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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2024

Regt zum Nachdenken an

Anleitung zum Unglücklichsein
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Anleitung zum Unglücklichsein steht eigentlich schon seit wirklich langer Zeit auf meiner Leseliste, seit ich einmal ein Essay zum Buch gelesen habe, und entsprechend bin ich sehr froh, nun endlich dazu ...

Anleitung zum Unglücklichsein steht eigentlich schon seit wirklich langer Zeit auf meiner Leseliste, seit ich einmal ein Essay zum Buch gelesen habe, und entsprechend bin ich sehr froh, nun endlich dazu gekommen zu sein, auch einmal das Original lesen zu können.
In einigen Punkten konnte es mich auch wirklich überzeugen, so regen zum Beispiel viele der Kapitel und benannten Gedanken zum eigenen Nachdenken an oder man erkennt sich in den Geschichten und Erklärungen selbst ein bisschen und kann daraus seine eigenen Schlüsse ziehen, und in dieser Hinsicht hat Watzlawick mich mit seiner eher ironischen und humoristischen Art sehr abholen können (denn natürlich sollte man seine Regeln nicht zu ernst nehmen, und ich bezweifle auch, dass irgendjemand wirklich ernsthaft unglücklich sein will).
Leider hatte ich auch manchmal das Gefühl, dass es zwischen Anekdoten und Themen nicht wirklich einen Zusammenhang gab oder vieles wurde auch nur wiederholt oder kam mir auf jeden Fall so vor, als hätte ich das in dem Buch ja eigentlich schon einmal gelesen, sodass ich trotz der Kürze des Werks dennoch das Gefühl hatte, dass es vermutlich sogar noch kürzer hätte sein können.
Philosophisch gesehen also ein sehr interessantes Werk und durchaus unterhaltsam, gleichzeitig aber auch streckenweise sehr langwierig, sodass ich leider nicht ganz so begeistert wie erhofft aus dem Lesen herausgehe.

Veröffentlicht am 25.11.2024

Süße Geschichte

Das Handbuch für Prinzessinnen
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Der Großteil des Buches hat mir gut gefallen und ich konnte mir richtig gut vorstellen, dass ich als Kind begeistert von dieser Art Geschichte gewesen wäre. Auch wenn viel vorweggenommen wird, liest sich ...

Der Großteil des Buches hat mir gut gefallen und ich konnte mir richtig gut vorstellen, dass ich als Kind begeistert von dieser Art Geschichte gewesen wäre. Auch wenn viel vorweggenommen wird, liest sich dennoch alles lebendig und die Figuren sind sympathisch genug, dass es nicht wirklich stört, dass man eigentlich das Ende schon kennt.
Leider habe ich inhaltlich mit der zweiten Hälfte so meine Probleme. So werden plötzlich reale Probleme auf wundersame Weise sehr unrealistisch gelöst (die Mutter, die ihre Tochter im Stich gelassen hat will nach der ersten Begegnung plötzlich doch ganz viel mit ihr zu tun haben und hat sie scheinbar genauso vermisst wie die Tochter sie?), Geschichtliche Ereignisse angesprochen, die in so einem Buch eigentlich nichts zu suchen haben (Nazi-Zeit, zwar sehr kindgerecht und freundlich, aber ehrlich gesagt macht es das für mich nicht besser), und generell hat für mich das Ende dann einfach nicht mehr ganz so sehr hingehauen. Da war es dann doch etwas zu viel des guten an so einigen Stellen.
Gerade den Anfang/die ersten 150 Seiten ungefähr würde ich aber durchaus als gelungenes Kinderbuch bezeichnen, und war ganz nett geschrieben.

Veröffentlicht am 20.11.2024

Tolles Buch, leider mit Schwächen

Triff mich über den Wolken
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Ein Buch das wirklich großartig hätte werden können, mir persönlich dann aber doch zu viele Schwächen hatte.
Bereits das Cover fand ich so ansprechend, dass ich wirklich gerne das Buch lesen wollte, und ...

