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Veröffentlicht am 27.02.2025

A song to drwon rivers

A Song to Drown Rivers
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Die Autorin Ann Liang hat mit „A Song to drown rivers“ einen eigenständigen historischen Roman geschrieben, welcher sich sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen lässt.

Klappentext:
China um das Jahr 500. Für ...

Die Autorin Ann Liang hat mit „A Song to drown rivers“ einen eigenständigen historischen Roman geschrieben, welcher sich sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen lässt.

Klappentext:
China um das Jahr 500. Für die Menschen in Xishis Dorf ist die bezaubernde Schönheit der jungen Frau ein Segen, der ihrer Familie Wohlstand bringen wird. Doch Fanli, der Berater des Königs, sieht sehr viel mehr in ihr: Er bietet Xishi an, sie zur Spionin auszubilden. Denn der Herrscher des verfeindeten Nachbarkönigreichs Wu ist bekannt dafür, eine Schwäche für schöne Frauen zu haben. Xishi kann die Klinge werden, die ihn mit einem Stich ins Herz zu Fall bringt. Xishi, die bei einem Angriff von Wu-Soldaten ihre Schwester verloren hat, ist ebenso fasziniert von Fanli wie von den Möglichkeiten, die er ihr bietet. Sie lernt von ihm alles, was sie für ihre Mission braucht – vor allem zu lügen und ihre wahren Gefühle zu verbergen. Nur einander können Fanli und Xishi nicht täuschen. Als sie schließlich an den Hof von Wu gelangt, steigt die anmutige Xishi schnell in der Gunst des feindlichen Herrschers auf. Doch mit jedem Tag wächst die Gefahr, enttarnt zu werden. Und das würde nicht nur ihren eigenen Tod bedeuten, sondern auch den des Mannes, den sie liebt …

Bei diesem Roman konnte mich die Gestaltung sofort in seinen Bann ziehen und hat mich dazu gebracht, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen. Auch der Klappentext klang hier sehr vielversprechend, lese ich gerne mal ein Buch mit asiatischem Setting. Daher habe ich ohne große Hoffnungen, aber dennoch voller Vorfreude zu diesem historischen Roman gegriffen und habe mich zusammen mit den Protagonisten in das alte China begeben.
Dies war mein erstes Buch aus der Feder der Autorin und ich war schon sehr auf den Inhalt gespannt. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und gekonnt schafft es die Autorin mit ihren Worten eine dichte Atmosphäre zu erschaffen, sodass man sich als Leser in die damalige Zeit hineinkatapultiert fühlt. Der Erzählstil ist richtig malerisch und geschickt entstehen hier Bilder vor dem geistigen Auge. Wer hier actionreiche Szenen erwartet, der sucht diese – mit vielleicht eins, zwei kleineren Ausnahmen – vergebens. Dies ist eher ein ruhiger Roman, der aber dennoch auf seine Weise Spannung erzeugt.
Diesem Werk liegt eine chinesische Legende zugrunde. In dieser wird ein junges, wunderschönes Bauernmädchen als Konkubine ausgebildet und soll den König der Wu in ihren Bann ziehen. Dieses Buch wird aus der Perspektive von Xishi erzählt. Daher erhält der Leser einen umfangreichen Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Mir persönlich hat es gefallen, dass das komplette Werk aus der Sicht von der Protagonistin Xishi erzählt wird, ist man als Leser dadurch immer an ihrer Seite und nah am Geschehen - weiß aber auch nicht mehr als sie.
Im ersten Drittel wird die Ausbildung von dem Bauernmädchen Xishi zur Konkubine erzählt. Sie bekommt eine vielseitige und umfangreiche Ausbildung in höfischer Etikette. Dabei ist der Berater des Yue- Königs namens Fanli ihr Ausbilder. Die Ausführungen dazu fand ich gelungen. Man erkennt, wie die Bindung zwischen den beiden stetig wächst, wie die beiden sich näherkommen und dennoch ihre Aufgabe im Hinterkopf haben. Dennoch fand ich es teilweise etwas unrealistisch, wie schnell Xishi gewisse Dinge gelernt hat und anschließend zur Perfektion vervollkommnet hat. An ihrer Seite ist ihre gute Freundin Zhengdan, welche ebenfalls aus ihrem Dorf stand und die sie schon ihr ganzes Leben kennt. Diese hat ihren Vater im Krieg verloren und möchte diesen rächen. Zhengdan hat sich selbst das Kriegshandwerk beigebracht und hat eine andere Art der Disziplin als Xishi vorzuweisen. Aber ich fand dennoch, dass beide gut miteinander harmonieren und sich gegenseitig eine Stütze sind.
Xishi ist ein einfaches Bauernmädchen, welches durch ihre Anmut und Schönheit aus der Masse hervorsticht. Daher soll sie vom Berater des Yue- Königs als Spionin ausgebildet werden, damit sie anschließend dem Wu- König den Kopf verdrehen kann und damit sein Königreich stürzen kann. Xishi wird als elegant und anmutig beschrieben. Aber sie ist noch viel mehr, sie hat ein gutes Herz, ist mutig und klug. Allgemein ist sie eine sympathische Protagonistin, welche mir mit ihrer Art ans Herz gewachsen ist. Zu gerne habe ich sie bei dieser Mission begleitet und mit Spannung verfolgt, wie sie den König der Wu von sich überzeugt.
Gelungen fand ich auch die Darstellung von König Fuchai, dem König der Wu. Er ist gar kein so schlechter Mann, wie zunächst dargestellt. Man muss erkennen, dass es hier Vorurteile gibt und das Bild, welches Xishi von ihm gezeichnet bekommen hat, nicht immer der Realität entsprach. Klar, er hat ein Reich zu regieren und muss auch mal schwierige Entscheidungen treffen. Oder er lässt sich zu weitgreifenden Ereignissen hinreisen, ohne die Konsequenzen zu bedenken. Aber Xishi gegenüber verhält sich Fuchai sehr verliebt und dabei zeigt er sich von seiner weichen Seite. Die Art, wie er Xishi umwirbt, ist nicht immer ausgereift, aber mir persönlich hat es Freude bereitet, dies mitzuverfolgen.
Am Ende kommt ein Plottwist, mit dem ich nur zum Teil gerechnet hätte und auch nicht in diesem Ausmaß. Ich persönlich fand ihn stimmig. Auch sorgt dieser Twist, dass der Inhalt des Buches noch ein wenig nachklingt und es einem noch in Erinnerung bleibt.

