Profilbild von Monina83

Monina83

Lesejury Star
offline

Monina83 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Monina83 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.01.2026

Oh wow, was für eine Überraschung

Love, Mom
0

Auf "Love, Mom" von Iljana Xander bin ich durch Zufall auf dem @team.bloggerportal gestoßen und da sich der Klappentext spannend anhörte, wollte ich es lesen. Dass es mich aber dann so mitreißt und ein ...

Auf "Love, Mom" von Iljana Xander bin ich durch Zufall auf dem @team.bloggerportal gestoßen und da sich der Klappentext spannend anhörte, wollte ich es lesen. Dass es mich aber dann so mitreißt und ein echtes Highlight wird, damit hätte ich nicht gerechnet 😍

Der Einstieg fiel mir durch den lockeren, jugendlichen Schreibstil total leicht und ich war sofort im Geschehen.

Die 21jährige Mackenzie hat gerade ihre Mutter, eine berühmte Schriftstellerin verloren und obwohl sie eine schwierige Beziehung zueinander hatten, trauert sie. Als sie dann anonym Briefe ihrer Mutter Elizabeth an sie erhält, die aus einer Art Tagebuch zu stammen scheinen ist der Protagonistin klar, dass in der Vergangenheit von Elizabeth etwas passiert sein muss, das sie sehr verändert hat. Gemeinsam mit ihrem besten Freund macht sie sich auf die Suche nach Antworten, aber was sie dann findet, übersteigt all ihre und überstieg auch meine Erwartungen.

Je mehr ich las, desto tiefer wurde ich in die Geschichte von Elizabeth hineingezogen, was durch die Rückblicke in die Vergangenheit noch verstärkt wurde. Bald fing ich an, die wildesten Theorien aufzustellen und kam doch nie an die Wahrheit heran. Dabei ist alles so herrlich logisch, wenn man es einmal durchschaut hat. 😁

Für mich war dieses Buch ein echter Pageturner und die einzelnen Plottwists haben mich oftmals eiskalt erwischt, aber immer richtig begeistert, denn ih liebe es, wenn mich Geschichten überraschen.

Diese Buch ist für alle, die es spannend und unblutig mögen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.01.2026

Eine klare Leseempfehlung

Die Dolmetscherin
0

Mich fasziniert es immer, wie Autorinnen es schaffen, Fiktion mit Realität zu verbinden. So wie bei "Die Dolmetscherin" von Titus Müller aus dem Heyne Verlag.

Hier wird die fiktive Übersetzerin Asta als ...

Mich fasziniert es immer, wie Autorinnen es schaffen, Fiktion mit Realität zu verbinden. So wie bei "Die Dolmetscherin" von Titus Müller aus dem Heyne Verlag.

Hier wird die fiktive Übersetzerin Asta als Dolmetscherin für die Nürnberger Prozesse eingesetzt. Natürlich wusste ich, was im Grunde in dieser Geschichte passieren wird, denn über diese Zeit und Ereignisse drum herum gibt es viele Berichte, aber für mich war es doch nochmal etwas anderes, das Ganze aus Astas Sicht zu erleben. Für mich war das genau das Richtige, denn dadurch hat man zum einen einen "Augenzeugen" zum anderen aber auch ein wenig Abstand, da Asta nicht real ist.

Trotzdem hat es mich erneut schockiert und verwundert, wie unterschiedlich die Reaktionen der Beteiligten doch waren. Die einen geben sich unwissend und weisen jede Verantwortung von sich, die anderen verteidigen sich oder sind immer noch der Meinung, das Richtige getan zu haben oder dass es doch gar nicht so schlimm war, wie behauptet. Titus Müller hat das in seinem Buch noch einmal gut herausgearbeitet und dem Leser
in nahegebracht. Mich hat es dabei wieder richtig geschüttelt und obwohl ich weiß, dass die Schilderung den Tatsachen entspricht, kann ich es trotzdem nie glauben. Wie konnten sie nur?!

Ich konnte Asta nur bewundern (auch, wenn sie selbst fiktiv ist, gab es doch wirklich Menschen, die bei den Nürnberger Prozessen übersetzt haben), wie kann man bei dieser Arbeit neutral bleiben? Aber es war auch sehr interessant bei ihrer Tätigkeit hinter die Kulissen zu schauen. Und obwohl ich schon so viel vom Inhalt des Buches wusste, war es durch die Protagonistin doch spannend und ich konnte das Buch kaum weglegen, weil ich so vereinnahmt wurde.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2025

Unbedingt mehr davon

Mord auf der Herreninsel
0

Meine Meinung:

Da ich letztes Jahr erst wieder am Chiemsee war und mir die Begebenheiten noch klar vor Augen sind, wollte ich unbedingt den Krimi „Mord auf der Herreninsel“ lesen.

