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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.12.2024

breite Vielfalt an schwierigen Themen

Das Haus der Lügen
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Im aktuellen Teil der Serie dreht die Journalistin Kajsa einen Dokumentarfilm über ihre Jugendfreundin Anki, der am Ende des Krimis vorgestellt und beworben wird. Inhaltlich erfährt man nicht mehr, welche ...

Im aktuellen Teil der Serie dreht die Journalistin Kajsa einen Dokumentarfilm über ihre Jugendfreundin Anki, der am Ende des Krimis vorgestellt und beworben wird. Inhaltlich erfährt man nicht mehr, welche Themen im Film behandelt werden, das hat mich allerdings schon neugierig gemacht. Die aufzuarbeitenden Themen sind Ankis aktuelle Vergewaltigung, ihre traumatischen Erlebnisse ihrer Kindheit, Tablettenabhängigkeit, psychische Erkrankungen und Verdrängung und noch einiges mehr. Keine leichte Aufgabe für Kajsa, die selbst erst ihre Krebserkrankung überwunden hat und auch noch nervös auf die Diagnose ihres Mannes wartet.
Inhaltlich sind die Themen sehr gut und vielfältig ausgewählt, aber auch schwierig zu behandeln. Der Schreibstil der Autorin ist mitreißend, die kurzen Kapitel wechseln sich inhaltlich ab und verleiten zum Weiterlesen, der Stil ist einfach und direkt, ungeschönt, was mir sehr gut gefallen hat. Ich bin schon neugierig, wie es weitergeht und ob wir im nächsten Teil noch mehr über den Dokumentarfilm erfahren werden.

Veröffentlicht am 04.12.2024

Schicksalsbegegnung

Helle Sommer
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Der Roman ist eine wunderschöne Sommerlektüre, ausdrucksstark und voller Emotionen. Billie macht im Laufe der Zeit einen enormen Entwicklungsprung, vom schüchternen, vorsichtigen, verträumten Teenager, ...

Der Roman ist eine wunderschöne Sommerlektüre, ausdrucksstark und voller Emotionen. Billie macht im Laufe der Zeit einen enormen Entwicklungsprung, vom schüchternen, vorsichtigen, verträumten Teenager, der sich trotz Armut und der Hürden, die ihr das Leben stellt, nicht von ihren Träumen und Zielen abbringen lässt zu einer liebenswerten jungen Frau. Das Thema Liebe begleitet sie durch die Zeiten des Erwachsenwerdens. Maxime tritt in jungen Jahren unerwartet in ihr Leben und fasziniert sie so dermaßen, dass sie immer mit ihm in Kontakt kommt, mal intensiver, dann weniger, da ihre Leben in unterschiedlichen Bahnen weiter verlaufen. War es Schicksal oder war es Bestimmung, dass sie sich in jenem Sommer ihrer Jugend begegnet sind? Die Geschichte wird wunderschön und einfühlsam erzählt, ist aber auch traurig, aber niemals kitschig.

Veröffentlicht am 20.11.2024

die ungeschönte Seite der Sucht

The Glass Girl
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Das Cover und der Titel sind sehr ansprechend und ästhetisch ausgewählt, auch für die Altersgruppe passend. Die Altersempfehlung 9-12 Jahre würde ich persönlich aufgrund des sensiblen Themas und der Hauptakteurin ...

Das Cover und der Titel sind sehr ansprechend und ästhetisch ausgewählt, auch für die Altersgruppe passend. Die Altersempfehlung 9-12 Jahre würde ich persönlich aufgrund des sensiblen Themas und der Hauptakteurin im Buch, die selbst 15 Jahre alt ist, etwas höher ansetzen, etwa ab 12-13 Jahren. Thematisiert werden die Themen Alkohol und Abhängigkeit, Süchte generell und die damit verbunden Probleme des Alltags wie Lügen, Beschaffen des Stoffes bis hin zur Entzugsklinik. Als Leser*in kann man sich sehr gut in die tragische Situation und gefühlte Ausweglosigkeit von Bella hineinversetzen und kann ihr Handeln auch nachvollziehen, auch wenn man es selbst nicht als richtig empfindet. Die Autorin schafft es, dass es nicht wertend oder negativ dargestellt wird, sondern zeigt den Umgang mit dieser schwierigen Situation samt den Hürden und Lichtblicke auf.

