Das Buch „Liga Lexis“ von Mo Enders klang unglaublich vielversprechend. Nach einer tollen Lektüre mit einer Protagonistin, die zwischen der realen Welt und der Buchwelt reisen kann. Der Traum eines jedes ...
Das Buch „Liga Lexis“ von Mo Enders klang unglaublich vielversprechend. Nach einer tollen Lektüre mit einer Protagonistin, die zwischen der realen Welt und der Buchwelt reisen kann. Der Traum eines jedes Bücherwurmes!
Ich hatte mir dabei ein Buch erhofft, was mich in die Seiten zieht und fesselt. Die Leseprobe klang dabei auch unglaublich vielversprechend.
Leider verlor mich die Autorin im Lauf der Seiten und ich konnte nicht in das Buch abtauchen, wie erwartet. Es hat mich sehr enttäuscht und ich habe das Buch abgebrochen.
Annies Eintauchen in die neue Welt hat mich daran erinnert, wie Hagrid Harry erklärte, dass er ein Zauberer sei. Ihre große Sorge um ihre Mutter war nach ein paar Seiten nicht mehr zu spüren und die Emotionen waren weg.
Die Ankunft auf Bookford Manor passierte mir zu schnell und ich bekam kein Gefühl für die Eingewöhnungszeit dort.
Auf einmal waren da Namen und Charaktere an Annies Seite und die plötzlich ihre Freunde waren, so dass man keine Bindung dazu aufbauen konnte. Die Freundschaft war einfach da.
Ich hatte das Gefühl, ich hätte Kapitel übersprungen gehabt. Auch die ständige Betonung, dass sie schon so alt ist und solange überlebt hat, war irgendwann zu viel des Guten und trotzdem ist sie in vielen Fächern gut und kann mehr als die, die schon länger da sind.
Die Dialoge wirkten oft aufgesetzt und gekünstelt, so dass die Stimmung nicht bei mir ankam.
Es war auch direkt bei der ersten Begegnung mit Caspian klar, dass daraus eine Liebesstory werden soll. Die Beschreibung des Kapitels aus seiner Sicht hat mich nur mit den Augen rollen lassen. Die Emotionen waren für mich nicht nachvollziehbar. Vor allem da dort auf einmal auch nicht mehr aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, sondern in der dritten Person.
Ganz verloren hat mich die Autorin dann schließlich, als die Teenies davon sprechen sich magische Tattoos gegenseitig zu stechen und welche von Annie bekommen wollen, die das jetzt in einer super kurzen Zeit gelernt haben soll.
Sie ist wie lange auf Bookford Manor und kann innerhalb von ein paar Wochen tolle Tattoos machen? Funktion vor Ästhetik heißt es dort.
Einfach nein!
Tätowieren lernt man nicht in ein paar Wochen und die Botschaft, die dadurch entsteht, halte ich für absolut fahrlässig.
„Schon nach wenigen Tagen auf der Schule hatte ich angefangen, mich zu tättowieren, und es waren schnell auch andere Leute dazugekommen“ (S. 108)
Die Autorin gibt sich mit der Gendersprache so viel Mühe, was lobenswert erwähnt werden muss, aber bei dem Thema geht sie gedankenlos mit um. Ich habe mehrere Tattoos am Körper und auch schon welche Covern lassen, weil die Ästhetik nicht mehr stimmte und es schlecht gestochen wurde.
Hier zu beschreiben, dass es toll ist sich mit 16 einfach mal gegenseitig zu tättowieren, vermittelt ein falsches Bild von der Arbeit. Vor allem wie wichtig Hygiene dabei ist und die Gefahr von Wundinfektionen, wenn es falsch gemacht wird.
Es gibt inzwischen gute Künstler, die auf Tiktok und Youtube darüber aufklären, wie man Tättowierer wird, wie man übt und worauf man zu achten hat. Das hätte sie hier mit einflechten können, wenn es etwas ist, was die Teenies dort lernen. Aber direkt mal mit Tattoo-Nadel auf die Haut los lassen und sich was stechen, ist mehr als falsch.
Eine interessante Welt, aber eine schwache Umsetzung.
Das Buch „Berühre mich. Nicht“ lag sehr lange auf meinem Stapel der Schande. Ich hab es endlich geschafft zu lesen und bei knapp der Hälfte abgebrochen.
Das Buch klang so vielversprechend und hat mich ...
