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Venatrix

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.11.2024

Eine kritische Liebeserklärung

Heimat
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Schauspieler und Autor August Schmölzer nimmt seine Leser in eine landschaftlich schöne Gegend Österreichs mit, nämlich in die Weststeiermark: die malerischen Weinberge sowie die sanfte Hügellandschaft ...

Schauspieler und Autor August Schmölzer nimmt seine Leser in eine landschaftlich schöne Gegend Österreichs mit, nämlich in die Weststeiermark: die malerischen Weinberge sowie die sanfte Hügellandschaft machen diesen Landstrich für Touristen, die das (angeblich) Ursprüngliche suchen, interessant.

Doch hinter der schön präsentierten Fassade gärt es. Da ist zum einen die behördlich verordnete Zusammenlegung der Weststeiermark mit der Südsteiermark, die den stolzen Bewohnern gegen den Strich geht und für böses Blut sorgt, und zum anderen sind es die kleinen und größeren Alltagssorgen sowie eine nicht aufgearbeitete Vergangenheit, die zur Unzeit aufbricht.

„„Das Gute und das Schlechte geben sich in St. Vinzenz die Hand“, sagt Frau Klug, die nicht nur so heißt, sondern es auch ist.“

Franziska Klug, ist eine betagte Kleinbäuerin, die um ihre kleine Rente mit dem Vermieten eines Zimmers an den pensionierte Gendarm Josef Sudi, aufbessert.

Die Bewohner von St. Vinzenz sind so schillernd wie der Schilcher, der dort in Strömen fließt: herb, sperrig und unberechenbar. So ertränkt der Bürgermeister seine Probleme in der Gemeinde, aus der die Jugend abwandert und die national-traditionelle Heimat-Partei im Teich der Unzufriedenheit fischt, im Alkohol. Auch seine nicht mehr funktionierenden Ehe und den behinderten Sohn säuft er einfach weg. Also, nicht einfach, denn die Folgen des chronischen Alkoholabusus sind absehbar.

Als dann noch zwei Menschen ermordet werden, zerbröckelt die ohnehin trügerische Idylle vollends. Längst vergessen Geglaubtes, unter den Teppich gekehrtes, kommt, ob die Einheimischen wollen oder nicht, ans Tageslicht.

Meine Meinung:

August Schmölzer zeichnet mit seinem neuen Roman „Heimat“ ein fast kitschiges Gemälde der Landschaft und der Menschen in deren Seelen so mancher Abgrund lauert. Er fördert Wunderbares und Widerliches zu Tage. Dabei ist es gar nicht so leicht unter diesem Titel ein Buch herausbringen, wird doch das Wort gegenwärtig wieder instrumentalisiert, wenn es darum geht als „WIR gegen die ANDEREN“ zu sein. Die Bösen, die Schlechten sind immer die anderen, so dass man den selbst verursachten Schmutz vor der eigenen Haustüre gar nicht wahrnimmt.

Dieser Roman ist eine Art Liebeserklärung an das Dorf, das so oder so ähnlich überall sein könnte. August Schmölzer beschreibt das Dorfleben und seine Menschen in einer gelungenen Mischung aus Provinzposse, Gesellschaftskritik und Krimi, bei der Probleme und Missstände offenbart werden. Sich aus reiner Bequemlichkeit und Nicht-anecken-wollen, weg zu ducken hat ausgedient.

Hier muss ich wieder einmal Ingeborg Bachmann zitieren: „Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.“.

Das Cover passt recht gut, betrachten die Leser das Dorf wie durch ein Schlüsselloch.

Fazit:

Gerne gebe ich dieser kritischen Liebeserklärung an die „Heimat“, die voll Wortwitz und sprachlicher Eloquenz daherkommt, 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.11.2024

Eine unbedingte Leseempfehlung!

Der Freihandel hat fertig
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Wie die neue Welt(un)ordnung unseren Wohlstand gefährdet

Mit diesem Buch, dessen Titel an den legendären Ausspruch von Giovanni Trappatoni erinnert, beleuchten die beiden Außenhandelsexperten Gabriel ...

