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Veröffentlicht am 17.02.2025

Wer steckt hinter den Morden?

Die Schanze
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Zum Inhalt:
Mit gemischten Gefühlen reist die Ärztin Ellen zurück ins Dorf, in dem sie aufgewachsen ist und in dem sie Grausames erleben musste. Dort erhofft sie sich dennoch mit der Vergangenheit abzuschließen. ...

Zum Inhalt:
Mit gemischten Gefühlen reist die Ärztin Ellen zurück ins Dorf, in dem sie aufgewachsen ist und in dem sie Grausames erleben musste. Dort erhofft sie sich dennoch mit der Vergangenheit abzuschließen. Doch als sie einen Toten an der Schanze hängen sieht, gerät sie in Panik und flüchtet. Denn sie kennt den Mann, der dort hängt, nur zu gut und weiß, dass ihre Vergangenheit sie eingeholt hat. Doch hängt der Mord wirklich mit den traumatischen Ereignissen in ihrer Vergangenheit zusammen? Gerät Ellen womöglich selbst unter Mordverdacht? Denn schließlich hat sie ein gutes Motiv, um den Mann zu töten.

Meine Meinung:
Der Thriller lässt mich ehrlich gesagt ziemlich unschlüssig zurück. Die düstere und vor allem für Ellen beängstigende und bedrückende Atmosphäre war die ganze Zeit spürbar. Ich konnte durchaus nachvollziehen, wieso Ellen die ganze Situation an vielen Stellen zu viel wird und sie denkt, sie wäre im falschen Film gelandet. Dennoch konnte ich mit ihr kaum mitfiebern. Was vor allem an ihrer Unnahbarkeit lag und ich das Gefühl hatte, sie einfach nicht richtig kennenzulernen. Außerdem fand ich ihre Reaktionen nur bedingt nachvollziehbar und habe darüber viele Male den Kopf geschüttelt. Ebenso erging es mir mit den Reaktionen, Gedankengänge und Taten der anderen Personen, die ebenfalls ziemlich eintönig dargestellt waren.

Gefallen hat mir, dass man durch Rückblenden in Ellens Vergangenheit miterlebt, was damals geschehen ist und somit auch nach und nach erfährt, was der Auslöser für die Taten ist. Wobei mir schon von Anfang an klar war, was Ellen passiert ist und ich ziemlich schnell einen Verdacht hatte, wer hinter den Taten stecken könnte, der sich letztendlich auch bewahrheitet hat. Deswegen kam bei mir leider nur mäßig Spannung auf. Dabei war durchaus genug Potenzial für ein Verwirrspiel vorhanden. Da anscheinend so gut wie jeder etwas zu verbergen hatte und es durchaus auch mehrere Personen gab, denen die Taten zuzutrauen wären.

Fazit:
Ein Thriller, der mich unschlüssig zurücklässt. Zwar war die düstere und vor allem aus Ellens Sicht beängstigende und bedrückende Atmosphäre die ganze Handlung über spürbar. Ellen ebenso wie alle anderen Personen waren für meinen Geschmack einfach zu eintönig dargestellt. So konnte ich kaum mit Ellen mitfiebern. Zudem war mir schon zu Anfang klar, was Ellen geschehen und somit Auslöser zu den Taten ist. Ebenso wusste ich sehr früh, wer hinter den Taten steckt. So kam für mich leider nur mäßig Spannung auf.

Veröffentlicht am 03.12.2024

Was verbirgt der Autor Emrys Myrddin?

A Study in Drowning (A Study in Drowning, Band 1)
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Zum Inhalt:
Euphemia Sayre, Effy genannt, würde am liebsten Literatur studieren. Doch Frauen in Llyr ist dies nicht gestattet. Deswegen studiert sie nun Architektur, da dies fast genauso angesehen ist ...

Zum Inhalt:
Euphemia Sayre, Effy genannt, würde am liebsten Literatur studieren. Doch Frauen in Llyr ist dies nicht gestattet. Deswegen studiert sie nun Architektur, da dies fast genauso angesehen ist wie Literatur. Doch als einzige Frau in dem Studiengang hat sie es nicht leicht. Denn auch hier wird sie nicht ernst genommen. Als Effy mitbekommt, dass das Anwesens ihres Lieblingsautors renoviert werden soll, versucht sie ihr Glück und meldet sich dafür an und tatsächlich wird sie genommen. Doch Hiraeth Manor ist nicht das, was sie sich vorgestellt hat. Denn das Anwesen droht nicht nur vom Meer verschlungen zu werden, sondern ist total runtergekommen. Zudem scheint auch ihr Lieblingsautor nicht der zu sein, für den ihn Effy gehalten hat. So kommt sie zusammen mit dem Literaturstudenten Preston Héloury auf ein großes Geheimnis, das lieber verborgen geblieben wäre. Zudem sieht Effy seit ihrer Kindheit merkwürdige Dinge, die sich, seitdem sie auf Hiraeth Manor ist, noch verstärkt haben.

