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Veröffentlicht am 09.02.2025

Shakespeare statt Sauerstoffmaske

Crime im Heim
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„Wie viele sterben denn in dem Stück?“ „So gut wie alle …“ (S. 20)
Das Seniorenheim Haus Silberblick liegt ruhig in einem Park – zu ruhig, finden einige der Bewohner, die mehr wollen als Bastelnachmittage, ...

„Wie viele sterben denn in dem Stück?“ „So gut wie alle …“ (S. 20)
Das Seniorenheim Haus Silberblick liegt ruhig in einem Park – zu ruhig, finden einige der Bewohner, die mehr wollen als Bastelnachmittage, Akkordeonkonzerte, Spaziergänge und die pünktliche Medikamentenausgabe. Darum will der ehemalige Feuilletonchef Friedhelm mit anderen Theaterbegeisterten Hamlet aufführen. Die Hauptrolle gibt er seiner heimlichen Angebeteten, Katia, und auch die restlichen Rollen verteilt er nicht passend zum Geschlecht, sondern den Eigenschaften der Mitspieler. Doch schon die erste Probe geht schief – Ophelia wurde ermordet! Nein, nicht die Darstellerin, sondern deren Mops. Und tatsächlich hat sie recht, ein ehemaliger Zahnarzt holt mithilfe eines Nagelsets eine Patrone aus der Leiche. Aber hat wirklich einer von ihnen den Hund erschossen? „Ich bitte Sie: Die eine Hälfte ist zu blind, um zu zielen, und die andere zu zittrig, um zu treffen. So oder so hätten sie es alle inzwischen wieder vergessen.“ (S. 40) Als sie dann auch noch eine menschliche Leiche finden und die Polizei den Fall recht schnell einstellt, gehen sie selber auf Mörderjagd.

„Crime im Heim“ ist mein erstes Buch von Ida Tannert (dem Pseudonym von Tessa Korber), aber garantiert nicht mein letztes. Ich hoffe, die „Grauen Stars“ gehen in Serie, denn ich habe mich über ihren trockenen Humor köstlich amüsiert („So hab ich mir die Hölle vorgestellt. Basteln für immer.“ (S. 178)) und extrem spannend war es auch.

Die Pensionäre sind alle etwas eigen und herrlich skurril. Katja, die frühere Yogalehrerin, sorgt dafür, dass sich alle wohlfühlen, während sie ermittelt. Friedhelm, Spitzname Impresario, appelliert an die Eitelkeiten der Schauspieler und nutzt jede Chance, um das Stück voranzubringen. So eignet sich das Vergraben des Hundes doch prima, um die Beerdigungsszene zu proben. Und eine demente Bewohnerin würde die perfekte, dem Wahnsinn verfallende Ophelia abgeben, wenn er ihr nur irgendwie den Text beibringen könnte. Überhaupt interessiert er sich leider viel mehr für Hamlet, als für die Nachforschungen. Doch Katia lässt nicht locker und kommt zusammen mit den anderen Senioren einigen Ungereimtheiten auf die Spur. So klären sie einen jahrzehntealten Bankraub auf und kommen einem Enkeltrick-Erpresser auf die Spur. Aber wer ist der Mörder?! Am Ende versuchen sie, ihn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen, denn: „Was hatten sie schon zu verlieren? Nichts als ihre Prothesen und die wenigen Jahre, die ihnen noch blieben.“ (S. 247)

Ein extrem komischer und sehr spannender Krimi, mein Tipp für Fans von Tatjana Kruse.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

12 Namen

Fernwehland
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… hatte die Astoria im Laufe ihres Lebens, „… das älteste noch fahrende Passagierschiff der Welt. …, aber für Simone und Henri würde sie immer die Völkerfreundschaft bleiben, das erste Kreuzschiff der ...

