charaktere sind allesamt wunderbar getroffen und sorgen mit ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten für einige laute Lacher. Unsere vier Adepten sind eine kunterbunte Mischung aus schlauen, weniger gescheiten, mutigen und ängstlichen Schülerinnen und könnten unterschiedlicher kaum sein. Aber wenn es drauf ankommt, halten sie zusammen und ergeben gemeinsam ein unschlagbares Team. Freundschaft, Mut und Zusammenhalt werden hier großgeschrieben, aber auch Misstrauen, Angst und Vorurteile sind Teil der Geschichte. Garek, Erika, Fenja und Ribisel haben es nicht leicht und es herrscht nicht immer eitel Sonnenschein zwischen ihnen. Doch sie zeigen uns, dass eine vermeintliche Schwäche auch eine große Stärke sein kann und jeder von uns das Zeug zum Helden hat. Es macht richtig Spaß, die vier Freunde bei ihrer gefährlichen Quest zu begleiten und mitzuerleben, wie sie zusammen und über sich selbst hinauswachsen.

Was dieses Buch ebenfalls zu einem Highlight und echten Pageturner macht, ist der Rollenspielfaktor. Für bestimme Leistungen erhalten die Splitterstern-Schüler
innen Erfahrungspunkte in Form von Sternenstaub, mit denen sie aufleveln können (oder auch Level verlieren). Nach jedem Kapitel gibt es eine Übersicht, was die Adepten gelernt haben und wie sich ihr aktueller Punktestand verändert hat. Diese Charakterbögen sind ziemlich cool aufgemacht und auch sonst ist das Buch genial gestaltet. Sämtliche Seiten sind bebildert, angefangen bei der detailreichen Karte der Splitterlande auf den Vorsatzpapieren über die Steckbriefe, die einem die vier Protagonisten kurz vorstellen bis hin zu den Illustrationen, die die Handlung begleiten. Jedes Kapitel beginnt mit einer farbig illustrierten Doppelseite, die im weiteren Verlauf von kleinen schwarz-weiß Zeichnungen abgelöst wird. Falk Holzapfels Bilder sind wie gewohnt großartig anzusehen und schaffen eine tolle, schaurig-schöne Atmosphäre. Ein zusätzliches Gimmick sind einige versteckte QR-Codes, hinter denen sich weitere Zeichnungen verbergen. Dieses Buch ist einfach ein Garant für In-einem-Rutsch-durchlesen und wird selbst Lesemuffel in den Bann ziehen.

Fazit: „Akademie Splitterstern“ ist ein spannendes, humorvolles und bildstarkes Fantayabenteuer mit liebenswerten Antihelden zum Mitfiebern und Gernhaben. Ein herrlicher Lesespaß für alle ab 10 Jahren, die es heldenhaft, fantasievoll und ein bisschen abgedreht mögen. Ich bin begeistert von diesem Reihenauftakt und kann die nächste Quest kaum erwarten. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 16.10.2024

Ein wunderbarer Auftakt voller Freundschaft, Geheimnisse & Magie!

Die Hüter der flüsternden Schlüssel (1). Verlorene Magie
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Die 12-jährige Lenna hat schon unzählige Umzüge hinter sich und kann die Schulen, die sie bereits gesehen hat, längst nicht mehr an einer Hand abzählen. Seit ihre Mutter und ihre Tante mit ihrem You-Tube-Kanal ...

Die 12-jährige Lenna hat schon unzählige Umzüge hinter sich und kann die Schulen, die sie bereits gesehen hat, längst nicht mehr an einer Hand abzählen. Seit ihre Mutter und ihre Tante mit ihrem You-Tube-Kanal richtig durchgestartet sind, ziehen die drei pausenlos von einem Ort zum nächsten. Lenna hat die Nase inzwischen gestrichen voll. Sie möchte sich endlich irgendwo zu Hause fühlen können und Freunde haben. Sie will nicht mehr ständig die Neue sein, sondern „einfach Lenna“. In dem Städtchen Kieburg, ihr neuer Wohnort, ändert sich jedoch alles. Sie findet in ihren neuen Mitschülern Rudi, Pirro und Kimie nicht nur drei gute Freunde – sie entdeckt gemeinsam mit den dreien auch einen verzauberten Schlüssel, der sie an einen Ort voller Magie und Wunder führt: Dem Magitorium. Hier treffen die vier Kinder auf zwei sprechende Katzen und erfahren, dass sie als neue Hüter der Schlüssel ausgewählt wurden und die Welt vor bösen Mächten beschützen müssen. Ein gefährliches Abenteuer beginnt...

