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Malaika

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2017

Fesselnd...

Das Geheimnis des Winterhauses
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Nachdem Elinors Cousine Karla krank wird, findet Elinor heraus, dass ihre Mutter und sie nicht mit dem Rest der Familie verwandt sind. Daraufhin begibt sie sich auch eine Reise in die Vergangenheit, die ...

Nachdem Elinors Cousine Karla krank wird, findet Elinor heraus, dass ihre Mutter und sie nicht mit dem Rest der Familie verwandt sind. Daraufhin begibt sie sich auch eine Reise in die Vergangenheit, die mehr Geheimnisse zu verwahren hat, als sie je geahnt hätte.

Das Buch hat mich ab der ersten Seite gefesselt. Ich hätte es in einem Zug durchgelesen, wenn ich es nicht für die Leserunde in Stücken hätte lesen müssen.
Elinor war mir auf Anhieb sympathisch und ich habe sofort mit ihr mitgelebt. Ich war immer auf ihrer Seite, auch wenn es mich etwas irritiert hat, dass sie sich soviel von ihrem Mann gefallen gelassen und lange nicht gesagt hat, was sie sich wirklich denkt.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er war einfach gehalten aber nicht langweilig. Auch fand ich die Zeitsprünge durch Briefe, Tagebücher, Bücher oder Erzählungen sehr aufschlussreich und eine tolle Erzählungsart. Das hat für eine angenehme Abwechslung gesorgt.

Dieses Buch ist ideal für alle, die historische Romane lieben und ein schönes Buch mit Neuseelandkulisse lesen möchten.

Veröffentlicht am 18.11.2017

Einfach wundervoll

Die Sternennacht
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Es gibt kein anderes Wort als “magisch" für dieses Buch. Die wundervollen Zeichnungen, der einfache Text, die Geschichte mit einer Tiefe, die man immer wieder erforschen kann, und trotzdem jedes Mal etwas ...

Es gibt kein anderes Wort als “magisch" für dieses Buch. Die wundervollen Zeichnungen, der einfache Text, die Geschichte mit einer Tiefe, die man immer wieder erforschen kann, und trotzdem jedes Mal etwas Neues findet.
Das Buch ist sowohl für Erwachsene als auch Kinder geeignet. Kinder werden das Buch jedoch anders aufnehmen und andere Sachen entdecken.

Es handelt sich um ein einsames Mädchen, das nach Freunden sucht. Diese Einsamkeit und ihre Suche werden mit unglaublich schönen Illustrationen dargestellt. In diesem Buch liest man nicht die Wörter, man liest die Bilder. Die Sprache des Bildes ist sehr machtvoll, hier wird sie genau richtig eingesetzt. Die Bilder nehmen dich an die Hand und ziehen dich durch die Geschichte.

Ein Buch, das man immer wieder lesen und genießen kann - einfach wundervoll.

Veröffentlicht am 24.10.2017

Einfach wunderschön

Das letzte Jahr
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Elfi möchte später im Zirkus arbeiten und übt dafür schon auf ihrem roten Fahrrad, das sie zum Geburtstag bekommen hat. Sie liebt es über die Hügel zu rasen und die Gegend zu erkunden. Ihre Eltern machen ...

Elfi möchte später im Zirkus arbeiten und übt dafür schon auf ihrem roten Fahrrad, das sie zum Geburtstag bekommen hat. Sie liebt es über die Hügel zu rasen und die Gegend zu erkunden. Ihre Eltern machen sich keine Sorgen, wenn sie mit ihren neun Jahren herumfährt, weil in der kleinen Stadt sowieso nichts passieren kann. Falls etwas passiere, würde irgendjemand die Mutter sofort holen.
Die zweite Option, die sie für die Zukunft hat, ist, um nach Amerika auszuwandern, um den “Indianern” zu helfen. Das sagt sie ihrer Mutter aber noch nicht, weil die wahrscheinlich nichts davon halten würde…

Ilse Tielschs Schreibstil hat mich von Anfang an an Ilse Aichinger erinnert. Als sich dieses Gefühl der Bekanntheit immer mehr versterkt hat, habe ich ein bisschen recherchiert und es hat sich heraus gestellt, dass mein Gefühl gar nicht soweit hergeholt war.

So schreibt Hans Weigel zum Erscheinen des Buches "Ein Elefant in unserer Straße":
»Wenn der Kafka und der Orwell als gemeinsame Tochter die Ilse Aichinger gehabt hätten, und die wiederum eine Verbindung mit Herzmanovsky-Orlando eingegangen wäre, dann wäre die Ilse Tielsch-Felzmann herausgekommen, mit Mark Twain als Vater.«

Dieser Verbindung kann ich nur zustimmen. Wo Ilse Aichinger vieles ausführlich beschreibt, sind Ilse Tielschs Beschreibungen minimalistischer, aber haben den gleichen Charme.

