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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2024

Packender Thriller mit gut aufeinander abgestimmten Ermittlern

Verdorbene Saat (Thriller)
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In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz ein neues und gut aufeinander abgestimmtes Ermittlerteam ins Rennen, dass gleich einen verheißungsvollen Auftakt hinlegt.

Als die Leiche einer Frau ...

In diesem Thriller schickt der Autor Gunnar Schwarz ein neues und gut aufeinander abgestimmtes Ermittlerteam ins Rennen, dass gleich einen verheißungsvollen Auftakt hinlegt.

Als die Leiche einer Frau gefunden wird, die mit einer Herbstzeitlose im Mund in ihrem eigenen Garten vergraben wurde, übernimmt Katharina „Kat“ Winkler von der Kölner Kriminalpolizei die Ermittlungen. Zur Unterstützung bekommt sie dabei Sebastian Fiedler an die Seite gestellt, der zuletzt nur noch Innendienst versehen hat. Zunächst konzentrieren sich die Ermittlungen auf das private Umfeld des Opfers. Doch dann wird eine zweite Leiche mit ähnlichem Muster aufgefunden und den Ermittlern wird klar, dass sie es mit einem perfiden Serienmörder zu tun haben, der weiter morden wird, wenn Kat und Sebastian ihn nicht aufhalten. Und dafür müssen sie schnellstens zu einem schlagkräftigen Team zusammenwachsen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und liefert am Ende einen fulminanten Showdown mit einer schlüssigen Auflösung, die keine wesentlichen Fragen offenlässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Die Geschichte wird fast ausschließlich aus den wechselnden Perspektiven der beiden Hauptermittler erzählt, immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht des Täters sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei bereits zu viel über dessen Identität zu verraten.

Wer auf spannende und abgründige Thriller steht, wird hier bestens bedient und unterhalten. Die Messlatte für die nachfolgenden Bände liegt gleich mächtig hoch.

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Veröffentlicht am 11.11.2024

Packender Thriller um ein rechtes Netzwerk in den Reihen der Polizei

Um jeden Preis
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Bei ihrem Debüt gelingt dem Autor-Duo Maximilian Ferreira Cress und Bernd Blaschke gleich ein spannender Polit-Thriller, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Durch ein Buchprojekt ...

Bei ihrem Debüt gelingt dem Autor-Duo Maximilian Ferreira Cress und Bernd Blaschke gleich ein spannender Polit-Thriller, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Durch ein Buchprojekt über die Hamburger Reederei Doorden hat die Journalistin Michelle für einiges Aufsehen gesorgt, obwohl das Buch nicht nur positive Reaktionen hervorgerufen hat. Dennoch wird ihr ein weiteres Projekt angeboten, bei dem sie die einflussreichsten Frauen Deutschlands portraitieren soll. Da kommt die Frage ihres Kollegen Hamza nach Unterstützung bei seiner aktuellen Recherche sehr ungelegen und sie wimmelt ihn ab. Doch dann wird Hamza niedergeschossen und Michelle beginnt sich doch für die Geschichte zu interessieren. War Hamza wirklich einem rechten Netzwerk in Reihen der Hamburger Polizei auf der Spur und ist den Beteiligten dabei zu nahe gekommen ? Zeitgleich wird die Polizistin Frida von ihren Kollegen gemobbt, weil sie gegen ihren Partner ausgesagt hat. Bei der Suche nach einem Ausweg verstrickt sie sich immer tiefer in zwielichtige Kreise.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treiben die Autoren ihre gut aufgebaute und ziemlich komplex angelegte Geschichte voran. Dabei laufen die beiden Stränge um Michelle und Frida lange Zeit parallel zueinander, bevor sie im letzten Drittel miteinander verknüpft werden und schlussendlich das erschreckende Gesamtbild enthüllt wird. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Man merkt dem Buch auch jederzeit an, wie intensiv die Autoren zu den Hintergründen ihrer Geschichte recherchiert haben. Dies verleiht dem Ganzen eine gewisse Authentizität, die die Wirkung der perfiden Strukturen, die hier nach und nach aufgedeckt werden, noch einmal deutlich verstärkt, so dass man sich am Ende fragt, ob diese Geschichte wirklich nur reine Fiktion ist.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller mit aktuellen Bezügen steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 07.11.2024

