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Veröffentlicht am 30.10.2024

Ein Kochbuch voller großartiger Rezepte, die auch perfekt für den Alltag geeignet sind!

Ein normales Kochbuch ... aber was ist schon normal?
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Zora Klipp ist gelernte Köchin und hat nach dieser Ausbildung auch noch Tourismusmanagement studiert und die Welt als Au-pair und Backpackerin entdeckt. Heute ist sie Moderatorin, Köchin, Kochbuchautorin ...

Zora Klipp ist gelernte Köchin und hat nach dieser Ausbildung auch noch Tourismusmanagement studiert und die Welt als Au-pair und Backpackerin entdeckt. Heute ist sie Moderatorin, Köchin, Kochbuchautorin und Café- und Restaurantbesitzerin und liebt, was sie tut. Diese Leidenschaft für ihr Tun ist auf in diesem Kochbuch spürbar.

Ein klassisches Kochbuch ist dieses Buch vorallem aufgrund der Einteilung in die Abschnitte Vorspeisen, Suppen & Salate, Hauptgerichte, Veggie & Vegan, Beilagen und Backen & Süßes. Die Rezepte selbst sind aber alles andere als klassisch, sondern enthalten allesamt besondere Komponenten, die aus den teilweise bereits bekannten Gerichten etwas besonderes machen. Da zu jedem Rezept auch ein Foto enthalten ist, macht es Spaß durch das Buch zu blättern und die Auswahl der Gerichte, die schmecken könnten und nachgekocht werden sollen, fällt gar nicht so leicht. Da das Layout der Rezepte sehr übersichtlich und einheitliche gehalten wurde, ist ein unkompliziertes Nachmachen möglich.

Meine Familie und ich legen großen Wert auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung. Weshalb wir uns immer über neue Ideen für die Alltagsküche freuen. In diesem Kochbuch wurden wir von so vielen Rezepten angesprochen, dass uns eine erste Auswahl gar nicht so leicht fiel. Letztendlich haben wir dann die dicken Pommes aus dem Ofen, den Tomatenreis, die Grünkern-Bratlinge mit Omas Gurkensalat, die knusprig feurigen Harissa-Kartoffeln und die Zimtschnecken wie aus Schweden ausprobiert und waren begeistert. Alles war so einfach nachzukochen, die Rezepte gelingsicher und alltagstauglich und die Zutaten in jedem Supermarkt erhältlich.

Ein rundum perfektes Kochbuch, das sicherlich noch häufig zur Hand genommen und uns leckere Mahlzeiten bescheren wird.

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Veröffentlicht am 29.10.2024

Neuanfang am Lake Tahoe

Lake of Lies – Hidden
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Via musste Sacramento verlassen, denn ihr Ex-Freund River hat mit dem Post über das Aus ihrer Beziehung einen Shitstorm de luxe ausgelöst. Schließlich konnte sich niemand vorstellen, dass tatsächlich River ...

Via musste Sacramento verlassen, denn ihr Ex-Freund River hat mit dem Post über das Aus ihrer Beziehung einen Shitstorm de luxe ausgelöst. Schließlich konnte sich niemand vorstellen, dass tatsächlich River derjenige war, der die gemeinsame Zeit beendet hat und das, nachdem er einen schweren Unfall beim Wakeboarding hatte und lange Zeit gar nicht klar war, ob und wie River alles überstehen würde. Nachdem River den Post niemals richtiggestellt hat, war Via einfach nur noch wütend und enttäuscht. Nicht zuletzt deshalb ist sie nun am Lake Tahoe und wohnt in einer ansonsten Lodge, da diese gerade renoviert wird und ihr Vater seine Kontakte hat spielen lassen, um ihr diesen Rückzugsort zu besorgen. Um zur Lodge zu gelangen, musste Via ein Uber rufen, das von Miles gefahren wurde, der überraschenderweise ihr Zimmernachbar im Hotel ist, da er als Bauhelfer auch in einem der luxuriösen Zimmer leben darf. Anfangs findet Via ihn einfach creepy, doch dann zeigt sich, dass er ihr wirklich einfach nur helfen will und wirklich nichts über die vergangenen Ereignisse weiß. Denn Miles hat ganz andere Probleme, hat er doch den Tod seiner großen Schwester noch lange nicht verarbeitet und gibt sich immer noch die Schuld daran.

Leonie Lastella hat einen Schreibstil, der sich sehr flüssig liest, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Zusätzlich ist die Handlung bereits ab der ersten Seite sehr fesselnd und emotional, was durch die Zerrissenheit der Charaktere, ihre Erlebnisse aus der Vergangenheit, die leider bis in die Gegenwart reichen, und die wunderschöne Kulisse des Lake Tahoe noch verstärkt wird.

