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Veröffentlicht am 07.11.2024

Zweite Chance

If The Sun Never Sets
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„If The Sun Never Sets“ von Ana Huang ist der zweite Band ihrer gefühlvollen If Love Reihe, in dem die Geschichte von Farrah und Blake weitererzählt wird.
Es ist nun schon fünf Jahre her, dass Blake Ryan ...

„If The Sun Never Sets“ von Ana Huang ist der zweite Band ihrer gefühlvollen If Love Reihe, in dem die Geschichte von Farrah und Blake weitererzählt wird.
Es ist nun schon fünf Jahre her, dass Blake Ryan das Herz von Farrah Lin brach und ihren Glauben an die Liebe zerstörte. Inzwischen lebt sie in New York und kämpft um ihre Karriere als Innenarchitektin, während es in ihrem Privatleben eher mittelmäßig aussieht. Doch dann steht Blake, der erfolgreich sein Sportsbar-Imperium aufgebaut hat, wieder vor ihr und möchte sie engagieren. Farrah hat finanziell keine andere Wahl, als auf sein Angebot einzugehen. Aber als Blake offenbart, dass er sie immer noch liebt und eine zweite Chance möchte, ist sie alles andere als begeistert. Die alte Anziehung ist unbestreitbar noch vorhanden, aber ihr Herz möchte Farrah nie wieder für Blake riskieren.

Das Ende des ersten Bandes hat mich zugegebenermaßen etwas zwiegespalten zurückgelassen. Dies war auch das erste Buch der Autorin, welches mich nicht hundertprozentig abholen und überzeugen konnte. Trotzdem war ich auf die Fortsetzung sehr gespannt und ob es ihr tatsächlich gelingt, diese zweite Chance glaubwürdig zu verkaufen.
Ich kann hundert Prozent verstehen, dass Farrah sehr zurückhaltend ist, als Blake seine Absichten offenbart. Er hat sie zutiefst verletzt und sie weiß nicht, ob sie ihm jemals wieder vertrauen kann. Auf der einen Seite ist es herzzerreißend und zum dahinschmelzen, wie Blake um Farrah kämpft, denn ich nehme ihm seine Gefühle absolut ab. Auf der anderen Seite kann ich sein Verhalten teilweise immer noch nicht nachvollziehen, denn manche Entscheidungen lassen einen einfach sprachlos zurück.
Farrahs Entwicklung hat mir sehr gut gefallen, denn sie ist stärker geworden und steht für ihre Bedürfnisse ein. Mit einigen Twists hätte ich nicht gerechnet, aber mich konnte die Umsetzung dieser Wendungen klar überzeugen. Jetzt wäre noch die Frage, ob Blake seine Fehler wiedergutmachen kann, aber das sollte jeder selbst lesen.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gute 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.11.2024

Bad Boy Boss

My secret Desire
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„My Secret Desire“ von Marina Maass ist eine unterhaltsame und spannende Boss Romance, in der der grumpy Boss eine zweite Chance erhält.
Romy braucht dringend einen neuen Job und ahnt nichts Böses, als ...

„My Secret Desire“ von Marina Maass ist eine unterhaltsame und spannende Boss Romance, in der der grumpy Boss eine zweite Chance erhält.
Romy braucht dringend einen neuen Job und ahnt nichts Böses, als ihr ihr Bruder ein Vorstellungsgespräch bei AB International vermittelt. Doch als Romy ihren potenziellen Chef erkennt, würde wohl eher die Hölle zufrieren, als dass sie den Job als seine persönliche Assistentin annimmt. Asher war vor zehn Jahren Romys erste große Liebe und der beste Freund ihres älteren Bruders. Dann verließ er sie ohne Erklärung und brach ihr Herz. Inzwischen scheint auch nichts mehr an den liebenswerten Jungen von damals zu erinnern, denn der eiskalte CEO ist nicht für seine Freundlichkeit bekannt. Trotzdem schafft er es irgendwie, Romy zu überreden, nicht nur dem Job, sondern auch ihm eine zweite Chance zu geben. Nur könnte das Timing nicht schlechter sein.

Der Schreibstil von Marina Maass liest sich leicht und locker und er Einstieg fiel mir überhaupt nicht schwer. Von Anfang an spürt man die explosive und funkensprühende Chemie zwischen den beiden Hauptcharakteren, die abwechselnd aus ihren jeweiligen Perspektiven erzählen.
Romy ist tough, schlagfertig und lässt sich nicht auf der Nase herumtanzen. Diese Eigenschaften braucht sie im Umgang mit ihrem grumpy Boss auf jeden Fall, der das mehr zu schätzen weiß, als er unter Folter zugeben würde. Sie ist auch keineswegs schwach, dass sie sich erneut auf ihn einlässt, sondern sie trifft ihre eigenen starken Entscheidungen.
Ashers Gründe für sein Verhalten damals und heute erfahren wir relativ schnell und so kann man einige seiner Handlungen besser nachvollziehen. Es ist witzig, dass er gegen Romys Anziehung eigentlich null Chancen hat und es knistert gewaltig. Gleichzeitig lässt er wieder zu, dass sein altes Ich zum Vorschein kommt, was sehr berührend und süß war.
Die Story enthält einige Spannungselemente und überraschende Twists, die für eine mitreißende Dynamik sorgen. Mich konnten alle Charaktere überzeugen, denn auch die Nebenfiguren sind klare Highlights. Wenn es also eine Fortsetzung mit Preston, Ty oder Rob gibt, bin ich auf jeden Fall dabei.

