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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.11.2024

Sehr informativ

Die Bergretter
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"Die Bergretter" von Sebastian Ströbel ist ein sehr vielseitiges Buch. Sehr interessant für Fans der TV-Serie, aber auch für jeden, der sich für die Berge interessiert.
Es geht hier ja nicht nur um die ...

"Die Bergretter" von Sebastian Ströbel ist ein sehr vielseitiges Buch. Sehr interessant für Fans der TV-Serie, aber auch für jeden, der sich für die Berge interessiert.
Es geht hier ja nicht nur um die Serie, sondern es werden Geschichten aus dem Alltag der echten Bergretter erzählt, aber auch die vom Dreh. Eine gut gelungene Mischung, wie ich finde.
Sehr gut gemacht ist die Gestaltung des Buches, gerade weil viele Fotos und Hintergrundinformationen gegeben werden.
Ich kenne die Serie nicht, bin aber sehr an der Natur, gerade in den Bergen und auch an schönen Fotos interessiert.
Vor allem die Informationen über die Kultur der Gegend, bis hin zu kulinarischen Tipps sind gut gelungen. Auch eigene Besuche dort und Wanderungen kann man gut planen und schon mal einschätzen, was genau man unternehmen will.
Sehr gut gelungen auch die Anmerkungen aus der Arbeit der echten Bergnotretter und die Würdigung ihrer Arbeit.
Für Kenner der Serie, denke ich, ist das Buch rundum gelungen.

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Veröffentlicht am 29.11.2024

Wo bist du

Blue Sisters
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"Blue Sisters" von Coco Mellors ist ein Roman, in dessen Mittelpunkt vier Schwestern stehen, eigentlich nur drei, aber die vierte ist noch sehr präsent.
Nacheinander erzählen die Schwestern aus ihrem Leben, ...

"Blue Sisters" von Coco Mellors ist ein Roman, in dessen Mittelpunkt vier Schwestern stehen, eigentlich nur drei, aber die vierte ist noch sehr präsent.
Nacheinander erzählen die Schwestern aus ihrem Leben, aus ihrer Perspektive und was sich da zusammensetzt, sind sehr verschiedene Leben.
Jede der Schwestern hat einiges durchgemacht und kämpft mit ihren eigenen Problemen. Sie lieben sich und hängen sehr aneinander und schaffen es doch nicht komplett ehrlich zu sein.
Das tut beim Lesen schon weh, hier wird es auf verschiedene Weise sehr emotional.
Die Trauer um die verlorene Schwester, aber auch die Wut über den Verlust kommen hier sehr gut zum Vorschein.
Es ist nicht nur eine Familiengeschichte, nicht nur eine Geschichte über Trauer, sondern auch über Liebe und die Bewältigung von Problemen.
Der Schreibstil lässt sich gut und flüssig lesen, die Geschichte ist immer interessant genug, um dranzubleiben. Nach dem Lesen bleibt mir hier genug im Kopf, um noch einige Zeit darüber nachzudenken. Absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 24.11.2024

Interessante Berichte

Leuchten am Meeresgrund
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"Leuchten am Meeresgrund" von Brad Fox ist ein sehr abwechslungsreiches Buch.
Es bietet die Geschichte von einigen Wissenschaftlern und die dazugehörige Zeitgeschichte, das fand ich besonders gut, man ...

"Leuchten am Meeresgrund" von Brad Fox ist ein sehr abwechslungsreiches Buch.
Es bietet die Geschichte von einigen Wissenschaftlern und die dazugehörige Zeitgeschichte, das fand ich besonders gut, man konnte alles zeitlich für sich verorten.
Dann bietet es genaue Beschreibungen der Tauchgänge mit der Bathysphäre in bisher unerforschte Tiefen, verbunden mit Stahlseilen und einer Telefonleitung. Was für ein Wagnis, ein Abenteuer, was für Erkenntnisse. Die Freude, das Erstaunen darüber wird hier gut wiedergegeben.
Mir gefallen auch die vielen Zeichnungen und Illustrationen, abgedruckte Fotos und Originaldokumente. So wird das Buch zu einem echten Zeitzeugen und es ist viel passiert zu dieser Zeit.
Es liest sich nicht alles ganz einfach und spannend, ich habe das Buch nach einigen Kapiteln immer wieder weggelegt, aber letztendlich hat es mir sehr gut gefallen, habe ich einiges mir Neues erfahren.
Wem das hier noch nicht ausreicht, es gibt viele Quellen und Verweise zum vertiefen der Thematik.

