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Veröffentlicht am 17.10.2024

Blutiger Engel

Blutiger Engel (Ein Alice-Quentin-Thriller 2)
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London im Sommer, es ist drückend heiß. In der U-Bahn wird ein Mann auf die Gleise gestoßen. Zuerst vermuten alle, es ist ein Unfall. Doch die Polizei findet bei ihm weiße Federn und ein Engelsbild und ...

London im Sommer, es ist drückend heiß. In der U-Bahn wird ein Mann auf die Gleise gestoßen. Zuerst vermuten alle, es ist ein Unfall. Doch die Polizei findet bei ihm weiße Federn und ein Engelsbild und auf der Überwachungskamera sehen sie, der Mann wurde auf die Gleise gestoßen. Kommissar Burns holt sich bei den Ermittlungen Hilfe von Alice, einer Psychologin. Beide haben schon einmal in einem Fall zusammengearbeitet. Doch Alice stößt nicht überall auf Gegenliebe. Burns Stellvertreter mobbt sie regelrecht, Burns Chefin sieht eher die Kosten als die Hilfe. Doch nach und nach werden weitere Tote gefunden. Sie alle haben Federn und Engelsbilder bei sich. Ein Serienmörder geht um und Alice ist gefährdeter, als sie glaubt …



Die Beurteilung des Buches fällt mir ein bißchen schwer. Es ist insgesamt gut und flüssig lesbar. Allerdings fand ich es für einen Thriller nicht spannend genug. Für einen normalen Krimi fehlte die Ermittlungsarbeit. Man muss die Ergebnisse von Alice einfach so hinnehmen, auch wenn ich mich manchmal gefragt habe, wie sie überhaupt darauf kommt. Außerdem ging es mir in dem Buch ein wenig zu viel um das Privatleben von Alice, das ausführlich ausgebreitet wurde, auch wenn manches davon gar nichts mit dem Fall zu tun hat. Die zwischendurch aufgeführten Verdächtigen fand ich überhaupt nicht verdächtig. Die Lösung des Falls dann allerdings war eine gute Idee. Insgesamt ist das Buch nicht schlecht, hat aber definitiv noch Luft nach oben. Für richtige Thriller-Fans sicher etwas zu „zahm“, aber auch kein totaler Fehlgriff.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Als wir unsterblich waren

Als wir unsterblich waren
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November 1989: Die Grenzen sind gerade offen und im Taumel dieses ersten Stunden fährt auch Alexandra mit ihrer Freundin nach Westberlin. Eigentlich will sie da nicht wirklich hin und fühlt sich in den ...

November 1989: Die Grenzen sind gerade offen und im Taumel dieses ersten Stunden fährt auch Alexandra mit ihrer Freundin nach Westberlin. Eigentlich will sie da nicht wirklich hin und fühlt sich in den Menschenmassen auch sehr unwohl. Als sie fast stürzt, fällt sie Oliver in die Arme. Er ist Westberliner Student – und es ist für beide Liebe auf den ersten Blick. Nach einigen Tagen voll Glück fährt Alexandra zurück nach Ostberlin. Dort wohnt sie mit ihrer Oma, weitere Familienangehörige gibt es nicht. Die Oma ist schon 93 und als ihr endlich Oliver vorgestellt wird, bricht sie zusammen und muss ins Krankenhaus. Versuche von Alexandra, die Gründe der Ablehnung zu erfahren, blockt sie ab. Erst nach und nach erzählt sie ihre Geschichte: diese beginnt vor dem 1. Weltkrieg und es ist die Geschichte von einigen Freunden, von Familie, von ganz viel Politik und dem Zeitgeschehen bis zur Machtergreifung der Nazis …

Die Autorin Charlotte Roth hat in dem Buch auch einen Teil der eigenen Familiengeschichte verarbeitet. Ich hatte bis ungefähr Mitte des Buches ein wenig Probleme damit. Mir erschienen die vielen politischen Ausführungen ein wenig zu lang und die Geschichte ging für mich etwas zäh vorwärts. So verlor ich etwas die Lust am Weiterlesen. Ab der Mitte des Buches änderte sich das aber. Die Handlung verlagerte sich mehr auf die vielen Familienmitglieder und auf die Freunde. Natürlich wurde die Politik auch mit einbezogen, aber sie war mehr in den Auswirkungen für die Menschen spürbar, nicht ganz so allgemein wie am Anfang. So begann mir das Buch mehr und mehr zu gefallen. Ich wollte wissen, wie es mit den Menschen weiterging und wie dann alles in der Wendezeit mit Alexandra und Oliver zusammenhing. Diese Wechsel zwischen Vergangenheit und relativer Gegenwart sind gut gelöst. Die Figuren des Buches sind zum größten Teil sehr gut beschrieben, die Handlungen nachvollziehbar. Gerade die auch hier beschriebenen 20er Jahre werden oft als die „goldenen“ gezeigt, doch hier werden auch die Auswirkungen auf die einfachen Leute und deren Schwierigkeiten beschrieben. Auch die Schwierigkeiten der damaligen Linke, die Trennung, das gegenseitige Nichtverstehen. Das Buch ist ein Teil guter Geschichte, gleichzeitig ist es aber auch Geschichte.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Celeste bedeutet Himmelblau

Celeste bedeutet Himmelblau
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In einem kleinen Ort im Odenwald wird auf einem Feld ein Bauer entdeckt. Er ist schon mehrere Tage tot und wurde nicht vermisst, denn er ist ein Einzelgänger ohne Familie. Zuerst sieht es wie ein tragischer ...