Das Buch „Berühre mich. Nicht“ lag sehr lange auf meinem Stapel der Schande. Ich hab es endlich geschafft zu lesen und bei knapp der Hälfte abgebrochen.
Das Buch klang so vielversprechend und hat mich auf vielen Ebenen einfach nur enttäuscht zurück gelassen.
Sage als Charakter ist so farblos und blass, dass Alpina Weiß dagegen eine Neon-Farbe ist. Als Leser erfahren wir nicht wirklich was über sie. Größe und Haarfarbe. Aha…sonst irgendwelche Merkmale? Hat sie Sommersprossen? Vielleicht eine Narbe? Ist sie sportlich? Wiegt sie etwas mehr? Nein, keine Beschreibung? Okay, also ein Charakter ohne nähere äußere Beschreibung.
Dafür wird der männliche Protagonist in allen Einzelheiten beschrieben, aber auch er blieb als Charakter ohne nähere Tiefe, so dass ich hier nicht das Gefühl hatte, er ist ein spannender Gegenpol.
Sage als Protagonistin ist an vielen Stellen naiv. Ihre Geschichte berührt mich nicht. Es fehlt an Spannung, Wendungen, Charakterentwicklung, Humor und Empathie zu ihr.
Viele Gedanken und Emotionen gingen verloren und sie drehte sich oft im Kreis, wiederholte sich und schien in ihrer Trauer-Bubble bleiben zu wollen.
Immerhin geht sie zu einer Therapie, was wohl zeigt, dass sie auch etwas verändern möchte. Aber auch hier lief es für meinen Geschmack zu glatt ab.
Was passierte nach dem Kontakt mit der Psychologin? Ein Anruf und sie hat einen Termin? In was für einer Welt lebt Sage? Keine Warteliste?
Wie hat sie sich nach dem Termin gefühlt?
War es befreiend?
Fühlt sie sich ängstlich?
Was passiert mit dem Charakter? Was geht in ihr vor?
Dazu kommen weitere Logikfehler, die das ganze auch unglaubwürdig gemacht haben. Kein Therapeut durchschaut jemanden nach einer Sitzung und geht direkt das große Thema an. Man arbeitet sich zum Trauma Stück für Stück vor und lernt sich kennen, bespricht aktuelle Situationen, Gefühle und was einen dorthin treibt. In der ersten Sitzung gibt es eine erste Anamnese, aber nicht direkt das Kernproblem.
Ein weiteres Thema war ihre Wohnsituation. Sie lebt in einem Bus und hat keine Adresse. Aber jeder scheint es hinzunehmen, dass ihre alte Adresse dann als Angabe reicht und scheinbar nicht mehr richtig ist.
Sage bekommt wegen jeder Kleinigkeit, die das alltägliche Leben bringt sofort Panik, was es unglaublich schwer macht nicht genervt mit den Augen zu rollen. Gleichzeitig lebt sie aber in einem Bus, der alles andere als sicher ist und wo ihr mehr passieren kann, als in einer Gemeinschaftsdusche.
Immer wieder dreht es sich auch darum, dass sie dringend ganz viel Geld braucht. Auch das war auf Dauer etwas nervig zu lesen. Dazu leiht sie sich Geld und nutzt die geschenkte Wohnsituation komplett aus, als wäre das schon immer ihr zu Hause, benutzt die Sachen der anderen einfach mit, ohne zu Fragen. Man reiche ihr den kleinen Finger und sie nimmt den ganzen Arm.
Die vielen schöneren Umstände, dass es bergauf geht, häufen sich auch, dass es einfach nur für die Handlung bergauf ging.
Nachdem sie so Probleme mit Menschen hat, trifft sie aber dann nur Leute, die nett und sympathisch sind. Das halte ich für absoluten Käse. Menschen sind nicht durchweg nett und sympathisch. Es gibt immer Menschen, die man nicht leiden kann, böse gucken oder oder oder...
Ihre erste sexuelle Handlung ist, nachdem sie Nötigung/Missbrauch erfahren, Panikattacken und Ängste hat, sehr unglaubwürdig.
Hat die Autorin vergessen, dass Sage Probleme hat? Oder konnte sie dem Kerl jetzt doch mal vertrauen und sich fallen lassen?
Die Handlungsweise passte nicht zu ihrer Hintergrundgeschichte und den vielen Ängsten.
