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Veröffentlicht am 22.02.2017

Signora Pia und das Lächeln des Meeres

Signora Pia und das Lächeln des Meeres
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Mit dem Auszug der jüngsten Tochter könnte Pia endlich Zeit für sich selbst haben und die Zweisamkeit mit ihrem Mann Pasquale genießen. Doch als der Schwiegervater plötzlich und unverhofft stirbt zieht ...

Mit dem Auszug der jüngsten Tochter könnte Pia endlich Zeit für sich selbst haben und die Zweisamkeit mit ihrem Mann Pasquale genießen. Doch als der Schwiegervater plötzlich und unverhofft stirbt zieht Mamma Sandrina, die Schwiegermutter, bei Pia und Pasquale ein. Pia ist entsetzt und am Ende, denn auch wenn ihr Familie wichtig ist, so geht das doch nun wirklich zu weit. Und so kommt es, dass sie die Gelegenheit nutzt einmal fort von zu Hause und aus dem beschaulichen Örtchen Camerota heraus zu kommen.

Pia landet eher zufällig in Rom, doch dort bieten sich ihr einmalige Möglichkeiten und sie erlebt diese Stadt mit einer neuen Bekanntschaft auf eine ganz besondere Weise. Man merkt deutlich wie Pia in dieser Zeit über viele Dinge nachdenkt, von Unsicherheiten geplagt wird und doch auch zu sich selbst zurückfindet.

Der Autorin Roberta Gregorio ist es gelungen eine schöne italienische Familiengeschichte zu schreiben. In ihrem Roman beschreibt sie sowohl das Leben auf dem Lande, den dortigen Bezug der Menschen zur Kirche, das Leben in der Stadt und die italienischen Familienbande und präsentiert damit einen perfekten unterhaltsamen Roman.

Manche Passagen mögen vielleicht etwas überzogen dargestellt sein, aber das tut dem gesamten Lesevergnügen keinen Abbruch. Signora Pia und das Lächeln des Meeres ist ein Buch für jeden Italienliebhaber und den, der es vielleicht noch werden möchte.

Copyright © 2016 by Iris Gasper

Veröffentlicht am 22.02.2017

Das Joshua Profil

Das Joshua-Profil
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Max Rhode ist Autor. Mit seinem Debüt „Die Blutschule“ hat er seine Leserschaft begeistert, aber danach ist ihm kein Werk mehr so richtig gelungen.

Das Leben hält jedoch noch mehr negative Überraschungen ...

Max Rhode ist Autor. Mit seinem Debüt „Die Blutschule“ hat er seine Leserschaft begeistert, aber danach ist ihm kein Werk mehr so richtig gelungen.

Das Leben hält jedoch noch mehr negative Überraschungen für Max bereits. Nachdem er einen mysteriösen Anruf erhalten hat und daraufhin in eine Klinik fährt, verschwindet während seines dortigen Aufenthaltes bei einem Patienten seine Pflegetochter Jola aus dem Auto auf dem Besucherparkplatz der Klinik. Max weiß nicht wie ihm geschieht und kann auch nichts damit anfangen, dass der sterbende Anrufer und Patient ihm mitgeteilt hat, dass Joshua ihn auserwählt habe. Was hat das alles zu bedeuten?

Nach und nach erfährt Max, wer bzw. was Joshua genau ist und dass „es“ von ihm glaubt oder weiß, dass er bald eine Straftat begehen wird. Nur hat Max jetzt ganz andere Sorgen. Er möchte seine Tochter Jola wiederfinden, die er über alles liebt und wohl auch gerne seine Ehe retten, die einem Trümmerhaufen gleicht.

Von jetzt auf gleich findet sich Max in einem Leben wieder, dass er nicht mehr im Griff hat. Dann taucht auch noch sein Bruder Cosmo als Retter und Helfer in der Not auf, obwohl dieser eigentlich alles andere als das ist. Denn Cosmo ist ein Straftäter, der sich eigentlich in einer psychiatrischen Klinik in der Sicherheitsverwahrung befinden sollte.

