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Veröffentlicht am 25.12.2024

Städte wie Dornenranken

Immortal Longings
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"San-Er zeichnet sich vor allem durch Chaos aus, durch seine Wirren und das Durcheinander aus Beziehungsgeflechten, die sich ineinander verheddern."

Mit den verwahrlosenden Zwillingsstädten ...

"San-Er zeichnet sich vor allem durch Chaos aus, durch seine Wirren und das Durcheinander aus Beziehungsgeflechten, die sich ineinander verheddern."

Mit den verwahrlosenden Zwillingsstädten San-Er im Reich Talin schafft Chloe Gong ein überzeugend komplexes Worldbuilding. Vor allem die vielschichtig ausgearbeitete Idee des Körperspringens ist innovativ. In einer Welt, in der einige Menschen die Körper wechseln können wie Hemden, bleibt nichts je sicher.

Herrscherstochter Calla hat bereits ihre eigenen tyrannischen Eltern ermordet und lebt seitdem im Untergrund. Die kommenden tödlichen Spiele in San-Er liefern ihr nun die Chance, auch ihren Onkel König Kasa aus dem Weg zu räumen. Doch dazu muss sie gewinnen. Aber ebenso erfolgreich und brutal wie sie kämpft sich der notorische Körperspringer Anton durch die Spieler. Können aus Gegnern Vetbündete werden? Oder sogar viel mehr?

Diese neue Variante eines Wettkampfes um Leben und Tod ist äußerst fesselnd geschrieben. Schwierig fand ich allerdings die selbstverständliche Allgegenwart von Gewalt. Die Teilnehmenden benutzen Massaker als Abkürzung zum Wohlstand. Auch wenn Calla und Anton dabei teilweise altruistische Motive zugeschrieben werden, hat dies für mich eine Identifikation mit den Protagonisten erschwert, vor allem bei Calla. Dazu, die eigenen Eltern so brutal umzubringen, gehört schon einiges.

Trotzdem freue ich mich nach dem verblüffenden Ende dieses ersten Teils auf eine baldige Rückkehr in diese überraschende Welt.


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Veröffentlicht am 21.12.2024

Geschaffen um zu vernichten

Die 13 Tode der Lulabelle Rock
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Die Porträts sind leicht zu erkennen, nicht nur wegen ihrer Schönheit. Sie haben etwas Gekünsteltes an sich, eine seltsame Stille umgibt sie, selbst wenn sie umherlaufen und reden. Sie wirken, als seien ...

Die Porträts sind leicht zu erkennen, nicht nur wegen ihrer Schönheit. Sie haben etwas Gekünsteltes an sich, eine seltsame Stille umgibt sie, selbst wenn sie umherlaufen und reden. Sie wirken, als seien alle ihre Bewegungen aus einer endlos langen Fotoserie zusammengestellt."



Die Schauspielerin Lulabelle Rock hat von sich 13 Porträts erschaffen lassen. Porträts sind eine Art Klone, die ihren Originalen unangenehme Aufgaben abnehmen. Doch nun soll Schluss damit sein, denn Nr. 13 wurde einzig erschaffen, um ihre zwölf Vorgängerinnen zu "entsorgen"....



Wir folgen der bewaffneten 13, die durch die Stadt Bubble City irrt. Für 13 ist diese Welt genauso neu wie für die Lesenden, wodurch ein ganz eigener Reiz entsteht. Schade nur, dass kaum Zeit für ein Worldbuilding aufgewendet wird, was Bubble City etwas kulissenhaft Skizzenartiges gibt. Während 13 allmählich Bewusstsein und Identität ausbildet, spielt die Story mit existentiellen Fragen, ohne ihnen wirklich Tiefe zu verleihen, was angesichts des rasenden Tempos, mit dem sich 13 durch die Porträts arbeitet, auch kaum möglich wäre. Trotzdem bleibt die Story bis zum Schluss fesselnd, auch wenn viele Fragen offen bleiben. Mit Blade Runner bzw. der berühmten Klassiker-Buchvorlage "Träumen Roboter von elektrischen Schafen" kann das Buch leider nicht mithalten und wirkt im.Vergleich dann eher selbst wie ein Porträt.



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Veröffentlicht am 07.12.2024

Eulen am Karmesinhof

Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss
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Das Buch hat mich ziemlich zwiegespalten zurückgelassen. Schreibstil und Worldbuilding haben mir so gut gefallen wie schon beim ersten Teil der Sonnenfeuer-Ballade-Trilogie. Mit der Reise an ...

Das Buch hat mich ziemlich zwiegespalten zurückgelassen. Schreibstil und Worldbuilding haben mir so gut gefallen wie schon beim ersten Teil der Sonnenfeuer-Ballade-Trilogie. Mit der Reise an den Karmesinhof der Monarchin gab es auch mehr zu beschreiben und zu sehen als im durch Schneemassen abgeschlossenen Herbergen-Setting des ersten Bandes. Stand dort noch ein Mordfall im Mittelpunkt, gilt es für Sintha und Arez nun das Rätsel zu lösen, wer sich hinter der Stimne in den Schatten verbirgt, die Arez' Bruder in den Tod getrieben hat. Im Zentrum des Verdachts stehen schnell die sogenannten Eulen, vier mächtige Angehörige des Hofs.

