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Veröffentlicht am 21.10.2024

Großartiger historischer Roman

La Louisiane
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Im Roman begeben wir uns ins Paris des Jahres 1720 und später nach Louisiane und darüber hinaus.
In Paris waren die Frauen alle aus ganz unterschiedlichen Gründen in der Salpêtrière, in der Waisenkinder, ...

Im Roman begeben wir uns ins Paris des Jahres 1720 und später nach Louisiane und darüber hinaus.
In Paris waren die Frauen alle aus ganz unterschiedlichen Gründen in der Salpêtrière, in der Waisenkinder, "Verrückte", Verbrecherinnen und alle anderen lebten, die nicht in die Gesellschaft passten.

Von der Leiterin, Marguerite Pancatelin, werden 1720 90 Frauen ausgewählt, die mit der Baleine nach Louisiane verschifft werden sollen, um dort Siedler zu heiraten und Nachkommen zu gebären, damit die französische Kolonie fortbesteht.

Wir begleiten die Frauen auf ihrer Reise und erleben Jahre später, wie ihr Leben sich weiter entwickelt hat.

Eine wunderschöne, poetische Sprache, authentisch gezeichnete Figuren und beeindruckende Schauplätze haben mich begeistert und in eine vergangene Zeit eintauchen lassen. Alle Frauen und auch ihre Lebensumstände werden mit reicher Bildsprache sehr eindrücklich dargestellt.

Der Roman besticht nicht nur durch seine historisch genaue Kulisse, sondern auch durch die tiefgründige Charakterbeschreibungen der Frauen. Ihre individuellen Geschichten und die Art und Weise, wie sie mit den Herausforderungen umgehen, machen das Buch zu einem spannendem Leseerlebnis. Die Mischung aus historischen Fakten und fiktiven Elementen lässt die damalige Zeit lebendig werden und bietet gleichzeitig fesselnde Unterhaltung.

„La Louisiane“ ist ein großartiges Werk, das nicht nur die Härten des Lebens im 18. Jahrhundert thematisiert, sondern auch die Stärke und Resilienz der Frauen aufzeigt, die sich trotz widrigster Umstände an ihr neues Leben anpassen.

Das Buch hat mich sehr begeistert und tief berührt. Ein wundervolles Buch!
Die Autorin Julia Malye hat eine beeindruckende Welt nacherschaffen. Von der Recherche bis zum geschriebenen Buch- ein wirklich sehr beeindruckendes Werk!

Ich kann die vielen teils negativen Kritiken nicht nachvollziehen. Es ist sicherlich kein Buch, das man mal eben so schnell durchliest, sondern ein ganz besonderes Buch, wofür man sich viel Zeit nehmen sollte, mit einem besonderen und literarisch außergewöhnlich raffinierten Schreibstil, und man wird mit einer beeindruckenden Geschichte belohnt.

Eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für historische Romane begeistern können.

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Veröffentlicht am 16.10.2024

Total witzig und unterhaltsam

Sie haben Ihr Gebiss auf der Hüpfburg verloren
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So lustig😂 schon lange nicht mehr so viel gelacht! So unterhaltsam, der schwäbischen Dialekt, einfach nur göttlich!

Das Leben aus der Sicht einer "Altenpflägerin": amüsant, ernüchternd, kurios, menschlich, ...

So lustig😂 schon lange nicht mehr so viel gelacht! So unterhaltsam, der schwäbischen Dialekt, einfach nur göttlich!

Das Leben aus der Sicht einer "Altenpflägerin": amüsant, ernüchternd, kurios, menschlich, sympathisch. Da ich selbst aus der "Pfläge" komme, bin ich einfach nur begeistert über diesen tollen Humor.

Herrlich, die Geschichte um ein Altenheim mit soviel Witz und Feingefühl erzählt, hat mir sehr gut gefallen. Toll gelesen von der Autorin selbst. Schön, dass auch die Versprecher bleiben durften und nicht neu aufgenommen wurden.

Sehr zu empfehlen!!!


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Veröffentlicht am 05.10.2024

Tolles, berührendes Buch!

Wie ein Versprechen
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Wunderbar geschrieben, eine spannende und sehr berührende Handlung mit einem überraschendem Ende.

