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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.02.2025

Etwas viel

Jasper Field
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Jasper Field ist das Erstlingswerk von Simon Jarr, was dieser im Selbstverlag drucken ließ. Ein 846 Seiten starker Wälzer, der sich nicht einfach im Bett liegend lesen lässt.

Der 21jährige Max Sandberg ...

Jasper Field ist das Erstlingswerk von Simon Jarr, was dieser im Selbstverlag drucken ließ. Ein 846 Seiten starker Wälzer, der sich nicht einfach im Bett liegend lesen lässt.

Der 21jährige Max Sandberg ist die Hauptfigur, er ist der Erbe eines großen Firmen-Imperiums. Mit 18 Jahren hat er seine Eltern durch einen Unfall verloren. Der Firmenanwalt Paul steht ihm seither als Freund der Familie zur Seite und dessen Sohn Philipp ist sein Freund.

Auf dem Weg zu Paul trifft Max im Zug Jasper Field, der sich sehr geheimnisvoll und mystisch gibt. Es stellt sich raus, dass Jasper mehr über den Unfall von Max Eltern weiß und Max nicht die ganze Wahrheit kennt. Zusammen versuchen sie die Wahrheit über den Tod seiner Eltern zu ergründen.

Der Roman ist durchaus interessant, aber die Seitenzahl sprengt die Geschichte. Dadurch fehlt auch die Spannung. Es wird sehr detailliert erzählt, was einem oft zu lang, zu ausführlich wird.

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Veröffentlicht am 11.12.2024

Etwas wirr

Dorn. Hotel der Angst
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Ich habe schon die drei vorherigen Bücher von Jan Beck gelesen und hab mich über das neue Buch sehr gefreut. Der Roman zog mich wie seine Vorgänger sofort in seinen Bann.

Es wird in verschiedenen Persepktiven ...

Ich habe schon die drei vorherigen Bücher von Jan Beck gelesen und hab mich über das neue Buch sehr gefreut. Der Roman zog mich wie seine Vorgänger sofort in seinen Bann.

Es wird in verschiedenen Persepktiven erzählt. Hauptsächlich Simon Dorn, ein ehemliger Kriminalpsychologe, der in seinem düsteren verlassenen Hotel ein einsames Dasein fristet und mit seinem Leben hadert. Dann gibt es noch die junge Ermittlerin Lea Wagner, die eher zufällig vom Mord an Karla Hofbauer erfährt und diesen aufklären will. Und dann gibt es noch die Kapitel, die in Ich-Form geschrieben sind, wo man immer überlegt, wie das zum anderen Teil passt.

Gegen Schluss wird es dann leider etwas sehr wirr und ich hatte Mühe die Zusammenhänge zu verstehen. Als ich sie verstanden habe, war mir alles doch sehr an den Haaren daher gezogen.

Das Buch war spannend, aber der Schluss war für mich etwas zu wirr. Das Buch soll wohl der Beginn einer Serie werden....bei mir wird es beim Beginn bleiben.

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Anders

Monoloco
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Das Buch "Monoloco" von Susann Blum ist ein Roman in den ich sofort hinein fand. Locker leicht zu lesen.

Es ist eine verrückte, witzige und doch tiefgründige Geschichte.
Mailyn trifft im Zug Aron und ...

Das Buch "Monoloco" von Susann Blum ist ein Roman in den ich sofort hinein fand. Locker leicht zu lesen.

Es ist eine verrückte, witzige und doch tiefgründige Geschichte.
Mailyn trifft im Zug Aron und verschickt versehentlich einen Beitrag für ihren Blog per SMS an ihn, der nicht für seine Augen bestimmt war. So beginnt die ganze Geschichte. Sie treffen sich täglich im Zug und tauschen Nachrichten aus. Da Mailyn verheiratet ist, beenden sie das ganze und so hätte die Geschichte auch enden können, wenn sich die beiden nicht durch einen weiteren Zufall mit jeweils ihren Freundinnen/Freunden in der Bar Monoloco wieder getroffen und alle zusammen einen lustigen Abend gehabt hätten. Dann verschwindet Aron von einem Tag auf den anderen. Nach und nach lernt man alle Freunde/Freundinnen besser kennen, als sie sich zusammen auf die Suche nach Aron machen.

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Wärmend

Das Buch der neuen Anfänge
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„Das Buch der neuen Anfänge“ von Sally Page war für mich ein Seelenwärmer für kalte Tage. Es geht um Freundschaften, neue und alte, und um neue Wege, die man einschlagen kann.

Jo kümmert sich in London ...

„Das Buch der neuen Anfänge“ von Sally Page war für mich ein Seelenwärmer für kalte Tage. Es geht um Freundschaften, neue und alte, und um neue Wege, die man einschlagen kann.

Jo kümmert sich in London um den kleinen Schreibwarenladen ihres Onkels Wilbur, der nach einem Unfall und diagnostizierter Demenz in einem Pflegeheim ist.

Jo kommt dieser Kulissenwechsel gerade recht, da sie die Trennung von ihrem Freund James zu verarbeiten hat.

Der kleine Laden ist eine Mischung aus Schreib- und Haushaltswaren und Jo lernt dort mit der Zeit ihre Nachbarn sowie Kunden kennen: den Steuerberater Malcolm, die flüchtige Vikarin, Erik „der Wikinger“, um nur ein paar zu nennen. Jeder Charakter hat seine Geschichte und wurde im Buch liebevoll und detailreich beschrieben. Oftmals musste man schmunzeln. Das Buch lässt einem über Freundschaften nachdenken.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Schwere Kost

Suche liebevollen Menschen
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Für mich war von Anfang an klar, dass das Buch "Suche liebevolle Menschen" von Julian Borger ein ganz anderes Buch ist, als was ich sonst so lese. Eine bewegende Geschichte, der leider eine schreckliche ...

Für mich war von Anfang an klar, dass das Buch "Suche liebevolle Menschen" von Julian Borger ein ganz anderes Buch ist, als was ich sonst so lese. Eine bewegende Geschichte, der leider eine schreckliche Wahrheit zugrunde liegt, die man wohl nie vergessen sollte.

Bei einer Recherche zu seiner eigenen Familiengeschichte stößt Julian Borger auf einen sehr merkwürdige und verstörende Zeitungsartikel, wo Kinder ins Ausland als "Adoptivkinder", Haushaltshilfen oder auch als Schüler-Nachhilfe angeboten werden. Mit dauerhaftem Wohnsitz bei der neuen Familie. Er forscht weiter, was Eltern dazu bewegt, ihre Kinder ins Ausland zu geben, zu fremden Menschen. Schnell wird klar, dass in der damaligen Nazi-Zeit die Eltern ihre Kinder damit retten wollten. Dass der jüdischen Bevölkerung nichts Gutes bevorsteht, ist manchem schon klar. Also versuchte man die Kinder ins vermeintlich sichere Ausland zu vermitteln.

Der Autor hat an mehreren Beispielen den weiteren Verlauf dieser Vermittlungen verfolgt und die jeweiligen Lebenswege. Nicht alle haben es gut getroffen, mit ihrer Familie, aber sie haben überlebten. Ihre Eltern und Familien haben es nicht.

Das Buch ist schwere Kost.

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