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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.12.2024

Spitzenkrimi mit Abzug

Zugspitzgeist
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Mit „Zugspitzgeist“ gelingt Anna Tröber ein spannender und zugleich tiefgründiger Kriminalroman, der hinter die idyllische Fassade der winterlichen Zugspitze blickt. Was wie ein unbeschwerter Aufenthalt ...

Mit „Zugspitzgeist“ gelingt Anna Tröber ein spannender und zugleich tiefgründiger Kriminalroman, der hinter die idyllische Fassade der winterlichen Zugspitze blickt. Was wie ein unbeschwerter Aufenthalt im Hotel Gamslechner beginnt, entwickelt sich für Bezirksanwalt Clemens Hugo schnell zu einer Reise in dunkle Abgründe aus Geldgier, Macht und lang gehüteten Familiengeheimnissen.

Die Autorin verbindet gekonnt eine fesselnde Kriminalgeschichte mit scharfsinniger Gesellschaftskritik. Die schneebedeckte Kulisse dient nicht nur als malerischer Hintergrund, sondern wird zur Bühne für Themen wie Naturausbeutung, Tourismusdruck und familiäre Konflikte. Dabei gelingt es der Autorin die Geschichte der österreichischen Zugspitzbahn gekonnt in die kriminellen Machenschaften zu verweben. Die Geschichte ist voller unerwarteter Wendungen, sodass die Geschichte bis zur letzten Seite fesselt. Jedoch habe ich auch einen Kritikpunkt. Die Sprache im Roman war mir dann zeitweise doch zu "tirolerisch". Selbst ich, der in Süd-Deutschland zu Hause ist, musste einige Wörter nachschlagen bzw, bleiben mir bis heute ein Rätsel. .

„Zugspitzgeist“ überzeugt mit einer packenden Atmosphäre, einem feinen Gespür für Charaktere und einer Geschichte, die unter der Oberfläche mehr verbirgt, als es zunächst scheint. Ein Krimi, der nicht nur spannend ist, sondern auch zum Nachdenken anregt. Absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Zauberhafte Fortsetzung

Kikis kleiner Lieferservice 3: Kiki und die andere Hexe
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„Kikis Rückkehr“ ist eine herzerwärmende Fortsetzung, die die Leserinnen erneut in die zauberhafte Welt der jungen Hexe Kiki entführt. Vier Jahre sind vergangen, seit sie sich in der lebendigen Stadt Koriko ...

„Kikis Rückkehr“ ist eine herzerwärmende Fortsetzung, die die Leserinnen erneut in die zauberhafte Welt der jungen Hexe Kiki entführt. Vier Jahre sind vergangen, seit sie sich in der lebendigen Stadt Koriko niedergelassen hat. Der Wechsel vom unsicheren Mädchen zur eigenständigen Hexe ist spürbar, doch mit der Ankunft der schelmischen Keke wird Kikis Leben erneut auf die Probe gestellt.

Die Geschichte beginnt in einem beschaulichen Frühling und zeigt Kikis Leben, das sich mittlerweile gefestigt hat. Doch Keke, ein zwölfjähriges Mädchen mit einer faszinierenden Mischung aus Freigeist und mysteriöser Kraft, bringt Unruhe in diese Idylle. Ihre Präsenz stellt Kikis Selbstverständnis und ihren Platz in der Welt infrage und zwingt sie, tief in sich selbst zu blicken.


Kiki ist spürbar gereift, doch die Zweifel, die durch Kekes Auftauchen in ihr geweckt werden, machen sie auf eine Weise menschlich und greifbar. Ihre Krise zeigt, dass Wachstum ein fortwährender Prozess ist – ein Thema, mit dem sich viele Leser
innen identifizieren können. Keke hingegen ist ein lebhafter Kontrast: charmant, eigenwillig und mysteriös. Ihre freche Art und ihr unbändiger Wille sorgen für viele herzerfrischende und nachdenkliche Momente.
Die Autorin erzählt in einem einfühlsamen und poetischen Stil, der die warme, charmante Atmosphäre von Koriko einfängt. Die Frühlingsstimmung, das bunte Treiben der Stadt und die kleinen magischen Details lassen die Welt lebendig werden. Gleichzeitig sind die Dialoge zwischen Kiki und Keke voller Energie und bringen die Charaktere wunderbar zur Geltung.