… hatte die Astoria im Laufe ihres Lebens, „… das älteste noch fahrende Passagierschiff der Welt. …, aber für Simone und Henri würde sie immer die Völkerfreundschaft bleiben, das erste Kreuzschiff der Deutschen Demokratischen Republik. Vor über vierzig Jahren hatten sie sich darauf kennen gelernt. Es war ihr Schiff. Und es hat ihr Schicksal bestimmt.“ (S. 9).
Jahrelang hat Henri gespart, um noch einmal mitfahren zu können, jetzt ermöglicht ihnen das der Tod seines Vaters Erwin und das damit verbundene Erbe. Erwin und dessen Mutter Dora hatten Henri auch den Wunsch, zur See zu fahren, in die Wiege gelegt. Im Gegensatz zu ihnen hatte er es geschafft und die Welt hinter dem Eisernen Vorhang bereist. Doch dann ist etwas passiert, und er durfte nicht mehr zur See fahren. Simone hofft, dass er sich jetzt endlich mit der Vergangenheit aussöhnt.
Auf der Fahrt lernen sie die Schwedin Frida kennen, die 1946 bei der Schiffstaufe dabei war und jetzt zum 20. Mal mitfährt. Auch sie hat eine sehr emotionale Verbindung zur Astoria.
Und dann stößt Elli zu ihnen. Sie ist erst 19, interessiert sich aber sehr für die Geschichten, die Simone, Frida und vor allem Henri von früher erzählen.

Ich hätte nicht gedacht, dass mich „Fernwehland“ von Anfang an so mitnimmt und so viele Erinnerungen an meine Kindheit und Jugend in der DDR und das Dresden von früher weckt. Ich wohne nur wenige Kilometer von Kötzschenbroda entfernt, wo ein großer Teil der Handlung spielt, und bin schon mit der Diesbar gefahren, auf der Dora viele Jahre gearbeitet hat. Nur von der Völkerfreundschaft hatte ich bisher noch nicht gehört, dabei war sie berühmt und berüchtigt, weil es fast unmöglich war, einen Urlaubsplatz auf ihr zu bekommen.
Kati Naumann erzählt auch die Geschichte der Seehandelsflotte und Überseefahrt der DDR, die sich die Bevölkerung damals mit Planübererfüllungen und unzähligen unbezahlten Überstunden erkämpft und verdient hat.

„Manchmal müssen alte Wunden aufgerissen werden, damit sie endlich heilen können.“ (S. 378)
Neben den Erinnerungen haben mich auch die Biographien ihrer Protagonisten gefesselt und mitfiebern lassen. Frida erlebt auf ihrer Hochzeitsreise etwas, was sie für den Rest ihres Lebens an dieses Schiff bindet. Sie reist nie woanders hin oder mit einem anderen Schiff, es muss das Astoria sein.
Dora, mit der alles beginnt, hat ihre Wünsche und Träume nie verwirklichen können, darum gibt sie diese an Henri weiter. Der tut alles, um Matrose zu werden und weiß auch, wie privilegiert er ist. Er bringt seiner Familie, vor allem seiner Schwester Karin, von jeder Fahrt Geschenke mit. Aber das reicht dieser irgendwann nicht mehr. „Manchmal habe ich das Gefühl, blind zu sein. Und du bist mein Blindenführer, der mir von der Welt erzählt, die ich niemals sehen werde.“ (S. 338)
Simone musste sich um ihre jüngeren Brüder und den Haushalt kümmern, wenn ihre Eltern arbeiten waren. Auch sie träumt seit der Kindheit davon, zur See zu fahren, und erkämpft sich das gegen den Willen ihrer Eltern.
Und Elli? Die gibt sich nicht ohne Grund sehr geheimnisvoll …

Ich war fasziniert, als Henri, Simone und Frida rückblickend entdecken, dass sie mehrfach zur selben Zeit am gleichen Ort waren (nicht nur auf dem Schiff). Das schafft eine besondere Verbindung, einen Gleichklang zwischen ihnen. Sie wachsen zu einer Einheit zusammen, und Frida und Henri beschäftigen sich endlich auch mit ihren Traumata.