Sebastian Fitzek entführt seine Leser in seinem Thriller „Das Joshua Profil“ in eine Welt, in der manche glauben Verbrechen bereits im Vorfeld erkennen und verhindern zu können. Ein Programm soll das möglich machen. Aber ist dieses Programm auch wirklich fehlerfrei? Kann es alle Schritte eines Menschen richtig deuten oder gibt es hierbei doch Interpretationshürden?

Diese Geschichte ist verrückt, aber von der ersten bis zur letzten Seite wirklich spannungsgeladen. Wer zuvor „Die Blutschule“ gelesen hat, wird erkennen, wie nah dieses Buch an Max Rhodes eigenes Leben und das seines Bruders Cosmo herankommt. Aber ist das alleine schon der Schlüssel zur Lösung des Falles?

Wird Max tatsächlich zum Täter? Wird er seine Pflegetochter wiederfinden und welche Rolle spielt sein Bruder Cosmo? Fragen über Fragen stellen sich dem Leser dieser Geschichte und lassen ihn so schnell nicht los. Auch kurz vor dem Ende der Geschichte ist lange nicht alles klar.

„Das Joshua Profil“ ist ein echter Fitzek. Lesenswert und nervenaufreibend!

Copyright © 2016 by Iris Gasper

Veröffentlicht am 02.01.2026

Ein spannender Blick hinter die Kulisse von Ethik und/oder Moral

Ruf der Leere
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Felix und Laura studieren Medizin. Sie stammen aus sehr unterschiedlichen Elternhäusern und kommen sich im Seminar ihres Dozenten Szabó „näher“. Es wird deutlich wie unterschiedlich diese beiden Menschen ...

Felix und Laura studieren Medizin. Sie stammen aus sehr unterschiedlichen Elternhäusern und kommen sich im Seminar ihres Dozenten Szabó „näher“. Es wird deutlich wie unterschiedlich diese beiden Menschen auf Fragestellungen nach Ethik und Moral in der Gesellschaft blicken.

Und genau diese Fragestellungen wirft hier auch der Autor Daniel Alvarenga mit seinem Buch „Ruf der Leere“ in den Raum. Er stellt sie seiner Leserschaft indirekt und nimmt jeden einzelnen Leser in diese Geschichte mit und damit auch zurück in die eigene Geschichte jedes Einzelnen. Denn beim Lesen dieses Buches wird jeder sich auch mit der Frage beschäftigen wie reagiere ich moralisch, wenn ich mich in einer Grenzsituation befinde bzw. wie denke ich, dass ich reagiere. Oder vielleicht fragt man sich sogar wie habe ich in einer solchen Situation reagiert und warum.

Obwohl schon diese Fragestellungen an sich genügend Raum für spannendes Erzählpotential bieten, setzt der Autor noch einen drauf, indem er Felix eine Wochenendparty organisieren lässt, die in einer Hütte in den Bergen spielt. Dort gibt es keinerlei Handyempfang und Felix, Laura, Felix bester Freund Ben und weitere jungen Menschen sind auf sich gestellt, als ein alter Mann dort auftaucht und sich als der Tod ausgibt. Er verkündet nur einer aus der Gruppe werde überleben und alle sollen zusammen darüber entscheiden, wer das sein wird.

Die Geschehnisse in der Hütte selbst und die Rückblicke, die deutlich machen was vorher geschah, sind sehr spannend geschildert und zeigen eindringlich, wie und wodurch Menschen beeinflusst werden können und laden dazu ein, über ethische und moralische Aspekte nachzudenken. Wie viel Wahrheit steckt in der Aussage: „Moral war ein Privileg derer, die sonst keine Sorgen hatten“?

Dieser Roman hat mich begeistert und ich habe ihn regelrecht verschlungen, doch dann kam das recht offene Ende und das war dann irgendwie so abrupt und ernüchternd zugleich, dass ich nicht wusste, was ich davon halten soll. Auch Tage nach dem Lese Ende stelle ich mir die Frage, was Daniel Alvarenga damit bezwecken wollte.

Ein guter Ansatz, eine perfekte Geschichte und ein viel zu offenes Ende für die viele Fragestellungen.

Gut und schade zugleich!