Es war wirklich schön, ...

Meine Meinung:

Da ich letztes Jahr erst wieder am Chiemsee war und mir die Begebenheiten noch klar vor Augen sind, wollte ich unbedingt den Krimi „Mord auf der Herreninsel“ lesen.

Es war wirklich schön, die ganzen Orte und Ereignisse rund um die Insel Herrenchiemsee persönlich zu kennen. So zogen in meinem Kopf die einzelnen Bilder vorbei und ich konnte mir alles noch besser vorstellen. Sehr schnell gibt es auch den ersten Toten, so dass man direkt in die Geschichte einsteigt. Ich mag es bei Krimis sehr gerne, wenn es nicht zu langes Vorgeplänkel gibt. Die Charaktere kann man auch gut, während den Ermittlungsarbeiten kennenlernen und so handhabt es auch Maurice Richardson, was mir sehr entgegen kam.

Die Ermittlerin Kaya Benaty hat nämlich ihre eigene Beziehung zu dieser Gegend, welche nach und nach aufgedeckt wird. Dass sie selbst ein ganz schönes Päckchen zu tragen hat, machte sie für mich menschlicher und nahbarer und damit hat sie sich schließlich auch in mein Herz geschlichen. Der Autor macht es ihr nämlich nicht einfach, da er ihr einen ganz schönen Macho als Kollegen an die Hand gibt. Damit zeigt er auch gleich auf, dass es Frauen in diesem Beruf oft noch sehr schwer gemacht wird, vor allem, da Kaya eine ganz eigene Art hat, an die Ermittlungen ranzugehen. Sie sucht oft an Stellen, die andere schon als unwichtig abgetan haben, stößt dabei aber oft noch auf wichtige Details. Mir hat es jedenfalls sehr viel Spaß gemacht, gemeinsam mit Kaya auf die Suche nach dem Mörder zu gehen. Besonders interessant waren für mich dabei die kurzen Kapitel aus Sicht des Täters. So bekommt man noch einmal ganz andere Einblicke, ohne aber diesem zu schnell auf die Schliche zu kommen, was ich richtig gut fand.

Die Hintergründe hinter allem haben bei mir dann richtig Gänsehaut verursacht. Es steckt so viel mehr hinter diesem Fall, als man zu Beginn erahnt. Aber genau das liebe ich so: Wenn auch ein Krimi und die Motive des Täters vielschichtig sind. Das ist dem Autor auf jeden Fall sehr gut gelungen und ich hoffe, dass wir Kaya Benaty noch ganz oft bei der Lösung eines Falles begleiten dürfen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2024

Mein erstes, aber nicht letztes Buch von Hanna Caspian

Im Takt der Freiheit
0

Meine Meinung:

Tatsächlich wollte ich schon lange einmal etwas von Hanna Caspian lesen und freute mich deshalb sehr, dass „Im Takt der Freiheit“ ein Einzelband war, um die Bücher der Autorin mal kennenlernen ...

Meine Meinung:

Tatsächlich wollte ich schon lange einmal etwas von Hanna Caspian lesen und freute mich deshalb sehr, dass „Im Takt der Freiheit“ ein Einzelband war, um die Bücher der Autorin mal kennenlernen zu können.

In dieser Geschichte dreht sich alles um Felicitas, Tochter eines Eisenbahn-Fabrikanten, die in einem goldenen Käfig großgeworden ist und diesem entfliehen möchte. Die junge Frau interessiert sich sehr für technische Dinge und hadert sehr damit, dass es dem weiblichen Geschlecht abgesprochen wird, genug Intellekt für solche Sachen zu haben. Anstatt die Firma ihres Vaters zu übernehmen, soll sie an eine „gute Partie“ verheiratet werden, um so in der Gesellschaft aufzusteigen und lukrative Aufträge einzubringen. Aber Felicitas hat ganz andere Pläne.

Das hängt nicht alleine mit dem jungen, klugen Lorenz zusammen, der ihr das Fahrradfahren beibringt und sie so in eine faszinierende „neue“ Welt entführt.

