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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2024

Koch dich gesund

Heilende Gewürze
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Denkt man an pflanzliche Heilkräfte, kommen einem zu allererst die Naturheilkräuter in den Sinn. Und das sicher auch zurecht, doch ist das Gebiet der natürlichen Heilmittel noch deutlich größer. Gewürze ...

Denkt man an pflanzliche Heilkräfte, kommen einem zu allererst die Naturheilkräuter in den Sinn. Und das sicher auch zurecht, doch ist das Gebiet der natürlichen Heilmittel noch deutlich größer. Gewürze hatte ich dabei zumindest erstmal nicht im Sinn. Und doch kennt jeder Ingwer bei Erkältungen oder Anis für die Verdauung.
Mit genau jenen Gewürzen, viele davon welche, die schon lange Einzug in unsere Küchen hielten, befasst sich dieses Buch. Jedem Gewürz wurde dabei ein eigenes Kapitel gewidmet, welches sich diesem auf sehr umfangreiche Weise nähert. Neben den Inhaltsstoffen und ihre Wirkung auf den menschlichen Körper wird dabei auch auf die Herkunft des Gewürzes eingegangen und ausführliche Tipps zum Kauf und Auswahl des Gewürzes gegeben. Ein farbig hinterlegter Kasten lässt das Gewürz leicht seiner Anwendung zuordnen und gibt Tipps zu dessen Kombination mit weiteren Gewürzen und der klassischen Anwendung in der Küche. Mich selbst hat dabei aber auch die verständliche und interessante Schriftsprache sehr begeistert. Obwohl ein Sachbuch, liest sich dieses Werk angenehm leicht und fasziniert mit wirklich beeindruckenden Informationen. Selbst einige Rezepte für Gerichte und Gewürzmischungen sind in diesem Buch enthalten und geben somit Anreiz und Hilfe zur ersten Anwendung der aufgeführten Gewürze.
Meinem geringen Vorwissen geschuldet möchte ich jedoch auch noch und NUR auf das Thema Zimt eingehen. Von Zimt ist mir bekannt, dass Cassia-Zimt durchaus auch schädlich für den Körper sein kann. Obwohl die verschiedenen Arten von Zimt ausführlich erörtert werden, ist von einer eventuellen gesundheitsschädlichen Wirkung im Buch nichts zu lesen. Genauso wenig wie auf seine die wehenfördernde Eigenschaft zum Ende der Schwangerschaft. Warum? Ein kurzer allgemeiner Vermerk im Buch, dass ärztlicher Rat eingeholt werden sollte, empfinde ich diesbezüglich zu wenig. Dies lässt mich nun auch nachträglich die anderen Kapitel etwas kritischer betrachten und empfehle zum Buch auch immer noch weitere Quellen heranzuziehen.

Abschließend möchte ich jedoch sich noch auf den sehr praktischen Leitfaden im 4. und 5. Abschnitt des Buches hinweisen, welcher zum einen geordnet nach Krankheit die jeweils passenden Gewürze und Anwendungen auflistet und zum anderen wertvolle Tipps zum Einkauf hochwertiger Gewürze liefert.

Für mich ist dieses Buch, wie gesagt, ein äußerst interessantes Werk, dass mich tatsächlich dazu animierte mehr Gewürze in meine Küche einzubauen und mein Wissen diesbezüglich deutlich erweitern konnte. Dennoch empfehle ich sich vor dem Einsatz der Gewürze über deren Wirkung rückzuversichern.

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Unerledigte Aufgaben

Alice und die Geister von nebenan
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Dieses Buch ist ein Geisterbuch, das nicht darauf aus ist den Leser zu gruseln. Vielmehr befindet sich auf seinen Seiten eine wirklich herzerwärmende Geschichte von Menschen, die durch ihren Tod gehindert ...

Dieses Buch ist ein Geisterbuch, das nicht darauf aus ist den Leser zu gruseln. Vielmehr befindet sich auf seinen Seiten eine wirklich herzerwärmende Geschichte von Menschen, die durch ihren Tod gehindert wurden ihre Herzensangelegenheiten abzuschließen.

