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Veröffentlicht am 05.11.2024

Kings of London

Kings of London
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Kommissar Breen von der Londoner Polizei wird zusammen mit seiner Kollegin Tozer zu einem Haus gerufen, dass ausgebrannt ist. Dort wird eine Leiche gefunden. Sie können den Tatort gerade noch besichtigen ...

Kommissar Breen von der Londoner Polizei wird zusammen mit seiner Kollegin Tozer zu einem Haus gerufen, dass ausgebrannt ist. Dort wird eine Leiche gefunden. Sie können den Tatort gerade noch besichtigen und einige wenige Sachen mitnehmen, bevor eine 2. Gasexplosion das Haus weiter einstürzen lässt. Die Ermittlungen kommen nicht vorwärts und Breen muss den Fall zu den Akten legen. Dann wird ein weiterer Toter gefunden. Es ist der Sohn eines hohen Politikers. Und auch hier werden Breen bei den Ermittlungen viele Steine in den Weg gelegt. Er erhält im Büro Morddrohungen und zu Hause wird ein Brandanschlag auf ihn ausgeführt. Später wird er sogar Verdächtiger in einem weiteren Mordfall und von der Arbeit suspendiert …

Das 2. Buch über Breen und Tozer hat mich nicht wirklich überzeugt. Es ist gut und flüssig lesbar und nicht direkt langweilig. Seine Stärken liegen in der Beschreibung der Endsechziger Zeit. Prominente Persönlichkeiten (Stones, Beatles) oder Ereignisse werden geschickt in die Geschichte eingearbeitet, man spürt förmlich die damalige Zeit, die Situationen, den Sexismus und die Frauenfeindlichkeit in der Polizei (und nicht nur da), Flower Power, Drogen, die Änderungen in der Gesellschaft. Dies wird sehr ausführlich beschrieben und genau damit beginnt für mich das Problem. Die eigentlichen Ermittlungen kommen da relativ kurz bzw. für mich fehlte komplett jede Art von Spannung, die einen Krimi ausmachen sollte. Es hat mich eigentlich überhaupt nicht mehr interessant, von wem und warum die Morde ausgeführt wurden. Ich habe das Buch zu Ende gelesen – mehr aber auch nicht. Auf einen weiteren Teil der Reihe werde ich wohl verzichten.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Mann ohne Herz

Mann ohne Herz
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Siri ist Psychotherapeutin und musste ihre Praxis schließen und beginnt in einer Sonderabteilung der Polizei als Profilerin zu arbeiten. Gleich der erste Fall ist heftig. Ein Mann wird ermordet und das ...

Siri ist Psychotherapeutin und musste ihre Praxis schließen und beginnt in einer Sonderabteilung der Polizei als Profilerin zu arbeiten. Gleich der erste Fall ist heftig. Ein Mann wird ermordet und das Herz rausgeschnitten. Er war homosexuell. Doch ist das der Grund? Dann wird ein kleiner Junge erschossen – und wieder ist es die gleiche Waffe. Doch was haben beide miteinander zu tun?

Mich hat „Mann ohne Herz“ etwas enttäuscht. Ja, das Buch ist gut und flüssig lesbar. Doch ich ertappte mich immer wieder dabei, dass die Gedanken abschweiften und ich öfter Unterbrechungen einfügte. Es war einfach nicht spannend genug. Der Wechsel zwischen den Rückblenden des evtl. Täters und der Opfer und der Beschreibung von Siri machten es nicht sehr viel spannender. Zumal mich gerade am Anfang die vielen privaten Sachen bei Siri, die nichts mit den Ermittlungen zu tun hatten, störten. Ebenfalls unglaubhaft war für mich, das ein 3-Mann-Profiler-Team (Siri, ihr Freund Vijay und die Chefin Carin) an einem Fall sitzt (auch wenn Siri eingearbeitet wurde), die aber selbst nichts ermitteln durften. Ich hatte mehr das Gefühl, dass irgendwie alle Personen „untergebracht“ werden mussten, die wohl (teilweise?) schon in anderen Büchern vorkamen. Auch die Sache zwischen Siri und Jimmy war für mich nur insofern logisch, als es dann eine Erklärung gab, dass Siri sich wieder mit ihrer Freundin versöhnt. Alles in allem für mich viel zu viel nebenbei und zu wenig Krimi, gar kein Thriller.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Salzverkrustet