Ja, was soll ich sagen: Ich liebe starke Protagonistinnen und hier haben wir genau eine solche, die ihrer Zeit weit voraus ist. Felicitas war mir von Anfang an sympathisch. Sie will die Rolle der Frau in der Gesellschaft nicht so einfach akzeptieren, die ihr zugedacht wird und kämpft dafür, selbst Entscheidungen treffen zu dürfen. Genau solche mutigen Frauen waren es, die über die Jahre für die Rechte der Frauen gekämpft haben, die unsere Möglichkeiten erweitert haben und ich bewundere sie von ganzem Herzen. Auch, wenn Felicitas eine fiktive Figur ist, hat es solche jungen Damen doch auch in Wirklichkeit gegeben und ich lese sehr gerne darüber.

Auch die Liebesgeschichte gefiel mir sehr gut. Lorenz und Felicitas treffen sich einige Male und lernen sich erst einmal richtig kennen, bevor sie sich ihre Gefühle (vorsichtig) gestehen. Natürlich gibt es einige Konflikte, denn Lorenz ist nicht standesgemäß und Felicitas ja inoffiziell schon vergeben bzw. durch ihren Vater verlobt. Besonders toll fand ich es aber, dass die junge Frau trotz Liebe ihre eigenen Ziele nicht aus den Augen verliert: Sie möchte auf eigenen Beinen stehen und selbst Entscheidungen fällen dürfen, ohne einen männlichen Vormund fragen zu müssen. So stand die Liebesgeschichte nicht ganz im Fokus, sondern eher Felicitas Kampf.

1888 ist eine Zeit, über die ich noch nicht so viel gelesen habe, aber Hanna Caspian schmückt ihr Buch mit genügend Details, so dass ich mich gut einfinden konnte und sogar einiges gelernt habe, ohne das Gefühl zu haben, von unwichtigen Informationen erschlagen zu werden. Im Gegenteil, es fügt sich alles so geschickt in die Geschichte ein, dass ich das Buch flüssig lesen konnte und Spaß daran hatte.

Das war zwar mein erstes Buch von Hanna Caspian, aber sicher nicht mein letztes. Tatsächlich habe ich mir schon weitere gekauft.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.11.2024

Diese Reihe hat Suchtpotenzial

Eine Leiche unter Palmen
0

Meine Meinung:

Da mir der erste Fall rund um Pana und sein Café schon so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch gleich Band zwei lesen. Und was hab ich mich auf ein Wiedersehen mit all den Charakteren ...

Meine Meinung:

Da mir der erste Fall rund um Pana und sein Café schon so gut gefallen hat, musste ich natürlich auch gleich Band zwei lesen. Und was hab ich mich auf ein Wiedersehen mit all den Charakteren gefreut. Wobei Ute in diesem Buch erst einmal wieder in Deutschland ist, um dort einiges zu klären. Pana und sie leiden tatsächlich an der Trennung, da ihre Liebe noch ganz frisch und empfindlich ist. Da kommt es auch nicht gerade gelegen, dass die Pathologin Eleni Pana Avancen macht. Das führt zu einigen Konflikten in der jungen Liebe, bringt aber auch wieder eine gehörige Portion Emotionen in die Geschichte.

Dazu kommen dann der erneute Leichenfund und ein entführter Bürgermeister. Auch dieses Mal greift Pana seinem unfähigen Cousin unter die Arme und ermittelt fleißig auf eigene Faust. Davon sind aber nicht alle begeistert und er bekommt ordentlich Gegenwind. Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich selbst auch eine schlechte Ermittlerin wäre, denn ich war wieder mal auf der falschen Spur. Aber ich denke, das macht Tina Wälde mit Absicht :D Zumindest scheint es so, als hätte sie großen Spaß daran, ihre Leser*innen auf falsche Fährten zu locken. Aber genau das liebe ich an ihren Krimis und den Humor, den ich in jedem Band finde. Das lockert die Atmosphäre deutlich auf, so dass man sich selbst beim Lesen eines Krimis wohlfühlen kann.

Natürlich fügt die Autorin auch wieder ihre ganz eigenen Erfahrungen ein, die sie bei ihrem Leben auf Zypern sammeln konnte. So bekommt dieser Cosy Crime noch einmal einen ganz eigenen Flair, der mir wirklich sehr gut gefällt.

Ein wundervolles Setting, eine süße Liebesgeschichte, einzigartige, liebenswerte Charaktere, ein spannender Fall und eine schöne Prise Humor, das macht die Bücher von Tina Wälde aus. Eine wunderbare Mischung, die ich hoffentlich noch in vielen weiteren Bänden genießen darf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere