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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2025

Halbherzig

Halbe Leben
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Susanne Gregor stellt in 'Halbe Leben' die zwei zutiefst unterschiedlichen Lebensmodelle zweier Frauen in den Fokus und stellt sie scharf konturiert und kontrastreich gegenüber.

Der dreiseitige Einstieg, ...

Susanne Gregor stellt in 'Halbe Leben' die zwei zutiefst unterschiedlichen Lebensmodelle zweier Frauen in den Fokus und stellt sie scharf konturiert und kontrastreich gegenüber.

Der dreiseitige Einstieg, der zwar nicht als Prolog gekennzeichnet ist, aber doch als solcher fungiert, hat mich mit großen Erwartungen und einer unglaublichen Spannung auf den nachfolgenden Seiten vorangetrieben.
Die mäandernden und recht ereignislosen, trivialen Beschreibungen des Alltäglichen ließen mich jedoch schnell enttäuscht zurück und ich musste mich nahezu zum Weiterlesen zwingen. Die Vermutung, dass etwas Schwerwiegendes vorgefallen sein muss, das den Prolog erklärt, hat dich als völlig unbegründet erwiesen. Somit konnte das Ende mich leider nicht versöhnlich stimmen.
Vielmehr sehe ich ein großes verschenktes Potenzial, das
die Thematik durchaus geboten hätte.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Atmosphärisch hervorragend

Die blaue Stunde
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Paula Hawkins hat mit 'Die blaue Stunde' einen Roman geschrieben, der im künstlerischen Milieu spielt. Kurator Becker begibt sich auf Spurensuche, wieso und wessen Knochen in einem Kunstwerk ausgestellt ...

Paula Hawkins hat mit 'Die blaue Stunde' einen Roman geschrieben, der im künstlerischen Milieu spielt. Kurator Becker begibt sich auf Spurensuche, wieso und wessen Knochen in einem Kunstwerk ausgestellt wird und begibt sich dabei auf eine gefährliche Reise auf eine teilweise abgeschnittene, einsame Insel mit einer unberechenbaren Bewohnerin…

Das Buch hat mich zweigeteilt zurückgelassen.
Besonders gut hat mir gefallen, wie atmosphärisch die Autorin das Setting gestaltet hat. Düster, gefährlich, unheilvoll - man konnte beim Lesen richtiggehend Beklemmung spüren.
Weniger gelungen ist meines Erachtens der Plot. Zu vorhersehbar waren Beweggründe und Ausgang der Geschichte. Auch wenn es kein Krimi oder Thriller ist, so erwartet man bedingt durch das kriminalistische Geschehen doch etwas mehr Spannung als tatsächlich gegeben ist. Die Längen, die das Buch teilweise aufweist, unterstützen diesen Eindruck leider zusätzlich.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Tolle Idee, schwächelnde Umsetzung

The Freedom Clause
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Die Idee, nach einigen Jahren Beziehung ein Agreement einzugehen, um das Sexleben wieder zu entfachen - eine Idee mit viel Potenzial.
Leider konnte mich die Autorin mit ihrer Umsetzung der Idee nicht überzeugen.
Begonnen ...

Die Idee, nach einigen Jahren Beziehung ein Agreement einzugehen, um das Sexleben wieder zu entfachen - eine Idee mit viel Potenzial.
Leider konnte mich die Autorin mit ihrer Umsetzung der Idee nicht überzeugen.
Begonnen damit, dass mir beide Charaktere einzeln unsympathisch, als Paar aber noch unheilvoller erschienen.
Auch ihre Interaktionen innerhalb ihrer 'Freiheitsklausel' schienen uninspiriert und voller Klischees. Mit der Schwester der eigenen Ehefrau - wirklich?! Auch die Vorgesetzte durfte nicht fehlen, natürlich!
Was mich jedoch am meisten störte: das Potenzial der Geschichte wurde nicht ausgeschöpft; es wurde viel an der Oberfläche gekratzt, aber die vielen Chancen, tiefgreifende Gefühle, eine wirkliche Bewusstseinserweiterung etc zu beleuchten, wurden gekonnt übergangen, sodass das Buch für mich eine wirklich leicht zu lesende Lektüre war, aber keinen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

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Veröffentlicht am 31.07.2024

Potenzial verschenkt...

Genau so, wie es immer war
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Im Buch "Genau so, wie es immer war" beschreibt die Autorin auf über 700 Seiten das Leben von Julia Ames, welches geprägt ist vom Beziehungs- und Mutteralltag in einer privilegierten amerikanischen Gegend ...

Im Buch "Genau so, wie es immer war" beschreibt die Autorin auf über 700 Seiten das Leben von Julia Ames, welches geprägt ist vom Beziehungs- und Mutteralltag in einer privilegierten amerikanischen Gegend und einer toxischen Mutter-Tochter-Beziehung.

So verheißungsvoll der Klappentext, so enttäuschender war für mich persönlich die Umsetzung des Themas.

Durch ausufernde Beschreibungen, welche nicht zwingend zum Verstehen von Situationen nötig gewesen wären, entstehen im gesamten Verlauf unglaubliche Längen, insbesondere Dialog-Situationen werden hierdurch sehr gestört.
Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin ihren Leser*innen mehr Platz und auch das Vermögen zugesteht, gewisse Gegebenheiten und Situationen selbst einschätzen zu können, ohne dieses überbordende Narrativ. Weniger ist manchmal mehr...

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Veröffentlicht am 17.02.2026

Ein gewagtes Experiment

M VS F
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Vor allem das außergewöhnliche Cover weckt Aufmerksamkeit und die spärlichen Informationen hinsichtlich des Inhalts machen neugierig auf die Story.
Der Einstieg in das Buch ist mir dann jedoch erstaunlich ...

Vor allem das außergewöhnliche Cover weckt Aufmerksamkeit und die spärlichen Informationen hinsichtlich des Inhalts machen neugierig auf die Story.
Der Einstieg in das Buch ist mir dann jedoch erstaunlich schwer gefallen und ich konnte kaum Zusammenhänge herstellen. Normalerweise hätte ich das Buch an der Stelle bereits abgebrochen, habe mich jedoch gezwungen weiterzulesen, da mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde.
Zwar wurden die Zusammenhänge im Verlauf des Buches etwas klarer und auch die Charaktere haben an Kontur gewonnen, nichtsdestotrotz konnte mich das Buch nicht überzeugen, da mir der Erzählstil einfach zu verwirrend war. Ich konnte mich hierdurch bedingt nicht auf die Story einlassen und die vielen Sprünge haben leider insgesamt nicht zum Verständnis und einem flüssigen Lesen beigetragen.
Grundsätzlich finde ich diesen etwas experimentellen Erzählstil nicht per se schlecht, eher nicht für die breite Masse gemacht, was legitim und möglicherweise auch gewünscht ist. Den Preis von 60€ finde ich jedoch unverhältnismäßig. Ich persönlich hätte mich hierüber im Nachgang geärgert.

Das Buch empfehle ich Leser*innen, die sich an außergewöhnlichen Erzählstilen erfreuen können und sich gerne an verschachtelten Geflechten versuchen

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