Insgesamt konnte mich die Autorin Ann Liang mit ihrem historischen Roman „A song do drown rivers“ gut unterhalten. Es ist ein eher ruhiger Roman über eine chinesische Legende, in der ein Bauernmädchen als Spionin ausgebildet wird um ein Königreich zu Fall zu bringen. Mir persönlich hat dieser bildhafte Stil zugesagt. Daher möchte ich 4 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 27.01.2025

Kiki und die neue Magie

Kikis kleiner Lieferservice 2: Kiki und die neue Magie
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Das Kinderbuch „Kikis und die neue Magie“ stammt aus der Feder von Eiko Kadono und wurde damals schon als Literaturverfilmung/ Anime bekannt. Nun wurde es als Buch neu aufgelegt. Dies ist bereits der zweite ...

Das Kinderbuch „Kikis und die neue Magie“ stammt aus der Feder von Eiko Kadono und wurde damals schon als Literaturverfilmung/ Anime bekannt. Nun wurde es als Buch neu aufgelegt. Dies ist bereits der zweite Band der Reihe rund um die kleine Hexe Kiki und ihre schwarze Katze Jiji. Es lässt sich jedoch auch ohne Probleme ohne Vorkenntnisse lesen.

Klappentext:
Es ist nun ein Jahr her, dass Kiki ein neues Leben begonnen hat. Die – nicht mehr ganz so kleine! – Kurierhexe ist mittlerweile eine echte Berühmtheit. Doch diese beispiellose Popularität hat nicht nur Vorteile: Kiki ist mit immer gefährlicheren Aufträgen überfordert, während ihre Freunde Jiji und Tombo ihr immer mehr zu entgleiten scheinen. Als Zweifel in ihrem Kopf aufkeimen, stellt die junge Hexe sogar ihren Lieferservice in Frage… Entschlossen, eine Lösung zu finden, muss Kiki ihren Mut verdoppeln, um sich ihren Ängsten zu stellen. Vielleicht muss sie sich sogar einer ganz neuen Art von Magie zuwenden …

