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Gisel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.02.2025

Interessante Grundidee, aber die Umsetzung...

A Tempest of Tea
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Arthie Casimir ist Waise und betreibt mit ihrem Wahlbruder Jin zusammen ein luxuriöses Teehaus. Das ist allerdings nur ein Teil ihrer Aktivitäten, vorrangig sammelt sie dabei Geheimnisse. Nachts verwandelt ...

Arthie Casimir ist Waise und betreibt mit ihrem Wahlbruder Jin zusammen ein luxuriöses Teehaus. Das ist allerdings nur ein Teil ihrer Aktivitäten, vorrangig sammelt sie dabei Geheimnisse. Nachts verwandelt sich die Teestube in ein illegales Bluthaus für Vampire. Als das Teehaus bedroht wird, wollen Arthie und Jin es unter allen Umständen verteidigen. Dafür suchen sie sich Verbündete, die mit ihnen zusammen ein Buch stehlen wollen aus der verführerischen Unterwelt Ettenias.

Die Gruppe der Verbündeten setzt sich aus Außenseitern zusammen, jeder von ihnen hat ein besonderes Talent, das sich besonders geeignet zeigt für diese unlösbar erscheinende Mission. An sich wäre dies ein Buch, das mich besonders faszinieren könnte. Doch ich wurde mit all den Charakteren nicht richtig warm. Sie wollen mit aller Macht cool erscheinen, auch vor dem Leser. Zudem herrscht immer wieder ein lasziver Hauch über der Geschichte, der sich auch in Situationen zeigt, wo ich das partout nicht nachvollziehen konnte. (Ernsthaft, flirten in Todesgefahr, und das in eindeutig erotischer Natur?!) So geschah es denn oft, dass meine Gedanken aus der Geschichte hinaus wanderten und ich sie immer wieder zurückholen musste… Nun ja, das zeigt, dass ich mich mit diesem Roman eher schwer getan habe.

Ob ich die Fortsetzung lesen werde, weiß ich nicht so recht, wirklich überzeugen konnte mich das Buch nicht. Ich kann deswegen auch nur 3 von 5 Sternen vergeben.

Veröffentlicht am 20.12.2024

Etwas sehr verworren

All das Böse, das wir tun
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Vor dreißig Jahren hat die Polizistin Itala Corruso angeblich den „Perser“, einen brutalen Serienmörder, verhaftet. Doch der Beschuldigte stirbt unschuldig im Gefängnis. Als nun die Schülerin Amala entführt ...

Vor dreißig Jahren hat die Polizistin Itala Corruso angeblich den „Perser“, einen brutalen Serienmörder, verhaftet. Doch der Beschuldigte stirbt unschuldig im Gefängnis. Als nun die Schülerin Amala entführt wird, vermutet ihre Tante, die Anwältin Francesca Cavalcante, dass der wahre Täter immer noch frei herumläuft. Sie macht sich auf die Suche nach Amala und möchte sie unbedingt befreien. Unerwartete Hilfe erhält sie von Gerry, der sich ihrer Suche anschließt. Doch er ist kein einfacher Zeitgenosse, ihn umhüllt ein großes Geheimnis.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, und da sehr viele Personen auftreten, habe ich mich lange schwer getan, mich hier zurechtzufinden. Ich bezweifle, dass ich so wirklich alle Ebenen der Erzählung in all ihren Verflechtungen nachvollziehen konnte, zu sehr habe ich mich wohl verfangen in all den Szenen voller Intrigen und Korruption. Obwohl einige der Handlungsstränge sehr eindrücklich sind, gerade mit Amala habe ich mich sehr gut identifizieren können. Allerdings enthält die Geschichte auch einige äußerst brutale Szenen, das sollte man sicherlich vor der Lektüre wissen. Imponiert hat mir, wie schnell die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, zwischen Tätern und Opfern.

Leider empfand ich die Geschichte insgesamt als zu verworren, so dass ich sie nur bedingt weiter empfehlen kann. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Lange nicht so gut wie das Vorgängerbuch

Die Abende in der Buchhandlung Morisaki
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Takako hat sich wieder glücklich verliebt und eine Arbeit gefunden, kommt aber immer noch sehr gerne in die Buchhandlung Morisaki. Während ihr Freund Wada eine Idee für einen Roman hat, der im Antiquariat ...

