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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.11.2024

Eine Geschichte voller Mut, Freundschaft und kindlicher Gefühle

Wie man einen Bammel auf Hosentaschengröße schrumpft
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Elli und Jaro sind beste Freunde, die gemeinsam beschließen, ihre Ängste zu bekämpfen: Elli fürchtet sich vor dem Schwimmen im offenen Wasser, Jaro vor Hunden. Ihre enge Freundschaft scheint unerschütterlich, ...

Elli und Jaro sind beste Freunde, die gemeinsam beschließen, ihre Ängste zu bekämpfen: Elli fürchtet sich vor dem Schwimmen im offenen Wasser, Jaro vor Hunden. Ihre enge Freundschaft scheint unerschütterlich, bis Tami in ihr Leben tritt und die Dynamik zwischen den beiden durcheinanderbringt. Plötzlich werden Elli und Jaro mit neuen Gefühlen konfrontiert - Eifersucht, ein schlechtes Gewissen, aber auch Trauer und Wut. Die Geschichte greift diese Themen mit viel Feingefühl auf und erzählt sie so, dass junge Zuhörerinnen sie gut verstehen und nachempfinden können.

Die Geschichte überzeugt vor allem durch die liebevolle Darstellung und Art der Protagonist
innen. Die Gefühle und Herausforderungen von Elli und Jaro werden glaubwürdig dargestellt, sodass sich Kinder in den Figuren wiederfinden können. Josefine Sonneson ist es besonders gut gelungen, unterschiedlichste Familienformen ganz selbstverständlich und natürlich in den Alltag der Figuren zu integrieren. Dadurch erhält die Handlung einen modernen und vielfältigen Touch, der mir sehr gut gefällt. Außerdem wird in der Geschichte deutlich, dass Mut nicht bedeutet, Ängste vollständig zu überwinden - es ist auch in Ordnung, wenn dies nicht immer gelingt. Diesen Ansatz finde ich äußerst bemerkenswert und ich kann mir gut vorstellen, dass damit den jungen Zuhörer*innen eine wichtige Botschaft vermittelt wird.

Allerdings leidet die Geschichte etwas unter ihrer Fülle. Es werden viele Themen und Ereignisse aufgegriffen, was die Handlung hin und wieder ein wenig überladen erscheinen lässt. Ein stärkerer Fokus auf die Hauptthematik hätte der Erzählung gutgetan und sie flüssiger gemacht.

Ein großer Pluspunkt des Hörbuchs ist die Sprecherin Friede Morgenstern. Mit ihrer angenehmen, warmen Stimme bringt sie die kindliche Perspektive von Elli hervorragend zur Geltung und schafft ein intensives Hörerlebnis, das die Geschichte noch lebendiger macht.

Trotz kleiner Schwächen ist die Geschichte sehr empfehlenswert. Sie vermittelt wichtige Botschaften über Freundschaft, Mut und den Umgang mit Gefühlen und wird durch die hervorragende Sprecherin des Hörbuchs zusätzlich aufgewertet.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2024

Eine Liebesgeschichte voller Entschlossenheit und verborgener Geheimnisse

Bridgerton - Hyacinth & Gareth
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„Bridgerton - Mitternachtsdiamanten“ von Julia Quinn erzählt die Liebesgeschichte von Hyacinth Bridgerton und Gareth St. Clair.
Hyacinth ist mutig, hartnäckig und bekannt für ihre unverblümte Art - eine ...

„Bridgerton - Mitternachtsdiamanten“ von Julia Quinn erzählt die Liebesgeschichte von Hyacinth Bridgerton und Gareth St. Clair.
Hyacinth ist mutig, hartnäckig und bekannt für ihre unverblümte Art - eine moderne Frau, die mit ihrer Schlagfertigkeit die Männerwelt eher abschreckt. Auch wenn es ihrem Charakter manchmal an Tiefe mangelt, macht ihre unkonventionelle Persönlichkeit sie zu einer liebenswerten und zugänglichen Protagonistin.