Alice, das Mädchen, das frisch ins Nachbarhaus zog, ist vom leerstehenden und abbruchreifen Haus fasziniert. Doch während sie sich daran macht das „Herz“ des Hauses zu reparieren, macht sie die erstaunliche Entdeckung von Seelen, die dieses Haus es noch immer bewohnen und beginnt ihnen zu helfen.

Die Stimmung des Buches ist wirklich wunderschön und die in der Geschichte vorkommenden Geister wurden auf eine tolle Weise dargestellt und beschrieben, oft kaum stofflich aber durchaus sehr präsent. Man taucht in die Geschichten dieser Menschen ein und erfährt viel von ihrem Leben. Besonders gefiel mir dabei Ivys unerledigte Aufgabe. Sie brachte mich sehr zum Schmunzeln und erinnerte mich an den eigenen noch ausstehenden Bibliotheksbesuch. Aber auch von Alice war ich sehr angetan. Sie ist ein äußerst selbstständiges Mädchen mit, für ihr Alter beeindruckenden Fähigkeiten. Sie wächst in für Deutschland, eher ungewöhnlichen Umständen auf, ist Tochter einer Professorin, Freilernerin und besitzt ein erstaunliches handwerkliches Geschick. Doch leider werden im Verlauf der Handlungen auch Kindern weniger geläufige Themen angesprochen und im Collegegebrauch übliche Fachtermini verwendet, was zwar die Handlung authentisch wirken lässt, Kindern aber das Verstehen erschwert.

Gegen Ende des Buches jedoch verändert sich die Handlung nochmals spürbar. Es wird etwas chaotischer, es geschieht viel zeitgleich. Gleichzeitig werden lose Handlungen verknüpft und stimmig abgeschlossen. Nicht alle davon hätte ich persönlich so gebraucht, dennoch ergeben sie ein durchaus passendes Ganzes.

Mein Fazit: Ein schönes gruselfreies Halloweenbuch, was jedoch bei lesenden Kindern evtl. die ein oder andere Frage aufwerfen mag. Gemäß des Freilernens könne dadurch dann der Rat und die Hilfe eines Erwachsenen nötig werden.

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Veröffentlicht am 02.11.2024

Einfach gut

Sepp, was machst du?:
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Zugegeben, ich kannte den Autor und Koch zuvor nicht, wurde jedoch dank dieses Buches auf ihn aufmerksam und folge ihm seither auf Instagram.

So bodenständig wie er sich dort gibt, wirkt auch dieses Buch. ...

Zugegeben, ich kannte den Autor und Koch zuvor nicht, wurde jedoch dank dieses Buches auf ihn aufmerksam und folge ihm seither auf Instagram.

So bodenständig wie er sich dort gibt, wirkt auch dieses Buch. Rezepte werden mit kleinen Anekdoten eingeleitet, die tatsächlich den Charakter der „Sepp, was machst du?“-Shorts einfangen und dem Buch einen recht persönlichen Touch verleihen.

Auch die Auswahl der ReSEPPte empfand ich als größtenteils gelungen und sehr alltags- und anfängertauglich. Selbst geschmacklich konnte das bisher von mir Getestete durchaus überzeugen.
Einzig vermisse ich bei den Rezepten Angaben zu Zeit und Portionen und möchte auch auf teilweise etwas ungenau formulierte Angaben aufmerksam machen, welche wohl der Routine eines Kochs geschuldet sind.
Selbst wenn sich bei mir beim Fisch in Zeitungspapier leider gesundheitliche Bedenken bezüglich Druckerschwärze regen, haben mir viele Gerichte äußerst gut gefallen. Ich habe dadurch einige neue Anregungen erhalten, sowie auch Variationen mit bereits bekannten Gerichte, welche ich zukünftig gerne in unseren Speiseplan aufnehmen werde.
Die Gestaltung des Buches kommt mit einem spürbaren Retro-Touch daher, welcher meiner Meinung die hier vorgestellte bodenständige Küche schön unterstreicht. Nichts wirkt gekünstelt, nichts groß „zurecht gemacht“ und dennoch sehr appetitlich.

