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Veröffentlicht am 10.02.2025

Es geht langsam weiter

Von hier aus weiter
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Dies war mein erstes Buch von Susan Pasztor und obwohl es mich in vielerlei Hinsicht für sich einnehmen konnte, weiß ich nicht, ob ich mehr von ihr lesen möchte.

Die Geschichte von Marlene, deren Mann ...

Dies war mein erstes Buch von Susan Pasztor und obwohl es mich in vielerlei Hinsicht für sich einnehmen konnte, weiß ich nicht, ob ich mehr von ihr lesen möchte.

Die Geschichte von Marlene, deren Mann sie mit seinen Söhnen und deren Familien zurückgelassen hat, als er seinem Leben ein selbstbestimmtes Ende gesetzt hat, beginnt vielversprechend.

Es klingt interessant, dass sie bei der Trauerfeier mehr in ihrer Wut als in ihrem Verlust schwelgt. Zu den Kindern ihres Mannes hat Marlene ein eher reserviertes Verhältnis. Und dann ist da noch ihr ehemaliger Schüler Jack, der eigentlich nur die Dusche reparieren soll und dann plötzlich bei ihr einzieht.

Das klingt skurril, etwas abgefahren- eben ganz eine Geschichte, die das Leben schreibt. Nur leider hat es sie etwas zu langamtig geschrieben. Und mit ein paar zu seltsamen Wendungen.

Darüber hätte ich hinwegsehen können, wenn michd afür die Figuren restlos von sich hätten überzeugen können. Aber leider bleiben Marlene, Jack und Ida dafür etwas zu blass.

So bleibt "Von hier aus weiter" zwar eine ganz nette, wenn auch nicht mitreißende Geschichte.

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Veröffentlicht am 26.12.2024

Wer ist Grace Turner?

Das Comeback
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Diese Frage stellen sich einige, nachdem der junge Hollywoodstar kurz vor der ersten Golden Globe-Auszeichnung plötzlich verschwindet. Sie taucht für ein Jahr bei ihren Eltern unter und begräbt ihre erfolgreiche ...

Diese Frage stellen sich einige, nachdem der junge Hollywoodstar kurz vor der ersten Golden Globe-Auszeichnung plötzlich verschwindet. Sie taucht für ein Jahr bei ihren Eltern unter und begräbt ihre erfolgreiche Hollywoodkarriere zunächst.

Während man ihr dabei zusieht wird schnell klar, dass die junge Frau selbst kaum weiß, wer sie eigentlich ist. Oder wer sie hätte sein können, wäre sie nicht mit 13 Jahren in den Dunstkreis und unter den Einfluss des erfolgreichen Regisseurs Able geraten.

Ihre Geschichte ist mit Sicherheit kein Einzelschicksal, zeigt aber deutlich die Gefahren von Machtmissbrauch, körperlicher und psychischer Kontrolle und Misshandlung auf, die in der Traumfabrik an der Tagesordnung sind, wie die aktuellen Schlagzeilen immer wieder zeigen.

Das Buch hätte groß sein können, wäre der etwas einfache Schreibstil nicht gewesen. In Verbindung mit dem ruhigen Erzähltempo und einer Hauptfigur, die es einem mit ihren Entscheidungen und Stimmungsschwankungen nicht immer leicht macht, mit ihr zu fühlen, entsteht so ein Buch, das nett ist, aber nicht herausragend.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Verborgene Aussage

When Women were Dragons – Unterdrückt. Entfesselt. Wiedergeboren: Eine feurige, feministische Fabel für Fans von Die Unbändigen
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Wie sehr habe ich mich auf dieses Manifest weiblicher Wut gefreut, auf diese geballe Portion "female rage". Doch leider hat sie sich etwas zu sehr zwischen den Zeilen langsamer Behäbigkeit versteckt.

Alex ...

Wie sehr habe ich mich auf dieses Manifest weiblicher Wut gefreut, auf diese geballe Portion "female rage". Doch leider hat sie sich etwas zu sehr zwischen den Zeilen langsamer Behäbigkeit versteckt.