Salzverkrustet
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Die Wiener Familie Gusel – Vater, Mutter, Sohn – beschließen, 1 Jahr auf dem Mittelmeer zu segeln und ziehen das auch durch. Das Buch enthält die Beschreibung der Reise und Fotos dazu.

Insgesamt war es ...

Die Wiener Familie Gusel – Vater, Mutter, Sohn – beschließen, 1 Jahr auf dem Mittelmeer zu segeln und ziehen das auch durch. Das Buch enthält die Beschreibung der Reise und Fotos dazu.

Insgesamt war es für mich ein nettes, aber irgendwie überflüssiges Buch. Was ich damit meine ist, dass ich das Gefühl hatte, ich lese einen Schulaufsatz „Wie habe ich meine Ferien verbracht“ oder bin bei einem „Dia-Vortrag“ über eine Urlaubsreise dabei. Alles nicht schlecht, aber auch nicht so überzeugend, dass es mein größeres Interesse geweckt hat. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass ich mit der Familie nicht „warm“ wurde. Die konsequente Verwendung der Spitznamen brachte für mich eher den Effekt, das ich einen Trickfilm verfolge. Es wurde fast nichts persönliches berichtet: also z. B. Alter oder die Berufe und warum unbedingt dieses eine Jahr Segeln gewählt wurde. So war es eine Reiseaufzählung diverser Häfen, Schwierigkeiten mit dem dortigen Personal, Übelkeit unterwegs – schöner Plätze, toller Gegenden. Ebenso konsequent wurden auch alle anfallenden Probleme und Schwierigkeiten verniedlicht. Ich glaube einfach nicht, dass es wirklich so harmonisch war wie beschrieben. Es wurde alles mit viel Humor erzählt, teilweise richtig witzig. Aber es war nicht so richtig authentisch für mich. Der Spagat zwischen Vermeidung jeglicher persönlicher Dinge und einer persönlichen Reisebeschreibung ist für mich insgesamt nicht gelungen. Trotz dieser Kritik war das Buch aber leicht lesbar und unterhaltsam. Allerdings wüsste ich niemanden, dem ich es empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Billy

Billy
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Billy Eltern sind Hippies und bringen sich mit einer Überdosis Rauschgift selbst um. So wächst Billy in Schottland bei seinem Onkel und seiner Tante auf. Zusammen mit seinem Cousin hat er eine wilde Kindheit, ...

Billy Eltern sind Hippies und bringen sich mit einer Überdosis Rauschgift selbst um. So wächst Billy in Schottland bei seinem Onkel und seiner Tante auf. Zusammen mit seinem Cousin hat er eine wilde Kindheit, bis er das Lesen für sich entdeckt und als Jugendlicher die großen Philosophen. Mit 19 tritt er in die Familienfirma ein. Doch das ist keine normale Firma – sie alle sind Mörder. Sie bringen Menschen für Geld um – aber sie töten nur andere Mörder. Als Billy nach Las Vegas kommt für eine neue Aufgabe, gibt es allerdings ein Problem …

