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Veröffentlicht am 10.11.2024

Ein Buch das nachhallt!

Amrum
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Klappentext:

„Zwischen Heidekrautfeldern und dem endlosen Watt ist Nanning zu Hause: Amrum, die Nordseeinsel ist alles, was er kennt. Gemeinsam mit seinem besten Freund trotzt er der kargen Natur ab, ...

Klappentext:

„Zwischen Heidekrautfeldern und dem endlosen Watt ist Nanning zu Hause: Amrum, die Nordseeinsel ist alles, was er kennt. Gemeinsam mit seinem besten Freund trotzt er der kargen Natur ab, was er kann, um während des Krieges für seine Familie zu sorgen. Sie jagen Kaninchen, treten Schollen und tauschen ihre Beute gegen das Notwendigste. Wenn es hart auf hart kommt, hält die Gemeinschaft zusammen, doch Nanning spürt das Misstrauen ihm und seiner regimetreuen Familie gegenüber. Mit dem Tod Hitlers brechen neue Zeiten an, und für Nanning wird sich alles ändern.

Amrum erzählt voll wilder Schönheit davon, was Herkunft bedeutet – und wie man lernt, den eigenen Weg zu gehen. Der Roman ist ein poetisches Zeitzeugnis, in dessen Kern eine zutiefst menschliche Geschichte steht.“



Einerseits machen die Leser hier mit Autor Hark Bohm eine Zeitreise aber andererseits auch eine Art Heimatkunde auf der Insel Amrum. Bohm lässt Hauptprotagonisten Nanning erzählen. Ein Kind, welches in Kriegszeiten auf einer deutschen Insel aufwächst und die Schwierigkeiten, Folgen, Qualen aber auch gleichzeitig die Schönheit der Natur und dieser zweideutigen Einsamkeit auf einer Insel verdeutlicht. Es kann Fluch und Segen zugleich sein, wenn man so abgeschieden wohnt aber es macht auch was mit Einem wenn man so eine Zeit durchmachen muss. Nanning ist noch so jung und dennoch lastet bereits so viel auf diesen kleinen Schultern. Mit Kumpel Herrmann gehen sie jagen und fischen um überhaupt etwas Essbares auf den Tellern zu haben, um zu tauschen, um zu überleben. Der Krieg hinterlässt mehr als tiefe Spuren und als dann dieser vorbei ist, heilen diese nicht ohne Weiteres einfach so zu. Bohm beschreibt einerseits die Härte des Krieges aber wiederum auch die Schönheit der Insel selbst in diesen kalten Zeiten. Durch immer wieder gekonnte Erzählungen zeigt er die zeitgleiche schöne Natur auf in den dunklen Zeiten, es scheint immer wieder wie Lichtblicke gegen das Dunkel. Sie scheinen wie ein Rettungsanker. Bohm verdeutlicht die damalige Zeit sehr intensiv und findet stets passende Worte um die Situationen den Leser näher zu bringen. Sein Ausdruck ist rund und der Zeit ebenfalls angepasst. Fazit: Die Geschichte muss man erstmal sacken lassen wenn man sie beendet hat und ja, man sollte darüber nachdenken was man gelesen hat. Das Buch hallt nach und beeindruckt auf besondere Art und Weise! 4 sehr gute Sterne hierfür!

Veröffentlicht am 10.11.2024

Ein wichtiges Garten-Buch!

Die Rasen-Revolution
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Klappentext:

„Mit Rasen die Artenvielfalt fördern und das Klima schützen - dieser Vorschlag der Naturgartenplanerin Ulrike Aufderheide überrascht. Gilt der sattgrüne Grasteppich doch oft als Inbegriff ...

Klappentext:

„Mit Rasen die Artenvielfalt fördern und das Klima schützen - dieser Vorschlag der Naturgartenplanerin Ulrike Aufderheide überrascht. Gilt der sattgrüne Grasteppich doch oft als Inbegriff naturfeindlichen Gärtnerns. Doch dieses Buch macht schnell klar: Rasenflächen sind besser als ihr Ruf. Werden sie naturnah angelegt und biodiversitätsfördernd gepflegt, gewinnen wir eine Vielzahl von Naturerlebnissen und zudem Flächen, die in der Klimakrise gut funktionieren.

Kurzrasige, blütenreiche Flächen gehören seit Jahrmillionen zu unserer Natur und viele Pflanzen und Tiere sind genau an diesen Lebensraum angepasst. Gut verständlich skizziert die Diplom-Biologin die naturwissenschaftlichen und kulturhistorischen Zusammenhänge. Ihr Fazit ist ermutigend: Gärten ähneln in ihren Grundzügen diesen Naturlandschaften. Direkt vor unserer Haustür haben wir also eine große Chance, die Artenvielfalt zu fördern.

