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Ramona_liest

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.11.2024

Hold still

Hold still
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Caitilins beste Freundin Ingrid hat sich umgebracht. Sie weiß nicht wohin mit ihrer Trauer, distanziert sich von allem und versinkt in Selbstvorwürfen. Doch dann entdeckt sie das Tagebuch, was Ingrid absichtlich ...

Caitilins beste Freundin Ingrid hat sich umgebracht. Sie weiß nicht wohin mit ihrer Trauer, distanziert sich von allem und versinkt in Selbstvorwürfen. Doch dann entdeckt sie das Tagebuch, was Ingrid absichtlich in ihrem Zimmer platziert hat...
Caitlins Taubheit war in der Geschichte greifbar, durch die verzweifelten Versuche etwas zu fühlen und zurück ins Leben zu finden. Ihr Kampf mit dem Tagebuch, unpassenden Kommentaren und ihren Eltern, die auf Grund ihrer Ohnmacht teilweise vom Schlimmsten ausgegangen sind, hat auch mich betroffen gemacht. Als ich dann aber gesehen habe, wie sie mehr und mehr Normalität wiedergewinnt und nach und nach die Ereignisse verarbeitet, war ich stolz und habe mich auch über die kleinen Details ihres Heilungsprozessen gefreut. Keine einfache Kost, aber ein gut geschriebenes Buch über Verlust und Freundschaft!

Veröffentlicht am 06.11.2024

Der Pakt der Frauen

Der Pakt der Frauen
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Katharina will die Geschichtswissenschaften revolutionieren und den Frauen mehr Sichtbarkeit schenken. Aus der Not heraus entscheidet sie, sich auf Kochbücher zu fokussieren. Und während sie im Hörsaal ...

Katharina will die Geschichtswissenschaften revolutionieren und den Frauen mehr Sichtbarkeit schenken. Aus der Not heraus entscheidet sie, sich auf Kochbücher zu fokussieren. Und während sie im Hörsaal Aufsehen erregt, findet sie eine Rezeptsammlung von ihrer Mutter, die viele Fragen aufwirft.
Das Buch ist in zwei Zeitebenen geschrieben: aus Sicht von Katharina, die sich im Wien der 70er Jahre behauptet und ihrer Mutter Jule, die in Schlesien in den 40ern das Richtige tun will. Beide haben unterschiedliche Herangehensweisen und Anforderungen an das Leben, aber was sie gemeinsam haben, ist dass sie ihren Weg gehen. In beiden Fällen ist er steinig und erfordert Mut und Kraft. Der Zusammenhalt der Frauen in der jeweiligen Geschichte hat mich emotional werden lassen, gerade bei Katharina, wo es nicht immer auf den ersten Blick ersichtlich war, dass sie Unterstützung hatte. Und Jule musste sich den Pakt hart erarbeiten, aber sie hat nach Entdeckung der menschenunwürdigen Behandlung der Zwangsarbeiterinnen alles getan, um ihnen zu zeigen, dass sie gesehen werden. Eine tragische aber auch heilende Geschichte, wenn man bedenkt, dass die Entdeckung des Rezeptbuchs dazu geführt hat, dass eine Familiengeschichte ans Licht gekommen ist und Vergebung gefunden werden konnte!

Veröffentlicht am 06.11.2024

Zitronenfieber

Zitronenfieber
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Hope flüchtet sich in die Arbeit und gleichzeitig in eine neue Umgebung an die Cliffs of Moher. Für sechs Wochen soll sie Angus O'Neill als Physiotherapeutin in Ardwellheart unter die Arme greifen, der ...