Geschickt bindet Kati Naumann dramatische Ereignisse ein, welche die Völkerfreundschaft bei den Fahrten erlebt hat. Sie geriet in gefährliche Stürme, fuhr durch die Blockade während Kuba-Krise und wurde von anderen Schiffen gerammt – im Gegensatz zur Titanic ist zum Glück wirklich unsinkbar.

„Fernwehland“ ist ein sehr mitreißender und bewegender Roman über Familie, Freundschaft, Sehnsucht und Freiheit, der ein spannendes Kapitel DDR-Geschichte wieder lebendig werden lässt. Ein echtes #lesehighlight

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Veröffentlicht am 07.01.2025

Unser neues veganes Lieblingskochbuch

Ganz entspannt vegan – Das Jahreszeitenkochbuch
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Passend zum Veganuary ist im Dezember das neue Kochbuch von Carina Wohlleben erschienen. Darin zeigt sie, wie man sich ganz einfach saisonal und regional vegan ernähren kann. Ich muss zugeben, dass ich ...

Passend zum Veganuary ist im Dezember das neue Kochbuch von Carina Wohlleben erschienen. Darin zeigt sie, wie man sich ganz einfach saisonal und regional vegan ernähren kann. Ich muss zugeben, dass ich mich, um die Rezepte ausführlich testen zu können, nicht nur auf den Herbst und Winter beschränkt und z.B. eine Mango für die Möhren-Mango-Suppe gekauft habe. Zudem verwendet sie bei einigen Sommer- und Herbstgerichten Lagergemüse, die man jetzt noch ohne schlechtes Gewissen verwenden kann. Man bekommt übrigens fast alle Zutaten im Supermarkt, das ist ein weiterer Anreiz für vegane Neulinge. Allerdings sollte man einen sehr guten (Hochleistungs-)Mixer besitzen, da z.B. die rohen Karotten für die Karottentaler mit einem Pürierstab nicht klein genug bekommt.

Die Rezepte sind sehr schön Schritt für Schritt beschrieben. Es gibt (endlich mal wieder!) Zubereitungszeiten und Nährwertangaben, das findet man heute leider immer seltener in Kochbüchern.

Die Gerichte selber sind, wie der Name schon sagt, in die vier Jahreszeiten gegliedert. Innerhalb dieser Einteilung gibt es dann entsprechende Suppen & Salate, Hauptgerichte und Kuchen & Desserts.

Ich habe mich durch alle Jahreszeiten und Kategorien gekocht. Alle Rezepte waren einfach innerhalb der angegebenen Zubereitungszeit fertig und haben uns begeistert. Angefangen bei der bereits erwähnten Möhren-Mango-Suppe (bei der ich beim nächsten Mal lediglich den Balsamico reduzieren werde), über das Ofengemüse mit Linsenbällchen und Joghurtdipp, die Tomaten-Spinat-Bällchen mit Pinienkernen und weißen Bohnen in Tomatensoße (unser bisheriges Lieblingsrezept, ich mag die verschiedenen Geschmäcker und Texturen, die ein sehr harmonisches Ganzes ergeben), die Karottentaler mit Kressejoghurt und Salzkartoffeln und die deftig gefüllten Kartoffeltaschen (die wir mit Soja-Natur-Joghurt aufgepeppt haben), bis zum Apfel-Chai-Crumble, der aufgrund der Gewürze zur Weihnachtszeit besonders lecker schmeckt.

Ich war überrascht, wie viele verschiedene Bratlinge Carina Wohlleben entwickelt hat. Dadurch hat man genügend Abwechslung und weil immer auch Hülsenfrüchte verarbeitet werden, ist genügend Eiweiß im Essen.