Die erotischen Szenen ließen mich kalt zurück und haben keine Emotion hervor gerufen.
Mir fehlt in dem Buch auch eine Triggerwarnung, dass es hier um Missbrauch geht. Der Umgang mit dem Thema ist in meinen Augen nicht gut umgesetzt worden.
Für mich kommt nicht rüber, dass sich Hilfe zu suchen mehr als in Ordnung ist und es nichts ist, wofür man sich schämen sollte. Denn das wird Sage nicht müde zu erwähnen und den Besuch zu verheimlichen.
Dazu ist es nicht nachvollziehbar, wann diese Panikmomente einsetzen. Das hat es erschwert mit ihr mitzufühlen und Verständnis aufzubringen. Es schien willkürlich zu sein und kein Muster zu haben.
Das Thema des Buches ist hochsensibel und wird hier nicht gut umgesetzt.
Mir ist bewusst, dass das Buch von einem Neuanfang erzählt, von Trauma und Missbrauch und dass auch etwas Gutes passieren muss. Aber ich habe dieses Buch in keinster Weise gefühlt. Es war für mich kein Balsam für die Seele und nicht das Gefühl, dass es etwas fürs Herz ist.
Der Schreibstil war gut, leicht zu lesen und daher hab ich mir mehr von der Story erhofft, als ich bekommen habe.
Die Autorin hat hier für mich keine Tiefe eingebracht und mich eher gelangweilt, statt mich zu fesseln.
Mein König, mein König und siehst du nicht dort
die schlechte Romanze am düstern Ort? –
Mein Weib, mein Weib, ich seh’ es genau:
Die alten Klischees, sie tragen sie zur schau.
Ungefähr das kommt mir in ...
Mein König, mein König und siehst du nicht dort
die schlechte Romanze am düstern Ort? –
Mein Weib, mein Weib, ich seh’ es genau:
Die alten Klischees, sie tragen sie zur schau.
Ungefähr das kommt mir in den Sinn, wenn ich das Buch zusammenfassen müsste. Es bedient viele Klischees. Allen voran den Duft von Sandelholz, Moos und der Duft nach etwas Frischem, wie die Luft vor einem Sturm, erdig und berauschend. Da hat sich die Autorin nicht Lumpen lassen die auszugraben und ihren Erfindergeist freien Lauf zu lassen.
Männer duften eben grundsätzlich nur nach Sandelholz.
Aber auch sonst, strotzte das Buch nur so voller nicht gegebener Tiefe und Emotionen.
Stockholsyndrom ala Belle aus „Die Schöne und das Biest“ lässt grüßen und Persephone Vibes sprühen ebenfalls mit.
Luella ist als Protagonistin für mich sehr überdramatisierend und emotional nicht greifbar. Sie handelt von einer Szene zur nächsten Widersprüchlich und ich als Leser konnte die Gefühle, die dahinter stecken sollen einfach nicht nachvollziehen.
Die Szene mit Luke, ihrem besten Freund, ist dabei das Beste Beispiel. Zuerst handelt sie im negativen Sinne, dann setzt sie sich doch für ihn ein und dann ein paar Sätze später doch gegen ihn zu handeln.
Dann wird sie nicht müde zu betonen, dass sie von Männern ja nur manipuliert wird und als wäre ein ganz großes Trauma in ihrem Leben.
Das war drei Seiten zuvor und sie hat bisher nur mit Luke und dem Elfenkönig diese Erfahrung gemacht, beide hatten ihre Gründe und vor allem Lukes Grund empfinde ich nicht unbedingt als manipulieren und besitzergreifend, sondern sogar in ihrem Sinne. Aber er hat sie manipuliert und jetzt ist auch der Stein von seinem Geschenk ein ganz böser Stein.
Die Gründe vom Elfenkönig waren überlebenswichtig für sein Volk, was ich in dem Fall auch zu seinen Gunsten auslege, weil Madame keine drei Meter weiter denken möchte, kann und will.
Auch das Thema mit dem Stein war ein paar Seiten zuvor und wie viel Zeit verging? 5 Minuten? Eine Stunde?
Aber so wie Luella die Dinge dann erzählt, klingt es wie ein Trauma von vor zig Jahren und einfach übertrieben und überspitzt.
Konflikte werden ebenfalls überdramatisiert, dass man als Leser nur noch die Augen rollen kann.