Elfi ist eine wunderbare Protagonistin. Sie ist so gut beschrieben, dass sie zum Greifen nah ist. Sie könnte einfach aus dem Buch spazieren und ein wirklicher Mensch sein. Nicht jede Autorin oder Autor schafft es, die Charaktere in einem Buch so plastisch zu beschreiben, aber Ilse Tielsch hat es gemeistert!
Man sieht die Welt durch die Augen der Neunjährigen: die Veränderungen der Zeit, die sie nur nach und nach zu verstehen lernt; die Versuchung, alles ohne nachzudenken nachzuplappern, was die Leute behaupten, aber letztendlich doch zur Vernunft zu kommen.

Auch wenn mir normalerweise dieser Coverstil nicht gefallen würde, finde ich, dass er wunderbar zum Inhalt passt, einfach und kompliziert zugleich - genau wie die Geschichte selbst.

Auch wenn ich verstehe, dass der Roman aufgehört hat, wo er aufhört, finde ich es schade…

Ilse Tielschs Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und Elfi ist mir sehr ans Herz gewachsen. Da ich noch nie zuvor von Ilse Tielsch gehört habe, was eigentlich für mich als Österreicherin sehr erstaunlich ist, werde ich mich nach diesem tollen Buch ihren anderen Büchern widmen.
Ich kann nur hoffen, dass ihr das Gleiche tut.

Veröffentlicht am 19.10.2017

Invita die Kriminalbeamtin

Die Legion des Raben
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Invita, die Kriminalbeamtin, versucht einen Mord aufzuklären, um einen ganzen Sklavenhaushalt vor der Hinrichtung zu bewahren. Nur ist Innvita leider keine Beamtin sondern eine junge Sklavin in der Römerzeit. ...

Invita, die Kriminalbeamtin, versucht einen Mord aufzuklären, um einen ganzen Sklavenhaushalt vor der Hinrichtung zu bewahren. Nur ist Innvita leider keine Beamtin sondern eine junge Sklavin in der Römerzeit. Sie ist zwar sehr clever aber wird durch ihren Status nicht sehr ernst genommen.
Auf Invitas Reise nach der Wahrheit passieren mehrere unerwartete Dinge. Wird sie es schaffen, rechtzeitig mit Beweisen aufzutauchen, um den Sklavenhaushalt zu retten?

Das Buch ist sehr aktionsreich, man langweilt sich keine Minute. Es ist eigentlich das zweite Buch in einer Serie über die clevere Sklavin, aber ich konnte ihm, ohne den ersten Band gelesen zu haben, problemlos folgen.

Der Schreibstil von Maria W. Peter ist sehr angenehm, man kann sich alles sehr plastisch vorstellen, ohne das es unheimlich wird.

“Die Legion des Raben” ist ein historischer Krimi, in dem man in die Vergangenheit abtauchen kann und zusammen mit Invita auf die Suche nach den Mörder geht.

Veröffentlicht am 17.09.2017

Ein groaßartiges Buch!

His Dark Materials: Der Goldene Kompass, Das Magische Messer und Das Bernstein-Teleskop im Schuber
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Ein interessantes Buch zu schreiben ist schwer, ein schönes Buch zu schreiben ist vielleicht noch schwerer, aber ein Buch zu schreiben, das einfach großartig ist, sollte nahezu unmöglich sein - ein Buch, ...

Ein interessantes Buch zu schreiben ist schwer, ein schönes Buch zu schreiben ist vielleicht noch schwerer, aber ein Buch zu schreiben, das einfach großartig ist, sollte nahezu unmöglich sein - ein Buch, an dem es an nichts fehlt, weder an Schönheit noch Einzigartigkeit und dabei noch nicht einmal den wunderbaren Schreibstil erwähnend - detaillierte Beschreibungen, spezielle Dialoge und genau die richtige Kombination von allem Sonstigen.

Die neugierige Lyra und ihr eher ängstlicher Daemon Pantalaimon leben in einer Welt voller Magie, Intrigen und Obskuritäten. Diese Welt wird durch das Magisterium beherrscht und im Zaum gehalten. Das Magisterium ist aber keine wohlwollende Regierung, vor allem nicht deren Angestellten…

Lyra hat ein Geheimnis, ein Geheimnis so wichtig, das es mit unglaublicher Vorsicht behandelt werden muss. Sie ist im Besitz des Alethiometers ein Kompass der Wahrheit, ein Kompass, den nur sie beherrschen kann und ein unglaublich gefährlicher Besitz ist.

Die Protagonisten sind so gut dargestellt, dass man sie nach einer Zeit fast als echte Menschen empfindet…

Der Sammelband besteht aus der ganzen “His Dark Materials” Trilogie und hat ein genauso bezauberndes Cover wie Inhalt. Durch die minimalistische Farbwahl und passende Zeichnungen ist es ein echtes Prachtstück im Bücherkasten…
Der einzige Nachtteil des Buches ist, dass die Seiten sehr dünn sind, und man daher dauert Angst hat, sie zu zerreissen. Außerdem ist das Buch sehr schwer, was eigentlich nicht anders zu erwarten ist, aber für mich mit einem verletzten Handgelenk nicht gerade einfach.

Es ist ein sehr geeignetes Buch, um im Winter gekuschelt in eine Wolldecke mit einem heissen Kakao in die Welt des Nordpols abzutauchen.

-Diese Rezension ist für eine andere Edition, der Inahlt ist aber der selbe...