Wie die neue Welt(un)ordnung unseren Wohlstand gefährdet

Mit diesem Buch, dessen Titel an den legendären Ausspruch von Giovanni Trappatoni erinnert, beleuchten die beiden Außenhandelsexperten Gabriel Felbermayr und Martin Braml, beide mit langjähriger Erfahrung in der Politik(beratung), wie unser Wohlstand trotz widriger Umstände erhalten und ausgebaut werden kann. Sie erklären kompetent und verständlich die für Laien manchmal überraschenden Zusammenhänge und decken so manchen Irrglauben auf.

Das alles wird den interessierten Lesern in den 9 Kapiteln dieses Buches in anschaulicher Weise nähergebracht, ohne dass hier eine Studium der Wirtschaftswissenschaften notwendig ist. Der, leider nicht mehr erhältliche, Hausverstand sowie kritisches Lesen und Hinterfragen der Medien tut es auch. Gleichzeitig zeigen Felbermayr und Braml auch gangbare Wege auf, die unseren Wohlstand sichern können.

Wohlstandsmotor Freihandel
Ist die WTO hintot?
Colberts Vermächtnis: Exportieren wie die Weltmeister
Trumps Handelskriege und was sie uns lehren
Wandel durch Handel?
Zurück zur Wirtschaftssicherheit
Angriff ist die beste Verteidigung
Auslandsinvestitionen: Ausverkauf von Tech-Juwelen?
Freihandel und Nachhaltigkeit

Wir erinnern uns schmerzlich an die Pandemie, die unsere außenwirtschaftliche Abhängigkeiten von Gütern des täglichen Lebens vor Augen geführt hat. Oder daran, dass inzwischen in den sogenannten DACH-Ländern (Deutschland, Österreich und Schweiz) zahlreiche Medikamente, die einst in den Produktionsstätten dieser Länder entwickelt worden sind, an Länder wie Indien ausgelagert worden sind, kaum mehr erhältlich sind. Auch die Abhängigkeit von Putins Erdgas lässt sich nicht so ohneweiters verringern.

Ob die Abschottung durch hohe Zölle (aktuell gegenüber e-Autos aus China) das wirklich Gelbe vom Ei sind, oder eher kontraproduktiv sind, kann man hier nachlesen. Nationaler Protektionismus wie er zum Beispiel in Ungarn betrieben, wo ausländischen (sprich österreichischen) Unternehmen, neben unzähligen Vorschriften das Wirtschaftsleben schwer gemacht wird und unwillkürlich auferlegte Abgaben auferlegt werden, hilft niemandem, außer den Autokraten. Ausländische Firmen werden das Land verlassen, wenn keine Gewinner mehr erzielt werden können, und mit dem Verlust von Arbeitsplätzen und Kaufkraft verarmt die „beschützte“ Bevölkerung.

Die DACH-Länder verdanken ihren Wohlstand dem Freihandel. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass Immigranten und Zuwanderer, sich für diese Länder entscheiden. Eine Einwanderung nach Afrika, Russland oder China strebt kaum jemand, der aus seiner wirtschaftlichen Trostlosigkeit entfliehen will, an. Die Richtung zeigt immer nach Norden und Westen.

Ich lege allen jenen, die mehr über die wirtschaftlichen Zusammenhänge lernen wollen, dieses meisterlich und dabei verständlich geschriebene Buch wärmstens ans Herz.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem Buch, das uns in die faszinierende Welt der Handelsbeziehungen führt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 01.11.2024

Burgenlands Columbo ermittelt wieder

Allerheiligen-Fiasko
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Ganz Stinatz/Stinjaki versammelt sich auf dem Friedhof, um seiner Toten zu gedenken und mehr oder weniger andächtig den Reden des Pfarrers Daniel Grandits in deutsch und kroatisch zu lauschen. Ganz Stinatz? ...