Trotz kleinerer Kritikpunkte kann ich dieses Buch guten Gewissens weiterempfehlen und sehe seine Stärke vor allem in seiner Alltagstauglichkeit.

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Singen konnte sie nicht

Coco und die Revolution der Mode
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Wer war die Frau hinter dem bekannten Modelabel Coco Chanel? Wie wuchs sie auf? Welche Träume hatte sie und wie konnte sie diese erreichen? Bisher war mir das alles fremd. Doch dieser Roman hat mir Gabrielle ...

Wer war die Frau hinter dem bekannten Modelabel Coco Chanel? Wie wuchs sie auf? Welche Träume hatte sie und wie konnte sie diese erreichen? Bisher war mir das alles fremd. Doch dieser Roman hat mir Gabrielle Chanel sehr real und nahbar gezeigt. Ich hab mit Interesse verfolgt, wie sie ihre schwere Kindheit meisterte, aber auch wie sie, lebend in einer sehr Frauen feindlichen und letztendlich auch durch den aufkommenden Krieg turbulenten Zeit, ihren Weg zu gehen bereit war.
Hier wurden sicherlich Fakten mit Fiktion vermischt, doch dies geschah so geschickt, dass eine wunderbar persönliche und glaubhafte Geschichte entstand. Zuvor wusste ich nicht einmal, dass sie nicht Coco hieß, wusste nicht wer diese Frau wirklich war. Jetzt aber habe ich das Gefühl sie fast schon zu kennen.
Natürlich bestimmten auch Männer in erheblichem Maße ihren Werdegang. Doch ist dies auch der damaligen Zeit geschuldet, welche hier authentisch zum Leben erweckt wurde. Schmälern sollte dieser Umstand aber ihren Erfolg keineswegs! Aber lest am besten selbst!

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Veröffentlicht am 01.11.2024

Wirkt wie eine nordische Sagenerzählung

Die Winterschwestern
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Der Mythos dieses Buches erzählt, dass zwei Schwestern das Gesicht des Winters bestimmen. Eine ist sanft und verkörpert die schöne Seite des Winters. Die andere jedoch bringt eisigen Frost und Stürme.
Doch ...

Der Mythos dieses Buches erzählt, dass zwei Schwestern das Gesicht des Winters bestimmen. Eine ist sanft und verkörpert die schöne Seite des Winters. Die andere jedoch bringt eisigen Frost und Stürme.
Doch eines Tages verschwindet die kleine Schwester. Vor Kummer sucht die größte Schwester unermüdlich, doch sie findet sie nicht.
Die Winter wurden für die Menschen dadurch hart und entbehrungsreich- auch für Alfreds Clan. Als aber dann auch noch der Menschen liebster Besitz verschwindet, entscheidet sich Ragnar, Alfreds Onkel, von den diebischen Trollen ihr Hab und Gut zurückzufordern. Doch allein geht er nicht. Auch Alfred macht sich auf den Weg.

Als ich dieses Buch las, drängte sich mir unweigerlich ein Bild auf, wie diese Geschichte am Lagerfeuer in einer Winternacht irgendwo im Norden von einem Geschichtenerzähler vorgetragen wird, während sich Menschen um ihn scharen und andächtig lauschen, so treffend wirkt diese Form der Erzählung und deren von Magie und Mythologie durchwirkte Handlung. Dennoch enthält die Geschichte um die Winterschwestern auch modernere Einflüsse wie z.B. auch Ragnars Person und transportiert zugleich wichtige und zeitlose Werte.
Dank der Ursache des Verschwindens der Schwester aber, erscheint die Handlung auch zugleich etwas wirr und düster. Nicht selten wiederholen sich Dialoge ähnlicher Art, so dass, trotz der hervorragenden und nordisch anmutenden Illustrationen, mein Kind rasch das Interesse an der Geschichte verlor. Mir selbst aber gefiel sie gut und ich könnte mir durchaus vorstellen dass sie auch den Geschmack älterer Kinder treffen kann. Grundkenntnisse in nordischer Mythologie ( vor allem seine Hauptgötter) sind für die Handlung von Vorteil- oder man nutzt das, an die Handlung anschließende Glossar des Buches.

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