Copyright © 2026 by Iris Gasper

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Veröffentlicht am 15.03.2025

Reise in eine andere Welt

Emma
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Emma hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich. Ihre Mutter verstarb bei einem Verkehrsunfall und Emma saß am Steuer. Bis auf diese Tatsache verläuft ihr Leben in ganz normalen Bahnen. Sie arbeitet ...

Emma hat einen schweren Schicksalsschlag hinter sich. Ihre Mutter verstarb bei einem Verkehrsunfall und Emma saß am Steuer. Bis auf diese Tatsache verläuft ihr Leben in ganz normalen Bahnen. Sie arbeitet an der bretonischen Küste in einem Thalasso-Zentrum als Masseurin. Und dann bietet sich ihr eine große Chance.
Aus dem Oman reißt Tariq Khan an und nach der Massage durch Emma möchte er, dass sie in den Oman kommt, um dort beim Aufbau eines nagelneuen Thalasso Zentrums zu unterstützen. Sie soll die zukünftigen Masseure vor Ort schulen.

Zwischen Emma und Tariq knistert es von Anfang an, aber Tariq ist verlobt. Dennoch kommt eins zum anderen und so mutet ein Großteil des Buches mehr als Liebesgeschichte an und eben nicht als Thriller. Spannung gibt es zwar aber eben auch ganz anders als erwartet.

Vielleicht verwundert das weniger, wenn man berücksichtigt, dass der Autor eben eigentlich Schauspieler ist. Daher ist dieses Buch viel weniger Roman als Drehbuch und eigentlich auch gut als Grundlage für einen Film geeignet. Hier gibt es Spannung und Spionage, aber nicht unbedingt das, was sich Leser eben von einem guten Thriller erhoffen. Teilweise plätschert die Handlung vor sich hin und teilweise ist sie auch arg überzogen.

Dieses Buch hat mich gut unterhalten, aber es war zu weit weg von der Realität, um es irgendwie ernst zu nehmen.

Copyright © 2025 by Iris Gasper

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Veröffentlicht am 13.11.2024

Lebensentscheidungen oder Immer wieder öffnet sich eine neue Tür

Das Buch der neuen Anfänge
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Jo Sorsby zieht für eine Zeit nach London und übernimmt den Schreibwarenladen ihres Onkels Wilbur. Dieser liegt im Krankenhaus und es geht ihm nicht gut. Da Jo gerade die Trennung von ihrem langjährigen ...

Jo Sorsby zieht für eine Zeit nach London und übernimmt den Schreibwarenladen ihres Onkels Wilbur. Dieser liegt im Krankenhaus und es geht ihm nicht gut. Da Jo gerade die Trennung von ihrem langjährigen Freund hinter sich hat, passt ihr die Abwechslung auch gut, insbesondere weil sie damit auch ihre Mutter etwas unterstützen kann, die sich um Wilbur große Sorgen macht und noch nicht realisieren möchte, dass ihr Bruder unter stark fortschreitender Demenz leidet.

Während ihrer Zeit in London findet Jo neue Freunde und hat eine Menge Zeit über ihr bisheriges und auch über ihr zukünftiges Leben nachzudenken. Da gibt es vieles zu überdenken und vieles neu zu bewerten.

In „Das Buch der neuen Anfänge“ geht es aber nicht nur um Jo allein, sondern vielmehr um das Thema Freundschaft und deren Bedeutung für das Leben. Besonders im letzten Drittel des Buches finde ich die Thematik schön umgesetzt, während der Roman zuvor durch größere Längen etwas vor sich hinplätschert. Hier hätten sicher einige Nebenaspekte unter den Tisch fallen können.

Insgesamt ist dieses Buch jedoch unterhaltsam und für die Advents- und Weihnachtszeit zu empfehlen.

Copyright © 2024 by Iris Gasper

Hinweis: Dieses Buch wurde mir durch das Team von wasliestdu.de und durch den Verlag dtv unentgeltlich für die Teilnahme an einer Leserunde zur Verfügung gestellt.
Meine hier zu lesende Meinung wurde dadurch in keiner Weise beeinträchtigt.

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