Schon der erste Band „Kikis kleiner Lieferservice“ konnte mich positiv überraschen und nur allzu schnell hat sich die kleine Hexe mit ihrem schwarzen Hexenkater in mein Leserherz geschlichen. Daher wollte ich unbedingt wissen, wie es mit den beiden weitergeht.
Allein die Gestaltung fällt mir sofort positiv ins Auge. Innerhalb des Buches sind einige liebevolle schwarz- weiße Illustrationen beigefügt wurden, welche das aktuelle Kapitel gut wiedergeben. Es ist ein kleiner Blickfang innerhalb des Buches und mir persönlich haben sie gefallen.
Der Schreibstil ist, wie ich es aus dem vorherigen Buch gewohnt war, leicht und einfach gehalten. Hierbei schwingt immer ein gewisser Humor mit – all dies führt dazu, dass sich das Buch zügig und angenehm lesen lässt. Bei mir hatte es den Effekt, dass ich den Alltag vergessen konnte und ich habe mich auf die zauberhaften und unterhaltsamen Abenteuer der kleinen Hexe mit ihrem Kater Jiji gefreut. Dieses Buch ist kurzweilig und perfekt für einen gemütlichen Abend geeignet. Man fliegt hier quasi mit Besentempo durch die Seiten und begleitet die kleine Hexe Kiki bei ihren Aufgaben.
In „Kiki und die neue Magie“ muss sich Kiki neuen Hürden und Aufgaben meistern. Ihre Lieferungen werden teilweise recht verzwickt, es hat sich herumgesprochen, dass sie quasi alles transportiert. Etwas schade finde ich, dass die Lieferaufträge von Kiki nur bedingt mit Erfolg gekrönt werden. Die meisten Lieferungen werden eigentlich nicht korrekt ausgeführt und Kiki gerät in Erklärungsnot. Klar, hier wird ein gewisses Konfliktpotential aufgebaut, welches anschließend gemeistert werden muss. Aber ich hätte es schön gefunden, wenn auch mal eine Lieferung ohne Zustellprobleme innerhalb des Buches Thema gewesen wäre.
Dafür merkt man dem zweiten Band rund um Kiki an, dass die kleine Hexe gereift ist. Sie ist jetzt schon das zweite Jahr von zu Hause weg. Kiki ist an ihren Aufgaben gewachsen und hat sich in der neuen Stadt etabliert. Dennoch bekommt sie Zweifel. Sie zweifelt hier an sich, aber auch an ihren Hexenfähigkeiten. Dies hat Auswirkungen auf ihre Hexenkraft und Kiki muss lernen, damit umzugehen. Auch fühlt sie sich stellenweise etwas alleine. Sie denkt, dass sie keine richtigen Freunde hat und auch ihr Kater Jiji ist ihr dabei leider keine große Hilfe. Allgemein schwingt hier unterschwellig ein etwas ernsterer Ton an. Kiki ist nachdenklicher geworden und hinterfragt auch mal gewisse Tatsachen. Sie fühlt sich ein wenig verloren und versucht, mit dieser Situation umzugehen, Ich persönlich fand dies recht authentisch. Kiki ist im jungen Alter von zu Hause weg und dass sie nun gewisse Aspekte ihres Lebens hinterfragt, finde ich nur logisch. Man merkt dem Buch an, dass die kleine Hexe an ihren Aufgaben gewachsen ist und nicht immer alles nur positiv sieht. Im Vergleich zum ersten Band ist dieser Folgeband auf jeden Fall melancholischer. Aber dennoch bleibt der positive Grundgedanke erhalten. Dieser ernstere Unterton nimmt in diesem Kinderbuch keine Überhand. Ich finde, dass die Autorin Kadono hier eine gelungene Balance gefunden hat.
In „Kiki und die neue Magie“ begegnet man auch wieder den bekannten Stadtbewohnern und bekommt einen erneuten Einblick in ihren Alltag. Aber auch neue Stadtbewohner begegnen einen und dadurch wird die Stadt immer belebter und lebendiger. Es hat mir Spaß gemacht, diese Aspekte kennen zu lernen und immer wieder neue Facetten zu entdecken.
Am Ende erlernt Kiki, wie es der Titel bereits vermuten lässt, auch eine neue Magie. Im Prinzip fand ich dies ganz gelungen, steckt hier auch eine wichtige Botschaft dahinter. Jedoch hätte ich mir vielleicht gewünscht, dass diesem Thema mehr Raum gegeben wird und sich vielleicht auch über ein paar Kapitel mehr entwickelt hätte.