Ganz Stinatz/Stinjaki versammelt sich auf dem Friedhof, um seiner Toten zu gedenken und mehr oder weniger andächtig den Reden des Pfarrers Daniel Grandits in deutsch und kroatisch zu lauschen. Ganz Stinatz? Nein, einer fehlt - der Josef Grandits, genannt Mali. Denn der hat sich daheim in seinem Keller aufgehängt.

Gruppeninspektor Sifkovits eilt vom Stinatzer Friedhof zur Leiche und hat das untrügliche Gefühl, dass der augenscheinliche Selbstmord doch keiner ist. Denn, wie soll sich bitte der Mali aufgehängt haben, wenn es im Keller stockfinster ist? Lichtschalter gibt es, wie üblich nur oben, am Kellerabgang.

Blöderweise will Oberst Taschler, des Gruppeninspektors Chef nicht an einen Mord glauben, weshalb Sifkovits wieder einmal heimlich ermittelt. Wobei, heimlich ist nicht richtig, denn das heimische Trio der Kopftuchmafia, bestehend aus Sifkovits Mutter Baba, die dicke Grandits-Resl und die Resetarits-Hilda geben fleißig Ezzes und teilen ihm ungefragt ihre Beobachtungen mit.

Die Auflösung ist stimmig, wenn auch ein wenig überraschend.

Meine Meinung:

Die Stinatz-Krimis lesen sich leicht und locker weg. Trotzdem schwingt immer ein wenig Tristesse mit. Vom früheren blühenden Dorfleben ist wenig übriggeblieben, da viele Junge anderswo zur Arbeit gehen (fahren) - Wochenpendler. Einer der Höhepunkte ist Allerheiligen, das nach Ostern und Weihnachten drittwichtigste Ereignis in Stinatz. Alle gehen „g’schneuzt und kampelt“ im besten, oft extra dafür angeschafften Outfit, auf den Friedhof, um - nicht nur um der Toten zu gedenken, sondern um vor allem gesehen zu werden. Diesen Schaulauf der Eitelkeiten nimmt der Autor auf die Schaufel, wenn Baba lange vor dem Spiegel steht und sich beim Kleid die Qual der Wahl abzeichnet, nur um dann den alten Mantel über das neue Kleid anzuziehen. Herrlich!

Thomas Stipsits, ein nach eigener Aussage Columbo-Nerd, hat seinem Gruppeninspektor ähnliche Marotten wie der Kultermittler aus den USA: eine ewig abwesende Ehefrau, ein in die Jahre gekommenes Auto, seine Vorliebe für die Farbe beige sowie, nicht zu vergessen, die ständige Bitte nach heißem Wasser, um seinen Käspappeltee zuzubereiten und nicht zu vergessen, seine „letzte Frage“, angehängt.

Es wird wie schon in den Vorgängern bedächtig ermittelt. Manchmal stellt sich Sifkovits auch ein wenig „patschert“ an. Doch dieses Understatement ist auch ein bisserl die Masche, mit der der Ermittler seine Verdächtigen in Sicherheit wiegt, um dann mit vollem Geschütz, seine Erkenntnisse zu präsentieren.

Einzig der doch etwas mühsame Versuch des Greißlers einen uralten Witz, den ohnehin schon alle kennen, zu erzählen, hätte für mich entweder stark gekürzt oder ganz entfallen können. In einer etwaigen Verfilmung käme das Gestöttere des Greißlers, der ständig von der Kopftuchmafia unterbrochen wird, zu Geltung. Als geschriebenes Wort wirkt es gekünstelt. Aber, das ist Meckern auf höchstem Niveau!

Der fiese Cliffhanger „Baba Sifkovits sollte nicht mehr dazukommen, ihre Ziffer 20 am Haus einzuschalten.“ lässt für den nächsten Krimi Böses erwarten.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem 4. Stinatz-Krimi 5 Sterne.

Veröffentlicht am 30.10.2024

Geht unter die Haut

Wald im Haus
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In diesem Roman, der Erzählkunst vom Allerfeinsten ist, lässt Autorin Alena Mornštajnová eine junge Frau mit den Erinnerungen an ihre Kindheit als Ich-Erzählerin auftreten. Die Autorin gönnt dem Mädchen ...