Gareth St. Clair, der charmante und wortgewandte Enkel von Lady Danbury, hat es in dieser Geschichte nicht leicht. Er trägt nicht nur den Schmerz einer komplizierten Familiengeschichte, sondern auch die Last eines schlechten Verhältnisses zu seinem Vater, der ihm das Leben schwer macht und seine Zukunft bedroht. Diese familiären Spannungen verleihen seiner Figur eine zusätzliche Ebene und machen ihn zu einem komplexen Charakter, der Hyacinth auf Augenhöhe begegnet.

Als Gareth Hyacinth bittet, das Tagebuch seiner italienischen Großmutter väterlicherseits zu übersetzen, begeben sich die beiden auf eine unerwartete Schatzsuche. Zunächst scheint diese Suche entscheidend für Gareths Zukunft zu sein. Doch was zu Beginn noch sehr abenteuerlich klingt, tritt im Laufe der Handlung in den Hintergrund. Auch die Entscheidungen, die Gareth trifft, um Hyacinth für sich zu gewinnen, sind für mich nicht nachvollziehbar und trüben ein wenig die romantische Stimmung, für die die Bridgerton-Bücher stehen.

Dennoch verleihendie humorvollen Wortgefechte und die prickelnde Chemie zwischen Hyacinth und Gareth der Geschichte eine lebendige Dynamik und berühren. In „Mitternachtsdiamanten“ verbindet Julia Quinn Romantik mit einer subtilen Tragik, die durch Gareths familiäre Konflikte verstärkt wird.

Die Mischung aus den hitzigen Dialogen, teilweise spannenden Momenten und emotionaler Tiefe macht den Band dennoch zu einer gelungenen Fortsetzung der Bridgerton-Reihe.

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Veröffentlicht am 05.11.2024

Ein Buch voller Schach-Leidenschaft

Schach-Euphorie
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Das Cover von Schach-Euphorie ist ein echter Hingucker: Die in die Buchstaben integrierten und fühlbar hervorgehobenen Schachfiguren verleihen dem Buch eine besondere Optik und Haptik. Gut gefallen haben ...

Das Cover von Schach-Euphorie ist ein echter Hingucker: Die in die Buchstaben integrierten und fühlbar hervorgehobenen Schachfiguren verleihen dem Buch eine besondere Optik und Haptik. Gut gefallen haben mir auch die Kapitelanfänge, die jeweils mit einem passenden Zitat eingeleitet werden und die Inhalte des bevostehenden Kapitels auf spannende Weise unterstützen.

Das erste Kapitel war für mich das Highlight. Die Darstellung der Allgegenwärtigkeit des Schachspiels, das seine Einflüsse in Kunst, Literatur, Film, Musik und Sport findet, machte das Buch auch für Nicht-Schachspieler wie mich interessant und zugänglich. Nach und nach taucht der Autor tiefer in die faszinierende Welt des Schachs ein. Dabei schreibt er sehr respektvoll über berühmte Schachspieler und zeigt besondere Anerkennung für die Meister dieses Spiels. Im zweiten Kapitel des Buches wird dann deutlich, wie der Computer das Spiel im Laufe der Zeit und Entwicklung verändert hat, wobei der Autor auch auf die Schattenseiten eingeht, was seinen allumfassenden Blick auf das Schachspiel unterstreicht. Generell ist an dieser Stelle anzumerken, dass die Recherchen von Peter Doggers wirklich fundiert niedergeschrieben sind und er die wiedergegebenen Informationen mit Quellen belegt, die das Buch zusätzlich bereichern. Im dritten Kapitel beschäftigt sich der Autor mit Schach und Internet. Er erklärt unter anderem, wie seine bekannte Website Chess.com zu solcher Popularität gekommen ist.

