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Veröffentlicht am 16.01.2025

"Toxische On-/Off-Beziehung"

All Saints High - Der Rebell
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Sonne & Mond, der dunkle Prinz & die Heilige und der Dämon & der Engel.
Alles passende Beschreibungen dafür, wie unterschiedlich die beiden Protagonisten dieses Romans sind.
Prinzipiell finde ich es immer ...

Sonne & Mond, der dunkle Prinz & die Heilige und der Dämon & der Engel.
Alles passende Beschreibungen dafür, wie unterschiedlich die beiden Protagonisten dieses Romans sind.
Prinzipiell finde ich es immer schön, wenn die Protagonisten eines Buches so unterschiedlich sind und trotzdem eine glückliche Beziehung führen.

In der ersten Hälfte des Buches, besonders die Kindheits- und Jugendabschnitte, hat mir die Beziehung zwischen Knight und Luna am besten gefallen.
Oft habe ich bei Knights Handlungen sowas gedacht wie. „Awww, harte Schale, weicher Kern“ oder „Er ist eigentlich ein herzensguter Mensch“.
Das hat sich mit Lunas Abgang zum College schnell geändert.
Ab da war das Motto: Drama, Drama, Drama.
Beide, zum Großteil Knight, hat aus verletzten Stolz alles getan, um Luna zu verletzen und zu demütigen.
Ich konnte ihn irgendwo verstehen, weil es unglaublich frustrierend sein muss, aber deswegen gleich die Freundschaft zu verraten, hätte ich mir nicht gefallen lassen an Lunas Stelle.
Für mich ist ihre Beziehung durch und durch toxisch.
Sie haben zwar viel gemeinsam durchgemacht, dabei aber auch dem jeweils anderen das Leben schwerer gemacht.
Die beiden sind in meinen Augen alleine besser dran als gemeinsam.

Tatsächlich hat mir die eigentliche Lovestory des Buches so gar nicht zugesagt.
Mich konnte die Familiengeschichte der Coles emotional viel mehr mitnehmen.
Es ist zwar unglaublich traurig, aber diese schön-tragische Art von Traurigkeit, weil sie zeigt, dass der Tod nicht das Ende bedeutet.

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Veröffentlicht am 02.01.2025

"Urban Fantasy-Auftakt mit Luft nach oben"

Black Blade
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Die „Mythos Academy“ gehört, seit ich sie vor 7 Jahren das erste Mal gelesen habe, zu meinen Lieblingsreihen im Fantasy-Genre.
Deswegen wollte ich gerne mal eine andere Reihe von der Autorin ausprobieren.

Der ...

Die „Mythos Academy“ gehört, seit ich sie vor 7 Jahren das erste Mal gelesen habe, zu meinen Lieblingsreihen im Fantasy-Genre.
Deswegen wollte ich gerne mal eine andere Reihe von der Autorin ausprobieren.

Der Einstieg ins Buch ist mir unglaublich leicht gefallen, weil man gleich mittendrin im Geschehen war und nicht erst ellenlange Erklärungen zur Fantasywelt über sich ergehen lassen muss.
Die Erklärungen rund um die Fantasywelt, die Familien und den verschiedenen Mächten, werden nach und nach in im Verlauf der Handlung eingebaut.
Leider kam es im Handlungsverlauf zu vielen Erklärungswiederholungen.

Gerade nach dem spannenden Einstieg in die Geschichte, war ich etwas enttäuscht, dass die restliche Handlung den Spannungsbogen nicht halten konnte.
Das lag zum einen bestimmt an den vielen Wiederholungen und an der doch sehr typischen Handlung für einen Jugend-Fantasyroman.
Dabei hat mich die Idee mit den unterschiedlichen Fähigkeiten und den Monstern total begeistert.
Wobei ich auch hier sagen muss, dass die Fähigkeiten im Großen und Ganzen ziemlich lahm sind.
Nur Devons Fähigkeit ist bislang die Interessanteste.

Lila und Devon sind recht sympathische Protagonisten, aber keine, die einen als Leser beeindrucken.
Lilas Verhaltensweise bewegte sich häufig auf einem schmalen Grat zwischen cooler Badass-Charakter oder pubertierende Nervensäge.
Und bei Devon habe ich nie so ganz verstanden, was er hat, dass alle ihn lieben.
Ich habe ihn als einen normalen 0815-Teenager aus wohlhabenden Hause wahrgenommen.

Bin wirklich gespannt, was die beiden Folgeteile noch bereithalten.

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Veröffentlicht am 12.12.2024

"Objektiv: Top; emotional: Flop“

Todesfrist
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Objektiv hat mir das Buch gut gefallen.
Spannender Auftakt eines neuen Ermittler-Duos mit schreckliche/schaurigen Morden, inspiriert durch ein Kinderbuch.
Die Morde sind sowohl grausam, undurchsichtig, ...

Objektiv hat mir das Buch gut gefallen.
Spannender Auftakt eines neuen Ermittler-Duos mit schreckliche/schaurigen Morden, inspiriert durch ein Kinderbuch.
Die Morde sind sowohl grausam, undurchsichtig, vermeintlich ohne Zusammenhang und detailreich ausgearbeitet.
Nemez und Sneijder sind charakterlich zwei sehr unterschiedliche Arten von Ermittlern und menschlich sind sie auch sehr unterschiedlich.
Zusammenraufen und eine gemeinsame Arbeitsweise zu finden, gestaltet sich anfangs als fast schwieriger als die Morde selbst.