In diesem Roman, der Erzählkunst vom Allerfeinsten ist, lässt Autorin Alena Mornštajnová eine junge Frau mit den Erinnerungen an ihre Kindheit als Ich-Erzählerin auftreten. Die Autorin gönnt dem Mädchen nicht einmal einen Vornamen. Von ihrer Familie wird sie abwertend nur „Trutschel“ genannt. Das Mädchen wird mit Vorhaltungen über ihre eigene Schlechtigkeit und die ständige Drohung mit dem Kinderheim, ganz klein und eingeschüchtert gehalten. Welche Stimmung in dieser Familie, der Mutter, Großmutter und Großvater angehören (ein vermeintlicher Vater verschwindet spurlos), erkennt der Leser daran, dass ihm Großmutter und Mutter unisono erklären, dass es besser abgetrieben worden wäre. Außerdem wird dem Kind Angst vor Fremden gemacht. Was das mit der Seele eine kleinen Mädchens macht, kann man sich vorstellen.

„In der Gegenwart von Oma war ich ein undankbares, verbittertes Mädchen, für Opa war ich ein Angsthase, für Mama eine Tochter, die ihr eine Last war.“ (S. 68)

Das Mädchen hat kaum Kontakte zu anderen Kindern, weshalb es sich Monika, eine imaginäre Freundin, zulegt. Auch in der Schule bleibt es lange alleine, denn man hat ihm eingeschärft, nichts, aber auch gar nichts über die Familie zu erzählen. Langsam freundet sie sich mit der Banknachbarin Ester an. Als Jakub und Adam, zwei Brüder aus einer höheren Klasse, mit dem Mädchen in Kontakt treten, kommt es mit Ester zu einer folgenschwerer Bemerkung aus „Trutschels“ Familie, die die Welt des Mädchens als auch jene der Brüder gänzlich aus den Fugen geraten lässt.

„Die Fragen kamen wie Gewehrsalven, aber ich saß da wie festgefroren und weinte. Ich schwieg, nicht einmal nicken konnte ich. Ich hatte Angst, solche Angst. Alles, was ich fühlte war Angst und vor allem: Hass. Ich hasste mich selbst und war voller Wut. Ich hasste die Frau, die mir gegenübersaß, wegen der schrecklichen Gefühle, die sie mit ihren Fragen in mir auslöste.“ (S. 175)

Als dann auch noch die Mutter verschwindet, ist sie mit der ewig zornigen Großmutter, dem Großvater sowie ihrer Angst vor dem Wald, der an das Haus angrenzt und der voller Bedrohung ist, alleine. Und das Mantra „Du wirst wie deine Mutter enden - und das geschieht dir recht.“ begleitet das Mädchen sein Leben lang.

Es gelingt dem Mädchen nach einigen Jahren diesem bedrückenden und bedrohlichen Umfeld zu entkommen. Doch dann wird sie von der Vergangenheit eingeholt ....

Meine Meinung:

Dieser Roman, der sich so ähnlich auch in der Realität abspielen kann, hat mich tief berührt.

In ihren Rückblenden erzählt das nunmehr erwachsen Mädchen, in welchem Klima der Angst es aufgewachsen ist, ohne die Situation richtig benennen zu können. Sie kannte ja nichts anderes. Freundliche Menschen waren und sind ihr suspekt. Sie machen ihr noch mehr Angst, als die Großmutter und der Großvater.

Spätestens als sich die kleine Ich-Erzählerin mit ihrer imaginären Freundin Monika in den hintersten Winkel ihrer Kammer zurückzieht, ist mir klar, was in dieser dysfunktionalen Familie los ist.