In einem kleinen Ort im Odenwald wird auf einem Feld ein Bauer entdeckt. Er ist schon mehrere Tage tot und wurde nicht vermisst, denn er ist ein Einzelgänger ohne Familie. Zuerst sieht es wie ein tragischer Unfall aus, doch die Polizei stellt bald fest, der Bauer wurde erstochen. Die üblichen Ermittlungen beginnen und die „Dorfpolizisten“ Brunhilde und Frank müssen den Fall bald an die übergeordnete Stelle abgeben. Brunhilde ist das ganz Recht, sie steht kurz vor der Rente. Frank ist neu im Ort, jung und ihm kommt vieles an dem Fall komisch vor. So ermittelt er auf eigene Faust und gerät bald in einen viel größeren Fall als nur einen „einfachen Mord“ …

Das Buch ist ein klassischer Krimi. Es gibt einen Toten, die Ermittlungen beginnen und man kann sie nachverfolgen. Die Spannung hält sich am Anfang doch in Grenzen, was für mich aber nicht schlimm war. Ich fand das Buch richtig gut lesbar, die Motive nachvollziehbar und die Figuren gut gezeichnet. Brunhilde – mit viel Erfahrung am Ende ihres Berufslebens – auf Ausgleich mit den Dorfbewohnern bedacht und für die Einhaltung der Gesetzes sorgend. Frank, dem als Neuer die Ablehnung der Alteingesessenen entgegenschlägt, der noch viele Ideale hat und unkonventionell denkt, der zudem unsicher ist und manchmal über das Ziel hinausschießt, ist trotz allem sehr sympathisch. Die Erweiterung des Falls über einen klassischen Mord hinaus ist gut gelungen. Das Ende birgt einige Überraschungen.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

13 Tage

Dreizehn Tage
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Eine Familie – Vater, Mutter, 2 kleine Kinder – werden ermordet. Am Tatort findet man nur die Worte „13 Tage“. Alice Madison ist neu in der Mordkommission. Sie wird sozusagen von den Kollegen und ihrem ...

Eine Familie – Vater, Mutter, 2 kleine Kinder – werden ermordet. Am Tatort findet man nur die Worte „13 Tage“. Alice Madison ist neu in der Mordkommission. Sie wird sozusagen von den Kollegen und ihrem Partner getestet, ob sie für die Arbeit auch geeignet ist. Bei den Ermittlungen stoßen sie bald auf Cameron – in ihren Augen ein schon lange gesuchter Verbrecher. Alle Indizen deuten darauf, dass er auch dieses Verbrechen begangen hat. Doch da gibt es noch Quinn – anerkannter Anwalt, aber auch Freund und Anwalt von Cameron, der verhindert, dass die Beamten Kontakt zu Quinn bekommen. Doch im Laufe der Ermittlungen kommen Alison und ihrem Partner starke Zweifel an der Schuld von Cameron in diesem Fall …

Anfangs ist es mir schwer gefallen, in das Buch reinzufinden. Es lag sicher auch daran, dass ich wenig Zeit zum Lesen hatte. So waren die vielen neu vorgestellten Personen sehr verwirrend für mich und ich musste mich jedes Mal neu einlesen. Das fand ich nicht so glücklich. Als ich dann mehr Zeit hatte und das Buch richtig am Stück lesen konnte, war es wesentlich leichter, die Handlung zu verfolgen und die Personen richtig zuzuordnen. Das Buch war dann sehr gut lesbar. Ich vermisste ein wenig die Spannung beim Lösen des Falls. Auch die Rückblenden der verschiedenen Personen fand ich nicht immer sehr hilfreich. Dagegen gefielen mir Alison und ihr Partner sehr gut. Das Austesten ihrer Fähigkeiten gefiel mir gut. Die Klärung des Falls war nachvollziehbar, die Lösung verständlich. Insgesamt ein gut gelungenes Buch.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Die Illusion des Getrenntseins

Die Illusion des Getrenntseins
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Das Buch beginnt in der Gegenwart in Los Angeles. Martin arbeitet in einem Altersheim als Hausmeister und führt ein zurückgezogenes Leben. Er weiß, dass er gegen Ende des II. Weltkrieges in Paris „abgegeben“ ...

Das Buch beginnt in der Gegenwart in Los Angeles. Martin arbeitet in einem Altersheim als Hausmeister und führt ein zurückgezogenes Leben. Er weiß, dass er gegen Ende des II. Weltkrieges in Paris „abgegeben“ wurde. Eine fremde Frau hat ihn in der Bäckerei abgegeben. Die Leute haben ihn später adoptiert und ihm auch erzählt, wie er zu ihnen kam. Sie sind mit Martin später nach Amerika ausgewandert, haben dort ein Cafe eröffnet, das heute seine Schwester führt. Martin weiß eigentlich nicht wirklich, wer er ist. Eines Tages kommt ein alter Herr aus England in das Heim, doch schon am ersten Tag stirbt er …
Und so geht das Buch Kapitel um Kapitel weiter. Es beginnt in der Gegenwart und die nächste Geschichte wird dann sozusagen eine Generation rückwärts erzählt – in England, Frankreich oder den USA. Anfangs ist es unklar, wie die Personen zusammenhängen. Doch mit jeder kleinen Geschichte wird immer mehr eine Verknüpfung erfolgen und die Personen kommen sich näher, als sie selbst denken. Es geht um Liebe, Freundschaft, selbstlose Hilfe und um ganz unerwartete Wendungen.
Das Buch ist leider sehr dünn. Es ist wunderbar poetisch geschrieben und die Verknüpfung der Menschen und der Geschichten ist traumhaft gelungen. Was ich sehr bedauere ist, dass die Geschichten nur so kurz sind. Hier hätte man daraus auch einen sehr schönen dicken Roman machen können und alles noch viel ausführlicher erzählen. Sehr gut gelungen ist wirklich die Übersetzung.

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