„Ganz entspannt vegan – Das Jahreszeitenkochbuch“ bietet abwechslungsreiche, vegane, gesunde und vor allem leckere Rezepte für jede Jahreszeit und jeden Geschmack und ist unser neues Lieblingskochbuch.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Bruderkampf

Fräulein Gold: Nacht über der Havel
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Die Steglitzer Wandervögel, eine Jugendgruppe, feiern eine Party am Havelufer, am nächsten Morgen ist ihr Anführer tot. Verdächtigt wird sein jüngerer Bruder, da die beiden am Vorabend Streit hatten. „Ich ...

Die Steglitzer Wandervögel, eine Jugendgruppe, feiern eine Party am Havelufer, am nächsten Morgen ist ihr Anführer tot. Verdächtigt wird sein jüngerer Bruder, da die beiden am Vorabend Streit hatten. „Ich hasse dich… Und eines Tages bringe ich dich um, das schwöre ich!“ (S. 48)
Zufällig betreut Hulda eine Schwangere, deren Schwester Mitglied der Gruppe ist und an dem Abend dabei war. Hulda merkt schnell, dass diese etwas bedrückt und versucht, ihr zu helfen, aber sie blockt ab.

Dabei hat Hulda eigentlich genug eigene Probleme. Ihre Arbeit in der Beratungsstelle am Nollendorfplatz füllt sie nicht mehr aus. Sie sehnt sich danach, wieder als Hebamme zu arbeiten, aber als alleinerziehende Mutter muss sie an ihre Tochter denken. Denn obwohl Max und sie jetzt schon länger zusammen sind und er wunderbar mit Meta umgeht, ist sie nicht sicher, wohin die Beziehung führt. Zurzeit ist Max verreist und meldet sich nicht, dafür taucht der inzwischen verheiratetet Detektiv Karl plötzlich wieder in ihrem Leben auf. Kein Wunder, dass ihr Nachbar sagt: „Seltsame Frau. An jedem Finger‘n Kerl und trotzdem alleene.“ (S. 272)

1930 hat die Weltwirtschaftskrise Deutschland fest im Griff, die Arbeits- und Obdachlosenzahlen steigen rasant, die politische Situation ist explosiv. Die Nationalsozialisten werden stärker und wollen den Nachwuchs prägen. Darum soll die HJ andere Jugendvereinigungen „übernehmen“. Und die Jugend, die keine Zukunft sieht, lässt sich gern (ver)führen.
„Das moderne Girl hat ausgedient, das brave Gretchen kommt wieder zum Vorschein.“ (S. 33) Frauen sollen wieder nur Hausfrauen sein und werden im Job benachteiligt. So darf z.B. Irma Siegel, die Kriminalbeamtin, die Hulda aus einem früheren Fall kennt und die von Kommissar Gennat jetzt wegen dem Alter des Opfers und vermeintlichen Täters hinzugezogen wird, keine Waffe tragen und muss sich von einem bewaffneten Schutzmann begleiten lassen, wenn sie vor Ort ermittelt. Dabei hat sie in der Ausbildung natürlich auch Schießen gelernt.

Seit dem ersten Fall verfolge ich gespannt Huldas Entwicklung, die eng mit dem politische (Welt-)Geschehen verbunden ist. Sie ist keine Frau, die wegsieht und auch kostenlos arbeitet, wenn eine Schwangere ihre Hilfe braucht. Vor allem aber kann sie Unrecht nicht ausstehen und ist sehr neugierig, weswegen sie schon in einige Fälle verwickelt war und dabei ihr eigenes Leben riskiert hat. Auch hier kann sie sich nicht zurückhalten, weil sie dem jungen Mädchen helfen will. Außerdem macht sie sich Sorgen wegen der vermehrten Übergriffe auf Juden und Homosexuelle, wie ihren guten Freund Bert. Wie lange können sie dem noch trotzen?

„Nacht über der Havel“ ist bereits der 7. Teil der Reihe von Anne Stern. Um alle Zusammenhänge zu verstehen (und weil wirklich alle Bände toll sind), sollte man die Vorgänger gelesen haben, auch wenn die Geschichten in sich abgeschlossen sind. Ich mag die Kombination aus Familiengeschichte und Kriminalfällen, die immer extrem spannend sind, gepaart mit dem Berliner Flair der 20/30 Jahre. Gleichzeitig zeigt Anne Stern, wie sich rechtsnationale Strömungen entwickeln und die Gesellschaft verändern. Ein wichtige Reihe #gegendasvergessen.