Mein Fazit:
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.10.2024

Unverbindlich oder für immer

Say It With A Love Song
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„Say It With A Love Song“ von Katharina Katz ist eine emotionale Gefühlachterbahn, in der gezeigt wird, dass man sich auch für die Liebe niemals selbst aufgeben sollte.
Die eher zurückhaltende und unsichere ...

„Say It With A Love Song“ von Katharina Katz ist eine emotionale Gefühlachterbahn, in der gezeigt wird, dass man sich auch für die Liebe niemals selbst aufgeben sollte.
Die eher zurückhaltende und unsichere Emilie wagt nach ihrer Ausbildung den Sprung ins kalte Wasser und zieht für ein begehrtes Praktikumsjahr nach Brighton. Dort wird sie in einer Chocolaterie arbeiten, aber der Start ist alles andere als einfach. Völlig auf sich allein gestellt, muss sich Emilie nun öfter aus ihrer Komfortzone wagen und dabei lernt sie den Schlagzeuger und Frauenhelden Jake kennen. Für den bindungsscheuen Jake vergisst Emilie alle ihre Prinzipien und tut so, als wäre eine unverbindliche Affäre völlig in Ordnung für sie. Innerlich zerbricht sie jedoch jeden Tag ein Stückchen mehr an der Situation, während Jake bei jeder Annäherung die Flucht ergreift. Erst als er Emilie komplett zu verlieren droht, wird ihm bewusst, was er wirklich will.

Ich mag den leichten und lockeren Schreibstil von Katharina Katz, der auch in ernsten Momenten funktioniert. Ich habe zwar schon Romances gelesen, in denen das Thema People Pleasing aufgegriffen wurde, aber noch nicht in dieser direkten Form. Ich finde es gut, wie die Hauptfigur mit ihrem Verhalten konfrontiert wird und sie damit die Möglichkeit erhält, ihre Entscheidungen zu reflektieren.
Grundsätzlich ist bewundernswert, dass Emilie den Schritt ins Unbekannte wagt, um in einem fremden Land durchzustarten. Der holprige Start ist erfreulich realistisch, denn das Buch ist nicht unbedingt eine humorvolle RomCom. Manchmal hätte ich Emilie gern vor sich selbst beschützt, vor allem, wenn sie mal wieder völlig blind und naiv von einem Happy End mit Jake träumt und sich dafür selbst verleugnet.
Jake hat durchaus seine guten Seiten, aber leider muss er erst alle verletzen und fast alles verlieren, bevor ihm klar wird, was er eigentlich will. Ich fand eigentlich gut, dass er so offen und direkt kommuniziert. Er macht Emilie nichts vor, denn er ist sehr klar in seinen Aussagen. Ihre Gefühle kann man ihm nicht zum Vorwurf machen, obwohl ich ihn trotzdem oft unnötig ar***ig fand.
Die Entwicklung von Emilie hat mir gut gefallen, obwohl ich die Wendung am Ende nicht ganz so glaubwürdig empfand. Das Thema Mental Health ist äußerst wichtig und ich denke, dass Emilies Beispiel vielleicht gar nicht so selten ist. Deshalb finde ich die Auseinandersetzung damit sehr gut.

Mein Fazit:
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung und sehr gute 4,5 Sterne!

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Neuanfang in Kanada

Puck for Love
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„Puck for Love“ von Ava Avery ist eine unterhaltsame und weihnachtliche Sports Romance, die uns ins verschneite Kanada führt.
Die Physiotherapeutin Melody Dawson braucht aus privaten Gründen dringend einen ...

„Puck for Love“ von Ava Avery ist eine unterhaltsame und weihnachtliche Sports Romance, die uns ins verschneite Kanada führt.
Die Physiotherapeutin Melody Dawson braucht aus privaten Gründen dringend einen Neuanfang, der sie vom sonnigen Miami ins tief verschneite Kanada führt. Hier will sie mit ihrem kleinen Sohn Ted ein neues Zuhause finden, wobei ihr ihre beste Freundin Amy tatkräftig hilft. Auch der Start bei den Eishockeyprofis der Arctic Bears läuft eigentlich gut, aber mit dem grummeligen Mannschaftskapitän Maverick Wolf gerät Melody immer wieder aneinander. Maverick scheint ihr aus dem Weg zu gehen und ihre Sitzungen zu sabotieren, dabei ahnt Melody nicht, dass der bisher einsame Wolf nur nicht möchte, dass sie seine sehr offensichtlichen Gefühle für sie bemerkt. Doch als sich beide endlich näherkommen, könnte Melodys Vergangenheit alles wieder zerstören.