Meine Meinung:
Euphemia Sayre, Effy genannt ist eine tolle junge Frau, die mir viele Male einfach nur schrecklich leidtat. Sie ist unsicher, hat im Grunde kein Selbstbewusstsein, kein Selbstvertrauen und ein Selbstwertgefühl. Sie hält Situationen jeder Art lieber aus, als sich zu wehren oder ergreift die Flucht, ohne dabei an ihr Wohlergehen zu denken. Bedenkt man ihre familiäre Situation, vor allem das Verhalten ihrer Mutter und das, was Effy auf der Universität erleben musste, wundert dies nicht wirklich. Etwas mehr aus sich heraus kommt sie erst durch die Arbeit mit Preston Héloury. Mir war dies aber ehrlich gesagt zu wenig und auch ihre Entwicklung kam mir zu abrupt daher. Zudem fand ich Elly einfach zu blass. Ich habe mit ihr zwar bis zu einem gewissen Grad schon mitgefiebert und war gespannt, was es mit der Sache mit dem Elfenkönig auf sich hat, dennoch schien sie mir auf ein paar Charaktereigenschaften reduziert worden zu sein.

Preston ist ein interessanter Junge, bei dem ich zuerst nicht wusste, wie ich ihn einschätzen sollte. Gerade zu Anfang wirkt er doch recht arrogant. Mit der Zeit wird aber klar, dass dies eine Art Schutzschild ist. Ich fand es gut, dass er Elly und ihre Meinung ernst nimmt und sie als die Person sieht, die sie ist. Dennoch war auch Preston mir ebenso wie Elly einfach zu blass.

Die Liebesgeschichte zwischen Elly und Preston verläuft sehr langsam, was aber sehr gut zu den beiden gepasst hat und der ganzen düsteren Stimmung einen gewissen Hoffnungsschimmer entgegensetzt. Mir hat das sehr gefallen. Zudem fand ich die Legende rund um den Elfenkönig interessant und spannend. Ebenso die ganzen Recherchen von Elly und Preston und was sie alles über Ellys Lieblingsautor Emrys Myrddin herausfinden. Leider gab es aber immer wieder Längen, durch die sich die Handlung zog.

Fazit:
Eine Geschichte über eine junge Frau, die die Chance ergreifen will, sich doch noch ihren Traum zu erfüllen. Ich habe Elly gerne auf ihrem Weg begleitet und war gespannt, was sie alles erleben wird. Vor allem im Bezug zur Geschichte mit dem Elfenkönig, den sie von Kindheit an immer wieder zu sehen glaubt. Mir waren Elly und auch Preston jedoch zu blass. Zudem kam mir Ellys Entwicklung zum Ende hin einfach zu abrupt. Gefallen hat mir, dass sich die Liebesgeschichte zwischen Elly und Preston langsam entwickelt. Zumal das wunderbar zu den beiden gepasst hat. Die Legende rund um den Elfenkönig und Ellys und Prestons Nachforschungen zum Autor Emrys Myrddin fand ich interessant und spannend. Jedoch gab es immer wieder Längen, durch die sich die Handlung zog.

Veröffentlicht am 23.11.2024

Was suchen die Entführer?

Villa Obscura
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Zum Inhalt:
In der Villa Obscura, einer abgelegenen Villa im Harz, findet eine Halloweenparty statt. Doch als die Party im vollen Gang ist, werden immer mehr Gäste von zwei vermummten Personen gezwungen ...

Zum Inhalt:
In der Villa Obscura, einer abgelegenen Villa im Harz, findet eine Halloweenparty statt. Doch als die Party im vollen Gang ist, werden immer mehr Gäste von zwei vermummten Personen gezwungen diese zu verlassen. Übrig bleiben nur sechs Jugendliche, die die Villa um keinen Preis verlassen sollen und von den vermummten Personen eingesperrt werden. Nur immer einer der Jugendlichen wird von den Fremden mitgenommen und muss sie auf einen ungewissen Trip begleiten, bei dem sie in gefährliches Gelänge am Brocken geführt werden. Was wollen die Fremden nur von den sechs Jugendlichen?