Nachdem mich bisher noch kein Kinderbuch von Tanja Voosen enttäuscht zurückgelassen hat, konnte ich an „Die Hüter der flüsternden Schlüssel“ natürlich nicht vorbeigehen. Ich war sehr gespannt, was uns die deutsche Autorin wohl dieses Mal gezaubert hat. Rein optisch ist das Buch schon mal ein echter Hingucker, angefangen beim Cover mit seinen goldenen Elementen über die wunderhübsch gestalteten Vorsatzpapiere bis hin zu den fünf stimmungsvollen schwarz-weiß Illustrationen von Ulyana Regener, die die Geschichte gekonnt untermalen. Von den Bildern hätte es für meinen Geschmack gerne noch mehr geben können, mich hat Ulyana Regeners Zeichenstil richtig beeindruckt.

Neben der Aufmachung überzeugt „Die Hüter der flüsternden Schlüssel“ aber auch inhaltlich. Tanja Voosen hat mal wieder ein bezauberndes Kinderbuch mit lauter liebenswerten Figuren geschaffen, in dem sie ein aufregendes Fantasyabenteuer mit lehrreichen Botschaften vereint. Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Vertrauen werden hier großgeschrieben. Gemeinsam mit Hauptprotagonistin Lenna und ihren drei Mitschülerinnen Rudi, Kimie und Pirro taucht man in die magische Welt der Key Keepers ein, die voller Gefahren und Geheimnissen steckt und auch Erwachsene in den Bann zu ziehen vermag. Es macht großen Spaß, die vier Kinder und ihre zwei tierischen Gefährten zu begleiten und mitzuerleben, wie ihre Erlebnisse sie zusammenschweißen und sie gemeinsam über sich selbst hinauswachsen. Mit Lenna, Rudie, Kimie und Pirro hat die Autorin vier wunderbare Heldinnen ins Leben gerufen, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und unterschiedlicher kaum sein könnten, doch zusammen stark und unschlagbar sind. Mutig und clever stellen sie sich sämtlichen Herausforderungen und zeigen uns dabei, wie wichtig es ist, auf sein Herz zu hören und dass wahre Freunde zu haben die wohl größte Magie ist.

Langeweile kommt beim Lesen garantiert nicht auf. Es dauert zwar ein bisschen bis die Handlung richtig Fahrt aufnimmt, allerdings tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Durch den gewohnt locker-leichten, humorvollen Schreibstil der Autorin fliegen die Seiten nur so dahin und das stimmige Ende lässt einen voller Vorfreude auf die Fortsetzung (und zum Glück ohne fiesen Cliffhanger) zurück.

Fazit: Tanja Voosen beweist einmal mehr, dass sie tolle Kinderbücher schreiben kann. „Die Hüter der flüsternden Schlüssel - Verlorene Magie“ ist eine spannende, berührende und magische Geschichte über die Kraft der Freundschaft, ein eher ungewolltes Abenteuer und den Mut, an sich selbst zu glauben. Ein gelungener Auftakt einer neuen Fantasy-Trilogie ab 10 Jahren, der mit starken Charakteren und wertvollen Botschaften besticht. Ich bin begeistert und freue mich schon sehr auf den zweiten Band. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Ein typisches Anna Woltz-Buch, bin mal wieder richtig begeistert!

Atlas, Elena und das Ende der Welt
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Die 13-jährige Elena soll während ihrer Sommerferien einen ganzen Monat irgendwo im Nirgendwo verbringen, bei ihrer Tante Maud, zu der sie bisher kaum Kontakt hatte, und deren neuer Familie, die sie überhaupt ...