Veröffentlicht am 09.11.2024

spannende Hintergrundgeschichten

Der stille Vogel
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Der dritte Teil der Reihe ist von Beginn an sehr spannend geschrieben und setzt dort an, wo der zweite Teil geendet hat. Nachdem ich die Vorgänger-Kriminalromane kenne, war ich schon mit den Hauptcharakteren ...

Der dritte Teil der Reihe ist von Beginn an sehr spannend geschrieben und setzt dort an, wo der zweite Teil geendet hat. Nachdem ich die Vorgänger-Kriminalromane kenne, war ich schon mit den Hauptcharakteren vertraut und konnte somit sehr schnell in die Geschichte hineinfinden. Neben der Aufklärung des tragischen Mordfalles an zwei Jungen, der schon vor sehr langer Zeit begangen wurde, aber nun durch die Knochenfunde wieder aufgenommen wird, kommen auch andere Dinge ans Tageslicht. Man merkt, dass die Stimmung der kleinen Dorfgemeinschaft sehr schnell kippt und bei vielen die Nerven blankliegen. Neben der Aufklärung des Falles hat mir aber vor allem die Situation von Nicole sehr leidgetan. Nach dem tragischen Verlust ihres Vaters im vorigen Teil hat sie nun mit John eine Vertrauensperson gefunden und dies soll sich nun wieder ändern und Nicole zu neuen Pflegeeltern kommen. Dieses persönliche Schicksal hat mich sehr berührt.
Gut gelungen finde ich vor allem im letzten Teil auch die unerwarteten Wendungen, wenn es um die Suche nach potenziellen Mörder*innen geht und den stimmigen Schluss, sodass alles aufgeklärt wird und wieder Ruhe einkehren kann. Über einen folgenden Teil würde ich mich sehr freuen.

Veröffentlicht am 09.11.2024

spannende Hintergrundgeschichten

Der stille Vogel
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Der dritte Teil der Reihe ist von Beginn an sehr spannend geschrieben und setzt dort an, wo der zweite Teil geendet hat. Nachdem ich die Vorgänger-Kriminalromane kenne, war ich schon mit den Hauptcharakteren ...

Der dritte Teil der Reihe ist von Beginn an sehr spannend geschrieben und setzt dort an, wo der zweite Teil geendet hat. Nachdem ich die Vorgänger-Kriminalromane kenne, war ich schon mit den Hauptcharakteren vertraut und konnte somit sehr schnell in die Geschichte hineinfinden. Neben der Aufklärung des tragischen Mordfalles an zwei Jungen, der schon vor sehr langer Zeit begangen wurde, aber nun durch die Knochenfunde wieder aufgenommen wird, kommen auch andere Dinge ans Tageslicht. Man merkt, dass die Stimmung der kleinen Dorfgemeinschaft sehr schnell kippt und bei vielen die Nerven blankliegen. Neben der Aufklärung des Falles hat mir aber vor allem die Situation von Nicole sehr leidgetan. Nach dem tragischen Verlust ihres Vaters im vorigen Teil hat sie nun mit John eine Vertrauensperson gefunden und dies soll sich nun wieder ändern und Nicole zu neuen Pflegeeltern kommen. Dieses persönliche Schicksal hat mich sehr berührt.
Gut gelungen finde ich vor allem im letzten Teil auch die unerwarteten Wendungen, wenn es um die Suche nach potenziellen Mörder*innen geht und den stimmigen Schluss, sodass alles aufgeklärt wird und wieder Ruhe einkehren kann. Über einen folgenden Teil würde ich mich sehr freuen.