Bisher habe ich noch kein Buch der Autorin gelesen und war entsprechend gespannt darauf, denn nie habe ich etwas negatives über ihre Romane gehört. Daher war ich sehr erleichtert, dass ich nicht zu viel erwartet habe und voller Freude durch die Seiten geflogen bin. Ich liebe die Mischung aus den liebenswerten Charakteren, die alle ihre Ecken und Kanten haben und dadurch umso realistischer wirken, und der emotionalen und bewegenden Handlung, die mich vollkommen in ihren Bann gezogen hat. Einfach rundum gelungen, ohne auch nur einen einzigen Kritikpunkt!

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Veröffentlicht am 28.10.2024

Mit viel Liebe und Mut lebt es sich gut!

Ein Funke nur, ein kleines Licht - Eine Geschichte über Liebe und Mut
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Als er ein Kind war, saß der Mäusemann immer bei seinem Opa auf dem Schoß und lernte von ihm eine Weisheit für das Leben und wie es gelingen kann. So erfährt er, dass Mut und Liebe die wichtigsten Dinge ...

Als er ein Kind war, saß der Mäusemann immer bei seinem Opa auf dem Schoß und lernte von ihm eine Weisheit für das Leben und wie es gelingen kann. So erfährt er, dass Mut und Liebe die wichtigsten Dinge sind, um im Leben bestehen zu können. So wird er vom Mäusekind zum Mäusemann, der seine Mäusefrau findet, mit ihr Kinder bekommt und das Leben, auch wenn es manchmal hart ist, genießt. Als dann schließlich seine Frau verstirbt, gibt er seine Lebensweisheiten weiter und nimmt seine Enkel auf den Schoß, um sie für das Leben vorzubereiten.

Milla Shan erzählt in diesem Kinderbuch eine Geschichte über das Leben, Liebe und Mut. Kinder können eine Mäusefamilie auf ihrem Lebensweg begleiten und erfahren, dass es nicht immer leicht ist und auch leider der Tod dazugehört. Dank der vielen Illustrationen von Anita Schmidt wird die Geschichte perfekt abgerundet, denn sie verleihen allem einen ganz besonderen Zauber.

Meine siebenjährige Tochter und ich haben das Buch schon mehrmals gelesen, denn wir mögen die Geschichte und die Illustrationen gleichermaßen gerne. Da meine Tochter das Thema Tod immer sehr bewegt, haben wir auch viel Gesprächsstoff. Allerdings finde ich die Altersempfehlung ab vier Jahren etwas zu früh, auch weil die Wortwahl nicht immer auf den Wortschatz eines Kindergartenkindes abgestimmt ist, zusätzlich zum schwierigen Thema Tod und Trauer. Insgesamt aber ein bezaubernd schönes Bilderbuch, das ab jetzt fest in unser Kinderbücherregal gehört.

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Veröffentlicht am 27.10.2024

Zwei Freundinnen ermitteln in einem Mordfall

Quallenplage
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Telse Himmel ist beinahe über Nacht von Hamburg in die Kieler Vorstadt Schilksee gezogen. Denn in Hamburg hält sie nichts mehr, hat doch der Zeitschriftenverlag einfach ihre Stelle gestrichen, ein neuer ...

Telse Himmel ist beinahe über Nacht von Hamburg in die Kieler Vorstadt Schilksee gezogen. Denn in Hamburg hält sie nichts mehr, hat doch der Zeitschriftenverlag einfach ihre Stelle gestrichen, ein neuer Job ist nicht in Aussicht und die Wohnung in der Stadt ist teuer. Da kommt das Angebot von Telses früherer Freundin Wanda Holle gerade recht. Bietet sie ihr doch an, kostenfrei in ihrem Gartenhaus zu wohnen und Telse kann einen Neuanfang an der Kieler Bucht und in der Nähe ihrer studierenden Tochter starten. Das Häuschen ist wunderschön und die Zeit mit Wanda ist alles andere als langweilig. Als Wanda dann auch noch den Mörder ihrer Freundin Kirsten finden will, ist von Ruhe keine Spur mehr. Denn Telse beginnt als Aushilfslehrerin an der örtlichen Grundschule, um im beruflichen Umfeld von Kirsten nach möglichen Motiven zu suchen. Und auch sonst ergeben sich so einige andere Spuren, denen Wanda und Telse auf den Grund gehen müssen...