Die 13-jährige Elena soll während ihrer Sommerferien einen ganzen Monat irgendwo im Nirgendwo verbringen, bei ihrer Tante Maud, zu der sie bisher kaum Kontakt hatte, und deren neuer Familie, die sie überhaupt nicht kennt. Elenas Begeisterung hält sich sehr in Grenzen. Doch nach der Sache mit dem Video ist sie zugleich auch froh darüber, von zu Hause wegzukommen. Weg von den ganzen Hasskommentaren und Mobbingattacken im Internet. Noch im Zug schneidet sie sich ihre langen Haare ab, in der Hoffnung, dass sie so niemand erkennt, und wirft ihr Handy weg. Am Bahnhof trifft sie nicht wie erwartet auf ihre Tante, sondern auf deren 14-jährigen Stiefsohn Atlas, der genauso creepy ist wie alles andere auf der Farm. Es gibt kein Warmwasser (es ist also kalt duschen angesagt), sie soll im Haushalt helfen und zu ihrem Entsetzen muss sie in einem alten Schuppen schlafen. Auf einer Luftmatratze. Direkt neben dem Zimmer von Atlas, der seine Fenster vernagelt hat und sich regelmäßig nachts nach draußen schleicht. Elena möchte unbedingt wissen, was Atlas zu verbergen hat und beschließt ihm eines Nachts zu folgen.

Anna Woltz zählt für mich schon längst zu den Autorinnen, von denen ich mir jedes neue Buch blind zulege. Die preisgekrönte niederländische Schriftstellerin ist einfach immer ein Garant für großartig erzählte Kinder- und Jugendbücher. Sie schafft es immer wieder, starke Charaktere zu erschaffen und schwierige Themen mit einer unnachahmlichen Leichtigkeit zu verpacken. Und ihr neuester Roman „Atlas, Elena und das Ende der Welt“ (übersetzt von Andrea Kluitman) bildet da keine Ausnahme.

Schon nach den ersten Seiten wird einem klar, dass es sich hierbei um ein typisches Anna-Woltz-Buch handelt. Die Geschichte wird in recht kurzen Kapiteln aus zwei Perspektiven erzählt. Abwechselnd kommen die zwei Hauptpersonen Atlas und Elena als Ich-Erzähler zu Wort und man weiß zunächst nicht genau, woran man bei ihnen ist. Anna Woltz beweist einmal mehr ihr Händchen fürs Geheimnisvolle. Es wird schnell deutlich, dass sowohl Elena als auch Atlas ein schweres Päckchen zu tragen, aber was sie mit sich herumschleppen und wie die Antworten auf die weiteren Heimlichkeiten lauten, kann man sich erst nach und nach zusammenreimen. Dies erhöht die Spannung und das Tempo ungemein, sodass es schwer fällt, mit dem Lesen wieder aufzuhören.
Je weiter die Handlung voranschreitet, desto mehr zeigt sich, wie viel Tiefgang in diesem Büchlein steckt. Es kommen einige ernste und aktuelle Themen zur Sprache wie Cybermobbing, Ängste, Trauer, Einsamkeit und Long Covid. Allen voran geht es aber um Freundschaft und Kommunikation. Darum, wie schnell Missverständnisse und Vorurteile entstehen können, wenn man nicht miteinander spricht. Wie wichtig es darum ist, offen und ehrlich zueinander zu sein und über seine Probleme zu reden.

Wie man es von Anna Woltz gewohnt ist, liest sich die Geschichte einfach wunderbar. Bewegend, mitreißend und authentisch und genau richtig witzig-selbstironisch. Auch die Charaktere sind mal wieder sehr gelungen und wirken mit ihren Ecken und Kanten wie aus dem Leben gegriffen. Atlas und Elena sind zwei ziemlich gegensätzliche Protagonist
innen – sie eine berühmte Influencerin aus der Stadt, er ein nerdiger Eigenbrötler vom Land. Zwei Gegenpole, die sich eine lange Zeit voneinander abgestoßen, zugleich aber auch zueinander hingezogen fühlen und deren Entwicklung und allmähliche Annäherung man mit Freude mitverfolgt.
Das Ende kommt etwas schnell und lässt einige Fragen offen, hat mir trotz allem aber gefallen, sodass ich das Buch zufrieden schließen konnte.

Fazit: „Atlas, Elena und das Ende der Welt“ ist eine berührende, fesselnde und vielschichtige Geschichte über eine langsam wachsende Freundschaft, ein Sommer voller Geheimnisse und die Dinge, die man erst erkennt, wenn man richtig hinschaut. Ein wunderschön erzählter Roman ab 11 Jahren, der trotz ernster Themen humorvoll und leicht daherkommt. Ich habe auch dieses Buch von Anna Woltz mit Begeisterung gelesen und freue mich schon sehr auf ihr nächstes. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 02.10.2024

Charmant, berührend, unterhaltsam.

Mattie & Mercedes
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Als ihre Mutter wieder heiratet, zieht Mattie Gomez mit ihrer neuen Patchworkfamilie nach Kalifornien, weit weg von ihrem alten Zuhause und ihren Freunden. Mattie ist wenig begeistert über den Umzug und ...