Das Buch ist unentbehrlich für die naturnahe Neuanlage oder Umgestaltung und die biodiversitätsfördernde Pflege von blütenreichen Rasen und Wiesen. Passende Listen mit heimischen Pflanzen für attraktive Wiesenbeete und Porträts faszinierender Partnerschaften von Pflanzen und Tieren machen Mut, aktiv zu werden.

Neue Rasen und Wiesen braucht das Land!“



Es ist nicht das erste Buch welches ich von Ulrike Aufderheide zum Thema Garten bzw. Rasen lese. Also nun wieder etwas Neues? Bedingt, aber doch, ja! In ihrem neuen Buch geht sie auf die unterschiedlichen Arten von Rasen ein bzw. Wiesen, wenn man es ganz genau nimmt, wie richtig gemäht werden sollte und warum natürliche Pflege auch wichtig ist und Wildwuchs das auch mal braucht, warum Moos und Co. genau gedeutet werden sollten und ihre Daseinsberechtigung haben, warum der Mensch es vermeintlich immer perfekt braucht, es geht auch um Wiesen und Weiden und ihre bekannten Gesichter und und und. Wie immer geht Aufderheide intensiv und mit viel Wissen auf den Leser zu und erklärt und schildert und all das ohne erhobenen Zeigefinger. Sie geht auf die verschiedenen Symbiosen ein und fasziniert wieder mit ihren Erzählungen. Alles ist wieder wunderbar mit Bildern untermalt und dies lockert die Texte sehr gut auf. Neben Fachwissen gibt es auch eine ganze Menge Praxis-Tipps der Expertin. Fest steht jedenfalls nach beenden des Buches: man wird seinen heimischen Rasen danach mit anderen Augen betrachten und sich auch über den ein oder anderen Maulwurfshügel freuen! 5 Sterne hierfür!

Veröffentlicht am 10.11.2024

Sehr hilfreiche Lektüre!

Unser naturnaher Kleingarten
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Klappentext:

„Mit dem eigenen Kleingarten ist für Tobias Bode ein Wunsch wahr geworden. Gemeinsam mit seiner Frau Sabine baut er nicht nur Obst und Gemüse an, sondern fördert auch eine Vielzahl von Insekten, ...

Klappentext:

„Mit dem eigenen Kleingarten ist für Tobias Bode ein Wunsch wahr geworden. Gemeinsam mit seiner Frau Sabine baut er nicht nur Obst und Gemüse an, sondern fördert auch eine Vielzahl von Insekten, Vögeln und anderen Tieren.

Sie laden dazu ein, ihnen auf ihrer Parzelle beim Experimentieren über die Schulter zu schauen: Humusaufbau, Fruchtwechsel oder Mischkultur sind dabei ebenso wichtige Themen wie die Auswahl passender Obst- und Gemüsesorten oder Mittel zur Pflanzenstärkung.



Konkrete Anleitungen machen es leicht, Projekte wie Wildstaudenbeete, Sandarien oder naturnahe Wege umzusetzen und wichtige Lebensräume für die Tierwelt zu schaffen. Die Gestaltung und Weiterentwicklung des Kleingartens von Tobias Bode bilden den roten Faden. Aber auch andere Kleingärtnerinnen und Kleingärtner aus München, Hamburg, Duisburg, Dresden oder Rostock kommen zu Wort, ebenso wie Fachleute aus dem Kleingartenwesen, der Staudengärtnerei oder dem Fledermausschutz.“



Einerseits dürfen wir in diesem Buch in den Garten von Autor Tobias Bode lustwandeln aber in einigen anderen kleinen und großen Naturgärten umher streifen. Der Autor will uns hier aufzeigen, egal wie klein oder groß der Garten ist, es lohnt sich mehr als reichlich ihn naturnah und naturfreundlich zu gestalten. Hauptaugenmerk liegt beim Autor hier primär auf Kleingärten. Gerne etwas schief belächelt bzw. gewissen Zwängen unterzogen, räumt doch dieses Buch mit diesen Mythen auf und macht deutlich, wie wertvoll auch der kleinste naturnahe Zentimeter im eigenem Garten ist. Im Buch wird mehr als gekonnt auf Fruchtfolge, Humus und Co., Wasserspeicherung aber auch auf Mischkulturen eingegangen. Gerade wenn man wenig Raum zur Verfügung hat, sollte doch dann auch alles miteinander harmonieren - genau darum geht es hier. Durch die zahlreichen Bilder und Fotos veranschaulicht das Buch die Texte gekonnt. Kurzum: dieses Buch ist sehr zu empfehlen und sollte unbedingt gelesen werden! Egal wie groß oder klein der zu bewirtschaftende Garten ist! 5 Sterne!