Hope flüchtet sich in die Arbeit und gleichzeitig in eine neue Umgebung an die Cliffs of Moher. Für sechs Wochen soll sie Angus O'Neill als Physiotherapeutin in Ardwellheart unter die Arme greifen, der sich nach einem schweren Unfall wieder ins Leben kämpft. Während sie auf diese Weise versucht ihre Selbstzweifel und Schuldgefühle auszublenden, schleicht sich Dylan in ihr Leben. Aber er ist der Sohn ihres Patienten und die Beziehung der beiden ist für Hope ein einziges Rätsel. Sie möchte nicht zwischen den Fronten stehen, doch mit dieser Ablenkung entgeht ihr, dass ihre Vergangenheit dabei ist sie einzuholen. Flieht sie wieder oder stellt sie sich ihr entgegen?
Hope und der Umgang mit ihren Schuldgefühlen war authentisch. Man konnte sich reinfühlen, obwohl man nicht von Anfang an wusste, was genau passiert ist und was sie verfolgt. Ähnlich ging es mir mit Dylan, der immer wieder vor schweren Entscheidungen stand, die allesamt mit seinem Vater zusammenhingen. Er hat es sich nicht einfach gemacht und mich damit auch immer wieder zum Nachdenken angeregt. Die Art und Weise wie die beiden Vergebung fanden und wie unterschiedlich die Rollen ihrer Familien dabei waren, hat mich emotional werden lassen. Beide Charaktere haben eine tolle Entwicklung durchgemacht und ich muss sagen, ich will mehr!

Veröffentlicht am 06.11.2024

Das Mondscheincafé

Das Mondscheincafé
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Katzen möchten Menschen, die sie gut behandelt haben etwas zurückgeben und agieren in einem Café, dass in Vollmondnächten in Kyoto auftaucht. Allerdings hat das Café keinen festen Standort und man kann ...

Katzen möchten Menschen, die sie gut behandelt haben etwas zurückgeben und agieren in einem Café, dass in Vollmondnächten in Kyoto auftaucht. Allerdings hat das Café keinen festen Standort und man kann nichts bestellen, man bekommt die Köstlichkeiten auf den Leib geschneidert, während Ratschläge anhand des astrologischen Horoskops verteilt werden.
Ich kenne mich mit Astrologie und Horoskopen nicht wirklich aus und habe mich einfach durch die Kapitel leiten lassen, was mir ein unvoreingenommenes Bild auf die Geschichte ermöglicht hat. Zu diesem Aspekt kann ich also nicht viel sagen, aber was mir sehr gefallen hat, ist das Mythos. Gerade weil Katzen als Haustiere oft einen schlechteren Ruf haben als andere Vierbeiner, war es schön zu sehen, wie sie den Menschen in einer schwierigen Lage und auf so spezielle Art geholfen haben. Auch das Zusammenführen der Handlungsstränge war gelungen, weil ich anfangs tatsächlich dachte, dass die Kunden beliebig ausgewählt wurden. Ein richtig süßes Buch!

Veröffentlicht am 06.11.2024

Hyazinthenschwestern

Hyazinthenschwestern
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Alba und ihre vier Schwestern sind seit dem Tod ihres Bruders Heinrich entzweit. Sie wohnen auf ihren Ländereien nebeneinander, gehen sich aber bestmöglich aus dem Weg und vermeiden so auch diverse Gespräche ...

Alba und ihre vier Schwestern sind seit dem Tod ihres Bruders Heinrich entzweit. Sie wohnen auf ihren Ländereien nebeneinander, gehen sich aber bestmöglich aus dem Weg und vermeiden so auch diverse Gespräche über ihre Familiengeheimnisse. Alba versucht mit der Blumensprache, die sie alle von ihrer Mutter gelernt haben, die Wogen zu glätten, doch der Erfolg lässt zu wünschen übrig. Als der neue Gärtner auftaucht, der in Wahrheit gar kein Gärtner ist, lenkt sie das etwas von ihren Problmen ab und zeigt ihr eine Welt, die ihr bisher unbekannt war. Für eine gemeinsame Zukunft braucht es aber mehr und Alba muss eine Entscheidung treffen.
Düster ist das erte Wort, dass mir in den Sinn kommt, wenn ich an die Geschichte denke. Das betrifft aber nicht nur Albas Familiengeschichte, die einige Tragödien beinhaltet, sondern auch die zerrissene Gesellschaft, gefangen zwischen Revolutionsgedanken und Angst. Die Autorin hat es geschafft, dass ich Albas Last auf den Schultern spüren konnte und betroffen die Familiengeheimnisse gelüftet habe, die mich ein ums andere Mal überrascht haben. Der tolle und flüssige Schreibstil hat mich schnell in die Geschichte finden lassen und hat es mir trotz der schweren Kost leicht gemacht, die Geschichte zu lesen.