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Viola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.07.2025

Sehr leichte Ferienlektüre

Mord im Wattenmeer
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Wer eine leichte, nicht zu spannende Ferienlektüre sucht, die ohne Nervenkitzel und viel Blut auskommt, ist hier genau richtig. Femke Janssens erster Fall ist ein Küstenkrimi, der nach Dangast an der Nordsee ...

Wer eine leichte, nicht zu spannende Ferienlektüre sucht, die ohne Nervenkitzel und viel Blut auskommt, ist hier genau richtig. Femke Janssens erster Fall ist ein Küstenkrimi, der nach Dangast an der Nordsee entführt. Für mich war es leider ein bisschen zu seicht und zu wenig packend, die Figuren haben mich nicht überzeugt, auch wenn die Geschichte als solche gut konstruiert war.

Femke war mir zu naiv und ich hatte nicht das Gefühl, dass sie sich wirklich als Privatdetektivin eignen würde. Auch ihre Vermieterin, die als Miss Marple beschrieben wird, so aber weder handelt noch denkt, konnte mich nicht recht überzeugen. Ebba fand ich an sich sympathisch, aber dass sie gleich der Erstbesten Geheimnisse aus der Ermittlung ausplaudert, fand ich unrealistisch.

Insgesamt fehlte mir einfach die Spannung und ich hätte mir mehr Atmosphäre gewünscht. Insgesamt waren die Beschreibungen leider oft eher etwas hölzern und ungelenk. Schon gleich am Anfang wird Femke beschrieben, statt sie nach und nach langsam einzuführen. Da fragte ich mich direkt, ob die Autorin das Prinzip "Show, don´t tell" nicht kennt. Schade, da wäre mehr drin gewesen, denn die Story an sich ist gut.

Es tut mir leid, dass ich so kritisch bin, denn ich bin mir sicher, dass das Buch auch seine Fans finden wird, die die ruhige Ermittlung mit der etwas verrückten, quirligen Femke lieben. Ich werde ihr aber nicht mehr ans Wattenmeer folgen.

Veröffentlicht am 12.03.2025

Ich hatte mehr erwartet

Mein wunderbarer Cottage-Garten
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Auf dieses Buch hatte ich mich total gefreut, weil die Beschreibung und das Titelbild mir so gut gefallen hatten. Auch das Thema mit Gartengestaltung und diesen wunderbar idyllischen englischen Gärten ...

Auf dieses Buch hatte ich mich total gefreut, weil die Beschreibung und das Titelbild mir so gut gefallen hatten. Auch das Thema mit Gartengestaltung und diesen wunderbar idyllischen englischen Gärten ist genau meins. Leider war ich ziemlich schnell auf dem Boden der Tatsachen und eher enttäuscht. Ich hatte mir einfach mehr von diesem Buch erwartet, das ja doch ziemlich hochpreisig ist. Dass die Autorin einen Garten beschreibt, den sie von 1993 bis 2008 hatte, das fand ich irgendwie sehr seltsam. Leider sehen viele Fotos auch genauso alt aus … mit eher verwaschenen Farben und so.

Die Einleitung fand ich interessant und unterhaltsam, weil ich es spannend finde zu wissen, wie man zu seiner Profession und Passion kommt. Dann ging es um den Garten, dessen Name quasi auch der Titel ist, und da erfuhr ich dann, dass das alles schon so lange her ist. Das hat mich wirklich fast schon schockiert und ein Gefühl der Verwirrung hinterlassen. Ich kann verstehen, dass man gerne ein Buch schreiben möchte und dass das auch Spaß macht … Aber wer will lesen, wie ein Garten vor 30 Jahren angelegt wurde? Und dann wird das episch beschrieben, aber irgendwie so verworren, dass ich nur schlecht folgen konnte.

Fazit: Ich mag Gartenbücher sehr, aber dieses hier hat mich leider nicht abgeholt.

Veröffentlicht am 20.11.2024

Hatte es mir ganz anders vorgestellt

Das Igel-Tagebuch
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Auf dieses Buch hatte ich mich total gefreut. Die Kurzbeschreibung klingt mega und ich wusste sofort, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Ein kleiner Igel als Hoffnungsträger, das ist doch wunderbar! ...

Auf dieses Buch hatte ich mich total gefreut. Die Kurzbeschreibung klingt mega und ich wusste sofort, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Ein kleiner Igel als Hoffnungsträger, das ist doch wunderbar! In Zeiten wie diesen suchen wir alle Trost und etwas, das wir lieben können.