Ein Buch das wirklich großartig hätte werden können, mir persönlich dann aber doch zu viele Schwächen hatte.
Bereits das Cover fand ich so ansprechend, dass ich wirklich gerne das Buch lesen wollte, und ich war wirklich froh, als ich durch Lovelybooks die Gelegenheit dazu bekam, tatsächlich kostenlos die Geschichte zu genießen. Und großteils habe ich genau das auch getan, leider haben aber auch einige Schwächen dazu beigetragen, dass das Buch mich am Ende nicht so sehr überzeugt hat, wie ich es mir gewünscht hätte.
Olive ist eine wirklich super Hauptfigur. Sie ist lustig, ein hoffnungsloser Fall, und trotz vieler Probleme doch immer bereit, sich für andere aufzuopfern. Und trotz der besseren Ratschläge ihres besten Freundes auch sehr gerne dabei, den ein oder anderen Fehler zu machen, und in einer Schwierigkeit nach der anderen zu landen. Stella dagegen wirkt sehr zielstrebig und durchgeplant, weiß immer, was zu tun ist, hat klare Lösungen für Probleme, und mischt dann trotz ihrer so geordneten Persönlichkeit plötzlich in Olives vollkommen chaotischen Leben mit. Die beiden ergänzen sich dabei wirklich wundervoll gegenseitig, holen das beste aus sich heraus, und sind einfach grundsätzlich ein wirklich gutes Team gemeinsam, ganz egal ob in echt oder in ihrer Fake-Beziehung, in der sie sich gegenseitig immer wieder mit (echten) Problemen helfen.
Leider wirkt die Fake-Beziehung daher ein wenig wie ein gezwungener Umweg ans Ziel, muss ich gestehen, gerade wenn man die Ausgangssituation betrachtet und was man am Ende alles lernt, sodass ich nicht immer gesehen habe, warum dieser Schritt überhaupt gegangen wurde. Ich konnte allerdings andererseits auch gut damit leben, wie es aufgebaut war, da Stella und Olive als Figuren (ebenso wie Olives Freunde) eine Menge für mich ausgleichen konnten.

Meine wirklichen Schwierigkeiten mit dem Buch hatten eher mit den Nebenhandlungen zu tun, die ich einerseits wirklich unglaublich spannend fand, die aber andererseits auch sehr komplex waren und für ihre Komplexität im Gesamtgeschehen eher wenig Raum eingenommen haben. So gab es im Buch einige Strecken, die sich wirklich gezogen haben, zum Ende hin dann aber auch sehr vieles, das einfach plötzlich beendet wurde oder nicht einmal ein Ende bekam sondern einfach plötzlich verschwand. Da hat das Tempo des Buches für mich nicht gestimmt.
Auch sind Olive, Stella, und die Figuren, die den beiden nahestehen zwar sehr schön ausgearbeitet und man liest sehr gerne über sie, viele der anderen Charaktere wirken aber sehr oberflächlich oder erinnern eher an Comic-Bösewichte in ihrer Art, was mich ebenfalls etwas enttäuscht hat, gerade weil Olive und Stella so super als Figuren sind.
Neben der Fake-Beziehung kommt es außerdem noch zu Miscommunication zwischen den Figuren, die ich leider auch nicht so gut gemacht fand, sodass sie mich nicht komplett überzeugt hat, und die Übersetzung schwächelt an so einigen Stellen auch ziemlich gewaltig, was leider ebenfalls nicht zwingend für das Buch spricht.

Insgesamt hat es mir trotzdem sehr gefallen, ich hatte viel Spaß am Lesen, und es werden auch viele wichtige Themen wirklich schön aufgegriffen, so einiges wird aber auch einfach wieder fallengelassen oder nie gründlich genug behandelt, sodass das Buch mich trotz aller Begeisterung, die ich dafür hatte, doch nicht ganz von sich überzeugen konnte, und meine Begeisterung leider am Ende doch recht abgeschwächt war. Dennoch eine sehr niedliche Geschichte mit Olive und Stella, gegen die ich nichts einzuwenden habe, nur ein Highlight ist es leider trotz sehr starkem Einstieg in die Geschichte nicht geworden.