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Veröffentlicht am 14.11.2024

Mord ist die beste Therapie

Miss Merkel: Mord in der Therapie
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„Ich befürchte, ich bin … in einer ganz persönlichen Krise.“ (S. 12)
Seit Angela ihre Autobiographie beendet hat, ist sie unleidlich. Darum schicken Achim, Marie und Mike sie zu einem Therapeuten. Leider ...

„Ich befürchte, ich bin … in einer ganz persönlichen Krise.“ (S. 12)
Seit Angela ihre Autobiographie beendet hat, ist sie unleidlich. Darum schicken Achim, Marie und Mike sie zu einem Therapeuten. Leider haben sie ihr nicht gesagt, dass es eine Gruppentherapie ist, dabei wollte Angela um jeden Preis vermeiden, dass irgendjemand in Klein-Freudenstadt von ihrem Problem erfährt.
Der Therapeut macht keinen besonders kompetenten Eindruck. Obwohl er die anderen Patienten schon länger betreut, scheinen sie keine Fortschritte zu machen. Auch er selbst sieht so aus, als würde ihm ein paar Stunden bei einem Kollegen nicht schaden. Aber als er in der Nacht nach ihrer ersten Sitzung mit seinem Hausboot in die Luft gesprengt wird, lebt Angela auf. „… wer brauchte schon eine Therapie, wenn man den Thrill einer Mordermittlung verspüren konnte!“ (S. 57)
Für Kommissar Hannemann ist der explodierte Elektro-Akku des Bootes an dem Unglück schuld, allerdings weiß er da noch nicht, dass in die Praxis des Therapeuten eingebrochen wurde. Doch auch dafür findet er schnell eine Erklärung – er hat den kommunistischen Exhibitionisten der Kleinstadt im Verdacht, schon die Einbrüche der letzten Zeit verübt zu haben. Aber würde der auch Patientenakten stehlen?! Angela verdächtigt stattdessen ihre Mitpatienten, die alle eindeutig einen an der Waffel haben: eine verstörte Klimaaktivistin mit blauen Haaren, ein trauriger Pantomime, der andere glücklich machen will, ein Wutbürger, eine rosa Katzenfrau und eine Impfgegnerin mit Viren-Phobie, die ihr Haus nicht mehr verlässt.

„Mord in der Therapie“ ist bereits der vierte Band der Reihe von David Safier und hat mich wieder extrem gut unterhalten. Ich liebe den Humor, aber auch die Spitzen und Neckereien, die sich Angela und Achim zuspielen, und habe echtes Mitleid mit Mike, der mit dem Schutz der Altkanzlerin komplett überfordert ist und durch Stressessen kompensiert, dass sie seine Einwände und Bedenken einfach ignoriert. Zum Glück liebt Marie jedes (zusätzliche) Pfund an ihm. Wenn da nicht ihre Hochzeit in wenigen Tagen, der inzwischen recht knapp sitzende Anzug und seine Eltern wären, die zur Feier anreisen und für zusätzliches Chaos sorgen …

Angela schlägt sich mit ganz anderen Problemen rum. Nachdem Hannemanns Theorien im Sand verlaufen sind, schießt er sich auf sie als Täterin ein. Sie hingegen hat ihre Mitpatienten im Verdacht. Doch jedes Mal, wenn sie überzeugt ist, den Fall endlich gelöst zu haben, stirbt wieder einer. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Ist sie am Ende schneller als der Täter, oder gar das letzte Opfer?!

Mein Fazit: Wieder ein spannender Krimi mit ordentlich Tempo, Humor und skurrilen Protagonisten, bei dem auch tagesaktuelle Probleme nicht zu kurz kommen.

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