Packender und atmosphärisch dichter Thriller aus Schottland

Der Landsitz
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In diesem Thriller schickt der Autor Sebastian Dobitsch den zwielichtigen Privatdetektiv Liam Hopkins und die Ärztin Sonya Alvarez in ihren zweiten Fall, der zwar nicht ganz die Klasse des ersten Bandes ...

In diesem Thriller schickt der Autor Sebastian Dobitsch den zwielichtigen Privatdetektiv Liam Hopkins und die Ärztin Sonya Alvarez in ihren zweiten Fall, der zwar nicht ganz die Klasse des ersten Bandes erreicht, mich aber dennoch überzeugen konnten.

Man kann dieses Buch grundsätzlich auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Band lesen und verstehen. Alle dafür erforderlichen Informationen zu den Protagonisten und ihrer Vorgeschichte werden gut in die laufende Handlung eingebunden, ohne dabei den Lesefluss zu stören. Um die Entwicklung der Figuren und die eine oder andere Anspielung auf frühere Ereignisse in Gänze genießen und nachvollziehen zu können, empfiehlt es sich aber schon, die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Nach den dramatischen Ereignissen auf der Insel Widow Peak ist Liam Hopkins weiterhin untergetaucht, da er gegenüber dem Gangsterboss Varga, dem er eine Menge Geld schuldet, seinen Tod vorgetäuscht hat. Als ihn Robert Winterfield beauftragt, den Tod seines Vaters, für den der echte Liam in der Vergangenheit schon tätig war, aufzuklären, braucht er die Hilfe von Sonya, die den Leichnam untersuchen soll. Also ködert sie Winterfield mit dem Angebot, ihr zu helfen, ihre Zulassung als Ärztin zurückzubekommen. Hätten Liam und Sonya allerdings geahnt, was sie auf Winterfield Manor erwartet, hätten sie wohl die Finger von diesem Fall gelassen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran und erzählt sie aus den immer wieder wechselnden Perspektiven von Sonya und Liam. Dabei hält er die Spannung permanent auf einem hohen Niveau und lässt sie schlussendlich in einen fulminanten Showdown münden, in dem alle Geheimnisse aufgedeckt werden und so eine schlüssige Auflösung präsentiert wird, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Charakteren in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, die aber auch bis kurz vor Schluss ziemlich undurchschaubar bleiben. Dies gilt insbesondere für Liam Hopkins, bzw. den Mann, der die Identität des toten Privatdetektives angenommen hat. Sonya und Liam erweisen sich auch bei ihrem zweiten Auftritt als gut aufeinander abgestimmtes Ermittler-Duo mit reichlich Potential für weitere Auftritte.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller steht, wird mit diesem Buch sehr gut bedient und unterhalten. Auf den nächsten Band der Reihe bin ich nun schon sehr gespannt. Die Messlatte liegt dabei nach diesem Band immer noch mächtig hoch, etwas Luft nach oben ist aber durchaus noch vorhanden.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Packender Thriller um eine Ärztin in großer Bedrängnis

Die Ärztin - Gefährliche Nachtschicht
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Mit diesem Buch legt die Autorin Meike Dannenberg einen spannenden Thriller vor, der im Umfeld eines Bremer Krankenhauses spielt und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Als eine junge ...

