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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.11.2024

Turbulente Liebesgeschichte

Ring of Fire – June Carter & Johnny Cash
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June Carter und Johnny Cash sind mir natürlich ein Begriff, auch wenn ich mich jetzt nicht unbedingt als Fan von ihnen bezeichnen würde. Trotzdem habe ich mich entschieden ein Buch über die beiden zu lesen, ...

June Carter und Johnny Cash sind mir natürlich ein Begriff, auch wenn ich mich jetzt nicht unbedingt als Fan von ihnen bezeichnen würde. Trotzdem habe ich mich entschieden ein Buch über die beiden zu lesen, vornämlich aus dem Grund, dass ich die Idee eine Biografie über eine Liebesgeschichte zu schreiben, unglaublich spannend fand.
Obwohl der Hauptfokus auf der Liebesgeschichte von June und Johnny liegt, kommen die Einzelgeschichten nicht zu kurz. Um zu verstehen. wie die Liebe zwischen den beiden sich entwickelt hat und warum alles so kam, wie es gekommen ist, braucht man eben ein wenig Hintergrundwissen. Und eben dieses liefert das Buch, in dem sie auch die Kindheit und die Zeit vor June & Johnny beschreibt.
Da ich bis dato weder eine Biografie über eine der beiden Personen noch den hochgelobten und oscarprämierten Film gesehen habe, war dies für mich alles neu und unglaublich interessant und spannend. Ich vermute, wenn man sich schon intensiver mit dem Leben von June Carter und Johnny Cash auseinandergesetzt hat, wird man nur bedingt neue Informationen bekommen.
Der Schreib- bzw. Erzählstil ist eher einfach gehalten, lässt sich aber meiner Meinung nach sehr leicht lesen und hat eher etwas Romanhaftes. Im Vergleich zu anderen Sachbüchern oder Biografien kommt der Text nicht schwer und trocken rüber. Dies liegt aber sicher auch Schwerpunkt des Buches.
Idee und Umsetzung finde ich wirklich sehr gut gemacht und ich kann mir durchaus vorstellen noch weitere Biografien von Liebesgeschichten zu lesen. Denn „Ring of Fire“ ist bereits der neunte Band aus der Serie „Berühmte Paare – große Geschichten“ von Sylvia Frank.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

In der Weihnachtsbäckerei

Weihnachten mit Christina
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Christina Bauer, die sympathische Bäuerin und Bloggerin erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Ist liegt einerseits an ihrer äußerst sympathischen und natürlichen Art und ihren leicht nachmachbaren ...

Christina Bauer, die sympathische Bäuerin und Bloggerin erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit. Ist liegt einerseits an ihrer äußerst sympathischen und natürlichen Art und ihren leicht nachmachbaren Rezepten.
Es war also nur eine Frage der Zeit bis auch sie ein Weihnachtsbackbuch herausbringt. Die berechtigte Frage von manchen Kritikern ist natürlich: Braucht es wirklich noch ein weiteres Backbuch zum Thema Weihnachten? Wahrscheinlich nicht, aber sind wir uns ehrlich, Bücher kann man doch nie genug haben.
Christinas Buch bittet eine schöne Mischung aus Klassikern der Weihnachtszeit, die auf keinem Keksteller fehlen dürfen, wie z.B. Vanillekipferl, Kokosbusserl, Rumkugeln oder Lebkuchen. Aber auch die eine oder andere Neuinterpretation ist zu finden. Wobei man sich nicht erwarten darf, dass Christina das Rad neu erfindet. Die Neuinterpretationen sind kleine Variationen von klassischen Rezepten, bei denen zum Beispiel Gewürze oder Füllungen ergänzt oder ersetzt werden.
Das Buch ist schön und liebevoll gestaltet. Christina Bauer gibt der Leserschaft einen kleinen Einblick wie sie und ihre Familie die (Vor-)Weihnachtszeit zelebrieren. Dies geschieht einerseits mit kleinen Geschichten und Anekdoten und andererseits mit herrlich kitschig inszenierten Fotos.
Wer bereits seit Jahren bäckt und ein Repertoire an Rezepten besitzt wird vielleicht ein klein wenig enttäuscht sein von dem Buch. Denn so unglaublich viel Neues findet sich nicht darin. Mir hat das Buch und noch viel wichtiger die Rezepte sehr gut gefallen und das Nachbacken hat viel Freude bereitet.