Veröffentlicht am 10.11.2024

Leseempfehlung!

Der Sachsenspiegel
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Klappentext:

„Der Sachsenspiegel ist das fundamentale deutsche Rechtsbuch und gilt zugleich als erstes Prosawerk in deutscher Sprache. Die vier erhaltenen Bilderhandschriften sind von großer Bedeutung ...

Klappentext:

„Der Sachsenspiegel ist das fundamentale deutsche Rechtsbuch und gilt zugleich als erstes Prosawerk in deutscher Sprache. Die vier erhaltenen Bilderhandschriften sind von großer Bedeutung für die mittelalterliche Kultur- und Rechtsgeschichte. Lück erklärt in diesem reich illustrierten Band Entstehung, Inhalt, Wirkung und Verbreitung.“



Da ich mich sehr für das Mittelalter interessiere und ausgewählte Autoren zu diesem Genre bevorzuge, musste dieses Buch ebenfalls „studiert“ werden. Warum? Man kennt so einige Strafen etc. aus der Zeit des Mittelalters aber war es wirklich so wie oft beschrieben? Dieses Buch gibt sehr viel Aufschluss darüber und ist ein Muss für jeden Interessierten! Die Aufmachung mit Zeichnungen etc. sowie den Texten ist sehr gelungen und beide unterstreichen sich gekonnt. Die mittelalterliche Kultur- und Rechtsgeschichte wird hier auf sehr beeindruckende Weise aufgezeigt und genau dafür gibt es 5 verdiente Sterne!

Veröffentlicht am 10.11.2024

Leseempfehlung!

Der Himmel, unter dem wir Kinder waren
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Klappentext:

„Sanft geschwungene Hügel bis zum Horizont und immer wieder der weite Himmel: Behütet und geborgen wächst Clara in den 1930er Jahren in einer kleinen Hofschaft im Bergischen Land auf. Ihr ...

Klappentext:

„Sanft geschwungene Hügel bis zum Horizont und immer wieder der weite Himmel: Behütet und geborgen wächst Clara in den 1930er Jahren in einer kleinen Hofschaft im Bergischen Land auf. Ihr Vater ist Redakteur bei einer kommunistischen Tageszeitung, ihre Mutter arbeitet für einen jüdischen Buchhändler. Auch wenn die Familie einen freigeistigen, kulturell interessierten Lebenswandel pflegt, so ist das Mädchen trotzdem integriert in die Dorfgemeinschaft. Mit der Machtergreifung Hitlers ändert sich Claras idyllische Kindheit jedoch schlagartig. Der Vater wird inhaftiert, die Mutter verliert ihre Anstellung und hat Mühe, ihre Tochter und sich über Wasser zu halten, während sie unermüdlich für die Freilassung ihres Mannes kämpft. Bald bemerkt Clara auch, dass sich ihre Nachbarn und Freunde ihr gegenüber anders verhalten. Mehr und mehr fühlt sie sich ausgeschlossen und zerrissen. Einzig ihr Patenonkel Artur erscheint Clara wie ein Fixstern am Himmel – auch wenn er als Mitglied der KPD bald fliehen muss.“



Es war nicht mein erstes Buch von Marion Lagoda und es wird auch nicht mein letztes von der Autorin sein. Auch dieses Mal hat sie mich auf ganzer Linie begeistert. Wie bereits beschrieben, ist ihre Geschichte rund um Clara durch ihre eigene Familiengeschichte inspiriert. Aus diesem Grund merkt man auch die Verbundenheit der Autorin zu ihren Figuren. Sie erzählt emotional und betont aber dennoch stets ohne Kitsch oder Klischee. Schnell wird dem Leser eine gewisse Zerrissenheit deutlich. Eigentlich leben Clara und ihre Eltern ein selbstbestimmtes Leben aber die braune, politische Wende sieht anders vor. Heimat und Widerstand. Zwei große Worte die hier aufzeigen wie dicht Glück und Wahnsinn beieinander liegen. Die Autorin beschreibt mit sehr viel Gefühl Claras Geschichte und die ihrer Eltern. Man fiebert mit, man fühlt mit und wir Leser wissen bereits im Vorfeld, was diese politische Entwicklung mit dem Menschen machen wird. Es gibt Ahnungen, Vermutungen wie die Geschichte ihren Lauf nehmen wird, aber ob diese so eintreffen, müssen Sie selbst erlesen. Es lohnt sich sehr und das quittiere ich mit 5 ausgezeichneten Sternen! Ich freue mich auf Neues von Autorin Marion Lagoda!