Mit diesem Buch legt die Autorin Meike Dannenberg einen spannenden Thriller vor, der im Umfeld eines Bremer Krankenhauses spielt und mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Als eine junge Frau, die schwer misshandelt und vergewaltigt wurde, in die Notaufnahme des Krankenhauses eingeliefert wird, zieht man Dr. Eva Mares als gerade diensthabende Gynäkologin hinzu. Die Verletzungen der Frau erinnern sie an einen zurückliegenden Fall, bei dem sie auf Wunsch der Patientin nur eine anonymisierte Spurensicherung durchgeführt hat. Da Eva an ihre Schweigepflicht gebunden ist, weiß die ermittelnde Kommissarin Frauke Herrschmann somit gar nicht, dass hier ein Serientäter am Werk ist. Und Eva ahnt nicht, dass sie längst im Visier des Täters ist und dieser sie und ihre Familie immer mehr in ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel verstrickt.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt die Autorin ihre gut aufgebaute Geschichte voran und bietet am Ende eine ziemlich überraschende, aber dennoch überzeugende Auflösung, bei der keine wesentlichen Fragen offenbleiben. Dabei erzählt sie die Geschichte hauptsächlich aus den wechselnden Perspektiven der beiden ungleichen Hauptfiguren, immer wieder eingestreute Passagen aus der Sicht des Täters sorgen für zusätzliche Spannung, ohne dabei bereits zu viel über dessen Identität zu verraten. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Gerade Eva und Frauke machen es einem mit ihrem Verhalten zwar nicht immer leicht, sie zu mögen, dennoch sind sie mir im Laufe der Geschichte doch so ein wenig ans Herz gewachsen.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller steht, wird hier sehr gut bedient und unterhalten.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Packendes und atmosphärisch dichtes Thriller-Debüt rund um einen perfiden Plan

Die Übermacht. Nominiert für den GLAUSER 2025 in der Kategorie bestes Debüt
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Bei seinem Roman-Debüt gelingt dem Autor Stefan Grebe gleich ein spannender Thriller um eine großangelegte Verschwörung, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Als während einer Talkshow ...

Bei seinem Roman-Debüt gelingt dem Autor Stefan Grebe gleich ein spannender Thriller um eine großangelegte Verschwörung, der mich auf ganzer Linie überzeugen und begeistern konnte.

Als während einer Talkshow im deutschen Fernsehen eine chinesische Wissenschaftlerin spektakulär ums Leben kommt, nachdem sie kurz zuvor noch verkündet hat, heute das größte Geheimnis der chinesischen Regierung zu enthüllen, wird der ehemalige BND-Mitarbeiter Robert Forster von seinem damaligen Vorgesetzten beauftragt, Licht ins Dunkel zu bringen. Zeitgleich erhält die Halbchinesin Maria, die Nichte der Toten, eine mysteriöse Nachricht ihrer Tante zugespielt. Doch um das Vermächtnis ihrer Tante zu erfüllen, muss sie zunächst einen Weg finden, China in Richtung Deutschland zu verlassen.

Mit einem packenden Schreibstil und einigen überraschenden Wendungen treibt der Autor seine gut aufgebaute Geschichte voran. Dabei laufen die beiden Hauptstränge um Robert und Maria lange Zeit parallel zueinander, bevor sie im letzten Drittel miteinander verknüpft werden und schlussendlich das erschreckende Gesamtbild enthüllt wird. Dass der Strang um Robert im Mittelteil doch ein paar Längen aufweist, konnte meinen Lesegenuss nur unwesentlich trüben. Kurze Kapitel mit ständigen Orts- und Perspektivwechseln sorgen zudem für ein hohes Erzähltempo, dass einem beim Lesen kaum Zeit zum Luftholen lässt. Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Man merkt dem Buch auch jederzeit an, wie intensiv der Autor zu den Hintergründen seiner Geschichte recherchiert hat. Dies verleiht dem Ganzen eine gewisse Authentizität, die die Wirkung des perfiden Planes noch einmal deutlich verstärkt, so dass man sich am Ende fragt, ob diese Geschichte wirklich nur reine Fiktion ist.

Wer auf spannende und atmosphärisch dichte Thriller mit aktuellen Bezügen steht, wird hier bestens bedient und unterhalten.

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