Der Elfenkönig selbst ist ebenfalls eine sehr unnahbare Person geblieben. Es gab ein paar Sätze, wo vielleicht etwas Tiefe aus ihm herauskommen sollte oder Spannung, aber das war so schnell vorbei und er blieb dann in Luellas Perspektive ziemlich arrogant und abweisend.
Die Romantik oder Spice zwischen den beiden kam bei mir nicht an.
Die Welt selbst wird oberflächlich erklärt. Am Anfang hatte ich sogar das Gefühl, ich hätte einen Folgeband vor mir, weil alles sehr unklar war. Erst Stück für Stück kommt Licht ins Dunkel und wenn man als Leser seine Hirnzellen anstrengt, ist schon nach 150 Seiten klar, worauf das ganze hinaus läuft.
Die Charakterdynamik auch mit anderen Charakteren ist mehr als schwach umgesetzt und natürlich muss der Bruder vom König böse ihr gegenüber sein. Welch Überraschung.
Der Schreibstil ist im ganzen okay, doch das Buch hat nicht wirklich animiert weiter zu lesen. Nach knapp der Hälfte habe ich es abgebrochen.
Eine neue Zeitreise Reihe und das im 18. Jahrhundert?
Das klingt spannend.
Dachte ich.
Doch leider musste ich das Buch abbrechen, da es nicht meinen Erwartungen entsprach und sich offensichtlich an ein ...
Eine neue Zeitreise Reihe und das im 18. Jahrhundert?
Das klingt spannend.
Dachte ich.
Doch leider musste ich das Buch abbrechen, da es nicht meinen Erwartungen entsprach und sich offensichtlich an ein sehr, sehr viel jüngeres Publikum richtet, als erwartet.
Ich hatte bisschen Juwelenreihe-Vibes erwartet, aber leider hat es für mich keine schönen Lesemomente gegeben.
Zoe als Protagonistin ist so naiv und dümmlich, dass sie mich in den Wahnsinn getrieben hat mit ihrem Verhalten.
Die Handlung war so vorhersehbar, wie eine Folge GZSZ.
Zoey gibt sich keine Mühe sich in die Zeit einzufügen, benutzt die Jugendsprache die ganze Zeit und niemanden scheint es zu stören oder sich zu fragen, was sie da für wirres Zeug redet. Unsere Protagonistin hat keinerlei Probleme mit der altertümlichen Sprache und wüsste man nicht, dass es sich um Zeitreise handelt, hätte sie auch einfach nur in eine andere Ortschaft gewandert sein.
Sie bricht Etikette und Anstandsregeln der damaligen Zeit und niemanden scheint es zu stören oder aufzustoßen.
Auch ihre Direktheit gegenüber ihrer Dienstherrin stößt niemanden auf und wird hingenommen, dass sie sich zu viel rausnimmt für den Stand einer Zofe.
Zoe selbst gibt gefühlt keine Reaktion ab, dass sie plötzlich im 19. Jahrhundert gelandet ist. Es gab keine Panik, keine Gedanken, wie sie wieder zurück kommt. Nichts. Als wäre in ihrer Rübe gähnende leere.
Auch scheint es niemanden zu stören, dass sie sich weit aus dem Fenster lehnt mit ihrer Aufklärung gegenüber den anderen Frauen und damit die Whisperbriefe entstehen, die mich an Lady Whistledown aus Bridgerton erinnert haben.
Alles in allem sind Reaktionen und die Charaktere schon ziemlich unlogisch und unrealistisch.
Ich finde es sehr Schade, dass die Autorin diese Details so lieblos behandelt hat und Zoe als Protagonistin einfach nur oberflächlich geblieben ist.
Es gab keine Spannung, keine Überraschung und keine Geheimnisse.
Das macht das Buch für mich zu einem absoluten Fehlgriff, da ich eindeutig mehr erwartet habe und es sich scheinbar an noch jüngere Leser richtet, als die Edelsteintrilogie.
Tim Buton’s „Nightmare before Christmas“ ist ein großartiger Film zu Halloween. Jedes Jahr läuft dieser bei mir rauf und runter. Das Buch hat mich also allein von dieser Tatsache gehypt und ist ein Must ...
Tim Buton’s „Nightmare before Christmas“ ist ein großartiger Film zu Halloween. Jedes Jahr läuft dieser bei mir rauf und runter. Das Buch hat mich also allein von dieser Tatsache gehypt und ist ein Must have.
