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Veröffentlicht am 03.11.2024

Willkommen in Everwish, wo die Wünsche zuhause sind!

Wishkeeper, Band 1 - Das Land der verborgenen Wünsche
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Lexi hat eine geheime Gabe: Sie sieht kleine Schmetterlinge, die außer ihr niemand wahrnimmt. Bis sie jedoch im Hyde Park auf Milo trifft, der die kleinen Flattertiere Motten nennt. Zusammen beschließen ...

Lexi hat eine geheime Gabe: Sie sieht kleine Schmetterlinge, die außer ihr niemand wahrnimmt. Bis sie jedoch im Hyde Park auf Milo trifft, der die kleinen Flattertiere Motten nennt. Zusammen beschließen sie, den Wesen zu folgen, um endlich hinter ihr Geheimnis zu kommen. Zu ihrer Überraschung sammeln sich die geflügelten Tiere an einem Denkmal und verschwinden in einem hellen Licht. Milo und Lexi überlegen nicht lang und folgen den Wesen, doch wo sie herauskommen, hätten sie sich nie vorstellen können: Sie landen vor einem gewaltigen sprechenden Baum namens Cascadia, der sie im magischen Wunschland Everwish begrüßt und sie umgehend zu Wishkeepern ernennt, da sie dringend gebraucht werden. Denn der bisherige Wishkeeper ist in Everwish verschwunden, aber die Wünsche müssen in ihr jeweiliges Gebiet begleitet werden – sonst gerät das Gleichgewicht aus den Fugen. Aber sind die beiden Kinder dieser Aufgabe gewachsen?
Das Buch ist rein von der Außengestaltung her eine einzige Augenweide! Der farbige Buchschnitt auf drei Seiten ist ein echter Hingucker, besonders der abgebildete Lumix, ein fuchsähnliches Wesen, auf dem Vorderschnitt ist ein Eyecatcher. Auf den Vorsatzblättern befinden sich die einzigen farbigen Illustrationen des Buches, vorn eine Darstellung der Protagonisten mit den Wesen von Everwish, hinten eine Karte der Wunschwelt. Jedes Kapitel beginnt mit der Zeichnung eines Lumix auf einem Ast und die Fußzeile ziert eine dazu passende Ranke. Also optisch ein wirkliches Highlight!
Die Geschichte befasst sich mit den Themen Verantwortung, Ehrlichkeit, Zusammenhalt, Verbundenheit und auch Durchhaltevermögen. Für ein Kinderbuch absolut angemessene und klar dargestellte Motive. Die Spannung nimmt von Kapitel zu Kapitel zu und ich muss ehrlich gestehen: Ich hatte keine Vorstellung, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte. Ich habe es einfach auf mich zukommen lassen und bin geradezu durch die Seiten geflogen. Der Schreibstil der Autorin ist klar, leicht verständlich, flüssig lesbar und für Kinder gut nachvollziehbar. Die Kapitel haben eine sehr gute Länge, sowohl für junge Selbstleser als auch für Vorleser. Das Weltensetting ist durch die angefügte Karte gut vorstellbar, außerdem beschreibt die Autorin sehr detailliert und sehr fantasieanregend. Die Grundidee der Story gefiel mir gut und ist mir so noch nicht begegnet. Ein rundum gelungenes Buch!
Ich habe allerdings auch drei kleinere Kritikpunkte: 1. Ich finde die Protagonisten bzw. die Figuren im Generellen zu blass, zu wenig ausgestaltet, zu wenig in ihrer Innenwelt dargestellt. Daher kann ich als Leserin kaum eine Beziehung zu den Figuren aufbauen, aber auch die Protagonisten untereinander entwickeln keine Freundschaft zueinander, sondern eher so etwas wie eine Zweckgemeinschaft. Das finde ich für ein Kinderbuch sehr schade, aber es scheint darauf hier thematisch auch nicht der Hauptfokus zu liegen. 2. Lexi und Milo wird viel zu viel Verantwortung bei einer zu geringen Informationslage aufgebürdet. Sie werden kaum über Gefahren, das Vorgehen und die Abläufe, ihre Aufgaben und die Wesen – ob nun gut oder böse – in Everwish aufgeklärt, sondern der Baum Cascadia schubst sie sinnbildlich ins eiskalte Wasser. Ich muss sagen, dass mich dieser Umstand recht stark gestört hat. Ebenso, wie die Tatsache, dass 3. recht viele offene Fragen geblieben sind. Warum können einige Kinder die Inklinge/Schmetterlinge sehen und andere nicht? Wonach werden die Wishkeeper ausgewählt? Was genau ist ein Horroxer, welche Gefahren gehen von ihnen aus – für Everwish und die reale Welt? Wer hat Everwish überhaupt erschaffen? Ich hoffe sehr, dass sich in den Folgebänden etwas mehr aufklärt, denn dahingehend bleibe ich etwas unbefriedigt zurück.
Trotzdem gibt es von mir eine klare Leseempfehlung für neugierige Wunsch-Abenteurer ab 8 Jahren!

