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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.12.2024

Wenn der Kontrollzwang überhand nimmt...

Tote Frauen lieben ewig
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Zum Buch: Die beiden Sonderermittlerinnen Charlie Bekker und Stella Meislow werden zu einer Frauenleiche gerufen, die aufgehängt und mit einem Brandzeichen markiert wurde. Als kurz darauf eine ähnlich ...

Zum Buch: Die beiden Sonderermittlerinnen Charlie Bekker und Stella Meislow werden zu einer Frauenleiche gerufen, die aufgehängt und mit einem Brandzeichen markiert wurde. Als kurz darauf eine ähnlich zugerichtete Frau tot geborgen wird, wissen die Ermittler, dass sie es hier mit einer Serie zu tun haben. Doch warum brandmarkt der Täter seine Opfer? Hängt es mit einem Roman von Hawthorne zusammen, in dem es um Verrat in der Ehe geht? Doch es gibt keine Verbindungen zwischen den Opfern. Bis die Ermittler auf einen Chat im Internet gestoßen werden…

Meine Meinung: Es geht wieder ordentlich zur Sache, wie man es von Gunnar Schwarz gewohnt ist. Man ist ziemlich schnell wieder in der Geschichte, denn hier geht es noch um einen bislang nicht ganz eindeutig geklärten Mordfall, bei dem Bela Rottenbach verhaftet wurde, von dessen Unschuld Charlie aber überzeugt ist. Nur ihre Methoden waren nicht ganz astrein und so muss sie sich einem Disziplinarverfahren stellen.
Gerade Rottenbach kann den beiden aber helfen, indem er den Mörder aufschreckt. Und so begeht dieser dann einen gravierenden Fehler…

Rasant rauscht man hier durch die Geschichte und ist am Ende erstaunt über den Täter. Also ich hätte damit nie gerechnet! Ich bin auch gespannt, wie die Geschichte mit dem inhaftierten Bela Rottenbach weitergeht.

Mein Fazit: Schlimm, wenn man überlegt, dass solche Männer, die einen Kontrollzwang über ihre Frauen/Freundinnen ausüben, gar nicht selten sind… Spannend erzählt und die Ermittlerinnen sind auch nicht mehr so unnahbar wie am Anfang! Ich empfehle das Buch gerne weiter!

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Veröffentlicht am 13.11.2024

Das Grauen im eigenen Blumenbeet...

Verdorbene Saat (Thriller)
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Zum Buch: Grausig schön drapiert werden Frauenleichen in ihren eigenen Gärten aufgefunden. Die Ermittler Katharina Winkler und Sebastian Fischer klappern alle Blumenläden in der Nähe ab und versuchen, ...

Zum Buch: Grausig schön drapiert werden Frauenleichen in ihren eigenen Gärten aufgefunden. Die Ermittler Katharina Winkler und Sebastian Fischer klappern alle Blumenläden in der Nähe ab und versuchen, einen gemeinsamen Nenner zu finden. Doch der Täter schläft nicht und so beginnt eine Hetzjagd durch die Stadt, nur ist der Täter dem Ermittlerteam immer einen Schritt voraus…

Meine Meinung: Ich habe mich gefreut, dass es wieder ein neues Team gibt. Die beiden müssen sich erst aneinander gewöhnen, denn Sebastian hat in der Vergangenheit alles dafür getan, nicht auf die Straße zu müssen. Doch es stellt sich heraus, dass die beiden sich sogar ergänzen und am Ende können sie sich blind aufeinander verlassen. Das war schön zu lesen!

Die Art, wie der Täter die Frauenleichen präsentiert, ist absolut makaber. Das ist aber ziemlich geschickt, denn er lenkt dadurch erst einmal von sich ab. Die Auflösung am Ende hat mich schon überrascht. Interessant fand ich hier insbesondere die akribische Ermittlerarbeit, die dahintersteckt. Insofern war es eigentlich mehr Krimi als Thriller, aber das ist ja auch Wortklauberei!

Der Schreibstil ist wie immer sehr angenehm zu lesen, dennoch fand ich es nicht das stärkste Buch des Autors. Es hat ein wenig gedauert, bis ich drin war, aber dann wurde ich durch die Story richtig gut unterhalten!

Mein Fazit: Dieses Mal gibt es von mir 4 Sterne! Es ist zwar ein spannender Fall, aber zieht sich manchmal durch die Ermittlungen etwas. Ich würde den Autor trotzdem weiterempfehlen, denn er weiß auf jeden Fall gut zu unterhalten!

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Faszination und Abscheu zugleich...