Ich hatte vorher noch kein Buch von einzlkind gelesen und nur gehört, wie gut diese seien. So freute ich mich auf Billy. Aber so richtig wurde ich mit dem Buch nicht warm. Die Geschichte spielt in der Gegenwart (Las Vegas) und wechselt dann zur Vergangenheit von Billy (Kindheit, Jugend). Während dieser Erzählungen gibt es teilweise sehr lange philosophische Phasen und Ausführungen über bestimmte Musiktitel. Obwohl Billy ein Schotte ist und die Geschichte in der Gegenwart ausschließlich in Amerika spielt, merkt man doch deutlich an vielen Anspielungen, dass der Autor Deutscher ist. Viele Anspielungen sind nur in diesem Kontext erklärbar. Aber ich empfand weder Sympathie noch Antipathie mit Billy. Er ließ mich irgendwie kalt. Eigentlich auch alle anderen Personen.
Es gab aber auch einige Stellen, da habe ich mich richtig amüsiert. Insgesamt fand ich das Buch auch gut lesbar. Der Stil gefiel mir, teilweise ganz kurze Sätze und interessante Wendungen und Assoziationen. Bei manchen Sachen hatte ich auch sofort Bilder vor Augen. Doch insgesamt hatte ich einfach mehr erwartet.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Das dunkle Herz der Welt

Das dunkle Herz der Welt
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Vladislav Basarab Draco, ist der Sohn des Fürsten der Walachei. Vlas ist nicht am Hof seines Vaters aufgewachsen und so wird er bei der Thronübergabe übergangen. Er will mit allen Mitteln den Thron der ...

Vladislav Basarab Draco, ist der Sohn des Fürsten der Walachei. Vlas ist nicht am Hof seines Vaters aufgewachsen und so wird er bei der Thronübergabe übergangen. Er will mit allen Mitteln den Thron der Walachei zurück. Dabei muss er auch seinen Sohn als Geisel geben und er kämpft sowohl auf Seiten der Christen wie der einfallenden Osmanen. Mit seinem ehemaligen Freund Janos hat er sich dabei einen seiner schlimmsten Feinde geschaffen.

Ich hatte mich auf das Buch gefreut. Denn diese Zeit im Mittelalter in den heutigen Ländern von Rumänien, Bulgarien, Ungarn ist nicht so oft beschrieben worden. Ich wusste darüber nicht sehr viel. Jetzt weiß ich etwas mehr, aber das Lesen ist mir wirklich über längere Strecken schwer gefallen. Die Autorin möchte eine Geschichte erzählen, aber viel Historie unterbringen. Dabei ist beides nicht völlig gelungen. Die Historie wird oft im „Galopp“ und teilweise nebenbei erzählt. Manche Zusammenhänge erschlossen sich mir – sicher auch mangels Vorkenntnisse – nur teilweise. Das machte das Lesen oft zäh. Die Geschichte selbst war einfacher zu lesen. Allerdings wirkten die Figuren oft etwas platt und kraftlos, ich konnte nur zu ganz wenigen Sympathie oder auch Interesse aufbauen. So erschloss sich mir nicht, warum die als so stark beschriebene Freundschaft zwischen Vlas und Janos – die sich öfter Frauen/Geliebte teilten -, auf einmal zu Ende sein soll, nur weil sich Janos für eine Frau interessiert und am gleichen Tag Vlas ihr den Hof macht. Ein Wort zwischen den beiden hätte alles geklärt, statt dessen schmollt Janos wie ein beleidigtes Kind und entwickelt einen für mich auf einmal unerklärlichen Hass auf Vlas. Eigentlich wirkt er eher grundlos neidisch.
Eine der wenigen Figuren, die für mich menschlich wirkten, war die Frau von Vlas Vasilissa. Ihre Gefühle waren nachvollziehbar.
Die Autorin hat für das Buch viel recherchiert und auch viel gewollt. Es ist nicht alles aufgegangen. Trotzdem würde ich das Buch als gutes Erstlingswerk bezeichnen mit Luft nach oben. Wer Historienschmöker liebt und wen es nicht stört, dass er die politischen Zusammenhänge nicht auf Anhieb verstehen kann, wird das Buch mögen.
Abschließend möchte ich noch das in meinen Augen gut gelungene Buchcover erwähnen.

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