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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2025

Eine aufregende Klassenfahrt

Shikimori's not just a Cutie 10
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Der langersehnte Tagesausflug nach Kyoto steht an und Izumi ist auf alle eventuellen Zwischenfälle, die sein Pech auslösen könnte vorbereitet – oder so gut wie alle. Einen Notfallplan für den Notfallplan ...

Der langersehnte Tagesausflug nach Kyoto steht an und Izumi ist auf alle eventuellen Zwischenfälle, die sein Pech auslösen könnte vorbereitet – oder so gut wie alle. Einen Notfallplan für den Notfallplan – doch auch wenn alle Notfallpläne versagen, lassen ihn seine Freunde doch nicht im Stich. So kann auch er den Ausflug schließlich genießen, auch wenn nicht alles so läuft wie erhofft. Saruogi kämpft währenddessen mit seinem eigenen Trauma, doch auch er stellt fest, dass seine neuen Freunde ihn niemals im Stich lassen würden. So bringt die Klassenfahrt die Freunde noch näher zusammen.

Ich liebe diese Reihe! Auch mit Band 10 weiß die Autorin immer noch viel zu erzählen. Hier stehen die beiden Jungs im Mittelpunkt, die jeder auf seine Weise in der Vergangenheit schweres durchgemacht haben und gerade mit Klassenfahrten/ -ausflügen viel Schlechtes verbinden. Ob Izumi, der aufgrund seines haarsträubenden Pechs nicht nur sich, sondern auch andere immer einem Risiko aussetzt und deswegen lieber auch gemeinsame Aktivitäten verzichtet, um niemanden zu gefährden oder Saruogi, der mit seiner Schüchternheit immer wieder zurückgelassen, übersehen und isoliert wurde – für beide Jungs wird dieser Ausflug zu einem einzigartigen Erlebnis.

Auch wenn der Manga immer noch eher Episodencharakter hat, entwickeln sich die Charaktere weiter, vergrößert sich das Personal und weiß immer aufs Neue fesselnd zu erzählen. Neue Facetten bekannter Charaktere, neue Figuren mit überraschenden Geschichte und nicht zu vergessen: immer wieder humorvolle Szenen bis hin zum Slapstick. Beste Shojo-Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Magical Girl Power

Stellar Witch Lips – Band 4
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Nach dem Spezialtraining, bei dem Saya ihr „Mine“ gefunden hat, fühlt sich Yume ausgeschlossen und minderwertig. Ohne ihr eigenes „Mine“ kann sie den Hexen der Nacht nicht mehr viel nützen, denn ihre Gegner ...

Nach dem Spezialtraining, bei dem Saya ihr „Mine“ gefunden hat, fühlt sich Yume ausgeschlossen und minderwertig. Ohne ihr eigenes „Mine“ kann sie den Hexen der Nacht nicht mehr viel nützen, denn ihre Gegner werden immer stärker und können mit gewöhnlicher Hexenkraft nicht mehr besiegt werden. Da erhält sie Unterstützung von unerwarteter Seite, doch will der Geist der Rose sie tatsächlich zu ihrer geheimen Kraft führen oder stellt er ihr eine gemeine Falle?

Mit dem vorletzten Band erreicht die Vorbereitung zum großen Finale ihren Höhepunkt. Grimm arbeitet weiterhin daran die Macht der Hexen aufzubrechen und Yume ist ihr schwächster Punkt. Bildschön gezeichnet ist dieser typische Magical Girl-Manga zauberhaft und fesselnd. Besonders gut gefiel mir in diesem Band, dass auf die absurden Verwandlungssprüche verzichtet wurde. Die können wirklich nerven und zieen die Geschichte ins Lächerliche. Mit Yume als Zentrum werden hier wichtige Themen von Selbstvertrauen und eigener Persönlichkeit angesprochen. Yume muss lernen sich nicht mehr nach anderen zu richten und selbst herausfinden, was sie will und kann.

Jetzt steht das große Finale an, auf das ich schon sehr gespannt bin.

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Veröffentlicht am 09.01.2025

Originelle Variante eines bekannten Topos

Mein Buchcafé in einer anderen Welt 01
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Tsukina hat sich in ihrem Leben ganz gut eingerichtet. Mit Anfang 30 immer noch Single und absolut damit zufrieden ihre Tage mit ihrem Job und ihren Hobbies – Lesen und Kochen – zu verbringen, ist sie ...