Beeindruckend ist, wie Peter Doggers seine persönliche Leidenschaft für das Schachspiel in diesem Buch zum Ausdruck bringt - seine Begeisterung ist in jeder Zeile spürbar. Insgesamt vergebe ich dem Buch vier Sterne. Das Thema hat mich persönlich nicht ganz mitgerissen, aber für Schachliebhaber und Kenner ist dieses Buch sicher eine Bereicherung.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Die Suche nach dem guten Leben – und was davon bleibt

Das gute Leben
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Nach dem Tod ihrer Großmutter Anni kehrt Christina in das Haus zurück, in dem sie aufgewachsen ist. Während sie Abschied nimmt, taucht sie tief in ihre Erinnerungen an Anni ein, die einst aus Rumänien ...

Nach dem Tod ihrer Großmutter Anni kehrt Christina in das Haus zurück, in dem sie aufgewachsen ist. Während sie Abschied nimmt, taucht sie tief in ihre Erinnerungen an Anni ein, die einst aus Rumänien nach Deutschland kam und sich ein Leben voller Entbehrungen und Verantwortung aufgebaut hat. Im Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart stellt sich die Frage, was ein „gutes Leben“ eigentlich bedeutet und ob man es vielleicht erst im Rückblick erkennt.

Grundsätzlich haben mir die Struktur und der Leitgedanke der Geschichte gut gefallen. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart zeigt eindrücklich, wie sehr Annies Leben Christina geprägt hat. Allerdings empfand ich die vielen Zeitsprünge stellenweise als anstrengend. Ohne klare Übergänge oder eine deutliche Abgrenzung der Perspektiven fiel es mir manchmal schwer, mich zu orientieren.

Besonders berührt hat mich die Metapher der Weinreben. Anni hat sie einst aus Rumänien mitgebracht, und nun überlegt Christina, sie mit nach Berlin zu nehmen. Diese Vorstellung schafft eine schöne Verbindung zwischen den Generationen und Orten. Gleichzeitig zeigt die Geschichte sehr deutlich, wie viel innerhalb einer Familie unausgesprochen bleibt. Konflikte werden still ausgetragen, Gefühle verdrängt – und hinterlassen dabei Spuren von Misstrauen und Schmerz.

Auch die Frage, was man im Leben wertschätzen sollte, zieht sich durch den Roman. Es geht darum, das Gute zu erkennen, anstatt sich nur an dem festzuhalten, was nicht gelungen ist. Besonders Annies Verbitterung wird dabei auf eindrückliche Weise nachvollziehbar dargestellt.

Trotz dieser starken Ansätze bin ich insgesamt nicht mit allem warm geworden. Einige Passagen blieben für mich emotional auf Distanz, sodass mich die Geschichte nicht durchgehend erreichen konnte.

Fazit:
Ein ruhiger, nachdenklicher Roman mit schönen Bildern und wichtigen Themen, der mich jedoch emotional nicht ganz erreichen konnte. Trotz kleiner Schwächen bleibt ein stimmungsvolles Hörbuch, das zum Innehalten anregt.

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Veröffentlicht am 12.02.2026

Zwischen Krieg und Herzchaos – ein Sturm mit Verzögerung

Onyx Storm – Flammengeküsst
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Nach fast anderthalb Jahren am Basgiath War College ist klar: Die Zeit der Übungen ist vorbei, der Krieg ist Realität. Feinde lauern innerhalb und außerhalb der Schutzmauern, Vertrauen wird zur gefährlichen ...

Nach fast anderthalb Jahren am Basgiath War College ist klar: Die Zeit der Übungen ist vorbei, der Krieg ist Realität. Feinde lauern innerhalb und außerhalb der Schutzmauern, Vertrauen wird zur gefährlichen Währung. Um ihre Drachen, ihre Familie und ihre Heimat zu retten, muss Violet jenseits des Schutzzaubers nach Verbündeten suchen und sich einer Wahrheit stellen, die alles verändern könnte.