Trophäe
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Zum Buch: Der Jäger Hunter White ist auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs, um ein Nashorn zu jagen. Das fehlt ihm noch in seiner Sammlung der „Big Five“. Als Wilderer ihm zuvorkommen, macht ihm sein ...

Zum Buch: Der Jäger Hunter White ist auf dem afrikanischen Kontinent unterwegs, um ein Nashorn zu jagen. Das fehlt ihm noch in seiner Sammlung der „Big Five“. Als Wilderer ihm zuvorkommen, macht ihm sein langjähriger Gefährte ein unmoralisches Angebot. Denn Hunters Jagdfieber ist noch nicht gestillt…

Meine Meinung: Puh, ich wusste, dass das Buch für mich anstrengend werden würde, ist es doch erstens völlig fremd meines sonstigen Genres (Thriller und Krimis) und zweitens auch wirklich harter Stoff. Zumindest habe ich viel über das Jagen allgemein gelernt, auch über einige afrikanische Gepflogenheiten konnte ich etwas lesen. Trotzdem bleibt man als Leser ein Fremder. Wenn man nicht in Afrika aufgewachsen ist, kann man vieles nicht verstehen. Dabei ist einiges so viel einfacher als hier. Zu einfach… Und genau da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Denn die Ureinwohner Afrikas, deren Land sich die Weißen zu Eigen gemacht und sie in Reservate vertrieben haben, haben gänzlich andere Moralvorstellungen als wir.

Gefühlstechnisch hat mich das Buch hin- und hergeworfen. Ich sage ganz ehrlich: ich mag das Buch nicht wirklich. Aber ich muss auch eingestehen, dass es mich fasziniert und vor allem berührt hat. Ich finde, das ist ganz schlecht in Worte zu fassen. Natürlich werden hier Tiere getötet, aber in Afrika gibt es nur entweder Jäger oder Beute. Da ist man lieber der Jäger, oder? Ich sehe die Jagd nun mit etwas anderen Augen, etwas differenzierter. Wer damit umgehen kann, dass es in der Wildnis Stärkere und Schwächere gibt, auch ohne den Menschen, der sollte das Buch unbedingt einmal ausprobieren. Denn letztendlich beschreibt es nur die Natur und die des Menschen. Aber sehr eindringlich.

Mein Fazit: Ein Buch, was mich mit sehr gemischten Gefühlen zurücklässt. Einzig das Ende hat mich etwas versöhnt. Ich mochte das Buch nicht, weil es unsere eigene Scheinheiligkeit und Doppelmoral zeigt. Trotzdem empfehle ich es weiter, weil das Buch wirklich berührt!

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Veröffentlicht am 03.10.2024

Bilder, aus denen Albträume gemacht sind...

Schlafenszeit – Albträume erwachen, wenn diese Tür sich schließt
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Zum Buch: Mallory ist nach einer Drogen-Reha froh, die Stelle als Babysitterin für den 5-jährigen Teddy bekommen zu haben. Idyllisch gelegen vor den Toren Philadelphias kann sie sich um Teddy kümmern, ...

Zum Buch: Mallory ist nach einer Drogen-Reha froh, die Stelle als Babysitterin für den 5-jährigen Teddy bekommen zu haben. Idyllisch gelegen vor den Toren Philadelphias kann sie sich um Teddy kümmern, während die Eltern Catherine und Ted arbeiten sind. Sie schläft in einem kleinen Häuschen im Garten. Teddy ist zuckersüß und malt für sein Leben gerne. Doch die harmlosen Strichmännchen, die er malt, werden von schrecklichen und sehr gut gezeichneten Bildern abgelöst. Immer bedrohlicher werden die Bilder und Mallory ahnt, dass es etwas mit der Nachbarin zu tun hat, die vor über 80 Jahren dort ermordet wurde…

Meine Meinung: Gleich vorweg: dieses Buch ist nichts für Zartbesaitete und sollte im Hellen gelesen werden! Denn es ist schon sehr gruselig, was wahrscheinlich auch an den im Buch vorhandenen Zeichnungen von Teddy liegen mag, die wirklich schaurig sind… Die süßen Strichmännchen werden von Bildern abgelöst, auf denen ein Mord an einer Frau zu sehen sind. Niemals kann ein 5-jähriges Kind so etwas zeichnen! Doch wer ist es dann? Mallory fängt an zu forschen und stößt auf Unglaubliches! Anfangs fühlt sich Mallory in ihrer Gartenhütte noch wohl und ist froh, ein wenig Privatsphäre zu haben. Doch das ungute Gefühl und merkwürdige Vorkommnisse erschrecken sie zu Tode… Zusammen mit ihrem neuen Freund Adrian begibt sie sich auf die Suche nach Nachfahren der damals Ermordeten.