Susanne Bergstedt hat in dem Freundinnen-Duo perfekte Hobbyermittlerinnen gefunden, die sich dank ihrer unterschiedlichen Charaktereigenschaften sehr gut ergänzen. Obwohl der vermeintliche Mordfall im Mittelpunkt der Handlung steht, ist es niemals zu ernst oder übertrieben spannend, sodass die unterhaltsamen Aspekte durchweg vorherrschen. Die Kulisse vor der Kieler Bucht mit der wunderschönen Ostsee passt perfekt zum gesamten Roman.

Ich bin großer Fan von Cosy Crime und mag die Freundinnen Telske und Wanda sehr gerne. Sie haben mir unterhaltsame Lesestunden geschenkt, die mich das schlechte, neblige Wetter draußen haben vergessen lassen. Da ich den zweiten Band der Reihe noch nicht habe, werde ich ihn mir baldmöglichst besorgen, um den Beiden nocheinmal beim Ermitteln Gesellschaft leisten zu können.

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Veröffentlicht am 25.10.2024

Eine selbstbewusste Frau, die an ihren Träumen festhält, ihren Mitmenschen zum Trotz!

Die Strandvilla
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Sylt, 1913: Moiken Jacobsen ist erstaunt, als sie erfährt, dass ihr Haus zum Verkauf steht. Bei ihren Nachforschungen stellt sie fest, dass ihre Schwiegermutter es inserieren ließ, denn es gehört nach ...

Sylt, 1913: Moiken Jacobsen ist erstaunt, als sie erfährt, dass ihr Haus zum Verkauf steht. Bei ihren Nachforschungen stellt sie fest, dass ihre Schwiegermutter es inserieren ließ, denn es gehört nach wie vor ihr, nicht Moiken, obwohl diese fest davon ausgegangen war. Außerdem erfährt sie in diesem Gespräch auch vom Tod ihres Mannes Peter, der bei einer seiner Seefahrten wohl von Bord gestürzt sei und so zu Tode gekommen ist. Moiken ist tieferschüttert, denn ihre Schwiegermutter ist bitterböse und konnte sie noch nie leiden, außerdem ist sie nun mit nur fünfunddreißig Jahren Witwe und alleine für ihre Tochter Emma zuständig, dabei reicht das Geld hinten und vorne kaum zum Überleben. Nur mit ihren Kuchen, die sie immer wieder auf Bestellung backt und ohne ein Dach über dem Kopf können die beiden Frauen nicht auf der Insel bleiben. Da kommt das Angebot von Hotelier Theodor von Langstedt gerade Recht und Moiken zögert nur kurz, es anzunehmen und nicht nach Hamburg zu gehen, wie sie es eigentlich geplant hatte. Denn nun darf sie in Hülle und Fülle, ganz nach ihren eigenen Vorstellungen, feinste Konditorwaren für die Gäste des Hotels "Strandvilla" in Westerland backen, außerdem haben sie und ihre Tochter freie Kost und Logis und plötzlich keine finanziellen Probleme mehr. Dass Theodor Gefühle für Moiken hat, dessen ist sie sich bewusst, zögert es dennoch bis nach dem Trauerjahr hinaus, sich mit ihm zu verloben. Allerdings macht er es ihr nicht immer leicht, sich in ihn zu verlieben und Gefühle für ihn zu entwickeln, denn er ist sehr eifersüchtig auf den Strandfotografen Boy, der Moikens große Jugendliebe war und nun plötzlich wieder in ihrem Leben aufgetaucht ist...

Sina Beerwald gelingt es von der ersten Seite an, das schwere und entbehrliche Leben der Witwe Moiken Jacobsen zu erzählen. Dennoch ist diese eine starke und selbstbewusste Frau, die genau weiß, was ihre Träume sind und durchaus in der Lage ist, sich auch dafür einzusetzen. Trotzdem muss sie sich so manchen Lebensumständen fügen, vergisst dabei aber niemals ihren größten Wunsch. Die Insel Sylt bietet für diesen Roman die perfekte Kulisse und sorgt für eine wunderschöne Atmosphäre.

Da das Buch schon über zwei Jahre auf meinem SuB liegt, habe ich es nun endlich befreit und war sehr gespannt, wie es mir denn gefällt. Jetzt bin ich froh, dass ich auch schon die beiden Folgebände hier liegen habe, denn ich mochte den Roman von Beginn an sehr gerne. Einzig der Klappentext hat mich enttäuscht, denn es wird darin vieles erwähnt, was im Roman selbst erst bei der Hälfte oder noch später passiert, das hat die Handlung aber gar nicht nötig.

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