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Veröffentlicht am 15.04.2024

Verrückte Wendungen

Enders
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Im Vergleich zu "Starters" mag "Enders" weniger kreativ erscheinen und gefühlt von sich wiederholenden Actionsequenzen durchzogen sein.

Während die Mitte an Spannung verliert, gelingt es der Autorin ...

Im Vergleich zu "Starters" mag "Enders" weniger kreativ erscheinen und gefühlt von sich wiederholenden Actionsequenzen durchzogen sein.

Während die Mitte an Spannung verliert, gelingt es der Autorin jedoch, diese Schwäche durch verrückte unerwarteter Wendungen anderer Passagen auszugleichen. Manche Teile des Buches wirbeln alles auf den Kopf und sorgen für unvorhersehbare Momente, die die Geschichte in ein neues Licht tauchen.

Trotz kleinerer Schwächen, und im Vergleich zum ersten Band, war "Enders" noch unterhaltsam und sorgte hin und wieder für aufreibende Plots mit einer Prise WTF-Momente.

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Veröffentlicht am 27.03.2024

Entfacht, stolpert und enttäuscht

DAS BRENNEN DER STILLE - Goldenes Schweigen (Band 1)
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"Sandy Brandts 'Das Brennen der Stille: Goldenes Schweigen' birgt eine faszinierende Grundidee. Die Vorstellung einer Welt, in der Schweigen Macht bedeutet, hat mein Interesse geweckt, und ich war gespannt ...

"Sandy Brandts 'Das Brennen der Stille: Goldenes Schweigen' birgt eine faszinierende Grundidee. Die Vorstellung einer Welt, in der Schweigen Macht bedeutet, hat mein Interesse geweckt, und ich war gespannt darauf, mehr über die diese Welt zu erfahren.

Doch leider konnte die Umsetzung meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Es fehlte an wichtigen Informationen, die Weltbeschreibung kam mir persönlich zu kurz und die Liebesgeschichte rückte zu sehr in den Vordergrund. Die Handlung entwickelte sich in manchen Teilen eher schleppend, unlogisch und war ziemlich vorhersehbar.

Olive ist eine interessante Protagonistin, aber ihre Naivität und ihre schnellen Prinzipienänderungen haben mich manchmal irritiert. Kyle hingegen bleibt eher flach, ohne genug Raum für eine glaubwürdige Entwicklung. Und die Liebesgeschichte entwickelte sich meiner Meinung nach viel zu schnell, und ich hätte mir gewünscht, dass den beiden mehr Zeit für ihre Annäherung gegeben worden wäre.

Der Schreibstil von Sandy Brandt ist an sich nicht schlecht. Er ist einfach und direkt, was den Einstieg in die Geschichte erleichtert. Allerdings hatte ich Schwierigkeiten, in manchen Passagen einen flüssigen Lesefluss zu finden. Ich hatte das Gefühl, man würde zusammen mit der Autorin, der Handlung und den Charakteren eher durch die Welt stolpern.

Während die Grundidee überzeugt, fehlt es an Tiefe und Originalität in der Handlung.
Es ist ein Buch, das mich zwar kurz fesseln konnte, aber leider nicht überzeugte.

Dennoch denke ich, dass es Lesern gefallen könnte, die sich von der einzigartigen Prämisse angesprochen fühlen und bereit sind, über einige Schwächen hinwegzusehen.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Seele ausgesaugt - aber nicht im guten Sinne

The Stars are Dying
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Ich weiß nicht mehr, wann genau ich ausgestiegen bin. Irgendwo zwischen "spannender Plot" und "was zur Hölle passiert hier eigentlich?" bin ich langsam verblasst. Vielleicht war’s das Buch, das mich aufgefressen ...

Ich weiß nicht mehr, wann genau ich ausgestiegen bin. Irgendwo zwischen "spannender Plot" und "was zur Hölle passiert hier eigentlich?" bin ich langsam verblasst. Vielleicht war’s das Buch, das mich aufgefressen hat.

Denn ja - The Stars are Dying hat eine wirklich starke Grundidee. Düstere Atmosphäre, Vampire, Magie, ein Hauch Tragik. Ich war da, ich war bereit. Aber dann kam ... nichts.

Der Anfang zieht sich wie kaltes Blut. Über die Hälfte lang hab ich mich durch seltsame Szenen gekämpft, die entweder ins Nichts führen oder einfach ... vergessen werden. Nix wird erklärt, nix ergibt Sinn, und man weiß oft nicht mal, ob das alles überhaupt wichtig ist.