Der Schreibstil ist schon ungewöhnlich, alleine durch die Zeichnungen. Sie sind genau an den richtigen Stellen platziert und zaubern dem Leser direkt eine Gänsehaut… Doch irgendwann fängt man an zu ahnen, wo die Reise hingeht und ich fand, ab da plätscherte es ein wenig vor sich hin. Das Ende war dann doch nochmal überraschend, weshalb ich nur einen Stern abziehe!

Mein Fazit: Mir hat das Buch durchaus Gänsehaut beschert und mich hat es gegruselt. Zwar nicht durchgängig, aber dennoch ein ungewöhnliches Buch, was ich gerne weiterempfehle! Hier geht es nicht blutig zu, sondern es handelt sich um subtilen, unterschwelligen Thrill. Auf jeden Fall ein gutes Buch, was ein wenig aus der Masse heraussticht!

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Veröffentlicht am 23.09.2024

Spannender Krimi aus der Nachkriegszeit!

Hotel Silber – neue Zeit, alte Schuld
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Zum Buch: Kriegsende, Deutschland liegt in Trümmern und es gibt von allem zu wenig. Im Stuttgarter Hotel Silber, das ehemalige Gestapo-Gefängnis, soll eine neue Kriminalpolizei aufgebaut werden. Da die ...

Zum Buch: Kriegsende, Deutschland liegt in Trümmern und es gibt von allem zu wenig. Im Stuttgarter Hotel Silber, das ehemalige Gestapo-Gefängnis, soll eine neue Kriminalpolizei aufgebaut werden. Da die Alliierten den Deutschen nicht trauen, werden fast alle Mitarbeiter entlassen. Paul Kramer ist einer der wenigen, die sich beworben und die Arbeit bekommen haben. Nun muss er also dort arbeiten, wo er in den letzten Kriegstagen noch von der Gestapo gefoltert wurde. Doch es kommt noch schlimmer, denn natürlich sind nicht plötzlich alle Nationalsozialisten von der Bildfläche verschwunden. Eine schwierige Zeit beginnt und keiner kann dem anderen trauen…

Meine Meinung: Uff, das war wirklich keine ganz leichte Lektüre. Das ist natürlich der Geschichte geschuldet, die auf wahren Begebenheiten beruht. Also das Hotel Silber gibt es wirklich und dort war auch wirklich die Gestapo stationiert. Die Charaktere und deren Lebensweg sind natürlich fiktiv. Aber der geschichtliche Hintergrund lässt den Leser hier natürlich immer wieder schlucken und man kann die Gräueltaten der Nazis einfach nicht verstehen. Darum finde ich solche Bücher wie dieses hier sehr wichtig.

Ich wusste zwar schon viel über den Nationalsozialismus, aber hier wird die Zeit direkt nach Kriegsende beschrieben und das war sehr interessant und viele Dinge wusste ich einfach nicht. Man merkt, dass der Autor hier gut recherchiert hat, was auch im Nachwort klar wird. Es ist nicht einfach so: der Krieg ist aus und alles ist wieder friedlich. Nein, so war es leider nicht. Denn die Nazis konnten sich mit gut ausgedachten Lügen auch schnell entnazifizieren lassen und so wieder in die Ämter kommen. Und der Schwarzmarkt blühte, weil es nichts gab und wenn, dann zu wenig. Die Displaced persons kannte ich so auch noch nicht. Das waren Menschen aus anderen Ländern, denen es aus verschiedenen Gründen einfach nicht möglich war, nach Hause zurückzukehren. Bei so viel Chaos entsteht natürlich auch Kriminalität. Darum war es ja auch so wichtig, eine neue Kriminalpolizei aufzubauen!

Der Hauptcharakter Paul Kramer und seine Verlobte Hilde sind beide selber von den Nazis verfolgt worden und haben auf jeden Fall Gutes im Sinn und wollen Deutschland zu neuer Demokratie verhelfen. Doch gerade das gestaltet sich schwierig angesichts der vielen Kollegen, die eine ganz andere Ideologie fahren…

Mein Fazit: Das war kein Krimi im klassischen Sinn, obwohl hier auch Morde aufgeklärt werden. Aber für mich war das ein Zeugnis der damaligen Zeit und das war alleine schon Krimi genug. Ich finde solche Lektüre wichtig, denn sie stehen dafür, dass wir niemals vergessen dürfen! Insgesamt hat mich das Buch sehr berührt und es gab viele interessante geschichtliche Hintergründe.

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