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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.08.2019

Berührender Roman

Im Freibad
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Rosemary ist 86 Jahre alt und hat ihr ganzes Leben in Brixton gelebt. Sie trägt viele Erinnerungen in sich und ein Fixpunkt in ihrem Leben ist der tägliche Besuch im Freibad. Auf einmal heißt es, dass ...

Rosemary ist 86 Jahre alt und hat ihr ganzes Leben in Brixton gelebt. Sie trägt viele Erinnerungen in sich und ein Fixpunkt in ihrem Leben ist der tägliche Besuch im Freibad. Auf einmal heißt es, dass dieses Freibad geschlossen werden soll und bebaut werden soll. Rosemary will dies nicht hinnehmen, auf ihre Zettel, die sie aufhängt, wird die örtliche Zeitung aufmerksam. Kate, eine junge Journalistin, soll einen Artikel über das Schwimmbad schreiben. Kate und Rosemary lernen sich näher kennen und aus einem Artikel erwächst viel mehr.

Ich war sehr bewegt von der Lebensgeschichte Rosemary und auch der Bedeutung des Freibades, den es für unterschiedliche Schwimmbadbesucher hat. Herausragend ist weiterhin wie sehr Rosemary Einfluss auf Kates Leben nimmt, die sich von verändert und so ihrem Leben im übertragenen Sinne auch Leben, Freude, Glück...einhaucht. Zwei Frauen, die es schaffen, eine "Lawine" loszutreten und etwas zu bewegen.
Ein Roman, der sich sehr gut durch den flüssigen Schreibstil lesen lässt, nachdenklich stimmt - auch traurig, aber mir trotzdem ein Lächeln auf die Lippen zauberte.....

Veröffentlicht am 08.08.2019

Die verschwundene Braut

Schneewittchensarg
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Anfang der 70ziger Jahre findet ein rauschendes Hochzeitsfest statt, doch noch während der Feier verschwindet die Braut spurlos. Fast fünf Jahrrzehnte später tauchen ihre sterblichen Übereste ...

Anfang der 70ziger Jahre findet ein rauschendes Hochzeitsfest statt, doch noch während der Feier verschwindet die Braut spurlos. Fast fünf Jahrrzehnte später tauchen ihre sterblichen Übereste oder zumindestens ist es ihr Brautkleid im Kunstwerk "Schneewittchensarg" wieder auf und ihr Mann erkennt das Brautkleid.
Die Kommissarinnen Ingrid Nyström und Stina Forss werden mit den Ermittlungen beauftragt. Sie "tauchen" tief ab in die Vergangenheit und es kommt ungeahntes zum Vorschein.
Ich kenne alle Bücher der Reihe und somit auch das Privatleben der Kommissarinnen. Obwohl einiges davon erzählt wird, dürfte es für Neueinsteiger schwieriger sein, den Überblick zu behalten. Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen, inklusive der zeitlichen Rückblenden und unterschiedlichen Erzählperspektiven. Ständig bin ich auf falsche Fährten gelockt worden und das Autorenduo überrasche mich am Ende mit der Auflösung des Falles während sie gleichzeitig dem Privatleben aller Ermittler des Teams eine neue Richtung geben.
Ich kann es kaum erwarten den nächsten Fall für das Team um Ingrid Nyström zu lesen. Genialer Krimi!

Veröffentlicht am 03.08.2019

Grandioser Thriller aus Spanien

Die Stille des Todes
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Inspector Ayala, genannt Kraken, bekommt es mit einem Fall zu tun, der einer Verbrechensserie von vor zwanzig Jahren gleicht. Der Täter von damals sitzt jedoch hinter Gittern und weiss so einiges ...

Inspector Ayala, genannt Kraken, bekommt es mit einem Fall zu tun, der einer Verbrechensserie von vor zwanzig Jahren gleicht. Der Täter von damals sitzt jedoch hinter Gittern und weiss so einiges über Kraken. Kraken selber bekommt es nicht nur mit einem neuen Fall zu tun, der Potential hat eine ganze Stadt in Panik zu versetzen, sondern auch mit einer neuen Chefin.
Zu Beginn fiel es mir ein wenig schwer in die Geschichte einzusteigen, obwohl die Beschreibungen sehr gut waren, jedoch konnte ich die spanischen Namen und Begriffe schlecht einordnen bzw. behalten.
Dann nahm die Story an sich an Fahrt auf und ich war total gebannt, so dass ich ständig miträtselte und das Buch immer nur sehr widerwillig aus der Hand legte. Inspector Kraken ist mir ans Herz gewachsen ebenso wie sein Umfeld. Dies war nicht nur ein sehr guter Thriller, sondern zusätzlich haftet ihm noch ein ganz besonderes Flair an. Ich freue mich sehr auf den zweiten Fall, der glücklicherweise schon im Oktober diesen Jahres erscheint und den ich unbedingt lesen muss.