„Kikis Rückkehr“ ist ein liebevoll erzähltes Buch über das Erwachsenwerden, das Fragen nach Identität und Lebenssinn aufgreift, ohne dabei die Magie und den Charme der ursprünglichen Geschichte zu verlieren. Es ist eine Geschichte über Zweifel, Mut und die Kraft, seinen eigenen Weg zu finden. Fans von Kiki und neue Leser*innen gleichermaßen werden von dieser bezaubernden Fortsetzung begeistert sein. Ein Buch, das wie eine frische Frühlingsbrise das Herz berührt!

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Rapunzel mal anders

Rapunzels finsterer Turm
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Flo steht am Tiefpunkt ihres Lebens. Verstört und mit gebrochenem Herzen zieht sie in das kleine Städtchen Westmill, um dort einen Neuanfang zu wagen. Ihr neuer Job in einem verschlafenen Hotel soll ihr ...

Flo steht am Tiefpunkt ihres Lebens. Verstört und mit gebrochenem Herzen zieht sie in das kleine Städtchen Westmill, um dort einen Neuanfang zu wagen. Ihr neuer Job in einem verschlafenen Hotel soll ihr helfen, den Verlust ihres Freundes zu verarbeiten. Doch schnell merkt Flo, dass Westmill kein gewöhnlicher Ort ist. Geheimnisse scheinen hier allgegenwärtig, und die schrulligen, teils unheimlichen Bewohner machen ihr den Einstieg nicht gerade leicht. Doch Flo gibt nicht auf. Im Gegenteil: Sie findet nicht nur neue Freunde, sondern entdeckt auch unerwartete Gefühle für den geheimnisvollen Hotelbesitzer.

Das Buch besticht nicht nur durch seine packende Handlung, sondern auch durch sein gelungenes Äußeres. Der Buchschnitt und das Cover fangen gut das Thema des Buches ein und laden dazu ein, in eine mysteriöse Märchenwelt abzutauchen.

Stefanie Lasthaus gelingt es mit ihrem Roman, eine beeindruckende Balance zwischen Spannung, Märchenhaftigkeit und emotionaler Tiefe zu schaffen. Die Einbindung des Märchens und die Interpretation der Autorin bzgl. Frau Gothel sind schlüssig und fabelhaft erzählt.

Die Charaktere des Romans sind wunderbar beschrieben und ausgearbeitet. Flo überzeugt mit ihrer einnehmenden Persönlichkeit, die trotz innerer Zerbrochenheit von Treue, Vertrauen und Stärke geprägt ist. Auch die Nebenfiguren, ob Freund oder Feind, sind liebevoll und detailreich ausgearbeitet, sodass sie die Handlung lebendig und authentisch machen.

„Rapunzels finsterer Turm“ ist ein düsterer, märchenhafter Roman, der von Anfang bis Ende fesselt. Stefanie Lasthaus verwebt eine spannende Handlung mit tiefgründigen Charakteren und einer atmosphärischen Kulisse. Geheimnisvoll, emotional und mitreißend – eine klare Empfehlung für alle, die düstere Märchen und starke Protagonisten lieben.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Fantasy mit kleinen Minuspunkt

Die Elite von Ashriver - Hidden Secrets
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"Die Elite von Ash River von Valentina Fast" entführt uns an die Ashriver Academy, eine Schule voller Geheimnisse, Magie und Intrigen, und erzählt die Geschichte von Jade, einer Sirene, die ihre Kräfte ...