Ich war ein bisschen überrascht, dass es ein Roman war, habe ich zuerst vom Cover gedacht, dass es ein Manga wäre, da auch ein Manga dazu angekündigt war aus dem selben Verlag.
Mit großer Freude habe ich das Buch angefangen zu lesen und mit jeder Seite wurde ich enttäuschter, die Freude nahm stetig ab bis ich am liebsten geweint hätte, wie man das als Buch so hat herausbringen können.
Um es kurz und knapp zu sagen, liest sich das Buch wie eine Fanfiktion, die eine Vierzehnjährige geschrieben hat, die nur flüchtig den Film kennt.
Ich konnte hier nicht den Zauber des Films erkennen, geschweige denn Jack oder Sally. Es gab logische Fehler, Widersprüche binnen einer Seite und ein ziemlich schlechtes Wortbuilding.
Die Geschichte las sich, als wäre sie für Fünfjährige geschrieben, doch selbst in einem Kinderbuch tauchen nicht solche Logikfehler auf, wie ich sie hier gefunden habe.
Der Schreibstil der Autorin betont übertrieben stark die Umgebung und Adjektive, was das Lesen irgendwann anstrengend macht.
Da Jack und Sally ihre Flitterwochen oder eher den Flittertag in Valentinsstadt verbringen wollen, lesen wir sehr oft Worte mit „Zucker“, wie zuckerwatterosa, zuckersüß, lavendelfarben, Lavendelrose, rosa,
Es schien mir, als wäre eine Beschreibung nicht genug um diese Stadt zu beschreiben und erinnerte mich an Kuss-Stadt aus „Das 10. Königreich“.
Valentinstag ist natürlich der romantischste Tag im Jahr und es gibt durchaus ein paar Freiheiten, die damit erlaubt sind, um sie zu gestalten. Dennoch wurden vom Film ein paar Regeln offensichtlich mitgegeben, dass die Feiertage auch an ihre Jahreszeiten gebunden sind.
Hat also Valentinsstadt nicht grade Klimakriese und ihre eigene Erderwärmung, erklärt sich mir nicht, wie dort Kirschbäume, Mohnblumen, Tulpen und Rosen blühen können.
Valentinstag findet am 14. Februar statt, also mitten im Winter und das Setting liest sich wie ein Frühlingstag mitten im April an dem es hell leuchtet und blüht. Es fehlten nur noch zwitschernde Vögel.
Weitere Fehler schleichen sich damit ein, dass Jack und Sally andere Jahreszeiten kennen, was mir auch etwas unlogisch erscheint, da Jack schon mit dem Schnee überfordert war und auch die Bewohner von Halloweenstadt waren am Ende des Films vom Schnee überrascht.
Wie können sie dann auf einmal Frühling kennen? („…einen subtilen süßen Hauch wie frisch erblühte Rosenknospen im Frühling…“ S. 22)
Hier fehlte mir eine logische Erklärung dazu oder man hätte einen anderen Vergleich ziehen müssen.
Jedoch scheint sowohl Lektorat, möglichen Testlesern und der Autorin selbst nicht aufzufallen, dass sie sich binnen einer Seite selbst widerspricht.
Auf Seite 32 fragt die Königin von Valentinsstadt Jack und Sally, ob sie William Shakespeare kennen. („Ihr zwei kennt nicht zufällig jemanden namens William Shakespeare?“
Juack hebt die Augenbrauenknochen über seinen hohlen Augen. „Tut mir leid, nein.“ S. 32)
An der Stelle habe ich mich gefragt, ob die Autorin je den Film ernsthaft gesehen hat, besingt Jack im Film sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch im Lied „Jack’s Lament“, dass er seinen Kopf trägt, um Shakespeare zu zitieren, während er seinen Kopf abnimmt und hält, wie in einem Bühnenstück von Shakespreare.
Wie kann es also hier zu einer Verneinung kommen?
Binnen einer Seite sagt Sally sogar, dass ein Name aus dem Stück „Romeo und Julia“ von Shakespeare stammt. („Ich habe keine Ahnung, was ein Karamell-Tränen-bonbon ist, aber ich bin überzeugt, dass Romeos Delikatessen nach Romeo aus Shakespeares Stück Romeo und Julia benannt ist…“ S. 33)
Nachdem also verneint wurde ihn zu kennen, wird innerhalb einer Seite der Name mit dem Theaterstück hergeleitet. Wie kann das zusammen passen?
