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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2024

Schleimtastisch!

Schwapp, der Geheimschleim – Der große Schleimassel -
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Blauen Glitzerschleim zu hüten kann super lustig, aber auch sehr anstrengend sein. Denn Lous und Lukas‘ allerletzter, selbst hergestellter Schleim -eigentlich haben sie ja Schleimverbot- ist anders als ...


Blauen Glitzerschleim zu hüten kann super lustig, aber auch sehr anstrengend sein. Denn Lous und Lukas‘ allerletzter, selbst hergestellter Schleim -eigentlich haben sie ja Schleimverbot- ist anders als all die anderen Schleime: ER lebt, redet und hat eine ganze Menge Unfug im Kopf, der die Geschwister ein ums andere Mal ganz schön in Bedrängnis bringt.
Echt lustig! Und schleimig gut!
Die Schrift des Buches ist angenehm groß und auch die Sprache entsprechend gewählt, dass Kinder sie gut lesen können. Zudem spricht Schwapp mit einem Sprachfehler, der zu genauen Lesen animiert und von uns nicht als störend empfunden wurde. Vielmehr entwickelt er eine angenehme Komik, die sowohl mir als auch dem Kind sehr gut gefiel. Die Handlung selbst steckt voller Schwapp-Energie, enthält aber auch verschiedene Elemente wie Zusammenhalt, Freundschaft, Schulalltag und Zwist. Schön ist auch wie sich letztendlich alles fügt und Schwapp in vielen die Liebe zu Schleim entfachen kann. Also Vorsicht! Dies könnte auch beim eigenen Nachwuchs zutreffen. Daher sind im Buch auch Rezepte für den eigenen Schleim zu finden. Perfekt!

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Medusa

Das Echo der Gezeiten
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Dieser Roman befasst sich mit dem Schicksal zweier Frauen ganz unterschiedlicher Epochen. Beide Zeitstränge sind dabei auf ganz unterschiedliche Weise äußerst interessant, wobei keine der Handlungen zu ...

Dieser Roman befasst sich mit dem Schicksal zweier Frauen ganz unterschiedlicher Epochen. Beide Zeitstränge sind dabei auf ganz unterschiedliche Weise äußerst interessant, wobei keine der Handlungen zu Gunsten der anderen vernachlässigt wurde. Lange Zeit blieb offen welchen Bezug beide Zeitebenen zueinander haben. Klar ist zwar, dass ein versunkenes Schiff Bindeglied von Nes und Tillas Geschichte bildet, wie oder warum es jedoch verunglückte blieb lange unklar. Stattdessen begibt sich der Leser mit Nes auf eine abenteuerliche Suche nach verschwundenen Kindern, während, die einige hundert Jahre später lebende Tilla ihre Leidenschaft fürs Tauchen entwickelt, eine akademische Laufbahn in Früh- und Vorgeschichte anstrebt und sich in einer patriarchalischen Ordnung behaupten lernen muss.
Beide Handlungsstränge habe ich mit Spannung verfolgt. Die unterschiedlichen Zeiten und Charaktere wurden wunderbar herausgearbeitet, wobei auch deren Werdegang und Denkweise beeinflussenden Ereignisse geschickt in die Geschichte eingewebt wurden. Die Handlungweisen der beiden Protagonistinnen wurden dadurch gut nachvollziehbar und glaubhaft. Auch wurden viele weitere, sehr interessante Themen darin verarbeitet. Historische Begebenheiten wurden frei verändert und dienten als Grundlage für diesen Roman (mehr dazu im Anhang des Buches). Daraus entstand sowohl eine eher düster wirkende Schilderung einer Epoche, deren Zeitgenossen voller Abneigung dem Leben der Beginen gegenüberstehen und angestachelt durch ein grausames Verbrechen in ihnen die Schuldigen suchen. Aber auch die Archäologie, das Tauchen, und das Patriarchat in der Wissenschaft mit dem daraus resultierenden Problemen für Frauen wurde äußerst interessant und vor allem sehr glaubhaft wiedergegeben. Einzig die Taucherei wurde mir (aber scheinbar war dies in dieser Zeit so üblich) sehr leichtsinnig dargestellt und praktiziert. Hier scheint aus Unglücken kaum Fazit gezogen zu und immer wieder heikle Situationen heraufbeschworen zu werden.
Mir hat dieses Werk sehr gut gefallen. Ich habe mit Spannung und Freude das Leben der Frauen verfolgt, konnte mich gut mit ihnen identifizieren und habe mich problemlos zwischen den verschiedenen Zeitebenen zurecht gefunden.
Ein ganz tolles Buch, welches ich nur wärmstens empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Köln oder Rom?

Emmas Herzdilemma
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Emma ist fast 16, noch etwas naiv und auch leichtsinnig, mit dem Kopf in den Wolken und dem Herzen bei einem ganz speziellen Jungen. Doch die Umstände verketten sich und so sieht sich Emma einer Strafe ...