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Veröffentlicht am 16.06.2024

Glaubst du noch an den Weihnachtsmann?

Schatten – Der Pakt (Schatten 1)
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Petes bester Freundin Sara geht es nicht gut, sie ist sehr schwach. Niemand weiß, was sie hat, aber es geht ihr täglich schlechter. Pete sieht nur noch eine verzweifelte Möglichkeit: Er will sich vom Weihnachtsmann ...

Petes bester Freundin Sara geht es nicht gut, sie ist sehr schwach. Niemand weiß, was sie hat, aber es geht ihr täglich schlechter. Pete sieht nur noch eine verzweifelte Möglichkeit: Er will sich vom Weihnachtsmann wünschen, dass es Sara wieder besser geht. Sein Wunsch wird nicht nur vom Weihnachtsmann gehört, sondern auch von einem nach Stall riechenden Wesen, das an einen Elfen erinnert. Im Tausch für Saras Gesundheit fordert das Männlein Petes Schatten. Ein guter Tausch, wie Pete zunächst annimmt. Doch er wird zunehmend lethargisch, wütend und grenzt sich ab. Was ist nur mit ihm los?
Der Reihenauftakt beginnt direkt sehr düster, was mich im ersten Moment kurz überrumpelt hat. Eine nette Weihnachtsgeschichte findet man hier sicherlich nicht vor. Die Trilogie ist definitiv nur etwas für Kinder, die nicht schreckhaft sind und sich nicht schnell gruseln oder zu Albträumen neigen.
Die hier aufgegriffenen Themen könnten gegensätzlicher kaum sein: Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Egoismus stehen Freundschaft, Altruismus, Zusammenhalt und Selbstlosigkeit gegenüber. Die in der Geschichte beschriebenen Emotionen sind sehr authentisch dargestellt und gut nachzuvollziehen, auch dann, wenn die Protagonisten gerade mit sich und ihren Gefühlen hadern oder zu kämpfen haben.
Die detailreichen Zeichnungen stellen ein weiteres Highlight dar, die die Stimmungen der Geschichte passend und gut aufgreifen, auch wenn sie nur in schwarz und weiß gezeichnet sind.

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Veröffentlicht am 27.04.2024

Ein neues Abenteuer für die Monsterforscher-Kinder

Indigo Wild
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Indigo und ihr gehörloser Bruder Quick kümmern sich um Monster, die ihre Eltern aus der Unbekannten Wildnis retten und sie dann zu ihnen nach Hause schicken, um sie gesund zu pflegen und um ihnen ein neues ...

Indigo und ihr gehörloser Bruder Quick kümmern sich um Monster, die ihre Eltern aus der Unbekannten Wildnis retten und sie dann zu ihnen nach Hause schicken, um sie gesund zu pflegen und um ihnen ein neues Zuhause zu bieten. Doch dieses Mal steht ein Monster vor der Tür, das berichtet, dass sämtliche Forscher der Unbekannten Wildnis verschwunden sind – unter ihnen auch die Wilds, Indigos und Quicks Eltern. Nun müssen also die Kinder zu einer Rettungsmission aufbrechen und ihren Mut unter Beweis stellen. Ob sie auch zu echten Abenteurern geboren sind?
Das zweite Abenteuer der Wild-Geschwister findet dieses Mal nicht im magischen Haus der Forscher im Geleebohnenweg 27 statt, sondern wir reisen gemeinsam mit ihnen in die Wirkungsstätte der Monster-Entdecker, in die Unbekannte Wildnis. Wo es im ersten Band chaotisch, witzig und magisch zuging, wird es hier spannend, gefährlich und abenteuerlich. Dieses Mal gibt es sogar richtige Bösewichte, die mit Eis Monster fangen – und (kleine) Forscher. An einigen Stellen wird es ziemlich gruselig-spannend, was für etwas jüngere Kinder dann doch ein wenig zu viel sein könnte.
Einen Stern Abzug gibt es, weil mich die Geschichte nicht so mitreißen konnte wie im ersten Band. Warum das so ist, kann ich nicht genau sagen. Das letzte Drittel missfiel mir aus schwer greifbaren Gründen. Dennoch freue ich mich auf weitere Abenteuer mit den Monster-Forschern! Vielleicht im nächsten Band dann wieder im Geleebohnenweg.
Der Sprecher Monty Arnold hat hier wieder einmal sein volles Können bewiesen. Das Hörbuch bietet mit seinen Sound Effekten einen tollen Hörspaß! Von mir eine ganz klare Empfehlung zum Hörbuch.

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Gibt es freilebende Tiger in New Orleans?

Stadt der bösen Tiere, Band 2 - Die Rettung
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Lizard gewöhnt sich langsam an das Leben auf dem Internat der bösen Tiere. Doch der Druck ist hoch, denn sie hat vieles aufzuholen – auch im Hinblick auf Freundschaften. Und wäre das alles nicht schon ...