Insgesamt konnte mich das Kinderbuch „Kiki und die neue Magie“ aus der Feder von Eiko Kadono wieder überzeugen. Es ist wirklich ein herzerwärmendes und kurzweiliges Buch. Dabei kann man wunderbar den Alltag vergessen und wird in eine magische und so warmherzige Stadt mit einer wunderbaren Hexe samt Hexenkater entführt. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht am 24.11.2024

Ein Toter zur Bescherung

Ein Toter zur Bescherung
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Dieses Jahr gibt es wieder einen Adventskalender von Eva Eich, welcher wie ein Escape- Room aufgebaut ist. Es gibt quasi 24 Türchen und jeden Tag muss man ein Rätsel lösen, um dem Rätsel auf den Grund ...

Dieses Jahr gibt es wieder einen Adventskalender von Eva Eich, welcher wie ein Escape- Room aufgebaut ist. Es gibt quasi 24 Türchen und jeden Tag muss man ein Rätsel lösen, um dem Rätsel auf den Grund zu gehen.

Klappentext:
Der neue Escape-Room-Adventskalender für Erwachsene. Als sich am Morgen des Heiligen Abends die Gäste in der Villa des ehemaligen Schokoladenfabrikanten versammeln, ist ihnen klar, dass es keine normale Familienzusammenkunft werden wird. Denn ihr Gastgeber, der wohlhabende Patriarch Arthur von Kempendorff, hatte sich seit einem ungeklärten Vorfall vor vielen Jahren komplett aus dem gesellschaftlichen Leben zurückgezogen. Seine weitverzweigte Verwandtschaft aber, spekulierend auf ein mögliches Erbe, findet sich mit erstaunlicher Bereitschaft in der etwas verwitterten Villa am Waldrand ein. Doch anstatt einer lukrativen Erbschaft erwartet die Besucher eine Reihe unheimlicher Rätsel, die eins ums andere dunkle Familiengeheimnisse preisgeben. Als dann noch ein blutiges Verbrechen geschieht, wünschen sich die Gäste nichts sehnlicher, als den Nachhauseweg anzutreten. Können sie aus der düsteren Villa entkommen, bevor sie für alle zur tödlichen Falle wird?