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Veröffentlicht am 15.11.2024

Der Igel als Zeichen der Hoffnung

Das Igel-Tagebuch
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Es gibt Bücher, die lassen einen so nachdenklich zurück, dass man nicht einmal genau sagen kann, was man denn von dem Buch hält, ob es einem gefallen hat oder nicht. Das Igel-Tagebuch ist für mich eines ...

Es gibt Bücher, die lassen einen so nachdenklich zurück, dass man nicht einmal genau sagen kann, was man denn von dem Buch hält, ob es einem gefallen hat oder nicht. Das Igel-Tagebuch ist für mich eines dieser Bücher. Meine Gedanken reichen von Faszination und Begeisterung bis hin zu Enttäuschung.
Enttäuscht bin ich ein klein wenig, denn auf Basis des Klappentextes hatte ich mir das Buch anders vorgestellt. Es kommen zwar alle Elemente vor, welche erwähnt werden, aber der Text ist viel nüchterner und sachlicher. Dies gilt auch für die Passagen über Sarahs kranken Vater. Dies hat mich zu Beginn ein wenig irritiert, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt und fand es eigentlich auch äußerst spannend. Denn trotz der nüchternen Erzählweise schafft es Autorin Sarah Sands eine Fülle von Emotionen zu transportieren. Und obwohl das Buch verhältnismäßig dünn ist, habe ich doch länger zum Lesen gebraucht. Die einzelnen Kapitel haben mir so viel Stoff zu Nachdenken gegeben, dass ich manchmal auf für ein paar Tage das Buch aus der Hand legen musste.
Die Erzählung ist gespickt mit wissenschaftlichen Fakten über Igel. Sarah Sands hat sich einerseits zu dem Thema belesen, aber andererseits auch viele Interviews mit Igel-Experten und Fans geführt. Ich traue mich zu behaupten, dass hier die meisten noch einiges lernen können. Der Igel wird in dieser Erzählung aber nicht nur wissenschaftlich betrachtet, sondern natürlich kommt auch die literarische Figur nicht zu kurz. Komplett neu für mich war, in wie vielen Liedern oder politischen Reden Igel eine Rolle spielen.
Der Titel des Buches bringt seinen Inhalt perfekt auf den Punkt; Igel Tagebuch. Denn einerseits ist diese Erzählung eine wissenschaftliche Abhandlung und andererseits Sarahs Tagebuch, in dem sie ihre Gedanken und Ängste aufschreibt. Eine unglaublich faszinierende Mischung, die sowohl den Kopf als auch das Herz beschäftigt.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Cosy Crime am Campingplatz

Mord im Himmelreich
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Obwohl Autor Andreas Winkelmann zu den bekanntesten deutschen Thriller Autoren gehört, muss ich ehrlich gestehen, dass er mir völlig unbekannt war. Trotz vieler schlechter Erfahrungen mit gehypten Büchern ...

Obwohl Autor Andreas Winkelmann zu den bekanntesten deutschen Thriller Autoren gehört, muss ich ehrlich gestehen, dass er mir völlig unbekannt war. Trotz vieler schlechter Erfahrungen mit gehypten Büchern konnte ich hier nicht widerstehen und musste das Buch lesen.
Das Setting des Buches finde ich äußerst interessant, einen Campingplatz in der Nähe von Potsdam. Durch das Nachwort habe ich dann auch erfahren, dass der Campingplatz Himmelreich, der hauptschauplatz des Buches, keine Erfindung des Autors, sondern ein real existierender Platz ist. Dies gibt der Geschichte noch eine besondere Würze
Den Schreib- und Erzählstil des Autors habe ich als sehr angenehm empfunden und das Buch lies sich leicht lesen. Die Beschreibungen der Personen und Orte sind ausreichend detailliert, um sich alles gut vorstellen zu können, aber ohne langatmig zu werden. Schon nach wenigen Seiten hat man einen guten Überblick über die handelnden Personen und den Schauplatz.
Mit dem ehemaligem Schauspieler Björn Kupernikus und der Künstlerin/Lehrerin Annabelle Schäfer hat Andreas Winkelmann ein herzallerliebstes Ermittler-Duo geschaffen. In Anlehnung an einen Ausspruch von Kupernikus möchte ich die beiden mit wenigen Worten beschreiben: Skurril. Äußerst skurril. Die beiden ergänzen sich perfekt und ich freue mich schon darauf, weitere Krimifälle mit ihnen zu lösen.
Wie es sich meiner Meinung nach für einen cosy Krimi gehört, ist das Buch recht unblutig und der Kriminalfall eher einfach gehalten. Das Buch lebt von den Charakteren und ihren Gesprächen. Trotzdem machte das Miträtseln, wer denn der Mörder sei Spaß, aber noch mehr gefallen hat mir, zu sehen mit welchen Methoden sich Kupernikus an das Lösen des Falles macht. Wie so oft bei Hobbyermittlern kommt die Polizei nicht gut weg, dies ist auch hier keine Ausnahme. Wobei ich auch Kommissar Fass interessant fand und man vielleicht ein wenig mehr aus seinem Charakter machen hätte können. Der Wortwitz mit dem Namen war ein wenig plump, aber hat sich gut in das große Ganze eingefügt.
Alles in allem ist Mord im Himmelreich für mich ein solider, aber einfacher Krimi, der vor allem durch seine Protagonisten besticht, als durch eine komplexe Handlung. Für mich das ideale Buch für einen faulen Tag auf der Couch, wenn man zwar etwas Lesen, aber sich nicht wirklich anstrengen möchte.

