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Veröffentlicht am 16.11.2024

Die eigenen Wurzeln

Als wir im Schnee Blumen pflückten
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"Als wir im Schnee Blumen pflückten" von Tina Harnesk ist ein Roman über die Suche nach den eigenen Wurzeln, über Verlust und Wiederfinden.
Mariddja und ihr Mann Biera wohnen hoch im Norden Schwedens. ...

"Als wir im Schnee Blumen pflückten" von Tina Harnesk ist ein Roman über die Suche nach den eigenen Wurzeln, über Verlust und Wiederfinden.
Mariddja und ihr Mann Biera wohnen hoch im Norden Schwedens. Sie ist Samin und hat sich auch Teile ihrer Kultur bewahrt. Die beiden leben isoliert und gehen nach dem Verlust des Neffen kaum noch aus dem Haus. Der Neffe hat bei ihnen wie ein Sohn gelebt, ging dann aber mit seiner Mutter fort, ohne dass sie je erfuhren wohin.
Jetzt verschwindet Biera nach und nach in seiner Demenz und Mariddja hat Krebs, sie wird nicht mehr lange leben. Gerne würde sie den Neffen nochmal sehen und auch ihren Mann gut versorgt wissen.
Die Geschichte wird von Mariddja erzählt, die sich auch mit der Stimme aus ihrem Telefon unterhält und auch von einem jüngeren Paar, dass kürzlich dorthin gezogen ist.
Mir gefallen die schönen Beschreibungen des kargen Lebens und der Natur dort, ich mag die wechselnden Perspektiven, die sich später sehr gut zusammenfügen.
Stellenweise lässt sich das Buch schwierig lesen, es gibt einige Begriffe, die nicht erklärt werden und auch einige Handlungen der Protagonistin bleiben mir fremd und unverständlich. Man muss sich konzentrieren, um alle Wechsel in Zeit und Perspektive mitzubekommen.
Die Geschichte ist sehr emotional und bietet trotzdem eine gewisse Leichtigkeit und auch Humor, ich mochte sie.

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Veröffentlicht am 15.11.2024

Düstere Atmosphäre

Finster
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"Finster" von Ivar Leon Menger ist ein düsterer Thriller, gerade weil es um Kinder geht und auch der Ort etwas unheimlich, geheimnisvoll ist. Dominiert wird der Ort Katzenbrunn, im Odenwald, von einer ...

"Finster" von Ivar Leon Menger ist ein düsterer Thriller, gerade weil es um Kinder geht und auch der Ort etwas unheimlich, geheimnisvoll ist. Dominiert wird der Ort Katzenbrunn, im Odenwald, von einer psychiatrische Klinik, eingebettet im Wald.
Ein Dreizehnjähriger verschwindet im Jahre 1986 und er ist nicht der Erste mit diesem Schicksal. Kriminalhauptkommissar Hans J. Stahl ist seit einem Unfall nicht mehr im Dienst, würde aber gerne den Fall noch abschließen und den Greifer ermitteln und stellen. Also kehrt er an den Ort zurück.
Eigentlich gibt es in Katzenbrunn auch keine Kinder mehr, trotzdem verschwindet wieder ein Junge und Stahl gerät zunehmend unter Zeitdruck.
Das Buch erzählt die Geschichte in sehr kurzen Kapiteln und einfachen Worten. Die Perspektiven werden schnell gewechselt, das liest sich sehr spannend.
Die Beteiligten, also die Einwohner, wirken alle verschlossen und sind auch nicht sympathisch, irgendwie bleibt hier alles fremd und weit weg.
Durch einige Spuren schafft es der Autor einen in die Irre zu führen und hat trotzdem ein überraschendes Finale gefunden. Das Buch ist eine düstere Zeitreise in die Achtziger Jahre.

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Veröffentlicht am 15.11.2024

Gegensätzlichkeiten

Pi mal Daumen
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"Pi mal Daumen" von Alina Bronsky ist ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe. Von der Autorin habe ich schon einiges gelesen und wurde auch nie enttäuscht. Sie schafft es auch ernsthafte Themen mit ...