Das Small-Town-Setting und die warmherzige Atmosphäre, die Melody in Kanada empfängt, haben mir von Anfang sehr gut gefallen. Der leichte und lockere Schreibstil von Ava Avery lässt einen schnell durch die Seiten fliegen und die sympathischen Charaktere wachsen einem schnell ans Herz.
Melody ist eine alleinerziehende Mutter und kümmert sich liebevoll um ihren Sohn. In einigen Momenten zeigt sich, dass ihr Vergangenheit immer noch dunkle Schatten wirft, aber was wirklich dahintersteckt, erfahren wir erst im Laufe der Handlung.
Maverick ist nach dem Verrat seiner Ex-Frau zu einem grummeligen Einsiedler geworden, der erst von der neuen Physiotherapeutin aus dem Dornröschenschlaf erweckt wird. Seine Flirt-Skills sind etwas eingerostet, aber auch Melody hat lange niemanden an sich herangelassen. Es ist süß, wie sich die beiden trotz aller Missverständnisse langsam annähern und die winterlichen Eisschichten zum Schmelzen bringen.
Wer im Advent eine kleine romantische Lese-Auszeit braucht, der ist mit dieser warmherzigen Sports Romance gut beraten. Einige Spannungsmomente sorgen für Aufregung, aber auf unnötig konstruierte Dramen wird verzichtet. Die Liebe trifft unsere Hauptfiguren unerwartet, denn Gefühle kann man eben nicht berechnen.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 25.10.2024

Verrat und Hoffnung

Der Glanz der Dunkelheit
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„Der Glanz der Dunkelheit“ von Mary E. Pearson ist der dritte und finale Band ihrer Trilogie Die Chroniken der Verbliebenen.
Die Flucht aus Venda hat einige Opfer gekostet und auch Lia hätte dabei fast ...

„Der Glanz der Dunkelheit“ von Mary E. Pearson ist der dritte und finale Band ihrer Trilogie Die Chroniken der Verbliebenen.
Die Flucht aus Venda hat einige Opfer gekostet und auch Lia hätte dabei fast ihr Leben verloren. Doch Rafe ist nicht bereit, die Liebe seines Lebens loszulassen und tut alles, damit Lia überlebt. Momentan scheint Dalbreck der einzige Zufluchtsort zu sein, denn Lia droht durch die Intrigen des Komizars selbst in ihrer Heimat Morrighan der Tod. In Dalbreck erwartet sie ein Leben als Königin an Rafes Seite, aber Lia ist nicht mehr dieselbe wie früher und will für ihr Volk und ihre Heimat kämpfen. Also muss sie sich zwischen einer Zukunft mit Rafe oder dem Kampf in Morrighan entscheiden. Wird sie dafür stark genug sein und wird sich die tödliche Prophezeiung tatsächlich so erfüllen?

Der zweite Teil endete erneut mit einem sehr bösen Cliffhanger, der zum Glück gleich zu Beginn des Abschlussbandes aufgelöst wird. Die Handlung schließt nahtlos und Lia und Rafe ziehen nun Richtung Heimat. Wo diese für Lia aber genau liegt, muss sich erst zeigen.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und Mary E. Pearson lässt erneut mehrere Charaktere aus ihrer jeweiligen Perspektive erzählen. Lia ist und bleibt natürlich die Hauptfigur, die mit jedem Buch stärker und entschlossener wird. Ihre Entscheidungen sind ganz bestimmt nicht einfach, vor allem, da sie möglicherweise ihr eigenes Glück zum Wohl ihres Königreiches opfern muss.
Das Love-Triangle zwischen ihr, Rafe und Kaden besteht immer noch. Bisher hatte Rafe die besseren Chancen, aber durch die neuen Entwicklungen könnte sich dies ganz schnell ändern. Bei einer derartigen Konstellation kann es nur Verlierer geben und ob die Auflösung der Autorin zufriedenstellend ist, muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich selbst bin mir da auch nicht ganz sicher, denn mir war das Ende ein wenig zu kurzgehalten.
Die Spannung zieht sich durch die komplette Handlung, so dass ich bis zum Schluss mitgerissen wurde. Die einzelnen Aspekte von Venda, Dalbreck und Morrighan sind gut verknüpft und ergeben im Finale ein schlüssiges Gesamtbild.

Mein Fazit:
Ich gebe sehr gern eine Leseempfehlung und sehr gute 4,5 Sterne!

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