Meine Meinung:
Mit den sechs Jugendlichen sind den Autorinnen alles interessante Figuren gelungen, die ihre individuellen Charaktereigenschaften, ihre eigenen Probleme und Sorgen und etwas zu verbergen haben. Ich fand es interessant, mehr über sie zu erfahren und wie die einzelnen Personen ticken, was ihre Geschichte ist und welche Probleme zu umtreiben. Zudem bietet sich durch die unterschiedlichen Charaktereigenschaften und auch dadurch, das einige sich bereits kennen, ein gewisses Potenzial zu Konflikten. Ich war gespannt, wie sich diese auf die Dynamik der Gruppe auswirkt und was sich dadurch über die jeweilige Person offenbart.

Die Geschichte bietet einige interessante Wendungen, die diese immer wieder in eine neue Richtung lenkt. Zudem sorgen die Geheimnisse, die jede der jungen Frauen und Männer hat und natürlich um jeden Preis verbergen will, dass eine gewisse Spannung entsteht. Leider wollte diese bei mir nicht so recht aufkommen. Klar wollte ich wissen, was jede der jungen Frauen und jeder der jungen Männer verbirgt und auch das Motiv der vermummten Fremden scheint unklar zu sein. Ich hatte jedoch recht schnell eine Vermutung, was das Motiv angeht, ebenso wie bei vielem mehr, was die einzelnen Personen betrifft, auf das ich nicht eingehen kann, ohne zu viel zu verraten. Meine Vermutungen haben sich dann meist bewahrheitet, wodurch sich die Handlung für mich oft zog, was mein Lesevergnügen geschmälert hat.

Die Figuren und Schauplätze wurden von den Autorinnen anschaulich beschrieben, sodass ich mir alle gut vorstellen konnte. Zudem haben sie es geschafft die berückende und angespannte Atmosphäre die ganze Handlung über aufrechtzuerhalten, sodass diese für mich spürbar wurde.

Fazit:
Eine Geschichte mit an sich viel Potenzial und einige interessanten Wendungen, die diese in eine neue Richtung lenkt. Da ich was die meisten davon anging, aber bereits recht früh eine Vermutung hatte, die sich letztendlich bewahrheitet hat, blieb die Spannung für mich meist auf der Strecke. Was recht schade war, da jede der jungen Frauen und jeder jungen Männern eine interessante Person mit Geheimnissen, ihrer eigenen Geschichte und Problemen war.

Veröffentlicht am 28.10.2024

Wird Calla ihr Ziel erreichen?

Immortal Longings
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Zum Inhalt:
Jedes Jahr findet in der Hauptstadt des Königreichs von Talin ein gefährliches Spiel statt, bei denen es nur eine Siegerin oder einen Sieger geben kann. Doch das hält die Menschen nicht davon ...

Zum Inhalt:
Jedes Jahr findet in der Hauptstadt des Königreichs von Talin ein gefährliches Spiel statt, bei denen es nur eine Siegerin oder einen Sieger geben kann. Doch das hält die Menschen nicht davon ab, sich für diese tödlichen Spiele anzumelden. Denn der Person, die am Ende übrig bleibt, winken unermessliche Reichtümer. Prinzessin Calla Tuoleimi hat jedoch einen anderen Grund an den Spielen teilzunehmen. Sie muss nah genug an ihren Onkel König Kasa herankommen, um ihn umzubringen. Ihr größter Konkurrent dabei ihre Pläne umzusetzen ist, Anton Makusa. Anton braucht dringend Geld, um die Krankenhausrechnungen seiner seit Jahren im Koma liegenden Jugendliebe zu begleichen. Schnell merken die beiden, dass es besser ist, sich gegen die anderen Spielerinnen und Spieler zusammenzutun. Doch können Calla und Anton einander wirklich trauen?

Meine Meinung:
Ich bin sehr zwiegespalten, was die Geschichte angeht. Ich fand die Grundidee interessant ebenso wie die Welt mit allen ihren Regeln und Besonderheiten in der Prinzessin Calla Tuoleimi und Anton Makusa leben. Vor allem, dass die Bewohner einfach so in einen anderen Körper springen können. Natürlich ist dies zwar eigentlich nicht erlaubt und besonders im Königshaus und unter den Reichen äußerst verpönt, macht aber dadurch den Reiz aus und bietet natürlich viel Potenzial für Konflikte. Zudem haben Calla, Anton und auch Kronprinz August Shenzhi alle ihre eigenen Pläne und guten Gründe, wieso sie gegen das Königshaus, insbesondere König Kasa, sind und etwas verändern wollen. Dabei sind die Pläne der drei nicht so leicht zu durchschauen und man weiß vor allem bei August nicht, ob er wirklich auf Callas Seite steht oder ihr irgendwann doch in den Rücken fällt. Dies alles und weil man erst nach und nach immer mehr über Calla und Anton erfährt, ist für eine gewisse Spannung gesorgt. Leider flaut diese aber viel zu schnell wieder ab, wodurch die Handlung meisten so dahinplätscherte, was es mir schwer gemacht hat, ihr ab einen gewissen Punkt überhaupt noch zu folgen.

