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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.07.2025

Das Vivarium der Unwesen

Die Arena
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68 / 100
Mein 2. Buch, das ich von Stephen King gelesen und zugleich bis dato auch das Buch, mit dem ich die meiste Zeit verbracht habe (rund 20 Stunden).

Man sollte sich bei der Lektüre (insbesondere ...

68 / 100
Mein 2. Buch, das ich von Stephen King gelesen und zugleich bis dato auch das Buch, mit dem ich die meiste Zeit verbracht habe (rund 20 Stunden).

Man sollte sich bei der Lektüre (insbesondere bei diesem Roman) einer gewissen Abgebrühtheit gegenüber expliziten Körperformbeschreibungen nicht erwehren, zumal dieses Buch möglicherweise jenes mit dem höchsten Bodycount von King ist (wobei ich da nur mutmaße).

Ich würde sagen, ein Autor macht alles richtig, wenn es Figuren in einem Buch gibt, die man gern eigenhändig aufs Ärgste für ihre Unmenschlichkeiten bestrafen möchte; wenn einem der aufkeimende Hass aus den Zeilen direkt in die und zeitgleich aus den Augen quillt.

Durchaus hätte ich mir im Finale vor allem im Kontext des Umfangs der Story etwas mehr Konsequenz, Verknüpfung und Tiefgang gewünscht – aber nun, irgendein Ende musste es sein (auch wenn locker noch etwas „Nachbereitung“ hätte beschrieben werden können) – alles in allem aber ein vergnügliches Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 29.01.2025

Was vom Nichts bleibt

Vier minus drei
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70 / 100
Wie macht man weiter mit und in einem Leben, dessen wichtigste Puzzleteile einem plötzlich entrissen werden? Mit einer für die allermeisten Menschen unvollstellbaren Situation sah (und sieht) ...

70 / 100
Wie macht man weiter mit und in einem Leben, dessen wichtigste Puzzleteile einem plötzlich entrissen werden? Mit einer für die allermeisten Menschen unvollstellbaren Situation sah (und sieht) sich Barbara Pachl-Eberhart konfrontiert und nutzte diese Form der Energie zum Verfassen eines autobiografischen Buchs.

Wer sich mit dem Schicksal der Familie beschäftigt hat, kann einigermaßen nachvollziehen, welche Schwere die Ereignisse mit sich gebracht haben müssen. Die Autorin lässt die Lesenden an ihrer Trauer, ihren Versuchen der Bewältigung und ihrer Sicht auf die Menschen um sie herum teilhaben. Dabei sind einige Passagen augenöffnend, insbesondere jene, in denen ihr bewusst wird, dass sie zwar vielleicht das meiste Leid abbekommen hat, jedoch nicht nur sie allein davon betroffen ist. Auch die Abschnitte kurz nach dem Ereignis (vor allem im Krankenhaus) gehen an die Substanz.

Leider ist das Buch nicht chronologisch verfasst; häufig wird zwischen Zeitpunkten hin- und hergesprungen, was das Folgen der menschlichen Entwicklung erschwert. Zudem werden ein paar Sachverhalte nur kurz angeschnitten und nicht weiter ausgeführt (etwa, dass sie keinen Kontakt zu ihren Schwiegereltern mehr hat). Bis zur letzten Seite habe ich da irgendwie noch auf einen Fingerzeig gehofft, leider vergeblich.

Nichtsdestotrotz ist auch das wieder ein Buch, das über alle Maßen Dankbarkeit üben lässt.

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Veröffentlicht am 20.11.2024

Quiz for your life

Steh bei Jauch nicht auf dem Schlauch!
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67 / 100
Peter Wiesmeier, seit Anbeginn der Fernsehquizgeschichte von ebenjenem fasziniert, nimmt uns in diesem Buch mit auf seiner Reise durch die buntesten TV-Quizformate und erzählt einige Anekdoten ...

67 / 100
Peter Wiesmeier, seit Anbeginn der Fernsehquizgeschichte von ebenjenem fasziniert, nimmt uns in diesem Buch mit auf seiner Reise durch die buntesten TV-Quizformate und erzählt einige Anekdoten aus dem Sendungsablauf, vom Hinter-den-Kulissen-Stehen und von Begebenheiten, die in der Zwischenzeit geschahen.

Als Werbetexter durchaus geübt darin, den richtigen Ton an der richtigen Stelle im Text zu treffen, beschreibt er seine Erfahrungen sehr lebhaft und mit viel, bisweilen auch derbem Humor. Dabei gelingt ihm das Kunststück über den Grat zwischen Sarkasmus und Boshaftigkeit zu wandeln, ohne nennenswert die Balance zu verlieren.