Bisher habe ich noch kein Escape- Room- Adventskalender gehabt, „Ein Toter zur Bescherung“ ist mein erster Adventskalender dieser Art. Aber ich fand diese Idee ganz interessant und habe mich voller Vorfreude in dieses Abenteuer gewagt.
Bei diesem abenteuerreichen Adventskalender sind wir an der Seite von Max. Dieser wird zu einem Familientreffen in der Villa von seinem Onkel Arthur von Kempendorff eingeladen. Mit diesem hat er kaum Kontakt, kennt ihn nicht gut und hat eigentlich auch keine große Lust, zu diesem Familientreffen zu erscheinen. Dennoch nimmt er die Einladung zu Weihnachten an, schon die Lage der Villa scheint ein Geheimnis zu sein. In dem Herrenhaus angekommen, stellt sich heraus, dass der Hausherr diverse Rätsel geplant hat, um mehreren Familienangehörigen und nahen Vertrauten ein Familiengeheimnis zu offenbaren. Dann jedoch werden die Eingeladenen während des Essens vergiftet, um einen Anreiz zu bieten, auch die Rätsel zu lösen. Und leider dauert es nicht lange, da wurde der Hausherr vergiftet und man sitzt in der Falle. Man muss jeden Tag ein Rätsel lösen, um aus dem Haus zu entkommen und das Gegengift zu finden. Auch befindet sich der Mörder von Arthur von Kempendorff noch im Haus und dieser muss entlarvt werden.
Die Geschichte an sich, mit dem Familiengeheimnis und dem Mord fand ich persönlich recht ansprechend und es hat einen interessanten Anreiz geboten, jeden Tag die Rätsel zu lösen. Immer tiefer wird man in diesen Sog hineingezogen, man erfährt dabei immer weitere Informationen über die Zusammenhänge und dieses ominöse Familiengeheimnis.
Mein Kritikpunkt ist jedoch, dass sich der teils längere Fließtext schlecht lesen lässt. Dies liegt an der kleinen Schriftgröße. Hier muss man sich wirklich konzentrieren, dass man diese kleine Schrift entziffern kann. Auch ist es im Dezember eher eine düstere Jahreszeit, da ist es nicht gerade förderlich, dass der Adventskalender in so einer kleinen Schrift verfasst wurde.
Die Seiten sind mit Perforationen versehen, welche man öffnen muss, damit man die Rätsel lesen kann. Ich fand dieses Prinzip ganz gut umgesetzt und ich hatte keine Probleme, diese Perforationen zu öffnen.
Hilfreich und gut umgesetzt fand ich auch das Prinzip mit den Antwortmöglichkeiten. In der Regel hat man drei Antwortmöglichkeiten und jede Antwort ist das Äquivalent zu einem Bild. Die richtige Lösung ist auf den Seiten versteckt, sodass man anhand des Bildes zu dem nächsten Rätsel und somit zum nächsten Tag gelangt. Am Anfang des Buches ist ein QR- Code abgebildet. Wenn man diesen einscannt, dann gelangt man auf die Homepage des Verlages. Auf dieser sind Hinweise hinterlegt, falls man Hilfestellungen beim Lösen der Rätsel benötigt.
Die Rätsel selbst fand ich ebenfalls gelungen. Es ist hier ein gelungener Mix zwischen Bilderrätseln, mathematischen Rätseln und noch vielen mehr. Manche Rätsel sind etwas offensichtlich, schon auf den ersten Blick erkennt man hier die richtige Antwort. Aber es gibt auch welche, die eher eine harte Nuss sind. Hier muss man ein wenig länger überlegen, jedoch lassen sich auch diese ganz gut lösen. Ich fand es gut, wenn man ruhig auch mal ein bisschen länger überlegen musste. Dieser Adventskalender ist auch für Einsteiger geeignet. Auch denke ich, dass Liebhaber dieser Escape- Room- Kalender auf ihre Kosten kommen.

Insgesamt konnte mich der Adventskalender von Eva Eich „Ein Toter zur Bescherung“ gut unterhalten. Ich fand die Rätsel gut gestaltet und auch das Prinzip, mit den 24 Türchen und der Verbindung mit der Kriminalgeschichte, dass man jeden Tag der Auflösung näherkommt, fand ich gelungen. Mir persönlich hat dieser Kalender große Freude bereitet und ich werde mir wohl noch weitere nach diesem Prinzip anschauen. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht am 31.10.2024

Der Verdacht

Ein mörderisches Paar - Der Verdacht
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Der bekannte Krimiautor Klaus- Peter Wolf hat mit „Der Verdacht – Ein mörderisches Paar“ die Geschichte rund um den bekannten Dr. Bernhard Sommerfeldt und seine Frau Frauke weitergeschrieben. Auch Ann ...

Der bekannte Krimiautor Klaus- Peter Wolf hat mit „Der Verdacht – Ein mörderisches Paar“ die Geschichte rund um den bekannten Dr. Bernhard Sommerfeldt und seine Frau Frauke weitergeschrieben. Auch Ann Kathrin Klaasen spielt hier wieder eine wichtige Rolle. Man kann den nun zweiten Band der Reihe auch ohne große Vorkenntnisse verstehen. Dennoch macht es bedeutend mehr Spaß, wenn man sich in der Krimiwelt von Klaus- Peter Wolf etwas auskennt und die Zusammenhänge der Charaktere bereits kennt.

