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Veröffentlicht am 05.11.2024

Nun ruhet sanft

Nun ruhet sanft
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Kommissar Dühnfort wird Vater. Doch er kann die gute Nachricht nicht richtig genießen, denn er wird an einen Tatort gerufen. Das Haus ist ausgebrannt und man findet die Leichen einer Frau und zweier Kinder. ...

Kommissar Dühnfort wird Vater. Doch er kann die gute Nachricht nicht richtig genießen, denn er wird an einen Tatort gerufen. Das Haus ist ausgebrannt und man findet die Leichen einer Frau und zweier Kinder. Schnell wird der Familienvater als Verdächtiger ausgemacht, denn nach einem Streit am Vorabend hat er die Familie verlassen. Und es war nicht der erste Streit dieser Art, er gilt aus jähzornig und arrogant, hat seine Frau schon geschlagen und geht notorisch fremd. Und während die Fahndung nach dem Vater anläuft, kommt dieser plötzlich angefahren mit roten Rosen in der Hand … ist er ein guter Schauspieler oder der Täter?

Das Buch hat mir richtig gut gefallen. Anfangs kann man nachvollziehen, warum Dühnfort den Vater für den Täter hält. Die Ermittlungen sind logisch und nachvollziehbar. Später hat man als Leser durch einige Rückblenden – die der Kommissar natürlich nicht hat – doch einige Zweifel und auch Dühnfort zweifelt dann doch. Aber statt dass die Zweifel zu einem neuen Verdächtigen führen, hat man plötzlich eine Menge Täter im Kopf und erst ziemlich am Ende des Buches kann man so richtig sicher sein. Dadurch bezieht das Buch auch seine Spannung. Es ist ein richtiger Krimi: Tat, Ermittlungen, verschiedene Täter. Nicht allzu viel Privates – die Krimihandlung bleibt im Vordergrund. Dabei sehr gut lesbar. Ich freue mich auf den nächsten Band dieser Reihe ..

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Trauer ist eine lange Reise

Trauer ist eine lange Reise
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Georg Koeniger ist Kabarettist. Seine Frau verstirbt an Lungenkrebs. 22 Jahre waren sie zusammen. Er erfüllt ihr den letzten Wunsch: mit dem Fahrrad den Jakobsweg abzufahren. Denn Fahrradreisen haben sie ...

Georg Koeniger ist Kabarettist. Seine Frau verstirbt an Lungenkrebs. 22 Jahre waren sie zusammen. Er erfüllt ihr den letzten Wunsch: mit dem Fahrrad den Jakobsweg abzufahren. Denn Fahrradreisen haben sie beide gern gemacht. Und so macht er sich Monate später auf den Weg. Er fährt den Weg nicht sklavisch ab, sondern auch ein Stück mit dem Bus bzw. auf besseren Straßen, als der Camino sie bietet. Seine Frau Andrea ist „immer mit dabei“.

Ich kannte Georg Koeniger bisher weder als Kabarettist noch als Autor. So ging ich sozusagen komplett unvorbelastet an dieses Buch. Es erzählt von der Reise, aber auch von der Zeit mit Andrea und vor allem von der Zeit mit der Krankheit. Immer im Wechsel. Genau dieser Wechsel macht es so gut. Man trauert mit, fühlt dann aber auch wieder die Strapazen und humorvollen Momente auf dem Jakobsweg. Koeniger wird nicht einfach zum Pilger und erkennt auch keinen göttlichen Sinn auf der Reise, aber er verarbeitet seine Trauer und kann etwas abschließen. Da ich selbst in der gleichen Situation bin, habe ich viele Sachen in der Trauerbewältigung erkennen können. Auch die Reaktionen der anderen Leute. Und die Entscheidung – ich trauere, wie ich will. Ich habe nicht die Entscheidung gewählt, den Jakobsweg zu laufen. Doch auch bei mir hat eine Reise viel weitergeholfen. Dieses Buch bestätigt vieles. Dazu ist es aber mehr – es ist kein Ratgeber und gibt doch Rat, es schreibt nichts vor und macht doch Hoffnung. Nebenbei gesehen liest es sich auch noch gut und unterhält. Im Hinterkopf hatte ich genau die vorgestellten Menschen – das Buch bietet sich für eine Verfilmung geradezu an.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Die stille Bestie

Die stille Bestie (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 6)
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Profiler Robert Hunter ist gerade auf dem Weg in den seit ewigen Zeiten ersten Urlaub. Da erreicht ihn ein Anruf vom FBI mit der Bitte um Hilfe. Ein Verdächtiger wurde festgenommen, der nur mit einem Menschen ...