Der Fluss auf dem Jack und Sally mit dem Boot fahren, erinnert mich an den Fluss aus „Charlie und die Schokoladenfabrik“, ebenfalls ein Film von Tim Burton. Hier ist es eine Interessante Homage an den Filmemacher, wirkte aber auch gleichzeitig übertrieben und unnötig.
Dass die Autorin übertriebene Vergleiche macht, wird besonders deutlich daran, dass Sally scheinbar so starke Augen hat, dass sie molekülgroße Blüten sehen kann. Moleküle, die sonst nur von einem Stretoskop gesehen werden können, weil sie mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.
(„Ich nicke und lasse meinen Blick ein letztes Mal zu den Ästen hinaufschweifen, wo der Wind molekülwinzige Blüten abschüttelt und in der warmen Luft verteilt.“ S. 47)
Ich weiß, dass in der Szene kleine wegwehende Blüten von einem Baum beschrieben werden sollen, ein bisschen Melancholie und Vergänglichkeit in der Szene betont werden soll, immerhin verlassen sie nun Valentinsstadt und Sally hätte gerne ein bisschen mehr Zeit mit Jack gehabt.
Doch es hätte gereicht zu schreiben, dass kleine, feine Blüten vom Wind davon getragen werden.
Nur wenige Seiten später kommt der nächste Patzer, der entweder in der Übersetzung falsch gelaufen ist oder durch die Autorin selbst. An der Stelle musste ich mich ernsthafter fragen, ob sie die Filme gesehen hat.
Einer der Clowns kommt zu dem Paar und fotografiert sie. Er wird beschrieben als Clown mit dem Wechselgesicht. („Es ist der Clown mit dem Wechselgesicht, der auf seinem Einrad heranfährt…“ S. 50)
Doch richtig wäre, dass es der Clown mit dem ABREISSgesicht wäre, wird dieser im Film direkt im Titelsong als solcher vorgestellt. Er reißt sich das Gesicht herunter, um eine schwarze Leere zu offenbaren und besingt es auch mit „Ich bin der Clown mit dem Abreißgericht, schwupps ist es da und auf einmal nicht“.
Den Oberkracher an Unlogik präsentiert die Autorin damit, dass der Bürgermeister, die beiden Hexenschwestern und einer der Vampire einfach ins Jacks Haus drängeln und meinen, es müsste umdekoriert werden und Jack bräuchte neue Vorhänge, denn als Kürbiskönigin könne sie ja so nicht wohnen.
Jack ist Kürbiskönig und es hat euch nicht interessiert, wie er gewohnt hat, aber jetzt soll das alles einen weiblichen Haushaltsfrauen Touch bekommen?
Ich lasse es noch durch, dass sie Sally aus dem Stoffkleid holen wollen, um ihr etwas Anständiges zu geben und sie aus dem Schattendasein zu holen. Aber von Grund herauf, ist das ziemlich dreist und übertrieben.
Zudem wird Jacks Reaktion damit abgewürgt, dass er bereits die Pläne fürs neue Halloweenfest durchgeht und scheinbar nichts mitkriegt. Auch hier halte ich es für etwas unlogisch, dass er gedanklich so weit abschweift und zulassen würde, dass die Gruppe einfach mal eben sein Haus umdekorieren will.
Sally erkannte ich hier gar nicht wieder, war sie nur am Jammern, wie falsch sich der Titel „Kürbiskönigin“ anfühlt, sie sich verstecken möchte und sich unwürdig fühlt.
Sally habe ich als Charakter nicht so empfunden, dass sie Scheu ist und voller Angst, war sie im Film doch eine wichtige Figur, hat Jack gewarnt, sich regelmäßig fortgeschlichen, Jacks Abreise verhindern wollen und versucht eigenhändig Nikki Graus zu befreien.
Sie ist ein melancholischer Charakter, aber alles andere als jammernd.
Ich konnte hier den Zauber der Charaktere und Filme nicht erkennen.
Und die Frage, ob die Autorin den Film kennt, beantwortet sie in ihrer Danksagung damit, dass sie die VHS Kassette so oft gesehen habe, dass sie mehrfach kaputt ging und repariert werden musste.
Wie können dann solche Fehler passieren?
Das Buch ist also alles andere als empfehlenswert und ich habe es abgebrochen, weil es nur noch frustrierend war.