Klappentext:
Ein Kopfgeld von 10 Millionen ist auf Dr. Bernhard Sommerfeldt ausgesetzt, eine Summe, die sich kein Profikiller gerne entgehen lässt. Und wenn Markus Baumann aus Meppen davon gewusst hätte, dann hätte er Birgit Ritter vielleicht anders angesprochen. Doch seine Sommerfeldt-Masche ist einfach zu erfolgreich, reihenweise verfallen ihm die Frauen. Auch Birgit Richter glaubt fest, den echten Sommerfeldt vor sich zu haben, als plötzlich und unerwartet Johann Baptist Reichhart, seines Zeichens Kopfgeldjäger, im Raum steht und das Rendezvous final beendet. Das ist kein einfacher Fall für Ann Kathrin Klaasen und ihr Team in Ostfriesland, aber ein hundertprozentiger Auftrag für den echten Sommerfeldt und seine Ehefrau Frauke. Alles läuft auf einen großen Showdown auf Norderney hinaus.

Ich habe schon den ein oder anderen Krimi aus der Feder von Klaus- Peter Wolf gelesen – kenne daher Dr. Sommerfeldt und auch Ann Kathrin Klaasen und ihr Team schon so aus dem ein oder anderen Abenteuer und kenne auch die Dynamik dieser. Daher habe ich mich auf ein spannendes Kriminalabenteuer an der Nordseeküste gefreut und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Ich persönlich habe dieses Mal zum Hörbuch gegriffen. In den letzten Werken aus der Feder von Wolf war mir die Schleichwerbung einfach zu penetrant. Dies hat sich das Format Hörbuch meiner Meinung nach etwas neutralisiert, hier fand ich sie nicht zu aufdringlich. Das Hörbuch liegt als ungekürzte Autorenlesung vor, positiv sollte hervorgehoben werden, dass keine Kürzungen vorgenommen wurden, dies finde ich persönlich immer recht wichtig. Positiv möchte ich auch erwähnen, wie der Autor selbst sein Werk vorträgt. Mir hat es Freude bereitet, seiner Stimme und damit der Geschichte zu lauschen. Die Betonung wird hier gekonnt gesetzt und auch Spannung wird hier geschickt erzeugt.
Der Stil von Klaus- Peter Wolf ist, wie ich es bereits aus seinen vorherigen Werken gewohnt war, auch hier wieder recht lecker. Man wird sofort mitten in das Geschehen hineingeworfen und hat das Gefühl, dass man mitten im Geschehen ist. Mit seinem leichten und flüssigen Erzählstil wird hier eine angenehme Story erzählt, welcher man nur zu gerne folgt. Einziges Manko ist hier die permanente Schleichwerbung, hier wäre manchmal weniger mehr gewesen. Wobei ich nur betonen kann, dass ich diese in der Hörbuchversion gar nicht so dominant fand. Hier ist sie mir nicht so aufgefallen, ging in der Haupthandlung eher unter.
In der Reihe „Ein mörderisches Paar“ wird der Killer Dr. Bernhard Sommerfeldt in das Zentrum gerückt – mittlerweile hat er den Namen Dr. Ernes Simmel angenommen. „Der Verdacht“ ist nun schon der zweite Band dieser Reihe rund um den Mehrfachmörder, in der Sommerfeldt seine Frauke heiratet und die beiden zusammen ihre Flitterwochen, natürlich an der Nordsee, genießen wollen. Leicht und locker wird die Geschichte der beiden erzählt. Aber dem idyllischen Glück steht leider etwas im Wege. Der Serienkiller Willy Klempmann, genannt George, hat ein Kopfgeld auf Sommerfeld. So beginnt die Jagd nach dem Mörder und es gibt hier einige Parteien, welche nur zu gerne das Geld in Höhe von 10 Millionen Euro einsacken wollen. Doch Dr. Sommerfeld bleibt locker und genießt die gemeinsame Zeit mit seiner Frauke. Er will die Bedrohung und Gefahr, welche von dieser Situation ausgeht, nicht wirklich ernstnehmen und sieht es eher als Spaß. Als dann eine Lesung aus den Sommerfeldt- Romanen angesetzt wird, will er es sich nicht nehmen lassen und Undercover ebenfalls an dieser teilnehmen. Dabei trifft er auf seinen Fanclub und genießt die Situation offensichtlich. Aber auch das Team rund um Ann Kathrin Klaasen spielt hier wieder eine wesentliche Rolle. Ihnen wird vorgeworfen, dass sie zusammen mit Dr. Sommerfeldt arbeiten und seine Festnahmen verhindert haben, dass sie ihm Informationen zukommen lassen. Das Team selbst gerät in den Fokus von Ermittlungen und muss sich gegen diese behaupten. Und dann ist da noch Rupert, der natürlich so seine ganz eigene Sichtweise auf das Leben und die Regeln hat. Er verfolgt seine eigenen Ziele und trägt nicht unwesentlich zu den Ereignissen bei. Allgemein konnten mich die Charaktere hier wieder überzeugen, jeder hatte seine persönlichen Stärken und Schwächen und hat seinen ganz eigenen Part zu dem Vorankommen der Geschichte beigetragen und diese bereichert.
Im Großen und Ganzen ist die Geschichte recht unterhaltsam, sie nimmt sich selbst nicht allzu ernst. Und so ist es nicht verwunderlich, dass es auch einige humorvolle und unterhaltsame Szenen gibt, welche mich zum Schmunzeln gebracht haben.
Leider konnte mich das Ende nicht so überzeugen. Dies ist mir persönlich zu offen gehalten, es werden wirklich einige wichtige Fragen nicht beantwortet und der Autor hat in meinen Augen den einfachsten Weg gewählt, dem Problem zu entkommen. Klar, dies soll die Neugier und die Vorfreude auf den Folgeband steigern. Doch mir hätte es besser gefallen, wenn wenigstens ein paar der offenen Fragen beantwortet worden wären.

