Wunder und Schrecken
The Hollow PlacesNach ihrer Scheidung sucht Kara Zuflucht im Museum der Wunder ihres Onkels. Das Museum ist voller kurioser Sammlungsstücke und vermutlich eher gefälschter Artefakte, war für Kara aber immer eine Heimat. ...
Nach ihrer Scheidung sucht Kara Zuflucht im Museum der Wunder ihres Onkels. Das Museum ist voller kurioser Sammlungsstücke und vermutlich eher gefälschter Artefakte, war für Kara aber immer eine Heimat. Als sich plötzlich ein Loch in der Wand auftut, hätte sie niemals damit gerechnet, dass es in eine fremde Welt führen könnte. Gemeinsam mit dem Barista Simon von nebenan kann sie nicht widerstehen, hindurchzugehen. Woher stammt das Loch? Was verbirgt sich darin? Und wird es einen Weg zurück geben?
T. Kingfishers Geschichten zeichnen sich nicht nur durch Einzigartigkeit aus. Es ist auch sehr wohltuend, dass man es nicht mit blutjungen Protagonisten zu tun bekommt, sondern mit Menschen, die bereits mitten im Leben stehen und alles andere als stromlinienförmig sind. Karas Gedanken und ihre Dialoge mit Simon sind zudem voller Wortwitz und trockenem Humor, was die Story immer wieder auflockert.
Die Beschreibung der fremden Welt ist ein kleines atmosphärisches Meisterstück. Das Grauen sichert fast unmerklich in die Handlung und weist Anklänge an klassische Horrorstories auf, die Fans des Genres erkennen werden.
Wieder einmal freue ich mich auf die Übersetzung weiter ungewöhnlicher Romane von T. Kingfisher.