Calla, Anton und auch August sind interessante Figuren, die einiges zu verbergen haben und ich war durchaus gespannt, wie ihr Weg aussehen wird und welche Hindernisse sie bis dahin überwinden müssen. Ich hätte mir aber vor allem Calla und Anton vielschichtiger gewünscht. Sie schienen mir nur ein paar vorherrschende Charaktereigenschaften zu haben und das war mir einfach zu wenig. Zudem vermisste ich bei ihnen eine gewisse Entwicklung.

Fazit:
Die Grundidee hat mir gut gefallen. Zudem bietet die Welt mit all ihren Regeln und Besonderheiten ebenso wie vor allem die Figuren Calla und Anton ein gewisses Potenzial an Konflikt, was eigentlich eine Menge Spannung bereithalten sollte. Leider flaute diese immer wieder viel zu schnell wieder ab, wodurch die Handlung sich zog. Außerdem hätte ich mir Calla und Anton vielschichtiger gewünscht und mir fehlte bei beiden eine gewisse Entwicklung.

Veröffentlicht am 21.10.2024

Wer hat Mr Butcher ermordet?

Mord in der Charing Cross Road
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Zum Inhalt:
Sally Merton arbeitet als Buchhändlerin in der antiquarischen Buchhandlung in der Charing Cross Road. Wie an vielen Abenden will sie auch an diesem ein paar Überstunden machen, um ihren Auftrag ...

Zum Inhalt:
Sally Merton arbeitet als Buchhändlerin in der antiquarischen Buchhandlung in der Charing Cross Road. Wie an vielen Abenden will sie auch an diesem ein paar Überstunden machen, um ihren Auftrag abzuschließen. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse, als eine Kollegin von ihr einen Geist gesehen haben will und am nächsten Morgen Mr Butcher tot in seinem Büro aufgefunden wird. Da es viele Verdächtige gibt und die Polizei anscheinend nur im Trüben fischt, nehmen sich Sally und der Juniorchef Johnny Heldar der Sache an.

Meine Meinung:
Sally ist eine herzliche und neugierige Frau. Beides kommt ihr bei der Spurensuche nach dem Mörder von Mr Butcher zugute. Ich würde aber ehrlich gesagt nicht so weit gehen, dass Sally selbstständige Ermittlungen betreibt. Vielmehr erfährt sie dadurch, dass sie in der antiquarischen Buchhandlung im Verkauf arbeitet, unter den Kolleginnen und Kollegen sehr beliebt ist und auf sie vertrauensvoll wirkt viel von diesen und somit auch wir. Ebenso hat sie natürlich ihre eigenen Erfahrungen mit dem Opfer gemacht und weiß, was für ein Mensch er war. So gibt es im Laufe der Handlung immer wieder neue Verdächtige, die ein gutes Motiv hätten Mr Butcher nach dem Leben zu trachten und wodurch ein gewisses Maß an Spannung entsteht. Hinzu kommen noch einige Ungereimtheiten, wie der Mord überhaupt begangen werden konnte, die ebenso zum Rätseln anregen. Ich habe versucht, die einzelnen Puzzleteile nach und nach zu einem Ganzen zusammenzusetzen. Leider gab es aber auch viele Längen, durch die die Spannung immer wieder zu schnell abflaute und mein Lesevergnügen schmälerte.

Die Figuren und Schauplätze wurden von der Autorin so anschaulich beschrieben, dass ich mir von allen ein gutes Bild machen konnte. Zudem hat sie es geschafft, die damaligen gesellschaftlichen Gepflogenheiten deutlich zu machen und die Atmosphäre der Zeit einzufangen, sodass ich davon einen guten Eindruck gewonnen habe.

Fazit:
Ein Krimi, in den Sally und Johnny versuchen aufzuklären, wer ihrem Kollegen Mr Butcher ermordet hat. Da es im Laufe der Handlung immer wieder neue Verdächtige gibt ebenso wie einige Ungereimtheiten, wie der Mord überhaupt begangen werden konnte, ist für ein gewisses Maß an Spannung gesorgt. Leider gab es aber auch viele Längen, durch die die Spannung zu schnell wieder abflaute.