Nach den ersten beiden Bänden, die ich förmlich verschlungen habe, bleibe ich bei Onyx Storm mit gemischten Gefühlen zurück.

Zuallererst möchte ich die Auflistung der Reiter, ihrer Drachen und der jeweiligen Siegelkräfte auf den ersten Seiten als äußerst positiv hervorheben. In einer so komplexen Welt mit zahlreichen Figuren und Fähigkeiten war das eine hilfreiche und durchdachte Orientierung.

Die Geschichte beginnt vielversprechend: Krieg, politische Spannungen und neue Länder jenseits des bekannten Kontinents – das sind Zutaten mit enormem Potenzial. Leider bleiben diese spannenden Elemente über weite Strecken im Hintergrund und gewinnen erst spät an Bedeutung. Besonders in der ersten Hälfte zog sich die Handlung für mich spürbar hin. Inhalte wiederholen sich, Konflikte drehen sich im Kreis und manche Liebesszenen erstrecken sich über mehrere Kapitel.

Was in Band eins noch wie eine intensive, knisternde Liebesgeschichte begonnen hat, wirkt hier stellenweise wie ein Bremsklotz für die eigentliche Handlung. Die Beziehung zwischen Violet und Xaden dominiert viele Abschnitte so stark, dass politische Entwicklungen, strategische Entscheidungen und der Weltaufbau in den Hintergrund geraten. Das ist besonders schade, da gerade diese Aspekte ein enormes Spannungspotenzial besitzen.

Erst etwa ab der Hälfte gewinnt die Geschichte für mich deutlich an Dynamik. Die Reise über den Schutzzauber hinaus, die Suche nach Andarnas Art und die Erkundung fremder Inseln fand ich dann wirklich fesselnd. Auch das Lüften lang gehüteter Geheimnisse und einige unerwartete Wendungen haben starke Emotionen in mir ausgelöst. In diesen Momenten zeigt sich, wie viel Inhalt und durchdachter Hintergrund in dieser Reihe stecken.

Für mich gehören die Nebencharaktere und die Drachen nach wie vor zu den Höhepunkten der Geschichte. Ich habe bei ihnen stets das Gefühl, dass sie sich von Teil zu Teil weiterentwickeln und dabei immer neue, noch spannendere Seiten zeigen. Mit Violet hingegen hatte ich in diesem Band zunehmend Schwierigkeiten. Je stärker sie in ihren Fähigkeiten wird, desto mehr verliert sie an Tiefe. Ihre ständigen Sorgen, emotionalen Ausbrüche und impulsiven Entscheidungen stehen für mich im Kontrast zur strategisch denkenden, klugen Figur aus den ersten beiden Teilen. Dadurch wirkte sie auf mich weniger stabil.

Erst im letzten Viertel nimmt die Handlung dann wieder richtig Fahrt auf. Die Ereignisse überschlagen sich, die Spannung zieht spürbar an, und endlich ist dieses Gefühl zurück, mitten im Geschehen zu stehen. Besonders erfrischend empfand ich die Perspektivwechsel am Ende, durch die man in die Gedanken anderer Figuren eintauchen konnte. Das brachte neue Tiefe und Dynamik in die Geschichte.

Der Cliffhanger hinterlässt mich allerdings eher verwirrt als euphorisch. Natürlich werde ich weiterlesen, dafür liebe ich diese Welt und ihre Drachen noch immer zu sehr. Doch die Begeisterung, die ich bei den ersten beiden Bänden empfunden habe, ist hier deutlich verhaltener.

Fazit:
Onyx Storm – Flammengeküsst erweitert die Welt und enthält starke Enthüllungen, verliert sich jedoch lange in Wiederholungen und einer überdominanten Liebesdynamik. Erst in der zweiten Hälfte entfaltet der Band sein volles Potenzial.

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