Tsukina hat sich in ihrem Leben ganz gut eingerichtet. Mit Anfang 30 immer noch Single und absolut damit zufrieden ihre Tage mit ihrem Job und ihren Hobbies – Lesen und Kochen – zu verbringen, ist sie wenig begeistert als ihr eine sprechende Lichtkugel, die sich als Gott vorstellt, mitteilt, dass sie ausersehen ist als Heldin in eine andere Welt zu wechseln. Da sie trotz ihres Widerwillens nicht ablehnen kann, macht sie das Beste draus und erfüllt sich ihren großen Traum von einem Buchcafé, einsam gelegen an einem Waldrand. Als Heldin soll sie schließlich nur in Erscheinung treten, wenn es unumgänglich notwendig wird. Mit ihren neuen magischen Fähigkeiten richtet sie sich bequem ein und freut sich als sie ihren ersten Gast begrüßen kann.

Das Thema ist nicht neu, deswegen bin ich an diesen Manga etwas skeptisch rangegangen, doch er überrascht bereits auf den ersten Seiten. Die Heldin ist mal kein Teenager, ja sie hat nicht mal Lust in einer anderen Welt zur Superheldin zu werden und das Motiv der Teenager-Superhelden wird gleichzeitig ironisch reflektiert, indem Gott bereits unzählige dieser Helden in diese Welt geschickt hat und alle an ihrer Teenager-Unbedarftheit und –Arroganz gescheitert sind.

Der erste Band beginnt gemütlich, ja völlig entspannt und holt den Leser wunderbar ab. Wundervoll gezeichnet wird man in eine Cozy-Fantasy-Geschichte eingeführt unter deren Oberfläche es brodelt. Vielversprechende Andeutungen geben den Ausblick auf spannende Entwicklungen.

Ein absolut gelungener Auftakt bei dem Story und Zeichenstil einfach stimmen.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Ein überwältigendes Leseerlebnis

Sweet Nightmare
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Clementine lebt seit sie denken kann auf einer abgeschiedenen Insel und besucht die Calder Academy, die ihre Mutter leitet – eine Schule, die die letzte Station für gefährliche Paranormale ist. Clementine ...

Clementine lebt seit sie denken kann auf einer abgeschiedenen Insel und besucht die Calder Academy, die ihre Mutter leitet – eine Schule, die die letzte Station für gefährliche Paranormale ist. Clementine ist allerdings unverschuldet dort, und versucht nur in irgendeiner Form unter den fiesen Mitschülern zu überleben, deren Kräfte zwar blockiert sind deren Charakter aber weiterhin unberechenbar gemein sein kann. Da hilft es auch nicht, dass Clementines Mutter zu ihr strenger und unerbittlicher zu sein scheint als zu allen anderen, sie mit Geistern und Monstern konfrontiert ist und außerdem der Junge, der ihr das Herz gebrochen hat plötzlich wieder in ihr Leben tritt. Als ein gefährlicher Sturm Kurs auf die Insel nimmt, fängt alles an aus dem Ruder zu laufen und plötzlich wird alles, woran Clementine geglaubt hat, auf den Kopf gestellt.

Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, das mich so schnell gepackt hat. Wie eine Verdurstende habe ich die Geschichte getrunken und kann die Fortsetzung jetzt schon nicht erwarten. Die typischen Elemente von Academy-Romantasy werden mit den düsteren Seiten der paranormalen Außenseiter vermischt und da hier wunderbarerweise darauf verzichtet wird, sie alle als missverstandene Häschen mit schwerer Kindheit hinzustellen, die nur ein bisschen Liebe und Aufmerksamkeit brauchen, hat das Buch zwar einige Klischees im Gepäck bleibt aber originell und glaubwürdig. Worauf zu meiner Freude auch verzichtet wurde, waren ewige Figurenbeschreibungen von ach so attraktiven Bad Boys und Hormonausschüttungen. Großer Dank an die Autorin, dadurch hat die Geschichte wirklich gewonnen.