Die Geschichte hatte immer dann ihre Stärken, wenn die Handlung weiter auf der Spur der Rätsel voranschritt. Auch Sinthas Herkuft als letzte Onyde rückte erneut ins Zentrum und sorgte fürs spannende Momente.

Gar nicht gefallen hat mir aber über weite Strecke die Beziehung zwischen Sintha und Arez, die dafür sorgte, dass mir Arez regelrecht unsympathisch wurde. Lange Zeit steigert er sich in Vorwürfe an Sintha wegen des Todes seines Bruders starrköpfig hinein, um dann plötzlich umzuschwenken, Sintha aber weiter zu bevormunden und alle paar Seiten über seine Schulter zu werfen oder einzusperren. Ich hätte mir echt gewünscht, dass Sintha mit dem Minnesänger oder dem süßen Irrlicht durchbrennt.

Dennoch gab es einige interessante Wendungen, die mich neugierig auf den Fortgang der insgesamt guten Geschichten gemacht haben.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Sicher, heil und geborgen

So findest du innere Stabilität
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Innere Stabilität finden und nie wieder verlieren - dieser Ratgeber legt die Messlatte wirklich sehr hoch.

Maja Günther und weitere psychologisch bewanderte Expertinnen bieten eine Fülle an Übungen und ...

Innere Stabilität finden und nie wieder verlieren - dieser Ratgeber legt die Messlatte wirklich sehr hoch.

Maja Günther und weitere psychologisch bewanderte Expertinnen bieten eine Fülle an Übungen und Themen, wie man seiner inneren Mitte wieder näherkommt. Besonders hilfreich war für mich persönlich die Erkenntnis, dass es für uns unvorstellbar geworden ist, sich trotz eigener Fehler und Schwächen gut zu fühlen.

Wieviel man aus diesem Buch mitnehmen kann, hängt meiner Meinung nach entscheidend davon ab, wie tief dieser Stachel durch die individuelle Biografie jeweils sitzt. Wenn es wirklich nur darum geht, wie im Buch beschrieben in einer Warteschlange umzuschalten von Zeitverschwendung und Druck auf Gelassenheit und Atempause, bietet das Buch wirklich gute Anregungen. Zu hochgegriffen erscheint mir aber, dass die Tipps wie angekündigt ausreichen, wenn Stress anhält, Lebensfreude geschwungen ist und ständige Erschöpfung vorherrscht oder gar keine akute Krisen. Mit den vorgestellten naheliegenden Klassikern wie Bewegung, Naturerlebnissen und gesünderen Gewohnheiten kann man sich eine Zeit lang über Wasser halten, aber nicht allein aus einem Sumpf ziehen. Das Buch eignet sich aus meiner Sicht vor allem für das bessere Bewältigen von Alltagsproblemen.

Die verschiedenen Expertinnen bieten vielfältige Anregungen. Dadurch entsteht eher eine Rezeptsammlung als ein aufeinander aufbauender Handlungsleitfaden.

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Veröffentlicht am 08.11.2024

Magical Bureau of Investigation

How To Catch A Magical Light (New York Magics 1)
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Arlyn treibt als Irrlicht in einem magischen New York ihr Unwesen. Die Öffentlichkeit kennt sie nur als das "Phantom", dem ihre Diebstähle zugeschrieben werden. Der attraktive Dämon Heaton vom magischen ...

Arlyn treibt als Irrlicht in einem magischen New York ihr Unwesen. Die Öffentlichkeit kennt sie nur als das "Phantom", dem ihre Diebstähle zugeschrieben werden. Der attraktive Dämon Heaton vom magischen Bureau of Investigation ist ihr auf den Spuren. Als Arlyn erpresst wird, droht ihre Identität aufzufliegen. Wenn sie nicht enttarnt werden will, muss sie beim MBI anheuern. Und ihr Partner wird ausgerechnet Heaton...

Der Roman hat viele gute Grundideen und macht Lesespaß. Vor allem das MBI, eine magische Bibliothek als Sympathieträgerin und die Vielfalt der magischen Wesen haben es mir angetan. Ich hätte mir gewünscht, dass man wesentlich mehr Seiten ins Worldbuilding investiert hätte. Vor allem die Irrlicht-Natur von Arlyn bot viel Potenzial. Mehr als dass sie sich unsichtbar machen kann, erfährt man aber dazu nicht. Und was bedeutet es, dass Heaton ein Dämon ist, außer dass er Schatten werfen kann?

Optisch ist das Buch wunderschön gestaltet, vor allem in der ersten Auflage mit Farbschnitt. Das Korrektorat blieb hinter dieser Qualität leider etwas zurück.

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