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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.07.2025

Beeindruckendes Thema

Words Like Feathers
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CineStage Hills, ein Ort voller Magie... Könnte man meinen. Doch für Olivia ist nicht alles so rosarot, das wird in dieser Erzählung schnell klar. Die sympathische Olivia wurde von der Autorin sensibel ...

CineStage Hills, ein Ort voller Magie... Könnte man meinen. Doch für Olivia ist nicht alles so rosarot, das wird in dieser Erzählung schnell klar. Die sympathische Olivia wurde von der Autorin sensibel und aufschlussreich-kompliziert in Szene gesetzt. Als Protagonistin muss sie mit einer Zwangsstörung leben, die oft zu weitreichenden Entscheidungen führt. Nicht umsonst brach sie ihrem Gegenpart Tristan vor Jahren das Herz.

Leider kam mir Tristan in der Story viel zu kurz. Er hatte nämlich auch an seiner Vergangenheit zu knabbern, über die ich für meinen Geschmack viel zu wenig erfahren durfte. Seine Gefühle korrelierten in meinen Augen auch zu sehr mit seinem Auftreten als Good Boy. Hier fehlte mir ein klares Bild, damit ich die Entwicklungen und Entscheidungen hätte besser nachvollziehen können. Dafür fand ich den Fokus auf Olivias Erkrankung sehr informativ und gefühlvoll verpackt. Ein großes Lob von mir für diesen Part der Handlung!

Kleine Kritikpunkte zeigten sich für ich im Hin und Her gegen Ende der Geschichte sowie in manchen, gefühlt überzogenen, Momenten.

Doch insgesamt glänzte diese Second-Chance-Romance mit einem tollen Setting, magischen, anrührenden Momenten und einem ausdrucksstarken Schreibstil, der für die behandelten Themen wie gemacht zu sein schien. Lesenswert!

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Veröffentlicht am 14.07.2025

Interessante Perspektive

Und plötzlich ist es wunderbar
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Authentisch und nahbar. So präsentiert Mhairi McFarlane ihre Figuren. Auch in diesem Roman zeigen sich realitätsnahe Emotionen, Gedanken und Entscheidungen, doch so hundertprozentig glücklich war ich mit ...

Authentisch und nahbar. So präsentiert Mhairi McFarlane ihre Figuren. Auch in diesem Roman zeigen sich realitätsnahe Emotionen, Gedanken und Entscheidungen, doch so hundertprozentig glücklich war ich mit der Geschichte am Ende nicht.

Im Grunde bin ich ein absoluter Fan der Autorin, die nicht vor komplizierten Themen Halt macht und wunderbar erzählen kann. Doch von dieser Story hatte ich einen etwas glamouröseren Touch erwartet. Ich empfand die Story letztlich ein wenig nüchtern, fast schwermütig, wobei mir eben diese Perspektive auf eine Beziehung mit einem Promi wiederum sehr gut gefiel. An den äußerst sympathischen Charakteren war, meiner Meinung nach, nichts auszusetzen, auch die Reaktionen schienen mir authentisch und aus dem Leben gegriffen, doch die Geschichte hatte durchaus ihre zähen Momente. Etwas mehr Dynamik hätte den Kapiteln ganz gut getan, finde ich.

Die Beziehung zwischen dem Promi und der Büroangestellten wurde zu meinem Bedauern schwerpunktmäßig auf Edies Sicht verlagert. Von Elliot erfuhr man verhältnismäßig wenig und blieb im Erlebten relativ oberflächlich. Allerdings waren die Zeilen mit sehr warmherzigen Gesten seinerseits gespickt, ohne unnötig aufgeplustert zu werden. Bodenständig, klar und ab und zu mit humoristischen Momenten untermalt - das scheint mir die Devise der Autorin zu sein, die wunderbar funktioniert.

Insgesamt fehlten mir aber in „Und plötzlich ist es wunderbar“ ein wenig Glitzerpuder und magische Momente. Trotzdem war es mir ein Vergnügen diesen Roman zu lesen, der in McFarlane-Manier den Stempel echt, echt, und nochmal echt, verdient.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Unerwarteter Fokus

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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Mich hat die Idee, die in den heiligen Hallen von Oxford spielt, schnell fasziniert: Das ungleiche Ermittlerpaar, das voneinander profitiert und sich während der Handlung zusammenraufen muss.
Doch die ...

Mich hat die Idee, die in den heiligen Hallen von Oxford spielt, schnell fasziniert: Das ungleiche Ermittlerpaar, das voneinander profitiert und sich während der Handlung zusammenraufen muss.
Doch die erhofften mystischen Momente, bzw. elitären Hintergründe, waren rar gesät. Die Atmosphäre wurde vom Autor zwar hochgehalten und überzeugend transportiert, doch der Fokus lag eindeutig auf den beiden Ermittlern, die aus verschiedenen sozialen Schichten in die Geschichte eintraten.