Insgesamt konnte mich die Hörbuchversion von „Der Verdacht – Ein mörderisches Paar“ von dem Autor Klaus- Peter Wolf gut unterhalten. Dies ist ein leichter und humorvoller Kriminalroman, in dem die friesische Gelassenheit spürbar ist. Dafür möchte ich 4 Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 10.10.2024

Was die Toten bewegt

Was die Toten bewegt (Eine packende und atmosphärische Nacherzählung von Edgar Allan Poes Klassiker „Der Untergang des Hauses Usher“)
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Die bekannte und preisgekrönte Autorin T. Kingfisher hat mit ihrem Buch „Was die Toten bewegt“ eine Neuerzählung eines Klassikers zu Papier gebracht. In diesem Werk wird die Kurzgeschichte „Der Untergang ...

Die bekannte und preisgekrönte Autorin T. Kingfisher hat mit ihrem Buch „Was die Toten bewegt“ eine Neuerzählung eines Klassikers zu Papier gebracht. In diesem Werk wird die Kurzgeschichte „Der Untergang des Hauses Usher“, welche aus der Feder von Edgar Allan Poe stammt, neu erzählt, mit anderen Gedankengängen ergänzt und etwas umfangreicher neu aufgeschrieben.

Klappentext:
Auf die Nachricht hin, dass Madeline Usher – eine alte Jugendfreundin – im Sterben liegt, eilt Alex Easton augenblicklich zum entlegenen Stammsitz der Ushers im ländlichen Ruravien, um ihr beizustehen. Was Alex dort vorfindet, ist ein albtraumhafter, düsterer See, umgeben von wild wuchernden Pilzen und einer Fauna, die vom Teufel besessen zu sein scheint. Madeline schlafwandelt nachts und spricht mit seltsam veränderter Stimme, und ihr Bruder Roderick wird von einer mysteriösen Nervenkrankheit heimgesucht. Mithilfe einer bemerkenswerten britischen Mykologin und eines ratlosen amerikanischen Arztes muss Alex das Geheimnis des Hauses Usher lüften, ehe sie ihm alle zum Opfer fallen.