Spoilern will ich nicht - aber ehrlich erst am Ende kommt dieser Aha-Moment. Aber da war ich längst innerlich tot. Die Geschichte hat mich müde gemacht. Ich hätte mir fast gewünscht, ein Vampir würde mir die Seele aussaugen - einfach, damit was passiert.

Für manche ist das vielleicht genau die Sorte Qual, die sie beim Lesen lieben. Ich bin mir unsicher, ob ich das Buch weiterempfehlen würde und ob sich diese ganze Tortur überhaupt lohnt. Derweil bin ich bereits 1000-mal gestorben. Innerlich. Emotional. Lesetechnisch.

Auch wenn Band zwei nach diesem Plot vermeintlich mehr verspricht - mich hat die Reihe verloren. Ich geh dann mal … zurück ins Licht.

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Veröffentlicht am 16.01.2025

Musste ich abbrechen, wie ein Geist der verfliegt

Empire of Sins and Souls 2 - Das gestohlene Herz
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Aaaahhh, ich bin ein Geist... oder war es das Buch, das mich langsam verblassen lies? Wer von uns hat wen verlassen? Ich weiß es nicht. Jedenfalls, als ich an einem Punkt war, wo das Ganze nur noch anstrengend ...

Aaaahhh, ich bin ein Geist... oder war es das Buch, das mich langsam verblassen lies? Wer von uns hat wen verlassen? Ich weiß es nicht. Jedenfalls, als ich an einem Punkt war, wo das Ganze nur noch anstrengend wurde, musste ich aufhören. Es war wie ein seelischer Abstieg. Ich musste abbrechen, bevor mich das Buch weiter quälte.

Das Setting und die Atmosphäre, die düstere, mysteriöse Welt habe ich wirklich gemocht. Sie war perfekt inszeniert, doch wirkten die Charaktere auf mich gestelzt und künstlich - besonders die Männer, deren endlosen Geheimnissen und Mysterien mich irgendwann nur noch nervten und uninteressanter wurden. Zoe schien mir später auch nur noch eine leere Hülle und ein bloßer Spielball der Geheimnisse. Es ging nicht mehr vorwärts, nur noch im Kreis. Es wurde einfach nur noch anstrengend, nicht spannend.

Für viele Leser mag das genau der schönste Albtraum sein, aus dem sie nicht erwachen wollen. Doch mein Geistergang fand bei 70 % sein Ende. Und weißt du was? Es ist okay, ein Buch zu beenden, wenn es einen nicht mehr erreicht. Manchmal muss man loslassen, um weiterzuziehen.

Und so verließ ich das Buch und es verließ mich. BUH.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Tagebucheintrag – Juliette/Ella

Defy Me
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Nichts ist echt. Nicht meine Erinnerungen, nicht meine Kraft, nicht einmal mein Name. Ella, Juliette ... Wer bin ich? Oder besser: Wer war ich? Ich dachte, der Kampf wäre vorbei, dachte, ich hätte das ...

Nichts ist echt. Nicht meine Erinnerungen, nicht meine Kraft, nicht einmal mein Name. Ella, Juliette ... Wer bin ich? Oder besser: Wer war ich? Ich dachte, der Kampf wäre vorbei, dachte, ich hätte das Reestablishment besiegt. Aber es war alles nur ein Theaterstück, ich die Marionette, und die Fäden schneiden tief in meine Haut.

Alles bleibt stehen. Es passiert nichts. Und doch drehe ich mich weiter im Kreis. Bin ich müde, oder einfach nur leer? Es ist, als ob meine Inkompetenz mich definiert, aber wer sagt, dass ich kompetent sein muss? Die Autorin? Die Leser? Ich weiß es nicht.

Manchmal frage ich mich, ob ich das Ende wirklich sehen will. Oder ob ich einfach die Augen schließen und die eigentliche Geschichte bei Band 3 enden lassen sollte. Vielleicht würde dann der Schmerz aufhören. Vielleicht.

Aber hier bin ich, Seite um Seite, mit einer Hoffnung, die genauso dünn ist wie diese Handlung. Wenigstens sind die Kapitel kurz. Vielleicht im nächsten Band ... Vielleicht wird es da besser, denn „Ich fürchte mich nicht“ liebe ich doch so sehr.

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