Wenn man wirklich meckern möchte, dann das alles etwas schnell geht und man sich irgendwann fragt wie oft sich jemand an einem Tag übergeben kann, zumal er nur ab und an ein paar Chips zu essen bekommt, aber das ist eine Kleinigkeit. Der Sturm und alle Ereignisse, die daraus folgen werden schon durch das Erzähltempo perfekt inszeniert und die kurzen Kapitel erhöhen noch mal den Takt. Wie aus der Katmere-Academy-Reihe schon bekannt lockern die witzigen Überschriften die durchaus düstere Handlung auf und passen perfekt zum humorvollen, sarkastischen Ton des Buches. Übrigens für alle Fans der Katmere-Reihe: Es gibt hier einen losen Anschluss. Man benötigt keine Vorkenntnisse, aber Fans dürfen sich auf Anspielungen freuen.

Für mich eines meiner Lesehighlights 2024: Eine gelungene Mischung aus Klischee und originellen Ideen. Einiges sieht man vorher, bei anderen Entwicklungen wird mit allen Erwartungen gebrochen. Für Leser von Romantasy und Academy-Geschichten absolut perfekt. Ein hübsches Gimmick ist der wirklich schicke Farbschnitt. Für mich nie Kaufentscheidung, aber definitiv ein Hingucker.

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Veröffentlicht am 24.09.2024

Eine bezaubernde, warmherzige Fantasy-Geschichte

Spellshop
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Kiela war als Bibliothekarin in der Hauptstadt mehr als glücklich. Nie im Leben hat sie damit gerechnet, dass die Rebellion auch vor ihrem heißgeliebten Palast des Wissens nicht Halt macht, aber genau ...

Kiela war als Bibliothekarin in der Hauptstadt mehr als glücklich. Nie im Leben hat sie damit gerechnet, dass die Rebellion auch vor ihrem heißgeliebten Palast des Wissens nicht Halt macht, aber genau das passiert. Zusammen mit Caz, einem sprechenden Spinnenkraut, und einigen Kisten voller Bücher schafft sie es sich in Sicherheit zu bringen, auf einer der Entlegenen Inseln, auf der sie geboren wurde und immer noch ein kleines Cottage besitzt. Dort will sie abwarten bis sie mit den Büchern in die Bibliothek zurückkehren kann. Bis dahin muss sie ihren Lebensunterhalt verdienen, die Bücher verstecken, die sie gar nicht besitzen dürfte, und irgendwie mit der Inselgemeinschaft klar kommen, obwohl Menschen ihr so gar nicht liegen. Bald stellt sie fest, dass die Insel mehr als selbstgemachte Marmelade braucht: Seit die Zauberer nur noch in der Hauptstadt aktiv sind, stirbt die Insel – und Kiela könnte da was tun; allerding steht auf Zauberei die Todesstrafe.

Es war mein erstes Cozy-Fantasy-Buch und ich war sofort hin und weg. Überraschenderweise beginnt alles mit der Kriegsbeschreibung in der Hauptstadt – umso mehr genießt man es sich zusammen mit Kiela und Caz auf der Insel weit weg von allen traumatischen Ereignissen. Diese werden allerdings nicht einfach als notwendiges auslösendes Moment eingesetzt, um dann sofort wieder in der Versenkung zu verschwinden, sondern sie klingen immer wieder an – als alles veränderndes Trauma, als weltbewegendes Ereignis, das auch auf den noch so weit entfernten, vergessenen Inseln eine Rolle spielt und als drohendes Gewitter am Horizont, mit der Ungewissheit seiner Tragweite. Die Haupthandlung ist allerdings sehr viel kleiner, als Ruhepol eingebettet in diese Ereignisse und wärmt den Leser wie ein gemütliches Kaminfeuer. Ungewohnt für ein Fantasybuch stehen nicht die Rettung der Welt oder wenigstens eines Königreiches auf dem Spiel, keine epischen Schlachten, keine blutigen Folterungen oder ähnliches, trotzdem wird das Buch nicht langweilig. Bezaubernde Details, originelle Fantasywesen und Gänsehautmomente, wenn Kiela im Kleinen etwas bewegt, was auch im Großen dringend der Veränderung bedürfte.

Sarah Beth Durst schreibt in ihrem Nachwort, dass sie eine Geschichte erschaffen wollte, die wie eine Tasse heiße Schokolade ist – und meiner Meinung nach ist ihr das voll und ganz geglückt! Eine herzerwärmende, liebevolle Geschichte.

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