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Veröffentlicht am 16.11.2024

Kann für mich nicht ganz mit dem Rest der Reihe mithalten

Die Wilden Hühner / Die Wilden Hühner und die Liebe
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Einerseits hat mir der Abschluss der Reihe durchaus gefallen, andererseits muss ich sagen, dass ich ihn glaube ich im Vergleich zu den anderen Abschnitten doch irgendwie am schwächsten fand. Weiterhin ...

Einerseits hat mir der Abschluss der Reihe durchaus gefallen, andererseits muss ich sagen, dass ich ihn glaube ich im Vergleich zu den anderen Abschnitten doch irgendwie am schwächsten fand. Weiterhin gut geschrieben, wie ich es von Funke gewohnt bin, nur mit dem diesmal fehlenden Abenteuer (oder auf jeden Fall einer nicht so präsenten Handlungsebene) lastete die ganze Geschichte mehr auf den Schultern der Figuren, was leider die Momente, zu denen mir die Figuren nicht so gefallen haben im Gesamtbild präsenter gemacht hat.
Vielleicht liegt es auch daran, dass diesmal einfach generell mehr Entscheidungen der Figuren vorhanden waren, die ich persönlich leider nicht wirklich leiden konnte. Und auch wenn ich sehen kann, warum das für manche Figuren durchaus passend ist, wirkte es trotzdem auch manchmal gezwungen, und insgesamt hat es mir leider die ganze Handlung etwas unsympathischer gemacht.
Es gab auch eindeutig Dinge, die mir wieder gut gefallen haben, gerade Fred ist auf jeden Fall ein Highlight, wie er mit allem umgeht finde ich (meistens) ziemlich super, aber gerade im Rückblick auf auch die anderen Bände stört es mich zum Beispiel, dass die Oma eigentlich immer nur ihr Ding weitermacht und da nie wirklich Konsequenzen erfährt, und auch insgesamt sind am Ende so ein paar Entscheidungen getroffen worden, die sich für mich einfach nicht richtig anfühlen, und mich da eher unzufrieden zurücklassen, was ich bei den bisherigen Büchern/Hörspielen nicht hatte.
Trotzdem noch ein schöner Abschluss irgendwie, und ich finde es auch durchaus toll wie Funke so viele Dinge einbaut, aber im Vergleich zum Rest für mich leider eher schwach und nicht so überzeugend, fürchte ich.

Veröffentlicht am 27.10.2024

Schöner erster Band

Die Duftapotheke (1). Ein Geheimnis liegt in der Luft
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Ein wirklich schöner erster Band einer Reihe, der Lesende sofort in die Welt eintauchen lässt und bei mir auf jeden Fall durch einen sehr flüssig zu lesenden Schreibstil punkten kann. Auch die Figuren ...

Ein wirklich schöner erster Band einer Reihe, der Lesende sofort in die Welt eintauchen lässt und bei mir auf jeden Fall durch einen sehr flüssig zu lesenden Schreibstil punkten kann. Auch die Figuren sind sehr lebendig beschrieben, das Geschehen spannend, und insgesamt hat das Lesen viel Spaß gemacht und ging wirklich schön schnell.
Leider lässt mich das Buch persönlich an einigen Punkten doch eher unzufrieden zurück, sei es durch etwas klischeehafte Figuren oder Handlungen, die ich bei den Figuren nicht ganz nachvollziehen konnte, sodass ich stellenweise leider doch eher aus dem Lesen rauskam, als eintauchen zu können, aber mit den sympathischen Hauptfiguren, die wirklich schön zusammenhalten, hat mir das Buch dennoch gut gefallen.
Die Reihe fortsetzen werde ich voraussichtlich nicht, weil ich glaube, dass sie nicht genug meinen Geschmack treffen würde, um die Bücher jetzt aktiv zu kaufen, sollten sie mir zufällig in die Hände fallen, hätte ich aber vermutlich trotzdem meine Freude daran, also alles in allem wirklich kein schlechter Anfang!

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