Wobei es bei mir eher gehapert hat, war die emotionale Ebene.
Ich war emotional fast gar nicht in der Handlung involviert.
Weder die beiden Ermittler, ihre Nebencharaktere, noch die Schicksale der beiden Frauen konnten mich an die Handlung binden.
Es fällt mir schwer den Grund zu benennen, weil mir objektiv vieles an diesem Buch gefallen hat.
Vielleicht lag es am Schreibstil, der Charaktere selbst oder der schnellen Erkenntnis, wer hinter den grausamen Morden steckt.
Für mich ist ein wichtiger Teil des Lesens eines Krimis/Thrillers das Miträtseln.
Wer steckt dahinter? Was ist das Motiv?
Die beiden Fragen wurden relativ früh im Verlauf der Handlung vorweggenommen.
Somit war da irgendwann nur noch die zeitlich befristete Suche nach dem Täter und die Rettung des nächsten Opfers.
Diese Jagd konnte meine Begeisterung als alleiniges Spannungselement leider nicht aufrechterhalten.

Noch bin ich unschlüssig, ob ich die Fälle von Nemez und Sneijder weiterverfolgen werde, aber das werde ich dann nach Lust und Laune entscheiden.

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Veröffentlicht am 05.12.2024

"Wo ist die Spannung?"

Moonlight Academy. Feenzauber
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Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich die Moonlight Academy lesen will, weil mir die „Ravenhall Academy“-Dilogie nicht besonders zusagen konnte.
Aber eine Freundin hat sich das Buch gekauft und somit ...

Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich die Moonlight Academy lesen will, weil mir die „Ravenhall Academy“-Dilogie nicht besonders zusagen konnte.
Aber eine Freundin hat sich das Buch gekauft und somit konnte ich es mir ausleihen.

Es hat mir definitiv besser gefallen als die „Ravenhall Academy“, weil sich der Schreibstil merklich verbessert hat (keine ewigen Wortwiederholungen, längere Sätze, etc.). und ich mochte die Idee der Fanatsyhandlung in diesem Spin-Off lieber.
Dennoch muss ich sagen, dass mir alles in allem die gesamte Geschichte zu kindisch, zu oberflächlich und auch zu langweilig war.
Es gab keine Szene, keinen einzigen Moment, indem ich angespannt vor dem Buch saß und mich kaum getraut habe zu atmen, in der Gefahr was ganz Wichtiges zu verpassen.
Dabei wurde die Thematik mit den beiden uralten Flüchen so schön angerissen, dass man gut was draus hätte machen können.
Stattdessen hatte ich den Eindruck, dass der eigentliche Fokus nur auf Elanors Liebesleben liegt.

Nicht nur die Handlung und die Fantasyelemente sind mir zu oberflächlich geblieben, sondern auch die Charaktere haben nicht besonders viel Tiefe gehabt.
Ist auf nur 416 Seiten sicherlich schwierig, aber nicht unmöglich.
Auch hat mich diese kindische und obsessive Besessenheit mit der Serie Vampire Diaries irgendwann tierisch gestört.
Nicht nur, weil diese Serie in fast jeder Konversation Platz gefunden hat, sondern weil diese ganze Liebesdreieck-Problematik sehr von der Serie bzw. Elena, Damon und Stefan inspiriert wurde.

Vielleicht liegt es daran, dass ich zu alt für diese Geschichte bin, aber für mehr als drei Sterne hat es in meinen Augen nicht gereicht.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

"Eifersucht und Schuldgefühle"

All Saints High - Die Prinzessin
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Normalerweise tue ich mich nicht so schwer mit L.J. Shens Büchern, aber dieses Buch hatte es in sich.
Es gab Momente, vorrangig in der ersten Hälfte des Buches, wo ich überlegt habe das Buch abzubrechen.
Ich ...

Normalerweise tue ich mich nicht so schwer mit L.J. Shens Büchern, aber dieses Buch hatte es in sich.
Es gab Momente, vorrangig in der ersten Hälfte des Buches, wo ich überlegt habe das Buch abzubrechen.
Ich kam mit den Protagonisten überhaupt nicht klar.
Sie sind unsympathisch und ihre Handlungen haben mich an die Grenzen meiner moralischen Werte getrieben.

Daria ist von Neid zerfressen und sehnt sich nach der Anerkennung ihrer Mutter.
Erst später im Buch zeigt sie ihre verletzliche Seite.
Allerdings tue ich mich schwer nur aufgrund ihrer verletzlichen Seite ihre restlichen Taten zu ignorieren und es auf ihre eigenen Probleme zu schieben.
Nur, weil man es selbst nicht einfach hat, ist es doch kein Grund anderen das Leben zur Hölle zu machen?!
Und das ist Darias Spezialität.

Penn kam mir vor wie das laufende Klischee eines unterprivilegierten amerikanischen Teenagers, der seine Wut an allen anderen auslässt, denen es augenscheinlich besser zu gehen scheint.
Da sein Charakter einem ziemlich klaren Klischee folgt, konnte er mich auch nicht großartig überraschen und hatte für mich keine Tiefe.

Die Handlung selbst fand ich maximal verwirrend.
Es gibt in gefühlt jedem Themengebiet dieses Buches so viel Drama, dass ich irgendwann kein Durchblick mehr hatte.
Erst gegen Ende hab ich den roten Faden wiedergefunden und konnte mir die Handlung mehr oder weniger zusammenbasteln.

Ich werde mal gucken, ob ich die Folgeteile noch lesen werde.

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