Dass ihm bei WWM nun besonders wenig Zeit und Gelegenheit für seinen Charakter gegeben war (und er sich später eine Klage von Herrn Jauch selbst eingefangen hat), mag vor diesem Hintergrund eine besondere Bitternote darstellen. In jedem Fall eine nette, unterhaltsame Zeitreise für zwischendurch, die mit ein paar Sendungsbildern garniert ist.

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Veröffentlicht am 07.11.2024

Eine inhaltlich dünnere Fortschreibung

Unlearn Patriarchy 2
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70 / 100
Zunächst muss ich meiner Irritation Luft machen, dass der zweite Band von Unlearn Patriarchy über 20 Rezensionen bekommen hat, Teil 1 bis dato jedoch über alle Formate kumuliert gerade mal zwei ...

70 / 100
Zunächst muss ich meiner Irritation Luft machen, dass der zweite Band von Unlearn Patriarchy über 20 Rezensionen bekommen hat, Teil 1 bis dato jedoch über alle Formate kumuliert gerade mal zwei (2), eine davon von mir.

Das finde ich vor allem deswegen merkwürdig, weil ich fand, dass die Essays im ersten Band überwiegend verständlicher formuliert waren und in der Themenwahl ein etwas breiteres Spektrum abgedeckt haben. Natürlich enthält auch der zweite Teil spannende, horizonterweiternde Texte zu ebenso wichtigen bzw. relevanten Themen, doch in Summe ist der Inhalt aus meiner Sicht wenn auch auf hohem Niveau etwas schwächer.

Einerseits sind mitunter sehr verschachtelte Sätze enthalten; teilweise hatte ich den Eindruck, dass themenspezifisches Vorwissen geradezu notwendig für das Verständnis ist, andererseits empfand ich insbesondere den Einstiegstext „Unlearn Körper“ außergewöhnlich mäßig, da aus meiner Sicht gewisse Grundfeste körperlicher Gesundheit ignoriert werden – im Prinzip eine Argumentationsweise, die zurzeit eher Konflikte befeuert statt sie zu lösen. Das mag mein rein subjektives Empfinden sein, aber darum geht es in Rezensionen ja.

Darüber hinaus empfiehlt sich dieses Buch natürlich trotzdem für alle Interessierten und vor allem diejenigen, die es unwissenderweise eigentlich am nötigsten haben.

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Veröffentlicht am 06.11.2024

Hauptsache vorwärts, egal wie

Rolle vorwärts
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67 / 100
Eigentlich ist dieses zweite Buch von Samuel Koch eine im Rahmen erstellte Kopie des ersten Buchs – nur dass sich die Uhr weitergedreht und er neue Erfahrungen gemacht hat.

Wieder lässt er die ...

67 / 100
Eigentlich ist dieses zweite Buch von Samuel Koch eine im Rahmen erstellte Kopie des ersten Buchs – nur dass sich die Uhr weitergedreht und er neue Erfahrungen gemacht hat.

Wieder lässt er die Leserschaft an seinem „neuen“ Leben teilhaben, führt durch schöne, rührende, tragische und unangenehme Momente und garniert das meiste davon mit dem gewohnt selbstironischen Humor, der ihm nach eigener Aussage sehr hilft (was ich mir auch gut vorstellen kann).

In diesem Buch ließ er aus meiner Sicht den wenn auch vielleicht niedrigen Grundlevel der Verzweiflung etwas mehr durchschauen (Was wäre gewesen, wenn...? - oder: Könnte ich doch nur noch einmal...). Für die meisten Menschen, die über einen körperlich wenig bis nicht eingeschränkten Körper verfügen, sind solche Abschnitte immer wieder Hinweis darauf, dass nur wenige Dinge im Leben garantiert sind und auch für die kleinen, bisweilen selbstverständlichen Augenblicke Dankbarkeit vorhanden sein sollte.

Allein dass Koch die Geschichte mit und hinter seiner Partnerin Sarah im Buch beinahe vollkommen ausblendet, finde ich etwas schade, denn die Annäherung über den Beruf und die weitere Entwicklung ist gewiss interessant (auch wenn ich natürlich das Argument der Privatsphäre an dieser Stelle nachvollziehen kann). Auch das Coverfoto wirkt leider etwas unbeholfen, auch wenn das Motiv möglicherweise etwas Tempo erforderte.

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