Takako hat sich wieder glücklich verliebt und eine Arbeit gefunden, kommt aber immer noch sehr gerne in die Buchhandlung Morisaki. Während ihr Freund Wada eine Idee für einen Roman hat, der im Antiquariat des Onkels und der Tante spielen soll, geht das Leben weiter für alle im Umkreis der Buchhandlung. Da stellt sich heraus, dass Onkel und Tante die Hilfe von Takako wieder brauchen…

Das Buch ist eine Fortführung des Romans „Die Tage in der Buchhandlung Morisaki“. Der Titel und das Coverbild des vorliegenden Buches spielen darauf an, so dass der Erkennungswert sofort gegeben ist. War jedoch das erste Buch eher spannungsarm, so ist hier noch weniger Spannung in der Erzählung. Nur kurz ploppte ein bisschen Spannung auf, vor allem gegen Ende der Geschichte wurde es etwas lebendiger, doch im wesentlichen plätschert der Alltag der handelnden Personen vor sich hin. Wobei diese seltsam blass bleiben, so dass ich mich im Gegensatz zum Vorgängerbuch wenig auf die Geschichte einlassen konnte. Immer wieder gibt es einige Referenzen an Bücher, doch diese beziehen sich auf die japanische Literatur, in der ich überhaupt nicht bewandert bin. Man könnte vermuten, hier will jemand eher vergebens an den Hype des Vorgängerbuches anknüpfen...

Insgesamt ist das also eher ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Am Ende eines Lebens

Reise nach Laredo
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Der zurückgetretene König Karl hat sich in ein abgelegenes Kloster in Spanien zurückgezogen. Er ist krank und gebrechlich, wartet dort auf sein Ende. Als der elfjährige Geronimo auftaucht, sein illegitimer ...

Der zurückgetretene König Karl hat sich in ein abgelegenes Kloster in Spanien zurückgezogen. Er ist krank und gebrechlich, wartet dort auf sein Ende. Als der elfjährige Geronimo auftaucht, sein illegitimer Sohn, der allerdings nicht weiß, wer sein Vater ist, beschließen die beiden gemeinsam, auf ein Abenteuer aufzubrechen. Nachts treffen sie sich, Pferd und Maulesel sind gesattelt, und auf geht es, in einige ungewisse Tage. Karl lernt einiges kennen, was er bisher trotz seiner Funktion als König nie kennenlernen konnte: Freundschaft, Liebe, Unbeschwertheit, ja Freiheit, das Leben allein im Augenblick.

Es mutet fantastisch an, trotz all der Gebrechlichkeit des sterbenden Königs auf ein Abenteuer aufzubrechen, das ihm die Augen öffnet für ein Leben, das er nie haben durfte. Ist es Realität, ist es eher ein Traum, der den alternden König so kurz vor dem Tod noch einige Höhepunkte beschert? So richtig weiß man es nicht, man ahnt es nur. Doch irgendwann überwiegt die Düsternis der Erzählung, und hier konnte ich mit der Geschichte nicht mehr wirklich mitgehen. Vor allem aber fehlte mir die Spannung in der Erzählung, meistens plätschert die Geschichte ein bisschen vor sich hin.

So richtig überzeugt hat mich das Buch nicht, so dass ich 3 von 5 Sternen vergebe.

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Veröffentlicht am 19.11.2024

Eine Geschichte nach einer wahren Begebenheit

Die Gräfin
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Als 1944 vor der Hallig Südfall ein Flugzeug abstürzt, ist es für die dort zurückgezogen lebende achtzigjährige „Hallig-Gräfin“ selbstverständlich, ihn zu retten. Doch auf beiden Seiten herrscht Misstrauen: ...

Als 1944 vor der Hallig Südfall ein Flugzeug abstürzt, ist es für die dort zurückgezogen lebende achtzigjährige „Hallig-Gräfin“ selbstverständlich, ihn zu retten. Doch auf beiden Seiten herrscht Misstrauen: Der junge Pilot muss erst eruieren, ob man ihm feindlich gegenübersteht, ja vielleicht auch verrät; die Gräfin und ihr Haushalt müssen ihn so verstecken, dass keiner von seiner Anwesenheit ahnt, ist sie doch bereits den überzeugten Nazis aufgefallen. Das Leben auf der Hallig ändert sich plötzlich und schlagartig, und das löst Emotionen und Erinnerungen aus.

Die Geschichte stützt sich auf die Erzählungen von der historisch verbrieften Gräfin, von der man sich auch heute noch erzählt. So könnte es tatsächlich damals gewesen sein, denkt man beim Lesen. Die Geschichte wird sehr stringent erzählt und ist teilweise sehr von plattdeutschen Sätzen gespickt; hier kam ich leider immer wieder aus dem Lesefluss, weil ich mir so manches erst zusammenreimen musste. So originell ich das Plattdeutsche finde, so erschließt sich nicht immer alles sofort. Dabei ist die Erzählung recht kurz geraten und überrascht mit einem völlig offenen Ende, was mich äußerst irritiert hat.

Die Erzählung hat mich nicht in jeder Hinsicht überzeugen können, so spannend ich das Geschehen auch finde. Ich vergebe 3 von 5 Sternen.

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