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Veröffentlicht am 04.11.2024

Götter, Monster und Magie

The Games Gods Play – Schattenverführt (Schattenverführt-Reihe 1)
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Heutzutage ist es wirklich schwer, wenn nicht so gar unmöglich, das Rad neu zu erfinden. Irgendwie gibt es immer das eine oder andere Buch, in dem eine gleiche oder ähnliche Idee aufgegriffen wird. Antike ...

Heutzutage ist es wirklich schwer, wenn nicht so gar unmöglich, das Rad neu zu erfinden. Irgendwie gibt es immer das eine oder andere Buch, in dem eine gleiche oder ähnliche Idee aufgegriffen wird. Antike Götter, die in der Neuzeit in das Leben von Sterblichen eingreifen kennt man schon, Menschen, die in seltsamen Spielen gegeneinander antreten ebenso. Die Frage, die es zu beantworten gibt, ist hierbei dann eben, wie sehr unterscheidet sich dieser Roman von anderen mit ähnlicher Idee und wie gut oder anders wurden die bekannten Themen behandelt oder abgearbeitet.
Hier muss ich der Autorin Abigail Owen wirklich ein Kompliment aussprechen. Obwohl sie im Großen und Ganzen nichts Neues erzählt, hat mich die Geschichte und vor allem aber die Personen von Anfang an gefesselt. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet und hervorragend beschrieben, so dass ich mir leicht ein Bild von Ihnen machen konnte. Die Idee Hades, den Gott der Unterwelt mal nicht als den absoluten Bösewichten zu beschreiben hat mich ebenfalls begeistert.
Obwohl zwischen der Hauptperson Lyra und mir einige Jahre Altersunterschied bestehen, konnte ich mich gut in sie hineinversetzen, auch wenn ich nicht jede ihrer Handlungen verstehen oder nachvollziehen konnte. Besonders die sarkastische und manchmal leicht ironische Art Lyras hat es mir angetan.
Die Geschichte selbst hat, wie so oft, ihre Höhen und Tiefen und obwohl Abigail Owen einen vernünftigen Spannungsbogen über die Geschichte spannt, wird es stellenweise ein wenig langatmig. Diese Partien haben für mich den Gesamteindruck aber nicht getrübt. Wohin gegen die Liebesgeschichte zwischen Hades und Lyra für mich an manchen Stellen einfach zu viel war. Man möge mich prüde nennen, aber ich bin eben kein besonders großer Fan von Spice, wie man das heutzutage wohl nennt.
Für das Hörbuch wurde als Sprecherin Franziska Trunte ausgewählt. Für mich war dies vom Verlag eine ausgezeichnete Wahl, denn ihre Stimmmelodie und Betonung haben dem ganzen noch eine besondere Note verliehen. Ich würde sofort wieder zu einem Hörbuch greifen, welches von ihr eingesprochen wurde. Außerdem hoffe ich sehr, dass auch die weiteren Bände der Reihe von ihr gelesen werden.
Da es sich bei The Games Gods Play um den ersten Teil einer Reihe handelt, ist die Geschichte natürlich nicht komplett abgeschlossen und es bleiben einige Fragen offen. Ich freue mich schon sehr darauf zu erfahren wie es mit Lyra und Hades weitergeht.

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