Also war ich total glücklich, als ich mit dem Buch aufs Sofa sank. Leider hat dieses Glück nicht lange angehalten und die Freude ist sehr schnell einer Ungläubigkeit gewichen. Ich kann verstehen, dass aktuelle politische Geschehnisse neben den letzten Wochen des Vaters in so einem persönlichen Buch eine Rolle spielen, allerdings ist das Buch unfassbar nüchtern und trocken geschrieben, für mich waren die Emotionen der Frau kaum zu spüren. Der Igel kommt immer wieder vor, ist aber irgendwie Beiwerk. Ein paar Infos über diese inzwischen vom Aussterben bedrohten Tiere gibt es, aber auch da fehlten mir Gefühl und Warmherzigkeit. Leider habe ich dann sogar das Gegenteil gelesen: "Ich versuchte, ein angemessenes Gesicht aufzusetzen, und sagte sowohl mit kummervoller Freundlichkeit als auch mit Genuss: "Peggy ist gestorben." ..." Ab diesem Zeitpunkt war ich dann wirklich auch nicht mehr bereit, das Buch oder die Autorin zu mögen.

Einzig die Infos über die Tiere, die vielleicht noch nicht jeder kennt, haben mich ein bisschen versöhnt. Schade, aber meine Erwartungen wurden leider nicht getroffen.

Veröffentlicht am 25.10.2024

Nicht meine Geschichte

Die magische Bibliothek der Buks 1: Das Verrückte Orakel
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Auf dieses Buch war ich total gespannt, weil ich die Bücher von Autorin Nina George bisher alle sehr mochte. Die Geschichte klang so toll, das Cover ist mega und ich fand die Idee mit den Buchschutzgeistern ...

Auf dieses Buch war ich total gespannt, weil ich die Bücher von Autorin Nina George bisher alle sehr mochte. Die Geschichte klang so toll, das Cover ist mega und ich fand die Idee mit den Buchschutzgeistern so toll. Deswegen habe ich mir das Buch sofort bestellt und war voller Vorfreude auf die Lektüre.
Leider hab ich schon nach wenigen Seiten gemerkt, dass mich die Buks einfach nicht erreichen. Ich wurde einfach nicht warm mit ihnen und fand sie mehr seltsam als liebenswert. Als es zu den Kindern ging, dachte ich zuerst, dass sie ja ganz nett sind, aber leider gingen sie mir auch sehr schnell auf den Geist. Ich fand es süß, dass sie als Zwillinge ein Ritual haben - aber das muss man nicht ständig schreiben, denn dann ist es irgendwann nur noch anstrengend.

Ja, was soll ich sagen. Die Idee hinter der Geschichte finde ich gut, aber leider kam ich nicht an. Mir war die Welt, in der die Kinder leben, zu fremd, und die Buks fand ich einfach nur schräg. Aber wahrscheinlich bin ich auch gar nicht die Zielgruppe. Daher wünsche ich dem Buch viele begeisterte Leser, die es ja - wenn ich die vielen guten Bewertungen sehe - auch gibt. Mein ist es leider nicht.

Veröffentlicht am 14.10.2024

Nicht ganz bei Trost

Die rauen Nächte von Graz
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Der Ausspruch „Der ist nicht ganz bei Trost“ kam mir leider immer wieder in den Sinn, als ich dieses Buch gelesen habe. Gleichnamiger Ermittler war mir von Anfang an fremd und nicht sonderlich sympathisch. ...

Der Ausspruch „Der ist nicht ganz bei Trost“ kam mir leider immer wieder in den Sinn, als ich dieses Buch gelesen habe. Gleichnamiger Ermittler war mir von Anfang an fremd und nicht sonderlich sympathisch. Er ergeht sich in wirren Gedanken, wilden Vorstellungen und redet statt zu denken. Statt zu ermitteln, fängt er ein Techtelmechtel mit seiner Nachbarin an … irgendwie war das gar nicht meine Welt.

Das Buch hatte mich aufgrund der Kurzbeschreibung und des Themas der Raunächte neugierig gemacht, aber leider war mir ziemlich schnell klar, dass das nichts für mich ist. Ich wurde mit den Figuren und dem Erzählstil einfach nicht warm und konnte vieles nicht nachvollziehen. Was ich sehr schade fand, denn die Sprache des Autoren ist durchaus wortgewaltig und faszinierend, wie er schon im Prolog eindrucksvoll beweist. Auch am Ende war das wieder sehr deutlich, da war es dann auch richtig spannend und packend. Leider kam das für mich aber zu spät, denn ich hatte schon den Faden verloren und fühlte auch mich verloren in dieser nebligen, dunklen Zeit und Geschichte.

Vielleicht lag es daran, dass ich die Vorgängerbücher nicht kannte. So oder so, mein Fall ist Trost nicht und künftig wird er ohne mich ermitteln müssen.