Ich persönlich habe noch kein Werk aus der Feder von Kingfisher, ein Pseudonym von Ursula Vernon gelesen. Aber dieses Buch hat mich gereizt, verspricht es gruselige Lesestunden und eine gute Portion Horror. Von Poe habe ich schon die ein oder andere Geschichte gelesen, wobei mir die Vorlage zu „Was die Toten bewegt“ leider nicht geläufig war. Bisher habe ich „Der Untergang des Hauses Usher“ noch nicht gelesen, aber dies werde ich auf jeden Fall noch nachholen.
An erster Stelle möchte ich die Gestaltung positiv erwähnen, dieses Werk ist wahrlich ein Blickfang. Und jeder, der dieses Werk gelesen hat, wird nachvollziehen können, wie passend dieses Cover für den Inhalt des Buches ist. Es stimmt einen schon Mal auf die Grundstimmung des Buches ein und macht neugierig. Auch die Darstellungen der Pilze mitten im Buch passen hervorragend zum Inhalt und haben mich persönlich noch zusätzlich in die richtige Stimmung versetzt.
Den Stil von Kingfisher fand ich zu Beginn des Werkes etwas gewöhnungsbedürftig. Kurze, prägnante Sätze vermitteln eine klare, fast schon kalte Atmosphäre. Als Leser wird man sofort mitten ins Geschehen hineinkatapultiert und dies nicht auf die sanfte Art. Man muss sich erst einmal zurechtfinden und die Situation sortieren. Die ersten Andeutungen über die grammatikalischen Feinheiten von Gallazien tun hier sein Übriges, sodass ich leider nur peu a peu einen Zugang zur Geschichte gefunden habe. Allgemein fand ich die Ausführungen über die sprachlichen Feinheiten zwar meistens interessant, aber der Zusammenhang zur Haupthandlung hat mir persönlich gefehlt. Für mich waren sie für die Story nicht weiter relevant und haben mich eher aus den Lesefluss gebracht. Gelungen fand ich im Gegensatz dazu die Atmosphäre. Diese ist düster und bedrohlich, ein Gruselfaktor ist spürbar. Innerhalb von „Was die Toten bewegt“ gab es ein paar Szenen, die einen Gänsehaut verursachen können. Einige Gedankengänge fand ich hier wahrlich faszinierend und regen zum Hinterfragen und Nachdenken an. Hier merkt man auch ganz gut, dass die Autorin sich von Poe hat inspirieren lassen. Sein Spannungsaufbau ist ganz gut erkennbar (allein die Beschreibungen hinsichtlich dem Zustand des Hauses) und auch sein Faible für Pilze von Seitens Poe lässt sich nach diesem Werk definitiv nicht mehr abstreiten. Insgesamt fand ich die Ansätze und auch die Ausführungen zu den Pilzen recht interessant. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass ich Miss Potter – die Illustratorin von Beruf ist, sich aber sehr intensiv mit der Mykologie beschäftigt, als einen wirklich spannenden Charakter empfand, welche das Buch bereichert hat.
Allgemein fand ich die Charakterdarstellung für dieses Genre ausreichend. Ein Horrorroman lebt durch die gruselige Atmosphäre und auch den überraschenden Moment. Da wäre eine ausführliche Charakterdarstellung nicht sinnvoll. Dennoch sind sowohl die Hauptcharaktere als auch die Nebencharaktere gut skizziert, sodass man als Leser ein Bild vor Augen hat und sich gut in die Charaktere hineinversetzen kann. Im Mittelpunkt steht hier Alex Easton, ein Soldat aus Gallazien. Eine Nachricht von Madeline, eine gute Jugendfreundin treibt Alex in das Haus der beiden Geschwister Usher und die Zustände dort sind wirklich katastrophal. Mit jeder Seite lernt man Alex besser kennen und erfährt auch einiges über die Zusammenhänge und über die Vergangenheit der einzelnen Charaktere. Meine heimlichen Helden waren hier auch Hob, das Pferd von Alex und dessen Begleitung Angus, die beiden haben einen teilweise morbiden Humor in der Geschichte verlauten lassen.
Positiv möchte ich auch noch die Story an sich erwähnen. Sowohl die Grundidee dahinter als auch die Umsetzung und Schwerpunkte bzw. Wichtungen mancher Zusammenhänge fand ich gelungen. Gebannt habe ich an den Seiten gehangen und wollte mehr über die Kausalitäten erfahren und lesen, wie diese Geschichte für alle beteiligten ausgeht. Wer heil aus dieser ganzen Sache herauskommt und wer hier Federn lassen muss.

Insgesamt konnte mich die Autorin T. Kingfisher mit ihrem Roman „Was die Toten bewegt“ wirklich auf eine gruselige Art gut unterhalten. Ich fand diese Neuauflage bzw. Neuinterpretation der Kurzgeschichte aus der Feder des berühmten Autors Edgar Allan Poe wahrlich interessant. Hierfür möchte ich 4 Sterne vergeben.