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Veröffentlicht am 23.11.2024

Was uns bleibt

Endlich das ganze Leben
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"Endlich das ganze Leben" von Roberta Recchia ist ein sehr emotionaler Roman. Die Geschichte hat mich sehr gepackt und ging unter die Haut. Es ist eine Geschichte großer Liebe, eine Geschichte von Gewalt, ...

"Endlich das ganze Leben" von Roberta Recchia ist ein sehr emotionaler Roman. Die Geschichte hat mich sehr gepackt und ging unter die Haut. Es ist eine Geschichte großer Liebe, eine Geschichte von Gewalt, aber auch Schuld, Trauer und die Bewältigung davon.
Marisa, Stelvio und ihre Tochter Betta haben in Rom einen kleinen Feinkostladen, sie kommen gut über die Runden und haben ein glückliches Leben. Im Sommer fahren sie ans Meer, seit vielen Jahren.
In diesem Jahr wird Betta und ihrer Cousine Miriam schreckliche Gewalt angetan, Betta überlebt nicht. Miriam bleibt schwer traumatisiert zurück.
Nach diesem Ereignis liegt der Fokus der Geschichte dann hauptsächlich auf Miriam und ihrem Kampf um ein würdiges Leben.
Mir gefiel sehr die Darstellung des Lebens in den Achtzigern, auch die Geschichte der Ansaldos war sehr interessant zu lesen. Schwer dann der Abschnitt der Gewalt an den beiden Mädchen und das dargestellte Leid der Eltern. Danach folgte anstatt eine Überführung der Täter eher eine große Vertuschung, die Täter blieben sehr lange unerkannt.
Miriam hat alles schlecht verkraftet und so rutscht sie ziemlich ab, Drogen, Alkohol und Leid. Echte Hilfe wird ihr dann erst von Fremden zuteil, die zu ihrer Familie werden.
Irgendwann wurde es für mich eine Geschichte der Wiederholung, da hätte die Autorin früher aus der Geschichte aussteigen sollen, mir war das etwas zuviel wiederholtes Glück. Im letzten Teil haben mich einige fast übersinnliche Elemente etwas gestört, die nicht so richtig in die Geschichte passten.
Trotz allem bleibt es eine Familiengeschichte, die das Lesen lohnt und mit vielfältigen Themen und Emotionen aufwartet.

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Veröffentlicht am 17.11.2024

Super Fortsetzung

Finsteres Herz
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"Finsteres Herz" von Holger Karsten Schmidt ist nach "Die Toten von Marnow" der zweite Teil der Krimi-Reihe um die Kriminalkommissare Lona Mendt und Frank Elling. Der Fall ist abgeschlossen, man kann ...

"Finsteres Herz" von Holger Karsten Schmidt ist nach "Die Toten von Marnow" der zweite Teil der Krimi-Reihe um die Kriminalkommissare Lona Mendt und Frank Elling. Der Fall ist abgeschlossen, man kann ihn einzeln lesen, aber die Entwicklung der Protagonisten lässt sich in der Reihenfolge besser verfolgen.
Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Man muss beim Lesen aufmerksam unterscheiden, ob man sich vor oder nach Silvester befindet.
An diesem Tag gibt es in einem Safe House nämlich ein Massaker, dass Opfer fordert und nach dem die Hauptzeugin verschwunden ist.
So muss jetzt nicht nur der Fall aufgeklärt, sondern auch noch das Mädchen wieder gefunden werden.
Das ist alles von Beginn an spannend erzählt, mir gefällt auch die Hintergrundrecherche sehr. Die Spannung bleibt dabei natürlich immer mal auf der Strecke, dafür erfährt man sehr viel Vorgeschichte.
Das Buch lässt sich leicht und schnell lesen, trotzdem gibt es einige Überraschungen und gekonnte Wendungen. So eine gut erzählte Geschichte würde ich gerne öfter lesen.

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