"Pi mal Daumen" von Alina Bronsky ist ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe. Von der Autorin habe ich schon einiges gelesen und wurde auch nie enttäuscht. Sie schafft es auch ernsthafte Themen mit viel Humor und Warmherzigkeit zu verpacken.
Hier haben wir zwei Protagonisten, die unterschiedlicher kaum sein könnten, die ich beide mochte und gerne eine Zeit begleitet habe.
Hier liegt der Schwerpunkt der beiden auf Mathematik und auch im Buch dreht sich da so einiges darum, das sollte man schon mögen.
Die Figuren werden hier mit voller Absicht überzeichnet und auch mit den Situationen werden so einige Klischees bedient, aber gerade daraus ergibt sich die wunderbare Komik dahinter. Nicht über alle dieser Situationen konnte ich schmunzeln, manchmal fand ich es etwas zuviel, aber mir war immer bewusst, was die Autorin damit zeigen wollte.
Das Buch lässt sich einfach und schnell lesen, es ist nicht mein Lieblingsbuch der Autorin, aber trotzdem eine Empfehlung wert.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Guter Reihenstart

Das Dickicht
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"Das Dickicht" von Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock ist ein sehr spannend erzählter Kriminalroman. Es ist der Auftakt zu einer neuen Serie und ich freue mich hier schon darauf weitere Fälle mit diesem ...

"Das Dickicht" von Nikolas Kuhl und Stefan Sandrock ist ein sehr spannend erzählter Kriminalroman. Es ist der Auftakt zu einer neuen Serie und ich freue mich hier schon darauf weitere Fälle mit diesem Ermittler-Duo lösen zu können.
Die Ermittler sind Juha Korhonen und Lucas "Lux" Adisa, beide sehr intelligent und sympathisch, wobei jeder von ihnen seine eigenen Ermittlungsansätze und Methoden hat. Trotzdem sind sie ein gutes Team.
Die Geschichte besteht hier sozusagen aus zwei Fällen, einer aktuellen Entführung und einer weit zurückliegenden, die aber tragisch mit dem Tod des Jungen endete.
Wie verzwickt und verworren der Fall wirklich ist, zeigt sich erst nach und nach, wenn eine Spur wieder keinen Erfolg bringt.
Juha war damals schon dabei und ihn holt hier die Vergangenheit ein, in die wir ihm als Lesende folgen, mir hat das gut gefallen.
Die Personen wirken hier echt und authentisch, der Schreibstil ist flüssig zu lesen und verständlich. Das Buch ist größtenteils spannend, ich freue mich hier wirklich auf die Fortsetzungen, gerade, weil man die beiden Ermittler jetzt schon besser einschätzen kann.
Die Auflösung wusste mich dann echt zu überraschen.

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Veröffentlicht am 09.11.2024

Mal ein etwas anderer Thriller

Du kennst sie
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"Du kennst sie" von Meagan Jennett ist ein echt spannender Thriller mit zwei ganz besonderen Frauen in den Hauptrollen.
Eine davon, Sophie Braam, arbeitet als Barkeeperin und hat es mehr als einmal mit ...

"Du kennst sie" von Meagan Jennett ist ein echt spannender Thriller mit zwei ganz besonderen Frauen in den Hauptrollen.
Eine davon, Sophie Braam, arbeitet als Barkeeperin und hat es mehr als einmal mit übergriffigen Männern zu tun. Das setzt ihr so sehr zu, dass sie zur Mörderin wird.
Die andere, Nora Winter, steht auf der anderen Seite des Gesetzes, sie ist Polizistin und hat es auch dort nicht leicht in einer fast ausschließlichen Männerwelt.
Die beiden Frauen lernen sich kenn, ja, freunden sich sogar etwas an und doch steht hier etwas gewichtiges zwischen ihnen, was uns, als Lesende auch stets bewusst ist.
Die Gefühle der Frauen werden hier gut beschrieben und man hat eine ganze Zeit lang auch echt Verständnis für ihre Gedanken und Taten, das bleibt aber natürlich nicht so. Mir gefällt, dass wir hier die beiden Frauen begleiten und das Geschehen erleben. Teils ist man da echt nah dran.
Dann gibt es noch eine Traumebene, die Göttin, die mordet, die Opfer, die sich häufen, mal etwas ganz anderes.
Mir hat dieses Buch im Ganzen sehr gut gefallen, teilweise war es etwas langatmig und fast etwas zu esoterisch. Der Ansatz und die Idee dahinter sind aber echt klasse, mal ein ganz anderer Thriller, wenn man davon schon sehr viele gelesen hat. Die Spannung war nicht durchgehend, aber absolut vorhanden. Das Buch ist eine Empfehlung und das Lesen wert.

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