Als ihre Mutter wieder heiratet, zieht Mattie Gomez mit ihrer neuen Patchworkfamilie nach Kalifornien, weit weg von ihrem alten Zuhause und ihren Freunden. Mattie ist wenig begeistert über den Umzug und dass sie auf einmal zwei Stiefbrüder hat, ist eine große Umstellung für sie. Als sie jedoch an ihrem ersten Tag an der neuen Schule ihrer Klassenkameradin Mercedes Miller begegnet, wird ihre Welt erst recht auf den Kopf gestellt. Mattie und Mercedes sehen sich verblüffend, fast wie eineiige Zwillinge! Charakterlich sind sie aber wie Tag und Nacht und auch ihre Familienverhältnisse sind ziemlich verschieden. Doch dann finden die zwei heraus, dass sie eine Sache gemeinsam haben: Einen Vater aus Kolumbien, den beide nie kennengelernt haben. Auch wenn sich die beiden Mädchen anfangs nicht wirklich leiden können, beschließen sie, zusammen nach ihrem leiblichen Vater zu suchen. Eine turbulente Reise beginnt...

„Mattie & Mercedes“ war mal wieder so ein Buch, bei dem sofort klar war, dass ich es lesen möchte. Schon allein das wunderhübsche Cover, das uns die Simona Ceccarelli mal wieder gezaubert hat, ließ mein Herz höherschlagen. Und der Klappentext tat dann sein Übriges. Es war mein erstes Werk von Anika Fajardo und sicherlich nicht mein letztes.

Mit einem angenehm lockeren Schreibstil – der wunderbar von Maria Schmidt ins Deutsche übertragen wurde – entführt uns Anika Fajardo in den US-Staat Kalifornien, wo sich die beiden titelgebenden Heldinnen dieses Romans zum ersten Mal begegnen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Mattie und Mercedes erzählt, was uns Leserinnen einen umfassenden Einblick in die Gefühls- und Gedankenwelt beider Mädchen ermöglicht. Dabei wird direkt deutlich, dass man es mit zwei grundverschiedenen Protagonistinnen zu tun hat.
Mattie ist liebenswert, sensibel und bescheiden und bleibt lieber im Hintergrund. Mercedes wiederum steht gerne im Mittelpunkt, sie legt viel Wert auf Äußerlichkeiten und ist es gewohnt zu bekommen, was sie will. Während man Mattie sofort ins Herz schließt, macht Mercedes zunächst keinen wirklich sympathischen Eindruck. Erst im weiteren Verlauf, nachdem man mehr über die Hintergrundgeschichten der beiden erfahren hat und ihr Verhalten besser nachvollziehen kann, sammelt auch Mercedes allmählich Sympathiepunkte.

Die Handlung konzentriert sich sehr auf die Gegensätzlichkeiten der zwei Halbschwestern und ihre äußeren wie inneren Konflikte und verläuft bisweilen etwas langsam und vorhersehbar. Dies tut dem Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch. Anika Fajardo gelingt es dennoch, einen durchweg zu fesseln und zu unterhalten. Es bereitet viel Freude, die beiden Mädels auf ihrer abenteuerlichen Suche nach ihrem Vater und ihrer Herkunft zu begleiten und mitzuerleben, wie sie sich immer näherkommen und lernen, einander zu akzeptieren und zu vertrauen. Mattie und Mercedes zeigen uns, dass es sich lohnt, zusammenzuhalten und an seinen Zielen festzuhalten und dass auch zwei Gegenpole zueinander finden können. Nebenbei lernt man auch noch einiges über die kolumbianische Kultur, was gekonnt in das Geschehen eingebettet wurde. Das Ende schließt die Geschichte stimmig ab und lässt einen mit einem warmen Gefühl im Bauch zurück.

Fazit: „Mattie & Mercedes“ ist eine charmante, unterhaltsame und berührende Geschichte über unerwartete Freundschaft und Geschwisterliebe, die Bedeutung von Familie und die Suche nach den eigenen Wurzeln. Ein wundervoller Middle Grade-Roman mit viel Herz und „Das doppelte Lottchen“ – Vibes, der nicht nur junge Leser
innen ab 10 Jahren in den Bann zieht. Ich bin begeistert von diesem Buch und freue mich schon sehr darauf, mehr von der Autorin zu lesen. Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen!

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