Die großartige Schriftstellerin mit Utopien
Charlotte Perkins Gilman: Herland trifft OurlandCharlotte Perkins Gilman - Ende des 19. Jahrhundert, Anfang des 20. Jahrhunderts, als es für Frauen noch schwerer war aus ihren, von der Männerwelt angedachten und erzwungenen Rollen, auszubrechen, schrieb ...
Charlotte Perkins Gilman - Ende des 19. Jahrhundert, Anfang des 20. Jahrhunderts, als es für Frauen noch schwerer war aus ihren, von der Männerwelt angedachten und erzwungenen Rollen, auszubrechen, schrieb sie bereits Utopien, die unglaublich interessant sind.
Von den beiden erwähnten Romanen kenne ich lediglich 'Herland', was mich - trotz der Dünne des Bandes, 186 Seiten, dermaßen fasziniert hat. Ein Land, seit 2000 Jahren männerfrei. Jede Frau wird Mutter eines weiblichen Babys. Die Frauen gestalten ihr Land, unerreichbar für andere, wohlhabend und friedlich. Was für eine herrliche Utopie!
Doch dann kommen drei Männer an, junge Männer; und leider Gottes ist einer von ihnen, Terry, ein übler Macho. Überzeugt von sich und seiner Manneskraft. Die beiden anderen können sich wunderbar in das tolle Land - Herland - integrieren. Terry ist derjenige, der schlimme Gewaltfantasien hat und auch auslebt.
Einer bleibt, weil er sich nicht nur in eine junge Frau verliebt hat sondern auch dieses Land großartig findet. Der zweite, der Ich - Erzähler, muss mit dem bösen Terry, der verbannt wird, ausreisen. Ihm folgt neugierig Ellador, sie will das Heimatland der Männer kennenlernen. Der zweite Teil des Buches, was ich nicht kenne...
Ich vermute, sie wird entsetzt sein. Und im 21. Jahrhundert - geschockt von der Frauengewalt.
Also insofern wäre es mehr als wichtig, diese großartige Utopie wieder für ein größeres Lesepublikum erreichbar zu machen.
Vor allem, dort wo Frauen in der Regierungs'gewalt' sind, geht es friedfertiger zu, als in Ländern wo sich Narzisten und Diktatoren aufspielen und Frauen als ihre Spielzeuge betrachten.