Emma ist fast 16, noch etwas naiv und auch leichtsinnig, mit dem Kopf in den Wolken und dem Herzen bei einem ganz speziellen Jungen. Doch die Umstände verketten sich und so sieht sich Emma einer Strafe für ihr Verhalten gegenüber. Dank ihrer Leichtsinnigkeit verletzt sich der Hund ihres Großvaters und nun soll sie für dessen Tierarztkosten aufkommen. Dafür soll sie mit ihrer unmöglichen Tante nach Italien reisen um dort in ihren Ferien tatkräftig in deren Pension anzupacken. Aber was wäre, wenn sie ihren Flieger verpassen würden? Mit einem roten Portemonnaie trennt sich die Handlung in zwei verschiedene Stränge auf, die zeitgleich gelesen werden und mithilfe ein kleines Symbols am Anfang des Textes zuzuordnen sind. Beide Ebenen lassen sich inhaltlich gut voneinander unterscheiden, besitzen aber Elemente, die in beiden Handlungen aufgegriffen werden und diese dadurch trotzdem nahe zusammenhalten.
Mein klarer Favorit hierbei war natürlich Rom. Diese Geschichte wirkt deutlich wärmer und liebenswerter als die Kölns, was sich auch im jeweiligen Wetter widerspiegelt und von der Autorin so durchaus gewollt zu sein scheint. Beide Versionen Emmas vollziehen im Laufe des Buches durch unterschiedlichste Ereignisse einen Wandel, werden reifer und gewinnen an Einsicht. Und auch wenn Liebe durchaus eine Rolle spielt, stecken noch sehr viele mehr Erfahrungen in den Seiten dieses Buches.
Wunderschön geschrieben, gut nachvollziehbar und turbulent. Eine Geschichte, die einfach Spaß macht. Auch dank der 2 verschiedenen Möglichkeiten. Toll!

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Mit Otto nach Bella Italia

OTTO fährt los – Ein Sommer in Italien
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Otto fährt los- und dies nun schon zum zweiten Male. Auf reisen geht es nun mit Paul und Emmi, mit Mama Mira und Bonus-Papa Leo. Und Ziel ist Bella Italia, Leos Ursprungsheimat.
Genauso schön, genauso ...

Otto fährt los- und dies nun schon zum zweiten Male. Auf reisen geht es nun mit Paul und Emmi, mit Mama Mira und Bonus-Papa Leo. Und Ziel ist Bella Italia, Leos Ursprungsheimat.
Genauso schön, genauso lehrreich und spannend wie das erste Band. Mit Otto erleben die Kinder wundervolle Abenteuer und lernen das Land auf eine wundervolle Art kennen. Angefangen vom Begriff Ciao, der Region Südtirol mit ihren Bergen, Pisa und dem schiefen Turm bis hin zum italienischen Feiertag Ferragosto und dem Meer. Aber auch alte Bekannte und Verwandte trifft man wieder, geniest la Dolce Vita und die italienische Gastfreundschaft und schließt neue Freundschaften. Zum Beispiel auch mit Vespa Romeo, der Otto erklärt wieso der Turm in Pisa schräg ist und auch bleiben muss.

Nach dem Erfolg des ersten Bandes haben wir uns riesig über ein neues Abenteuer mit Otto, diesem unglaublich liebenswerten Bulli gefreut. Thematisch unterscheiden sich die Reiseziele zwar stark voneinander, doch der Charme blieb bestehen. Auch wenn kurz Bezug auf das voran gegangene Abenteuer genommen wurde, kann es dank einer erklärenden Fussnote auch ohne dessen Kenntnis problemlos gelesen und verstanden werden.
Schön finde ich jedoch nicht nur die Handlung und Illustrationen, sondern auch, wie auf spielerische Art Kindern das jeweilige Land näher gebracht wird.
Das empfohlene Alter für dieses Buch wird mit ab 4 Jahren angegeben. Mein Kind ist 8 und hat noch immer Spass daran und freut sich schon sehr auf weitere Abenteuer.

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Ganz wunderbar

Das Licht in den Birken
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Thea, enttäuscht von der Liebe zog es einst nach Portugal, wo sie nach anfänglichen Schwierigkeiten ihr Glück im Kleinen gefunden hatte. Doch nun möchte sie zurück. Zurück in die Heimat. Und landet mit ...

Thea, enttäuscht von der Liebe zog es einst nach Portugal, wo sie nach anfänglichen Schwierigkeiten ihr Glück im Kleinen gefunden hatte. Doch nun möchte sie zurück. Zurück in die Heimat. Und landet mit ihren zwei Ziegen bei Benno, einem hoch verschuldetet Gnadenhofbesitzer. Auch er hat schon seine Erfahrungen mit dem Leben gemacht und scheut die Menschen. Tiere sind ihm lieber. Doch seine Not zwingt ihn dazu Thea bei sich aufzunehmen und mit ihr neue Menschen in sein Leben zu lassen. Allen voran die junge Juli, die verletzt ihre Wanderreise für eine Zeit bei ihnen auf dem Hof unterbrechen musste. Gemeinsam schaffen es die Frauen Benno aus selber Lethargie zu reißen um sich gemeinsam mit ihm an die Rettung des Hofes zu machen.

Mir gefiel die Tiefgründigkeit dieses Romans, wie die Geschichten der Drei Hauptpersonen in die Handlung hinein gewoben wurden und die gefühlsbetonte und leise Erzählweise sehr, sehr gut. Mit Theas und Bennos Lebenserfahrung unterscheidet sich dieses Buch dabei deutlich von anderen. Es wirkt dadurch sehr nahbar und echt. Und Juli als junger Gegenpart ergänzt diese Vielschichtigkeit zudem hervorragend um eine jugendliche Sichtweise. Gemeinsam mit dieser wunderschönen Atmosphäre ländlichen Glücks wurde dieses Buch rasch zu einem meiner Highlights.

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