Alex wächst im Amerika der 1950er Jahre auf. Männer gehen Geld verdienen, während die Frauen zuhause bleiben und sich um die Kinder kümmern. "Sei brav und halte den Blick gesenkt" ist der Leitspruch, mit dem sie erzogen wird. Doch 1955 wehren sich einige Frauen dagegen. SIe brechen aus den vorgegebenen Mauern aus und werden zu gefürchteten Drachinnen. So gefürchtet, dass es verboten ist, über sie zu sprechen. Sie werden als vulgär und verdorben erachtet. Und währenddessen versucht Alex, ihren Weg in die Wissenschaft zu finden.

Klingt großartig? Könnte es sein, wenn es nicht so langatmig erzählt würde. Die aus Alex Sicht geschilderte Geschichte plätschert in großen Teil einfach nur dahin. Zwischendurch werden wissenschaftliche Auszüge eingeschoben, Zeitungsberichte und Protokolle. Die lockern das Ganze zum Glück etwas auf und sorgen für Spannung.

Mit Alex dagegen werde ich nicht so richtig warm. Und die Drachenwandlung verstehe ich auch nicht so richtig. Ist es die Wut, die aus den Frauen herausbricht? Stellenweise sieht es so aus. Doch dann wiederum ändert sich danach nicht ganz so viel wie erhofft, wenn die Drachinnen in ihre alten Muster zurückkehren, ihre alten Rollen wieder aufnehmen. Was hat ihnen das Wandeln also gebracht?

So ganz hat sich mir die Bedeutung nicht erschlossen.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Wo bleibt der Krimi?

Lückenbüßer (Kluftinger-Krimis 13)
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Ich mag Klufti und seine oftmals vertrottelte Art, besonders die Vertonung durch die beiden Autoren hat es mir angetan. Und doch wollte dieser Band einfach nicht so richtig zünden.

Während einer Großeinsatzübung ...

Ich mag Klufti und seine oftmals vertrottelte Art, besonders die Vertonung durch die beiden Autoren hat es mir angetan. Und doch wollte dieser Band einfach nicht so richtig zünden.

Während einer Großeinsatzübung findet man plötzlich ein Opfer. Ein echtes, noch dazu ein Polizist. Als hätte Klufti nicht schon genug als Interimspräsident zu tun, muss er nun diesen Todesfall aufklären und nebenbei noch an der Wahl zum Gemeinderat teilnehmen.

Die altbekannten Figuren sind fast alle mit dabei. Dieses Wiedersehen finde ich ja immer wieder schön. Und doch ist es diesmal zu viel. Zu viel Gerangel mit Dr. Langhammer. Zu viel Trara um diese unsägliche, fast überflüssige Wahl und den aufgeblasenen Wahlkampf.

Daneben kommt der eigentliche Kriminalfall zu kurz. Was schade wäre, wenn die Thematik an sich nicht etwas zu ausgelutscht wäre und mit Sicherheit nicht jedem Lesenden schmecken wird.

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Veröffentlicht am 13.11.2024

Austauschbar

Skyhunter – A Silent Fall
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Marie Lu hat ein Buch geschrieben. Einen Fantasyschmöker mit einer mehr oder weniger zarten Liebesgeschichte. Es geht um ein kleines Land, das sich gegen die Übermacht seines verfeindeten, brutalen Nachbarlandes ...

Marie Lu hat ein Buch geschrieben. Einen Fantasyschmöker mit einer mehr oder weniger zarten Liebesgeschichte. Es geht um ein kleines Land, das sich gegen die Übermacht seines verfeindeten, brutalen Nachbarlandes zur Wehr setzt und eine Heldin, die sich trotz ihres Handycaps als große Hoffnung erweist.

So weit, so austauschbar. Immer wieder hat man das Gefühl, diese Geschichte so oder so ähnlich schon einmal gelesen zu haben. Dabei hat der Plot eigentlich ein paar ganz nette Ideen, versinkt aber immer wieder in Klischees.

Dabei bleiben leider auch die Figuren etwas blass und vor allem die Hauptfigur Talin verliert sich zu oft in Wiederholungen.

Die Vertonung des Hörbuchs tut dann ihr übriges, um mich immer wieder genervt durchatmen zu lassen. Vielleicht liegt es also tatsächlich an Dagmar Bittner, dass mir das Buch nicht so gut gefallen hat wie erhofft.

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