Veröffentlicht am 21.07.2019

Ein Stück Zeitgeschichte wird in Form von Briefen lebendig

Wo die Freiheit wächst
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Es ist 1942 und die 16jährige Lene lebt mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in Köln. Der älteste Bruder ist schon Soldat, der Vater wird vermisst, der jüngere Bruder ist voller Eifer für ...

Es ist 1942 und die 16jährige Lene lebt mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern in Köln. Der älteste Bruder ist schon Soldat, der Vater wird vermisst, der jüngere Bruder ist voller Eifer für das System und die jüngeren Schwestern werden mit Bombenangriffen groß. Lene selber macht eine Ausbildung zur Friseurin und verliebt sich in Erich., der zu den Edelweißpiraten gehört.

Eigentlich sind Briefromane nicht unbedingt meine Sache, aber für diesen Roman gilt das Gegenteil, denn ich glaube ohne diese Form wäre er nicht zu eindringlich geworden. Diese Briefe sind von Lene an ihren Bruder Franz, ihren Liebsten Erich und ihre Freundin Röschen geschrieben worden bzw. umgekehrt. Jeder von ihnen schreibt ein Stück aus dem Alltag...... Bombenangriffe, Treffen mit Freunden, das Leben an der Front, über die Familie, Beobachtungen und Empfindungen. Oft muss man zwischen den Zeilen lesen bzw. kann es um das wirkliche Ausmaß zu erfassen oder zu erahnen. Vieles durfte nicht geschrieben werden, denn die Briefe unterlagen einer strengen Kontrolle oder sie sind auf anderen Wege an die Empfänger gekommen.
Dadurch bekomme ich einen teilweise beängstigend nahen Einblick in das damalige Leben und auch das Lebensgefühl. Lene ist jemand, die durch das Kennenlernen von Erich noch mehr mit geöffneten Augen durch die Gegend läuft und sich viele Fragen stellt und Gedanken macht. Trotzdem ist sie erst 16 Jahre alt, kann Gefahren nicht richtig einschätzen. Vor allen Dingen Ist mutig, wenn auch leichtsinnig und vor allen Dingen verliebt. Der Tonfall der Briefe ändert sich innerhalb eines Jahres, in dem der Roman spielt und mit Erschrecken habe ich gemerkt, wie schnell "gestorben" aber auch Hoffungen und Träume zerstört werden.
Ein Roman für alle, die erfahren möchten, wie es war damals zu leben und insbesondere für Jugendliche, damit sie mit offenen Augen und kritisch die Welt betrachten. Jeder von uns kann etwas zur eigenen Geschichte beitragen!

Veröffentlicht am 11.11.2024

Sehr spannender Thriller - manchmal ein wenig undurchsichtig

Kalte Erlösung
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Es ist der neunte Teil der Reihe um Mara Billinsky, aber obwohl ich schon mal was mit ihr gelesen habe, stelle ich fest, dass ich wohl einige Gedächtnislücken habe, denn ich musste mich erst wieder orientieren, ...

Es ist der neunte Teil der Reihe um Mara Billinsky, aber obwohl ich schon mal was mit ihr gelesen habe, stelle ich fest, dass ich wohl einige Gedächtnislücken habe, denn ich musste mich erst wieder orientieren, was die beruflichen und privaten Beziehungen von Mara betrifft. Ihr aktueller Fall zu dem sie gerufen wird, ist ein Anwalt der bestailisch umgebracht wurde und kurz darauf gibt es eine weitere Tote, die dem gleichen Täterprofil zuzuschreiben ist. Außerdem ermittelt sie in einer Länderübergreifenden Einheit, wo es um einen sehr gefährlichen Täter geht. Mara ist eine sehr spezielle Ermittlerin bzw. Mensch, die häufiger Schwierigkeiten im sozialen Miteinander hat. Ihr momentaner Lover Erik Nordin ist gleichzeitig einer derjenigen, die in der Sondereinheit mitermitteln. Die weitere Gemeinsamkeit zwischen ihnen ist, dass sie nicht viel miteinander reden.

Ein weiterer Erzählstrang, kursiv gedruckt, erzählt von einer Person namens Goyo, die schon als Kind viel Schlimmes erlebt hat.

Was die Fälle miteinander verbindet, wer Goyo ist, und wie zusätzlich auch noch Maras Vater drin verwickelt ist, dies wird auf sehr spannende Weise erzählt. Manches Mal habe ich zurückgeblättert, weil ich das Gefühl hatte, das mir was an Info fehlte oder ich fasch interpretiert hatte. Es ist sicherlich günstig die unmittelbar davor liegenden Fälle gelesen zu haben, da sich die Story manchmal auf die Vergangenheit bezieht und einem dann der Zugang leichter gelingt. Mara hat mich als Person an manchen Stellen durch ihre nicht gezeigten Emotionen überrascht.

Das Ende war rasant und spannend, vieles wurde logisch aufgelöst, so dass bei mir am Ende die Neugier auf einen weiteren Fall definitiv besteht.

Insgesamt 4,5 Sterne , denn einen halben Stern ziehe ich aufgrund mancher Undurchsichtigkeit ab.

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