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Veröffentlicht am 03.10.2021

verwirrender Klappentext; bleibt hinter den Erwartungen

Der Panzer des Hummers
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Rezension zu „Der Panzer des Hummers“ von Caroline Albertine
Caroline Albertine schreibt in einem guten Stil. Er lässt sich gut und flüssig lesen. Der Beginn des Romans ist dennoch etwas wirr. Dies liegt ...

Rezension zu „Der Panzer des Hummers“ von Caroline Albertine
Caroline Albertine schreibt in einem guten Stil. Er lässt sich gut und flüssig lesen. Der Beginn des Romans ist dennoch etwas wirr. Dies liegt daran, dass im ersten Abschnitt Charlotte spricht, die bereits verstorben ist und es dauert etwas, bis man das versteht. Sie taucht immer wieder auf. Diese Abschnitte sind mal hilfreich für die Geschichte (wenn sie mit ihrem Mann über die Familie spricht oder über die Familie nachdenkt) und mal schräg (wenn sie beschreibt, wo sie sich befindet und ihre Gedanken wirr sind).
Die Figuren sind mal mehr mal weniger ansprechend. Charlotte ist die Mutter der Familie. Die Geschichte wechselt in ihren Abschnitten zwischen ihren drei Kindern hin und her. Diese Perspektivwechsel sind gut gelungen und lassen den Roman vollständiger wirken. Ea ist die Älteste, lebt in den USA und wirkt am „normalsten“. Ihre Geschichte habe ich gerne verfolgt, da sie meistens nachvollziehbar war. Die zweitälteste Tochter ist Sidsel. Sie arbeitet in einem Museum. Die Abschnitte, in denen sie sich mit ihrem Job beschäftigt, sind spannend und machen Spaß. Auch ihre Tochter ist gut gestaltet. Allerdings hat sie immer wieder Abschnitte, die ich gar nicht mochte. Die Autorin nutzt in diesen Abschnitten eine derbe Sprache, die ich eher abstoßend fand. Der Jüngste im Bunde ist Niels, über den man lange am wenigsten weiß. Lange war er mir sympathisch, aber dann stellten sich auch bei ihm so einige Dinge heraus, bei denen ich mich gefragt habe: WARUM?.
Lange habe ich die Geschichte mit angenehmer Spannung verfolgt, weil ich wissen wollte, wie und wann sich die Familie annähert, wie es der Klappentext versprach. Allerdings trifft dies bis zum Schluss nicht zu und dass ist wohl die größte Schwäche des Romans. Der Klappentext versprach eine Familiengeschichte mit der Frage, ob sie wieder zueinander finden können. Diese Frage erübrigt sich aber, da die Geschwister kaum Kontakt haben und auch wenig bis gar nicht übereinander nachdenken. Jeder ist mit seinem Kram beschäftigt. Daher habe ich den Familienkonflikt sehr vermisst. Zusammen mit den teilweise schrägen Verhaltensweisen der Figuren lässt sich sagen: Caroline Albertine hat einen schönen Erzählstil, aber die Geschichte an sich ist weniger zu empfehlen, auch wenn sich einige Abschnitte ganz gut lesen lassen. Mich ließ der Roman verwirrt und auch etwas ratlos zurück.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.11.2017

unsympathische Charaktere- leider nicht mein Fall

Der Glasmurmelsammler
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Rezension zu „Der Glasmurmelsammler“ von Cecelia Ahern
Meinung:
Als großer Fan von Cecelia Ahern musste ich natürlich auch diesen Roman lesen. Leider hat er mit enttäuscht. Die Geschichte an sich klang ...

Rezension zu „Der Glasmurmelsammler“ von Cecelia Ahern
Meinung:
Als großer Fan von Cecelia Ahern musste ich natürlich auch diesen Roman lesen. Leider hat er mit enttäuscht. Die Geschichte an sich klang zunächst unglaublich interessant und bezaubernd, wie Aherns Geschichten oft sind. Von Beginn an bin ich jedoch mit den Charakteren nicht warm geworden.
Zunächst einmal aber zu den Dingen, die mir gefallen haben.
Die Idee die Murmeln mit Erinnerungen in Verbindung zu bringen, fand ich toll, auch wenn das Potenzial der Geschichte nicht wirklich ausgeschöpft worden ist. Auch gefallen haben mir die Zeitsprünge in dem Roman. So konnte man Fergus besser verstehen und seine Kindheitserinnerungen waren mit das Spannendste an diesem Roman. Hier haben mir auch die Figuren gefallen. Seine unterschiedlichen Brüder waren unterhaltsam und haben der Geschichte Schwung verliehen.
Jetzt zu dem, was mich eher enttäuscht hat. Da wäre zunächst einmal der Schreibstil. Der Stil ist gut und lässt sich schön flüssig lesen, hat aber nicht viel von der Leichtigkeit und Bildhaftigkeit, die ich an Cecelia Aherns Stil so mag.
Außerdem hat sich die Geschichte für mich an einigen Stellen zu schnell entwickelt. Erst wusste die Protagonistin Sabrina fast nichts über ihren Vater Fergus und plötzlich tauchen an nur wenigen Tagen viele Details auf. Mir wäre es lieber gewesen, die Geschichte hätte sich langsamer entwickelt und man hätte dafür noch mehr über Sabrinas Leben und ihre Ehe erfahren, die ja ein Problem zu sein scheint, wie schnell deutlich wird.
Es mag aber auch sein, dass ich es so empfunden habe, weil ich mit den Charakteren nicht warm geworden bin. Über Fergus erfährt man noch recht viel, da seine Kindheit schön beschrieben wird, aber er blieb mir einfach unsympathisch, weil er aus seinen Erfahrungen mit Lügen nichts gelernt zu haben scheint.
Sabrina hat sich mir überhaupt nicht genähert. Viele ihre Verhaltensweisen habe ich nichts verstanden, wie ihre Vorliebe fürs Luft anhalten oder ihr Verhalten dem Glasmacher gegenüber.
Insgesamt haben mich vor allem die Charaktere und die Erzählweise enttäuscht. Schade, aber Cecelia Ahern wird bestimmt noch viele Bücher schreiben, die mich wieder begeistern werden.