Genial finde ich den Konnex von Titel und Wald, der gleich hinter dem Haus der Großeltern beginnt. Der Wald ist dunkel und bedrohlich, denn die Großmutter erzählt ihrer Enkelin allerlei Schauergeschichten, dass im Wald unfolgsame, kleine Mädchen auf Nimmerwiedersehen verschwinden, was auch von einem Gedenkstein bewiesen wird, der an die fünfjährige Blanka erinnert, die plötzlich wie vom Erdboden verschluckt war. Doch gleichzeitig ist der Duft des Waldes ein vertrautes Gefühl, denn der Großvater riecht nach ihm.

Autorin Alena Mornštajnová lässt uns an den Gedanken der Neunjährigen teilhaben, die systematisch gedemütigt und verletzt wird. Sie kann, dermaßen eingeschüchtert, dass Unaussprechliche nicht in Worte fassen, sodass neben ihr, letztlich Jakub und Adam die Zeche zahlen müssen.

Das Buch entwickelt eine Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann. Sprachlich ist er ein Genuss, wenn auch das Thema bedrückend ist. Nicht die Fremden sind jene, vor der man sich fürchten muss, sondern die eigene Familie.

Fazit:

Diesem Roman, der in seiner Erzählkunst beeindruckt, gebe ich gerne eine Leseempfehlung und 5 Sterne.

Veröffentlicht am 26.10.2024

Eine gelungene Fortsetzung

Tod auf dem Opernball
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Der Opernball, der jedes Jahr am Donnerstag vor Aschermittwoch stattfindet, ist der Höhepunkt der Wiener Ballsaison. Nicht nur, dass er der einzige Abend im Jahr ist, an dem die Staatsoper schwarze Zahlen ...

Der Opernball, der jedes Jahr am Donnerstag vor Aschermittwoch stattfindet, ist der Höhepunkt der Wiener Ballsaison. Nicht nur, dass er der einzige Abend im Jahr ist, an dem die Staatsoper schwarze Zahlen schreibt, ist er ein Society-Event, das seinesgleichen sucht. Nachdem er schon mehrmals als Hintergrund für Krimis oder Romane gedient hat, darf er diesmal die Kulisse für Sarah Paulis 14. Fall sein.

Vor laufender Kamera bricht die junge umschwärmte Schauspielerin Nina Seidling zusammen. Sarah Paulis Wiederbelebungsversuche bleiben erfolglos. Zunächst wird der Tod der Frau als mögliche Folge eines Drogenkonsums behandelt, doch Sarah hat die Vermutung, dass er mit jener Nachricht, die sie kurz vor dem Opernball erhalten hat, zusammenhängt. Martin Stein, Chefinspektor bei der Kriminalpolizei mit dem Sarah Pauli schon einige Verbrechen gelöst hat, misst dem Schreiben wenig Bedeutung bei.

Doch als abermals rätselhafte Schreiben in der Redaktion eingehen und eine weitere Person, die mit Nina Seidling bekannt war, stirbt, kann ein Zusammenhang nicht weiter geleugnet werden.

Nur, welche Auflösung verbirgt sich hinter den Rätseln in den Ankündigungen? Und wer soll das dritte Opfer sein?

Meine Meinung:

In ihrem 14. Fall für Sarah Pauli zieht Beate Maxian wieder alle Register. Wir dürfen sowohl Einblick in das Rundherum zum Opernball als auch in die Geschäfte, die dort angebahnt werden. Daneben lernen wir das Business einer Influencerin kennen, das, wenn es erfolgreich sein will, manchmal doch auch harte Arbeit ist, in der dann die Scheinwelt mit der Wirklichkeit verschmelzen kann.

Als gewiefte Krimileserin hatte ich recht bald einen Verdacht, wer hinter den Morden stecken könnte und wurde in meiner Hypothese bestätigt. Trotzdem habe ich es sehr spannend gefunden, wie Sarah Pauli ihre Intuition sowie ihre Verbindungen nutzt, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Die neuen Charaktere sind wieder sehr gut herausgearbeitet. Die bereits bekannten dürfen sich ein wenig weiter entwickeln.

Fazit:

Gerne gebe ich diesem 14. Krimi rund um Sarah Pauli 5 Sterne.