"Die Elite von Ash River von Valentina Fast" entführt uns an die Ashriver Academy, eine Schule voller Geheimnisse, Magie und Intrigen, und erzählt die Geschichte von Jade, einer Sirene, die ihre Kräfte unter Kontrolle bringen möchte und sich ein neues Leben fern ihrer Vergangenheit aufbauen will. Doch Jades Plan, unauffällig zu bleiben, gerät schnell ins Wanken, als sie auf Asher trifft – einen charismatischen Magier-Erben, der nicht nur ihre Neugier weckt, sondern auch ihre Gefühle aufwirbelt.



Die Spannung zwischen den Charakteren war zum greifen und hat die Spannung im Buch aufrecht erhalten. Die Autorin versteht es, die Dynamik der Figuren greifbar zu machen, ohne in Klischees zu verfallen. Besonders erfrischend fand ich Asher, der nicht den stereotypischen Macho entspricht, sondern charmant, witzig und fürsorglich ist.

Jade ist eine starke, komplexe Heldin. Die Autorin schafft es, dass Jade ihre Vergangenheit verarbeiten kann und sich in einer magischen Welt wiederfinden kann. Jadie ist nicht nur schlagfertig, sondern zeigt auch ihre verletzliche und humorvolle Seite, was ihr Authentizität und Nahbarkeit verleiht.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lebendig, was das Lesen zum Vergnügen macht. Besonders gelungen finde ich die Perspektivwechsel, die einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle der Figuren ermöglicht. Jedoch war ich vom Ende etwas überfallen.

Dieses Buch ist eine Empfehlung für Fantasy-Fans, egal ob Einsteiger oder langjährige Leser*innen. Es bietet spannende Charaktere und magische Intrigen.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Mord in Bad Gastein

Leichenschmaus mit Kaiserschmarrn
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Im beschaulichen Bad Gastein gerät das Leben der Inhaberin des Grand Hotels, Valerie Thaller, aus den Fugen, als die wohlhabende und geheimnisvolle Liselotte Hehenberg ermordet aufgefunden wird. Der Tod ...

Im beschaulichen Bad Gastein gerät das Leben der Inhaberin des Grand Hotels, Valerie Thaller, aus den Fugen, als die wohlhabende und geheimnisvolle Liselotte Hehenberg ermordet aufgefunden wird. Der Tod der prominenten Hotelgästin bringt nicht nur Spannung und Aufruhr in den Kurort, sondern stellt auch Valeries Hotel vor eine existentielle Krise. Ulrike Moshammer verwebt in ihrem Krimidebüt den düsteren Mordfall mit der malerischen Kulisse des bekannten Urlaubsortes.

Von einem Krimi mit dem Titel „Leichenschmaus mit Kaiserschmarrn“ könnte man zunächst einen humorvollen Ansatz erwarten, doch das Buch präsentiert sich überraschend ernst.

Ein großes Plus des Romans sind die lebendigen Beschreibungen von Bad Gastein, das mit seinem imposanten Wasserfall mitten im Ort fast selbst zu einer Ikone wird. Diese bildhaften Passagen wecken Fernweh und laden dazu ein, den Schauplatz des Geschehens einmal selbst zu erkunden.

Der Kriminalfall selbst ist solide und spannend konstruiert, auch wenn sich die Auflösung recht früh erahnen lässt. Für eingefleischte Krimileser mag die Handlung deshalb etwas vorhersehbar sein, doch es bleibt bis zum Schluss genug Spannung, um die Neugier aufrechtzuerhalten. Eben ein echter Cosy-Krimi mit österreichischen Flair.

„Leichenschmaus mit Kaiserschmarrn“ ist ein unterhaltsamer Krimi, der durch seine eindrucksvolle Kulisse punktet und Lust auf einen Urlaub in Bad Gastein macht. Der Fall ist spannend und lädt dazu ein auf eigene Spurensuche zu gehen. Wer einen ruhigen, unaufgeregten Krimi sucht, wird hier gut unterhalten. Ideal für gemütliche Lesestunden, vielleicht sogar mit einem Kaiserschmarrn zur Hand.

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