Lizard gewöhnt sich langsam an das Leben auf dem Internat der bösen Tiere. Doch der Druck ist hoch, denn sie hat vieles aufzuholen – auch im Hinblick auf Freundschaften. Und wäre das alles nicht schon genug, erhält sie eine Warnung, dass ihre Schwester Esmeralda in den Fokus des Tigers Raj geraten ist. Wie kann Lizard ihre kleine Schwester in New Orleans nur warnen?
Lizard war mir ab dem ersten Band sehr sympathisch. Tough, selbstbewusst, verantwortungsvoll, aber dennoch voller Trauer und Enttäuschung und dadurch verschlossen und skeptisch. Auf den geheimen Inseln nun entwickelt sich ihre Persönlichkeit weiter: Sie versucht Kontakte zu knüpfen, überwindet ihre Ängste und gibt sich allergrößte Mühe, sich einzupassen – manchmal mit ein wenig zu viel Ehrgeiz.
Insgesamt ist es ein eher ruhiger Band, der sich vorrangig mit Lizards Entwicklung befasst. Erst kurz vor Schluss kommt Spannung auf.
Einen Punkt Abzug gibt es für die Wiederholung: Die Flucht von den Inseln häuft sich, denn auch Noël ist es in der ersten Staffel mehrfach gelungen, per Frachtschiff zu entkommen. So langsam dürfte da doch mal mehr Vorsicht herrschen, oder?
Ich bin nun doch gespannt darauf, was in den nächsten Bänden geschehen wird. Wohin verschlägt es Tiger Raj wohl als nächstes? Wie versucht er, sich an Lizard zu rächen?

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Veröffentlicht am 14.04.2024

Akzeptables Ende, wenn auch nicht ganz zufriedenstellend

Dark Sigils – Wen das Schicksal betrügt
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Raynes Welt wird auf den Kopf gestellt – und das im wahrsten Sinne, denn sie wird Mirrorlady und soll fortan den Mirror regieren. Das jedoch ohne Adam an ihrer Seite, der ohne sein Dark Sigil und als Sohn ...

Raynes Welt wird auf den Kopf gestellt – und das im wahrsten Sinne, denn sie wird Mirrorlady und soll fortan den Mirror regieren. Das jedoch ohne Adam an ihrer Seite, der ohne sein Dark Sigil und als Sohn der Verräterin und Terroristin Leanore Tremblett den Mirror verlassen musste. Dabei bräuchte sie Adam so dringend, denn die Fronten verhärten sich und der Mirror wird nicht nur von Leanore bedroht, sondern auch von den Oberen des Mirrors selbst, die ihre Interessen durch ein Mädchen aus Prime gefährdet sehen. Kann Rayne einen Untergang des Mirrors und eine Ausbreitung der Chaosmagie durch die ehemalige Mirrorlady verhindern?
Wer ein fulminant spannendes und actiongeladenes Finale erwartet – so wie ich –, der wird enttäuscht werden. Der große Showdown, wie es ihn in der Vortex Reihe gab, bleibt aus. Nach meinem Empfinden vollzieht sich die Klimax eher unspektakulär, sowohl inhaltlich als auch erzähltechnisch. Den Epilog hätte es nicht gebraucht, er hat mich fast schon gestört, da er wie eine erzwungene Erklärung wirkte. Auch Adams Mutter als Antagonistin und personifiziertes Böse blieb mir zu blass, zu intentionslos und ihre Handlungen hätten besser erläutert werden können.
Das Geschehen in diesem Band vollzieht sich teilweise sprunghaft, mit mehreren Tagen Pause zwischen den Ereignissen. Die erzählte Zeit wird komprimiert, dadurch bot sich mir so manches Mal der Eindruck einer gehetzten Erzählung. Es ist ein Finale der eher ruhigeren Töne, das die tiefgründigen Beziehungsgeflechte in den Vordergrund stellt, was mich wiederum dann schlussendlich doch noch mit dieser Geschichte versöhnen konnte.
So spannungsgeladen mitreißen wie die Vortex-Bände konnte ich diese Reihe nicht, was ich aber nicht als etwas Negatives empfinde. Der Fokus liegt hier sehr stark auf der Beziehung zwischen Rayne und Adam und auf der Persönlichkeitsentwicklung der beiden. Die Grundidee zweier so verschiedener futuristischer Welten fand ich spannend und das Worldbuilding gefiel mir. Die Protagonistin konnte mich ab Band 2 für sich gewinnen, denn zu Anfang war ich nicht recht überzeugt von ihr. Doch auch die anderen Figuren, besonders Matt und Cedric, gefielen mir in ihrer Darstellung. Sie strahlten durch alle drei Bände eine Konstanz und Wärme aus, die es an vielen Punkten benötigte. Am beste gefiel mir der Plot Twist in Bezug auf Echo. Die Darstellung seiner Sicht hat mir die Tränen in die Augen getrieben und mich dazu bewogen, das Buch doch mit vier Sternen zu bewerten.
Ich bin gespannt auf die nächste Reihe von Anna Benning! In welche dystopische Welt sie uns wohl dann entführt?

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