Ich wurde sehr gut in die Zwanziger und Dreißiger Jahre mitgenommen. Alle Protagonisten und deren Geschichten ...

Wunderbar geschrieben, eine spannende und sehr berührende Handlung mit einem überraschendem Ende.

Ich wurde sehr gut in die Zwanziger und Dreißiger Jahre mitgenommen. Alle Protagonisten und deren Geschichten sind einfühlsam und glaubwürdig in die politischen Geschehnisse dieser Zeit eingebunden. Ein wirklich gelungenes Zeitbild aus den Anfängen des Nationalsozialismus, aus dem Leben als Homosexuelle(r) zur Zeit des NS-Regimes, mit viel Hamburger Lokalkolorit wunderbar beschrieben.

Unbedingte Leseempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 17.09.2024

Ein ganz besonderer, berührender Debüt-Roman

In den Wald
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Das Buch ist sehr leicht und angenehm zu lesen. Es ist in kurze Kapitel unterteilt, und die Autorin Maddalena Vaglio Tanet schreibt auf eine Art und Weise, die mich sofort gepackt hat. Das Buch hat mich ...

Das Buch ist sehr leicht und angenehm zu lesen. Es ist in kurze Kapitel unterteilt, und die Autorin Maddalena Vaglio Tanet schreibt auf eine Art und Weise, die mich sofort gepackt hat. Das Buch hat mich von der ersten Seite an nicht mehr losgelassen. Eine ganz besondere Schreibweise: eine Mischung aus Poesie, aber auch auf eine Art sachlich und nüchtern, etwas düster aber auch mit einer kleinen Prise Humor.

Die Schilderungen der Piemonteser und der Wälder im Nordwesten Italiens am Fuße der Alpen sind sehr bildhaft und einfühlsam. Die Menschen und ihre inneren Gespenster sind sehr gut nachvollziehbar.

Die Autorin konnte mir das Gefühl gegeben, tatsächlich im Piemont der 70er Jahre dabei gewesen zu sein. Nebenbei habe ich noch einiges über diese Region und diese Zeit, über soziale Unterschiede und vieles mehr erfahren. Ein interessantes Gesellschaftsporträt ohne Beschönigungen.

Das Buch ist eine Erkundung des inneren Waldes, aus dem man nicht immer zurückkehrt. Ein Buch über Schuld, Trauer, Scham, Freundschaft und über den Wunsch zu verschwinden und den Wunsch, gefunden zu werden.

Das Cover: ein Foto eines Herbstwaldes mit einem knorrigen alten Baum im Vordergrund spricht mich sehr an. Der Titel: “In den Wald“ passt besonders gut. Sehr gut, hat mir auch gefallen, dass das Buch mit den Widmungen für die weiblichen Linie der Vorfahren beginnt. Aber auch die Gedichte, noch vor dem ersten Kapitel, fand ich eine tolle Idee.

Besonders interressant ist, dass man im Nachwort erfährt, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit aus der Familie der Autorin beruht.

Ich kann es Allen, die sich für gute Literatur interessieren, sehr empfehlen. Unbedingte Leseempfehlung von mir, 5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Wahnsinnig schön geschrieben!

Das Haus zur besonderen Verwendung
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Ein John Boyne Roman, der Schreibstil ist etwas ganz besonderes. John Boyne ist für mich eine Neuenddeckung des letzen Jahres. Er begeistert mich immer wieder. Sein Schreibstil und der Aufbau seiner Romane ...

Ein John Boyne Roman, der Schreibstil ist etwas ganz besonderes. John Boyne ist für mich eine Neuenddeckung des letzen Jahres. Er begeistert mich immer wieder. Sein Schreibstil und der Aufbau seiner Romane sind einfach genial.

Das Haus zur besonderen Verwendung. Eine wunderschöne, stimmungsvolle aber auch tragische und aufwühlende Geschichte über das Leben und den Niedergang der prächtigen Zarenfamilie. Der Roman ist unglaublich interessant aufgebaut, dadurch entsteht immer eine gewisse Spannung. Eine Mischung aus Historie und ein wenig Märchen.

Mein Fazit ist: ich habe selten so ein spannendes und wunderschön geschriebenes Buch gelesen. Unbedingte Leseempfehlung von mir!!!

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