Profiler Robert Hunter ist gerade auf dem Weg in den seit ewigen Zeiten ersten Urlaub. Da erreicht ihn ein Anruf vom FBI mit der Bitte um Hilfe. Ein Verdächtiger wurde festgenommen, der nur mit einem Menschen reden will: Robert Hunter. Hunter stellt schnell fest, der verdächtige ist sein früherer bester und auch einziger Freund Lucien Folter. Er kann nicht glauben, dass dieser ein Mörder sein soll. Doch bald muss er sich davon überzeugen, dass Folter sogar ein perfider Serienmörder ist. Ein psychologisches Kräftemessen beginnt, denn ein Opfer von Folter scheint noch zu leben …

Auch dieses Buch von Christ Carter ist wieder absolut gelungen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Über weite Teile zieht das Buch seine Spannung „nur“ aus dem Kräftemessen zwischen Hunter und Folter, aus diversen Tricks und psychologischen Finten. Doch Carter wäre nicht Carter, wenn dann nicht noch einige brutale Szenen vorkommen würden und gegen Ende eine ziemliche Überraschung. Dabei ist die Ermittlungsarbeit stets nachvollziehbar und für mich logisch. Alles in allen: ein Super-Thriller, den ich zum Lesen absolut nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Craft Beer Kochbuch

Craft Beer Kochbuch
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Dieses sehr spezielle Kochbuch hat mich wirklich überzeugt. Es ist richtig groß und dick und witzig in der Aufmachung – z. B. mit dem „durchgehenden“ Bierdeckel. Nach einer Einleitung zu Bier, den verschiedenen ...

Dieses sehr spezielle Kochbuch hat mich wirklich überzeugt. Es ist richtig groß und dick und witzig in der Aufmachung – z. B. mit dem „durchgehenden“ Bierdeckel. Nach einer Einleitung zu Bier, den verschiedenen vorgestellten Brauereien, Herstellung des Bieres, Hopfen, den verschiedenen Bierarten und Bierglasformen geht es nahtlos in den Rezeptteil über – der sehr großzügig ist. Über Vorspeisen, kleine Gerichte, Fisch, klassische Biergerichte, Fleisch und auch Desserts ist alles vorhanden und die Auswahl vielfältig. Direkt dazwischen wird ein spezielles Bier vorgestellt oder auch eine spezielle Brauerei – natürlich immer ein sehr kleine individuelle. Unterlegt ist alles mit schönen Fotos. Das trifft auch auf die Rezepte zu – man bekommt sofort Hunger und Appetit.
Die Rezepte sind eher einfach – was ich nicht abwertend meine. Im Gegenteil, die meisten verlangen keine ausgefallenen Produkte, sind einfach nachzukochen. Die Erklärungen sind verständlich. Die Mengenangaben fast immer auf 4 Personen gerechnet, so dass es auch einfach möglich ist, das auf mehr oder weniger Personen umzurechnen. Vor allem die süßen Sachen mit Bier fand ich einfach nur toll.
Alles in allem bin ich begeistert von diesem doch sehr speziellen Kochbuch.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Und du bist nicht zurückgekommen

Und du bist nicht zurückgekommen
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Marceline ist 15, als sie zusammen mit ihrem Vater von Frankreich aus nach Auschwitz bzw. Birkenau verschleppt wird. Sie sind Juden. Ihr Vater sagt noch, dass sie zurückkommen wird, er nicht. Genau so ...

Marceline ist 15, als sie zusammen mit ihrem Vater von Frankreich aus nach Auschwitz bzw. Birkenau verschleppt wird. Sie sind Juden. Ihr Vater sagt noch, dass sie zurückkommen wird, er nicht. Genau so passiert es auch. Im KZ erhält sie von ihm noch eine letzte Nachricht. Aber nach dem Krieg kehrt nur sie nach Hause zurück. Ihr ganzes Leben lang belastet sie das.
So schreibt sie das Buch in Briefform an ihren Vater. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist leise und still und trotzdem kraftvoll. Marceline gelingt es, die Schrecken des KZ gut zu zeigen, ohne ins Detail gehen zu müssen. Noch besser hat mir aber der Teil gefallen, als sie über ihr weiteres Leben schreibt. Der Verlust des Vaters wird nie überwunden, sie fühlt sich auch schuldig. Und das Unverständnis ihrer Familie darüber und auch über die Leiden, die sie aufgrund des KZ-Aufenthaltes seelisch ihr ganzen Leben weiter haben wird. Die Entscheidung gegen Kinder, die Entscheidung für nichtjüdische Männer. Über Entscheidungen, die ihrem Vater wohl nicht gefallen hätten, die sie zum Teil auch rechtfertigt, obwohl es ihn nicht mehr gibt.
Ein trotz des traurigen Inhaltes wundervolles Buch,

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