Trotz der vorhandenen Wendungen und einer recht hohen Anzahl an Verdächtigen, schien mir der Fall eher stiefmütterlich behandelt, während die Persönlichkeiten der Protagonisten ins Licht gezerrt wurden. Ryan und Ray, die beiden Ermittler, fand ich unheimlich interessant. Auch, wenn mich die absurde Ähnlichkeit der Namen oft verwirrte, mochte ich die verschiedenen Lebenswege, die hier skizziert wurden. Ryan zeigte ein hohes Maß ganz eigener Emotionalität, was mancher Leser vielleicht nicht mögen wird, ich aber äußerst interessant und auch passend fand. Letztlich spielte der Autor mit erwähnenswerter Gesellschaftskritik, die er behutsam in sein Werk einbaute.

Alles in allem mochte ich diesen Oxford-Krimi, der sich erfrischend anders zeigte. Lesen ließ sich das Buch sehr gut, auch wegen der kurzen Kapitel. Wer sich einem Krimi einmal von einer anderen Seite nähern will: Bitteschön! Probiert`s aus.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Herausfordernd

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Wie in den vorherigen Werken des Autors, fand ich mich in diesem Kriminalroman anfangs ein wenig verloren und tat mich schwer, mich in der Story zurecht zu finden. Doch bald akzeptierte ich die komplexe ...

Wie in den vorherigen Werken des Autors, fand ich mich in diesem Kriminalroman anfangs ein wenig verloren und tat mich schwer, mich in der Story zurecht zu finden. Doch bald akzeptierte ich die komplexe Geschichte voller Rätsel in dieser begrenzten Welt und ließ die Handlung einfach auf mich zukommen.

Die Geschichte lud geradezu ein, tief in das mysteriöse Geschehen einzutauchen. Emory, die aufgeweckte, unangepasste Protagonistin, forderte mit ihrem Verhalten alle heraus, denn sie weigerte sich, der Masse hinterherzulaufen. Ich mochte die Stärke der Figur sehr, wobei ich sagen muss, dass der Autor grundsätzlich allen Charakteren eine gewisse Tiefe zugeschrieben hat, welche der Story eine unaufdringliche, aber eine  gehörige Portion Emotionalität mitgab. Darüber hinaus fand ich aber auch die Thematisierung einer steuernden KI mutig und brisant. Stuart Turton hat sich in diesem Werk demnach eindeutig dem Zeitgeist verschrieben und griff im Laufe der Handlung viele Entwicklungen und Unsicherheiten dieser Jahre auf.

Persönlich gefiel mir dieser Kriminalroman, der sich zwar stellenweise etwas in die Länge zog, aber von modernen Theorien und dem gewissen Etwas zwischen den Zeilen geprägt wurde, und mit einem originellen, unerwarteten Ende um die Ecke kam. Mich hat dieses Sci-Fi anmutende Werk jedenfalls überzeugt.

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Veröffentlicht am 13.11.2024

Spannende Unterhaltung

Blutrotes Karma
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„Blutrotes Karma“ hat es definitiv in sich! Wie schon in seinen früheren Werken bringt der Autor viel Atmosphäre ins Spiel, die mir allerdings stets etwas undurchsichtig schien und damit die Spannung aufrecht ...

„Blutrotes Karma“ hat es definitiv in sich! Wie schon in seinen früheren Werken bringt der Autor viel Atmosphäre ins Spiel, die mir allerdings stets etwas undurchsichtig schien und damit die Spannung aufrecht erhielt.

Der Einstieg in den Thriller fiel mir relativ schwer, da die politischen Ereignisse und gesellschaftlichen Auswirkungen der Studentenproteste in den 60er Jahren ausgiebig eingebunden wurden, bevor man die Ermittlungen zum ersten Mord aufnahm. Mir persönlich war dies zu langatmig, jedoch hilfreich, um die zeitgenössische Stimmung in der französischen Hauptstadt zu verinnerlichen.

Den Protagonisten fehlte es im Vergleich dazu ein wenig an Tiefe, meiner Meinung nach . Auf mich wirkten deren Reaktionen auf die schockierenden Momente und Entdeckungen, welche im Laufe der Handlung immer rasanter zunahmen, zu dumpf in den einzelnen Persönlichkeiten nach. Vor allem hätte ich diesbezüglich im Rahmen des Showdowns mehr erwartet. Doch grundsätzlich mochte ich die Interpretation der einzelnen Charaktere, alle sehr individuell wie eigenwillig, und jeder auf die eine oder andere Weise interessant. Vor allem Jean-Louis, in seiner rauen Schale, überraschte mich nicht nur einmal mit seinem Verhalten.

Die Handlung wechselte immer wieder von leise, distanziert, zu einem Paukenschlag von Blutbad und Grauen. Dies war für mich ein etwas seltsames Leseerlebnis, aber durchaus eindrucksvoll. Zudem hat mich die psychologische Komponente, vor allem gegen Ende, das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Vor allem die letzten Kapitel zeigten das erschreckende Ausmaß des perfiden Spiels, welches über so lange Zeit gespielt wurde. Allerdings wurde mir diese Auflösung zu schnell abgehandelt. Hier fehlte mir, kurz gesagt, das gewisse Etwas.

Insgesamt hat mir der Thriller gut gefallen. In Teilen blutig und brutal, mit erschreckenden Prinzipien des Täters, aber auch atmosphärisch, informativ und gut lesbar, ordentlich mit geschichtlichen und kulturellen Hintergründen gewürzt. Ein Thriller/Kriminalroman-Hybrid, der sich aus meiner Sicht sehen lassen kann.

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